1. Foren
  2. Kommentare
  3. Applikationen-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Nachfolger von Windows 10…
  6. Thema

Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema


  1. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: Kakiss 04.04.22 - 15:50

    MilaSuperstar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So sehe ich das auch, nach WIN10 ist Schluss mit Windows, bis dahin lerne
    > ich mit Linux weiter umzugehen.

    Gleiche mache ich auch, hab mir jetzt um mich selbst etwas zu "quälen" ein billiges völlig schwaches Netbook von ~2009 mit Atom CPU aus Ebay geholt und Linux Mint xfce draufgeschmissen.
    (32 bit!)

    Läuft super das System, hat eigentlich echt viel out of the Box.
    Qmmp oder wie das heißt ersetzt auch ganz gut mein Winamp und unterstützt deren Skins.
    Der "Store" liefert dann alles mögliche, wie meine heiß geliebte Dosbox, Playonlinux welches auf Wine basiert und einige Emulatoren.
    Die Windows-Version von Warcraft 2 lies sich mit letzteren beispielhaft Problemlos installieren und lief sogar relativ ok, das Netbook wird hier wohl fürs "Übersetzten" einfach nicht genug Power haben ;)
    Dos-Version werde ich noch ausprobieren, muss hier erst noch die CD rippen, bisherige Spiele wie Doom, Civilization 2 und übergeordnet Windows 3.11 liefen reibungslos in der Dosbox :P
    Zsnes lief einwandfrei, Higane katastrophal.
    Native Spiele konnte ich selbstverständlich dann auch zum laufen bringen.

    Wenn ich also bei so einem schwachbrüstigen Gerät Titel zu 70% zum laufen bringe, wird das mit einem potenteren Gerät erst recht laufen.
    Steam selbst wollte nicht starten, schätze der CPU fehlen einfach ein paar Features und es sieht sie als älter als ein Pentium 4 an.



    Größtes Manko finde ich bisher tatsächlich das Installieren von Software außerhalb des "Stores" per Konsole
    und dass das System die Ordner dann dabei erstmal dem Root User zuordnet.
    Ich empfinde das Rumgemache per Konsole als unnötig, das könnte man einfacher lösen.
    Oder gibt es hier irgendeinen Grund, dass man nicht wenigstens per Rechtsklick die Option "installieren" einführen könnte?

    Die Config von Dosbox zu finden war auch recht abenteuerlich und am Ende hat mich Dosbox dabei hinters Licht geführt.
    Wie im Internet zu finden wurde bei der Installation ein Ordner erstellt mit der Config, diese zu ändern hat aber nichts gebracht.
    Dosbox hat wild im Nutzerverzeichnis diese beim Starten dann erstellt.
    Herauszufinden wo Choclate Doom die Doom.wad haben möchte war auch nervig.
    Hier ist mir etwas zu viel Wildwuchs, da finde ich es in der Windows-Welt schöner gelöst, mit dem Installationspfad
    und dass man darin alle möglichen Daten klarer hat.
    Wobei ich ja hier auch wechseln möchte, weil Windows eben mit den "Apps" Zugriffe teilweise absolut verhindert - für mich inakzeptabel wohin die Reise da geht.
    Gegeben Falls dann auch einfach Gewöhnungssache, ein wenig Sorgen dass ich aber keinen einfachen Zugriff auf Datein zum Manipulieren habe, habe ich schon.

    In allem finde ich Linux Mint echt toll, dass ich dann eine solche Krücke an Netbook noch mit modernen Diensten benutzen kann, ist schier ein Wunder.
    Nicht den besten PC als Übung zu haben ist dabei völlige Absicht, denn wenn ich gegen Wände klatsche und Problemlösungen suchen muss, hilft mir dass eher als wenn ich keine habe und hinterher vor Rätseln stehe.
    So lern ich dann doch den ein oder anderen Workaround.
    Experiment noch nicht abgeschlossen :D

  2. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: forenuser 04.04.22 - 16:20

    Naja, die CLI hat sich auch unter Windows nicht ernsthaft geändert.

    Davon ab denke ich aber nicht, dass der TO das meinte als er von "regelmäßig komplett verändert" schrub.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  3. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: leonardo-nav 04.04.22 - 16:29

    Ja, kompilieren ist schon ein extrem komplizierter Vorgang. Komplizierte Befehle wie "make" oder "sudo make install" oder - Gott bewahre! - sogar ein "cmake" oder "git clone" dazwischen, das ist schon hart.

