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Wortmarke selbst zerstören?

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  1. Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: debunix 14.10.22 - 09:49

    Da hat man ein Produkt, das praktisch als Synonym für eine ganze Produktkategorie gilt und will es zwanghaft umbenennen.
    Es gibt da noch ein paar prominente Beispiele: Uhu und Tempo. Wer auch nur ansatzweise Verstand hat, der freut sich darüber und nutzt diese Tatsache.

    In den Köpfen und in der Realität wird Office ohnehin weiterhin Office genannt werden, egal was sich die Marketingstrategen ausdenken.

  2. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: ITnachHauseTelefonieren 14.10.22 - 10:47

    Ernste Frage: Ist die Assoziation zwischen "Office" und "Microsoft Office" wirklich eine internationale Sache oder nur in DE so? Gerade im englischen Sprachraum würde ich eher dazu tendieren, dass das Wort nicht synonym für die Office-Suite steht.

  3. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: debunix 14.10.22 - 14:47

    Gute Frage. Aber meine Kollegen aus vielen Teilen Europas assoziieren mit "Office" genauso MS Office wie ich.

  4. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: Mnt 14.10.22 - 14:49

    debunix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gute Frage. Aber meine Kollegen aus vielen Teilen Europas assoziieren mit
    > "Office" genauso MS Office wie ich.
    Du assoziierst aber nicht die 365-Plattform, sondern die alten Programme. Daraus kann MS keinen Nutzen ziehen, im Gegenteil bremst es vielmehr deren Weiterentwicklung als ganzheitliche Lösungsplattform aus. Steilvorlage FÜR die Umbenennung...

  5. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: berritorre 14.10.22 - 16:09

    Je nach Zusammenhang ist auch im Englischen Sprachraum "Office" recht schnell mit der Office-Suite verbunden. Klar, da gibt es auch noch das Büro, aber was gemeint ist dürfte relativ gut aus dem Zusammenhang klar werden.

  6. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: berritorre 14.10.22 - 16:14

    Natürlich assoziiert man damit auch Office 365. Am Ende ist es auch nur eine Version von MS Office wie die anderen auch.

    Den Namen 365 an sich finde ich gar nicht so verkehrt, weil man durch Office 365 weiss, was es heisst (immer neueste Software, sehr in die Cloud integriert). Ich würde aber trotzdem Office 365 beibehalten, weil man das 365 dann als "Submarke" auf auch andere Geschäftsteile übertragen kann. Z.b. MS windows 365. Damit sind die Versionen dann gegessen. Man bekommt immer die neueste Version auf den Rechner.

    Aber naja, die werden schon wissen was sie tun. Oder auch nicht. Ist ja schliesslich MS und die haben dann doch einiges an unverständlichen Fehlern gemacht in der Vergangenheit. Fehler machen alle, aber ich finde MS ist da schon sehr gut drin.

  7. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: debunix 14.10.22 - 17:24

    Mnt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > debunix schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gute Frage. Aber meine Kollegen aus vielen Teilen Europas assoziieren
    > mit
    > > "Office" genauso MS Office wie ich.
    > Du assoziierst aber nicht die 365-Plattform, sondern die alten Programme.
    > Daraus kann MS keinen Nutzen ziehen, im Gegenteil bremst es vielmehr deren
    > Weiterentwicklung als ganzheitliche Lösungsplattform aus. Steilvorlage FÜR
    > die Umbenennung...

    Ganz ehrlich: Ist mir auch alles unglaublich wurscht als Anwender ;-)
    Von mir aus können die das Ding 365x im Jahr umbenennen. Solange die richtigen Programme aufgehen, wenn ich auf ein Dokument klicke, ist mir das wirklich komplett egal.
    Zur schnelleren Wiedererkennung wäre ich allerdings froh, wenn das Icon nicht täglich wechselt.
    Welchen Namen sie an die Verknüpfung hängen - egal!

  8. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: violator 14.10.22 - 22:44

    Die Plattform wird aber niemanden interessieren. Die Einzelteile der Plattform sind halt interessant. "Microsoft 365" ist als Produktname komplett belanglos. Man weiß ja nichtmal, wofür das stehen könnte. Theoretisch könnte man auch gleich "Windows" begraben und sagen, dass jetzt alles, was MS macht "Microsoft 365" ist.

  9. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: Extrawurst 15.10.22 - 09:04

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Plattform wird aber niemanden interessieren. Die Einzelteile der
    > Plattform sind halt interessant. "Microsoft 365" ist als Produktname
    > komplett belanglos. Man weiß ja nichtmal, wofür das stehen könnte.
    > Theoretisch könnte man auch gleich "Windows" begraben und sagen, dass jetzt
    > alles, was MS macht "Microsoft 365" ist.

    Halte ich nicht mal für unwahrscheinlich: MS fährt diesen Umbau vom Software-Unternehmen hin zum Service-Anbieter ja nun schon über 10 Jahre, und irgendwann alles nur noch Microsoft YX zu nennen ist da wohl nur ähnlich konsequent. Also ja, kann sein, dass dem irgendwann auch der Name "Windows" zum Opfer fallen wird.

    Gibt ja eh eine abstrakte Vermutung, dass MS irgendwann selbst dem Windows NT Kernel aufgibt und auf Linux setzt, da böte es sich dann auch an, dass System "Microsoft OS" o.ä. zu nennen.

    Den "Internet Explorer" haben sie als traditionelle Marke ja auch beerdigt.
    Zutrauen tu ich denen das.

  10. Re: Wortmarke selbst zerstören?

    Autor: Mnt 15.10.22 - 15:28

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Plattform wird aber niemanden interessieren.
    Ja, das ist der Punkt. Es geht nicht um Namen und Programmsammlungen, die sollen niemanden interessieren. Du hast als Büroarbeiter eine Aufgabe und die Gesamtlösung für diese Aufgabe kommt von Microsoft, mehr braucht der Anwender nicht zu wissen. Fertig. Ob es die Office-Plattform ist, die Power-Plattform, ob es in Windows oder in Azure integriert ist, alles ist irrelevant für Otto Normalanwender. "Microsoft 365 ist allumfassend", das soll suggeriert werden.
    > Die Einzelteile der Plattform sind halt interessant.
    Nicht im Geringsten. In Zukunft werden etwa Excel, PowerPoint und PowerBI sicherlich noch näher zusammenrücken, z.B. um einen Now- und Forecast abzuliefern wird der Anwender nicht im Lebenslauf schreiben können "kenne mich mit dem Programmteil Excel aus" sondern "ich kann mit Daten umgehen". Der umfassende Workflow dahinter, der dem User die Möglichkeit gibt aus Daten Geschäftsberichte zu machen, das ist Microsoft 365. Die Einzelteile sind genau das, nur Einzelteile, sie liefern keine Lösung...

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