    Allerdings ist mir das unter Debian noch nie passiert, bei Arch ist das eher Normalität.

  4. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: altuser 04.04.22 - 17:22

    Nein.

  5. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: altuser 04.04.22 - 17:33

    Linux-Distros kennen keine Designänderungen? Wie kommst Du auf dieses schmale Brett? Du suchst einfach nur ganz verzweifelt Gründe, auf Windows im modernen Gewand rumzuhacken, seit Dein Startmenü nicht mehr aussieht wie 1995, oder?

  6. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: Kakiss 04.04.22 - 17:44

    leonardo-nav schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, kompilieren ist schon ein extrem komplizierter Vorgang. Komplizierte
    > Befehle wie "make" oder "sudo make install" oder - Gott bewahre! - sogar
    > ein "cmake" oder "git clone" dazwischen, das ist schon hart.
    >
    > Allerdings ist mir das unter Debian noch nie passiert, bei Arch ist das
    > eher Normalität.

    Kompliziert vom Verständnis und unnötig nervige Umwege sind zwei verschiedene Dinge.
    Weshalb kein Doppelklick oder wenigsten Rechtsklick + Auswahl im Kontextmenü für gängige Abläufe?

    Funktioniert selbst bei Android.

  7. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: countzero 04.04.22 - 18:03

    Kakiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leonardo-nav schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, kompilieren ist schon ein extrem komplizierter Vorgang. Komplizierte
    > > Befehle wie "make" oder "sudo make install" oder - Gott bewahre! - sogar
    > > ein "cmake" oder "git clone" dazwischen, das ist schon hart.
    > >
    > > Allerdings ist mir das unter Debian noch nie passiert, bei Arch ist das
    > > eher Normalität.
    >
    > Kompliziert vom Verständnis und unnötig nervige Umwege sind zwei
    > verschiedene Dinge.
    > Weshalb kein Doppelklick oder wenigsten Rechtsklick + Auswahl im
    > Kontextmenü für gängige Abläufe?
    >
    > Funktioniert selbst bei Android.

    Meine letzten Experimente mit Linux sind schon eine Weile her, aber selbst vor ein paar Jahren konnte man unter Ubuntu z.B. ein "von Hand" von einer Webseite heruntergeladenes deb- oder rpm-File einfach per Doppelklick installieren. Problematisch wurde es nur manchmal, wenn nicht alle Abhängigkeiten erfüllt waren, dann wurde z.T. nicht alles automatisch heruntergeladen.

    Closed-Source-Software, die es deshalb nicht in den offiziellen Repositories gibt, wird oft so angeboten (ich nutze z.B. die Browser Opera und Vivaldi). Sie trägt auf Wunsch dann auch das eigene Repository in die Paketquellen ein und wird dann zukünftig über die normalen Betriebssystemwerkzeuge auf dem neusten Stand gehalten.

  8. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: Faksimile 04.04.22 - 18:08

    Wozu dann, ausser zum kommentieren?
    Der Duden listet unter Punkt 3: "persönliche Anmerkungen zu etwas machen"
    Und das hat der TE getan.

  9. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: Dakkaron 04.04.22 - 18:26

    Kakiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Größtes Manko finde ich bisher tatsächlich das Installieren von Software
    > außerhalb des "Stores" per Konsole
    > und dass das System die Ordner dann dabei erstmal dem Root User zuordnet.
    > Ich empfinde das Rumgemache per Konsole als unnötig, das könnte man
    > einfacher lösen.
    > Oder gibt es hier irgendeinen Grund, dass man nicht wenigstens per
    > Rechtsklick die Option "installieren" einführen könnte?

    Ja, der Grund ist, dass Linux, zu einem großen Teil, von Entwicklern für Entwickler gemacht wird. Man hat zwar schon den Versuch, das OS auch so hinzukriegen, dass es auch Nicht-Entwickler bedienen können, allerdings, ist das von der Priorität her, wo ganz anders als bei Windows.

    Linux ist immer noch Kommandozeile First. Ein Programm, welches sich nur über GUI bedienen lässt, ist eher selten. Die meisten Konzepte werden zuerst auf der Kommandozeile umgesetzt, und wenn dann noch wer Zeit und Lust hat, dann bastelt mal wer ein GUI dazu, welches zumindest die wichtigsten Features zusammenfasst.

    Und weil die Entwickler deswegen die meisten Features nicht in der GUI brauchen (weil sie sie ja schon in der Kommandozeile haben), fehlen teils wirklich simple Dinge im GUI.

    > Die Config von Dosbox zu finden war auch recht abenteuerlich und am Ende
    > hat mich Dosbox dabei hinters Licht geführt.
    > Wie im Internet zu finden wurde bei der Installation ein Ordner erstellt
    > mit der Config, diese zu ändern hat aber nichts gebracht.
    > Dosbox hat wild im Nutzerverzeichnis diese beim Starten dann erstellt.
    > Herauszufinden wo Choclate Doom die Doom.wad haben möchte war auch nervig.
    >
    > Hier ist mir etwas zu viel Wildwuchs, da finde ich es in der Windows-Welt
    > schöner gelöst, mit dem Installationspfad
    > und dass man darin alle möglichen Daten klarer hat.
    > Wobei ich ja hier auch wechseln möchte, weil Windows eben mit den "Apps"
    > Zugriffe teilweise absolut verhindert - für mich inakzeptabel wohin die
    > Reise da geht.

    Das ist hauptsächlich ein Philosophie-Unterschied. Windows kommt ursprünglich hauptsächlich von einem Single-User-Konzept. Standardmäßig hat man einen User, und historisch hat der (und alle seine Programme) auch gleich Admin-Zugriff gehabt. Das heißt, alle Programme kommen in den Programme-Ordner, jedes Programm hat alle seine Daten in dem Ordner.

    Linux ist ja der Unix-Tradition entsprungen, und Unix war immer ein starkes Multi-User-System. Das heißt, man muss einerseits Rechte richtig trennen, und andererseits müssen User gleichzeitig ihre Alltagsarbeit ohne Root-Zugriff bewältigen können. Das heißt (vereinfacht gesagt), es werden die Programme von ihren Daten getrennt, so dass das Programm vom Root zentral installiert und upgedated werden kann, aber jeder User seine eigenen Einstellungen und Dateien haben kann. Und original hat jeder User nur auf sein Home-Verzeichnis Zugriff, also müssen diese Dateien dort rein.

    Windows ist seit Vista am selben Weg. Auf den Programme-Ordner hat nur der Admin Schreibzugriff, die installierten Programme selbst nicht mehr. Deswegen landen deren Daten entweder direkt im Nutzerverzeichnis oder unter Dateien (wenn der User direkt darauf zugreifen können sollte) oder im %AppData%-Verzeichnis, wenn es sich um nicht-User-lesbare Dateien handelt (z.B. Konfigurationsdateien).

    Man kann unter Windows viele Programme sogar (ohne Adminrechte) direkt nach %AppData% installieren.

    > Gegeben Falls dann auch einfach Gewöhnungssache, ein wenig Sorgen dass ich
    > aber keinen einfachen Zugriff auf Datein zum Manipulieren habe, habe ich
    > schon.

    Ja, verständlich, aber eher Gewöhnungssache. Unter Linux ist das teils sogar bisserl einfacher, weil wirklich alles im Home-Verzeichnis landet.

    > In allem finde ich Linux Mint echt toll, dass ich dann eine solche Krücke
    > an Netbook noch mit modernen Diensten benutzen kann, ist schier ein Wunder.

    Ja, hab letztens auch einen alten Laptop von Windows auf Kubuntu upgegraded, der bootet jetzt innerhalb von 5 sec.

  10. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: leonardo-nav 04.04.22 - 20:29

    Sehe das Problem nicht. Die Konsole ist dem Linuxer ein wohliges Zuhause, das auch nicht mehr aufgegeben wird, die Befehle im Kopf, GUIs werden nach Möglichkeit gemieden.

    Ganz nach dem KISS-Prinzip: Keep it simple, stupid! Und zwar eben erst recht simpel für Entwickler, die keine völlig unnötige GUI bereitstellen müssen für Dinge, die sich völlig problemlos und sogar besser über die Konsole machen lassen.

    Da sind Leute, die stellen gratis ein Betriebssystem zur Verfügung, dass sie selber zusammenstellen und warten und einem dann anbieten ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Ist es da wirklich zu viel verlangt, dass man selber, als Nutzer, den Aufwand betreibt, deren Art des Arbeitens auch zu erlernen? Meiner Meinung nach nicht.

    Und ob

    ./configure
    make
    make install

    Jetzt wirklich so kompliziert ist, wage ich auch zu bezweifeln. Bei Paketen aus dem AUR ist es sogar noch einfacher. Ist das denn wirklich zu viel verlangt?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.22 20:33 durch leonardo-nav.

  11. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: ds4real 04.04.22 - 22:50

    Also das mit dem "niemand zwingt dich" haben wir von 8 auf 10 ja schon erlebt, wo sich Systeme selbst aktualisiert haben wenn man es ihnen nicht ausdrücklich untersagt hat. Das ist mir in den ganzen 9 Jahren, in denen ich Linux aktiv nutze (auf einem Server - aber z.T. als Desktop mit Gnome über RDP), noch nie passiert.

    Sollte Windows 11 so bleiben und ich dazu gezwungen werden, wars das für mich mit Windows. Es gibt einige Dinge, die Geschmacks- oder Gewohnheitssache sind. Andere Dinge wie die Abwesenheit eines Offline-Logina selbst in der Pro-Version macht mich schlicht wütend. Auch, dass ich nicht jeden Ballast, von dem 11 mehr mitbringt als 10, loswerden kann, nervt mich.

    Vielleicht habe ich in Zukunft einen Mac zum arbeiten und eine Windows-VM auf meinem unRAID -Server, die dann irgendeinen gimpigen Account nützt und die ich nur für Spiele hochfahre. Evtl. könnte es auch ein M1 mit Asahi Linux werden, sobald das System mehr kann. Von Microsoft habe ich die Faxen dicke - die sollen mich genau ein Mal fragen, ob ich upgraden will. Und wenn ich nein geklickt habe, haben sie mich nicht wieder zu belästigen und einen optionalen Upgradepfad anzubieten.

  12. Die DAU-Realität

    Autor: Extrawurst 05.04.22 - 03:12

    leonardo-nav schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe das Problem nicht. Die Konsole ist dem Linuxer ein wohliges Zuhause,
    > das auch nicht mehr aufgegeben wird, die Befehle im Kopf, GUIs werden nach
    > Möglichkeit gemieden.
    >
    > Ganz nach dem KISS-Prinzip: Keep it simple, stupid! Und zwar eben erst
    > recht simpel für Entwickler,

    Die Masse der PC-Nutzer sind aber nun mal genau das: Nutzer, und keine Entwickler. Und solange die Linux-Community das nicht einsieht, wird Linux auch ohne Windows-Netzwerkeffekt keinen Durchbruch schaffen. Da steigt der einfache Nutzer im Zweifel lieber auf macOS um.

    Und dieses arrogante Herabblicken auf "klickibunti" und die gleichzeitig religiöse Anbeterei des Terminals ist einer der Gründe, warum Linux (auch kulturell) nicht aus der Nerd-Ecke rauskommt. Zumindest, wenn es um Desktop-OS geht.

    >
    > Und ob
    >
    > ./configure
    > make
    > make install
    >
    > Jetzt wirklich so kompliziert ist, wage ich auch zu bezweifeln.

    Ja, für den DAU ist es zu kompliziert. Wir leben in einer Ära, in der Google Apple jedes Jahr Milliarden an Dollar zahlt, nur damit Google Standardsuchmaschine im Safari bleibt, weil Google genau weiß, dass der DAU zu faul/desinteressiert/unwissend dafür ist.

    Manchen ist echt nicht klar, dass man alleine schon mit dem Besuch & regelmäßigen Kommentieren auf einer Seite wie Golem bereits überdurchschnittlich IT-interessiert sein muss.

    Deshalb: Ja, alles was dem DAU nicht mundgerecht unter dem Mauszeiger geschoben wird, wird auf ewig zu kompliziert für ihn sein.

    Woher sollen die IT-Kenntnisse im breiten Volk auch kommen?
    Falls man in der Schule überhaupt "Informatikunterricht" hatte, bestand dieser zu hoher Wahrscheinlichkeit nur aus dem Auswendiglernen von Windows und Office GUI. Wer sich nicht von selbst dafür interessiert und begeistert hat, hat im Leben noch nie einen Befehl in einen Terminal (oder cmd) eingegeben. Das ist auch in Generation TikTok noch so.

    Von daher: Mal vom IT-Ross hinabsteigen, und sich in der realen Welt umschauen, wie es mit den durchschnittlichen IT-Kenntnissen wirklich beschaffen ist. Da sieht es nämlich echt düster aus.

  13. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: Volker Vollhorst 05.04.22 - 07:59

    Boa Leute, dieses "alle über einen Kamm scheren" geht mir echt gewaltig auf den Keks.

    Es sind nicht ALLE Linux Nutzer nur mit Console unterwegs. Ich würde behaupten das ist sogar eher eine Minderheit. Wer in den letzten ~5 Jahren mal eine aktuelle Mainstream Distro wie Ubuntu oder MX-Linux genutzt hat, der wird sehen dass man sehr wohl wunderbar ganz ohne console auskommen kann.

    Der DAU benutzt denke ich vor allem deswegen Windows, weil es halt vorinstalliert ist. Evtl auch, weil die anderen DAUs auch Windows nutzen, man Angst vor neuem hat oder sich einfach nicht mit dem Thema beschäftigen will.

    An dee DAU-Freundlichkeit von Linux hängt es imho schon länger nicht mehr.

  14. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: corado 05.04.22 - 08:14

    Genau DAS ist einer der Gründe weshalb linux KEINE Option ist.
    Denn die machen es nicht wirklich besser!
    Abgesehen von viele vielen anderen Problemen und dem größten Problem, der hochnäsigen Community.
    Ich denke du wirst den Umstieg schon in Kürze bereuen.
    Wir alle haben es immer mal wieder mit Linux versucht, ich das letzte mal vor oder 2 Jahren.
    Ergebnis, Linux tritt auf der Stelle.
    Und die Community macht eine Rolle rückwärts.
    Vielleicht ist es in 20 Jahren brauchbar für den Mainstream derzeit bleibt es eine Frickelei wo man laufend in Foren nach Lösungen suchen darf

  15. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: tomatentee 05.04.22 - 09:10

    Andrej schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AntiiHeld schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ... aus dem Alter bin ich definitiv raus. Ich brauche ein stabiles,
    > > sicheres System, welches "gleich" bleibt. Daher: Ich werde so schnell
    > wie
    > > möglich wechseln. Aber nicht zu Windows 11 sondern zu einer Linux
    > Distro.
    > > Und aktuell bevorzuge ich Debian.
    >
    > Debian 9: 2017 Supportende: 2022
    > Debian 10: 2019 Supportende: 2024
    > Debian 11: 2021 Supportende: 2026
    >
    > Welches OS das sich nicht verändert wolltest du nochmal?
    > Nichts gegen Debian du kannst da natürlich hin wechseln. Sich selbst
    > belügen und zu meinen dann ändert sich lange Zeit nichts mehr sollte man
    > aber nicht.
    >
    Und jetzt vergleichen wir Mal, was die Unterschiede zwischen Debian 9, 10 und 11 sind und wie der Update-Prozess aussieht...
    Das ist mit einer neuen Windows-Version nicht im Ansatz vergleichbar...

  16. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: OwenBurnett 05.04.22 - 09:18

    Console ist für den A*** es ist ein massiver mehr Aufwand sich hunderte befehle zu merken und sich an diese dann ohne irgend eine Assoziationshilfe zu erinnern.
    Bei einer GUI hat man den voreilt das man den Murks sieht und dann schlägt das assoziative Gedächtnis zu und auf einmal weiß man Sachen die man vor 2 Jahren gründlich schon vergessen hat.

    Ich bin selber Entwickler und Kommando massig ist es einfach so das ich befehle die ich vor paar Monaten nur paar mal benutzt habe einfach vergesse, eine GUI ist 1000x besser im Vergleich, da es einfach mehr kognitive Mechanismen des Menschen unterstützt. Mann hat verscheide Erinnerungsmechanismen und Räumlich-Navigation + Assiziazion ist halt in der Natur am ausgeprägtesten und fällt selbst den unnatürlichen Menschen am einfachsten. Erinnerung a'la Wort wörtlich ganze Sätze zu zitieren (quasi Kommandozeile) können halt nicht alle, dann muss man sich mit massiv vielen Spickzettel als Krücke behelfen.

    Die Linux Admins die ich kenne arbeiten auch so. Die tippen befehle ab aus einer ge-dumpten Bash Historie deren originalen Inhalt sie sich zusammen gegoogled und mit trail and error optimiert haben. Klar ein paar Sachen kann man Routine mäßig aber kein normaler Mensch kann sich an zig befehle die er vor x Monaten ein oder 2 malig wo eingetippt hat erinnern.

    Zum Vergleich einen windows server mit UI mit meiner üblichen config kann ich auch nach 5 Jahren noch aus dem Gedächtnis Aufsätzen wen ich mal die Fenster vor mir haben, sehe was für Optionen da sind und mich stück für stück daran erinnere was es noch für Optionen gab und wo in etwa die Eingabefelder dafür waren.

    GUI RULZZZZ!!! CLI SUXXXXX!!!!!!!

    So einfach ist es, und das gleiche gilt auch in ähnlicher Form für tasten Kürzel, man kann sich nur die häufigsten merken die man auch regelmäßig benutzt. In einer GUI findet man dann eben auch sofort die Option die man alle 2 Jahre 1 mal braucht, und noch besser in einer GUI Find man auch die Optionen von denen man gar nicht wusste das es sie gibt.


    Also Console und tasten Kürzel da hin wo die sonne nicht scheint und her mit der detaillierten all umfassenden UI und LinuX wird ein Hit, und nicht mehr ein $hit.

  17. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: Extrawurst 05.04.22 - 11:04

    +1

    Kann diesen Terminal-Elitarismus in der Linux-Welt auch nicht ab.

    Und warum das tippen mehrerer Zeilen besser sein soll, als der Doppelklick auf eine Installations.exe, oder das Rüberschieben eines Programms in macOS, konnte mir auch noch kein Terminal-Fanboy glaubhaft verkaufen.

    Die GUI ist immerhin das, was dem Computer überhaupt erst zum Durchbruch im Massenmarkt verhalf.

  18. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: Hotohori 05.04.22 - 11:14

    DedSecV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar :D ich frag dann nochmal Ende 2025 nach wenn W10 aus dem Support läuft

    Dank SteamOS bzw. Proton sieht es mit Linux als Alternative gar nicht mal so schlecht aus. Das könnte Einige zum Umstieg bewegen, das SteamDeck zeigt schon gut, was da möglich ist.

    Die meisten sitzen auf Windows wegen ihrer Software fest. Wer gibt schon gerne seine über viele Jahre angesammelte Software auf um von Windows weg zu kommen? Nur Jene, die Windows wirklich absolut nicht mehr ab können, sprich denen Windows mehr als genug nervt und das dürften nicht viele sein.

    Je weniger man aber aufgeben muss, desto leichter wird der Umstieg und hier hilft Proton, dessen Kompatibilität stetig besser wird und Spiele teilweise sogar besser laufen als unter Windows.

    Bis 2025 ist also noch genug Zeit, damit Proton weiter besser werden kann. Und dann wird es doch ein paar mehr Leute geben, die umsteigen, als das bei Win10 noch war, als es neu war. Aber natürlich wird der Großteil noch immer auf Win11 umsteigen, keine Frage, dafür gibt es viel zu viele Windows Nutzer. Jedoch wird man bei Linux einen spürbaren Anstieg sehen, wenn es mit Proton gut weiter geht. Und je mehr Linux eine Rolle spielt, desto mehr wird es auch von Software Seite unterstützt. Und das wäre auch wirklich gut so, es braucht eine richtige Konkurrenz zu Windows auf PC Hardware.

  19. Re: Ich brauche kein OS, welches sich regelmäßig komplett verändert...

    Autor: forenuser 05.04.22 - 12:07

    corado schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau DAS ist einer der Gründe weshalb linux KEINE Option ist.
    > Denn die machen es nicht wirklich besser!
    > Abgesehen von viele vielen anderen Problemen und dem größten Problem, der
    > hochnäsigen Community.

    Wobei ich "der" Community ja nicht mal was schlechtes Unterstellen möchte.

    Aber ja, ich habe irgendwie das Gefühl, dass nicht wenige Linuxer bei Regen aufpassen müssen um nicht zu ertrinken.
    Ich werde nicht vergessen, wie ich einem solchen im Jahre 2014 von meinen Problemen bei meinem Ubuntu Gehversuchen im Jahre 2012 berichtete und er mir fast schon Blödheit vorwarf, denn ich hätte natürlich einen 2014 Release nutzen müssen... Ich vermute, das ein Teil der Linuxer zu Zeitreisen befähigt ist.


    > Ich denke du wirst den Umstieg schon in Kürze bereuen.

    Was ich niemanden Wünsche.


    > Wir alle haben es immer mal wieder mit Linux versucht, ich das letzte mal
    > vor oder 2 Jahren.
    > Ergebnis, Linux tritt auf der Stelle.
    > Und die Community macht eine Rolle rückwärts.
    > Vielleicht ist es in 20 Jahren brauchbar für den Mainstream derzeit bleibt
    > es eine Frickelei wo man laufend in Foren nach Lösungen suchen darf

    Was IMHO auch daran festgemacht werden kann, dass Linux seit über 20 Jahren Windows auf dem Desktop ablöst... Also nächstes Jahr bestimmt!

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  20. Re: Die DAU-Realität

    Autor: leonardo-nav 05.04.22 - 16:48

    Achso.

    Naja, dann müssen wir uns aber mal ernsthaft fragen, ob für solche Nutzer denn Linux wirklich das richtige wäre. Ich würd eher sagen: Nö. Denn ein Betriebssystem, welches von Entwicklern für die Nutzer gratis zur Verfügung gestellt wird, da hat niemand eine echte "Haftung", wenn etwas nicht funktioniert (ich spreche wohlgemerkt nicht von Enterprise Linux). Wahrscheinlich sind andere Menschen freundlich genug, einem bei der Reperatur zu helfen, geht was kaputt oder kriegt man was nicht hin, aber man sollte eben schon willentlich sein, das auch selbst in die Hand zu nehmen. Sonst merken die Hilfswilligen das nämlich schnell und haben selber keine Lust mehr, zu helfen - warum auch, investieren sie doch gerade ihre Freizeit in ein Problem, welches nicht ihres ist, und der, dem sie helfen, ist nicht bereit, das selbe für sich selber zu machen.

    Zudem... die Formulierung. "Durchbruch"? Durchbruch bei wem? Linux ist doch gar nicht gedacht als Betriebssystem für alle. Das würde ja auch die Arbeit der Entwickler multiplizieren und ob es wirklich so viele andere Entwickler gibt, die genug Ahnung und auch Lust haben, da gratis mitzuhelfen? Ich bezweifle es. Das Beispiel Google zeigt ja: Kommt da ne Firma und knallt auf nen Gentoo ne propietäre Oberfläche drauf, die leicht zu bedienen ist, hat das ganze plötzlich > 70% Marktanteil. Du hast durchaus recht: Die Nutzer sind faul und häufig auch schlichtweg nicht leidensfähig oder nicht intelligent genug, sich da reinzufuchsen. Das ist aber nicht das Problem der Linux-Entwickler. Und auch nicht das Problem von Linux. Würde Arch Linux morgen plötzlich +100 Millionen Nutzer haben, würde das den Entwicklern erst mal gar nichts bringen, außer mehr Arbeit und möglicherweise zusammenbrechende Server. Wollen wa das? Nö! Deshalb ist es eigentlich sehr gut, dass bereits die Installation für viele ein unüberwindbares Hindernis darstellt.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT-Lizenzmanager (m/w/d)
    ALDI International Services SE & Co. oHG, Mülheim
  2. Spezialist Tarifimplementierung (m/w/d)
    Allianz Deutschland AG, Unterföhring
  3. (Senior) Project Manager IT (m/f/d)
    Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  4. IT-Projektkoordinatoren und Prozessbegleiter (m/w/d)
    Schottener Soziale Dienste gemeinnützige GmbH, Schotten, remote

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 933,35€ (Vergleichspreis 1.022,80€ + Lieferzeit oder 1.031,10€ lagernd)
  2. 44€ (Angebot gilt nur für kurze Zeit. Vergleichspreis ca. 90€)
  3. 289€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de