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Oracle hatte ohnehin im wesentlichen nur Interesse an MySQL(etc.), AppServer und Java

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  1. Oracle hatte ohnehin im wesentlichen nur Interesse an MySQL(etc.), AppServer und Java

    Autor: bluedroid 05.09.17 - 14:03

    In erster Linie war Oracle mal scharf auf all die kleinen DB-Produkte die SUN mit der Zeit unter sich vereint hatte. Ganz vorne weg MySQL und In-Memory, wobei letzteres als Blaupause für die Implementierung der In-Memory-Funktion in Oracles RDBMS diente.

    Die Java AppServer und Java selbst waren natürlich auch von größtem Interesse, ist Oracle ja mittlerweile selbst sehr stark im Java Stack verhaftet. Vor allem weil der eigene AppServer mehr als mäßig war und auch keine EJB Unterstützung bot.
    Da war BEA's WebLogic natürlich ein willkommener Zukauf. Ein HA-fähiger AppServer höchster Güte.

    Mit Java Google erpressen zu können war sicherlich auch ein ganz besonderes Bonbon dabei, wobei Oracle Ambitionen die VM's generell zu lizensieren nach hinten los ging und das Unternehmen (natürlich nicht offiziell) immer noch heftig gegen das OpenJDK kämpft und ihm immer noch das Zertfizierungswerkzeug vorenthält.
    Das hätte der gute Larry wohl nicht gedacht, dass die OpenSource Community ein hochgradig kompatibles Produkt entwickelt. Ohnehin hätte er wohl gerne die gesamte OpenSource Strategie für die Javasprache rückgängig gemacht, um es besser und teuerer verhökern zu können.

    SUN mit seiner SPARC Prozessorlinie hingegen war von vornherein nutzlos für ihn. Allerdings hat er den Bereich auch so richtig runtergewirtschaftet, in dem er die (ohnehin schon hohen) Preise mächtig nach der Übernahme anzog.
    Daraufhin setzte förmlich ein "Run" auf Migrationen in Richtung x86 ein.

    Allerdings war der Hardwarebereich im x86 Bereich noch spannend für ihn, so hauseigener Storage. Konnte doch so die Gelddruckmaschine Exadata als komplettes converged System an den Markt bringen.

    Da muss man sich nix vormachen, Oracle macht nach wie vor die meiste Kohle mit seinen unterschämt teueren DB-Lizenzen und den noch unverschämteren Wartungskosten.
    Das einzig schöne ist, das zwar sehr langsam, aber immerhin immer mehr Unternehmen, sobald sie können, von Oracle abspringen, bzw. neue Applikationen ohnehin nicht mehr auf Oracle Basis entwickeln.

    Leid tut es mir für die engagierten Mitarbeiter die sich um Solaris und SPARC gekümmert haben. Viele der Solaris Technologien haben auch Linux beflügelt, am prominentesten mit ZFS und dem daraus entstandenen btrfs Ableger.
    Die SPARC Maschinen war zwar nie ein Schnäppchen, aber verlässlich bis zum geht nicht mehr, weshalb sie bis heute noch extrem stark in Versicherungen, Banken und an der Börse im Einsatz sind.
    Schon alles sehr schade ...

  2. Re: Oracle hatte ohnehin im wesentlichen nur Interesse an MySQL(etc.), AppServer und Java

    Autor: oldathen 05.09.17 - 14:43

    jup die Server und die Software waren bombig :-) Haben noch ein paar Sparc Server mit Intershop und Sybase Datenbanken im Rechnerraum stehen die nie ausgefallen sind bzw irgendwelche Probleme bereitet haben :-D Sind aber nicht mehr am Netz. Glaub einen alten Sparc Arbeitsplatz Rechner haben wir auch noch. Allein für den Monitor braucht man aber 2 Mann um den ohne Schäden für den Rücken durch die Gegend wuchten zu können. Das einzige was mich vor 20 Jahren schon erstaunt hat war das die Kiste nicht mehr konnte als meine Linux Maschine welche nur einen Bruchteil davon gekostet hat. Die erste Oracle DB hab ich aber auf einer RedHat Maschine installiert. Lang ist alles her *g* Und ja früher war es besser :-p

  3. Re: Oracle hatte ohnehin im wesentlichen nur Interesse an MySQL(etc.), AppServer und Java

    Autor: Bautz 05.09.17 - 14:51

    Ja, die Oracle Datenbank-Lizenzen, die sind schon grausig hoch. Und von 11 auf 12c haben sie mal eben 75% drauf geschlagen, und dabei noch features rausgenommen (perfromance assistant um nur mal eins zu nennen), die gibts erst aber der nächsten Stufe, die dann nochmal 50% mehr kostet.
    Beim MS SQLServer oder professional support für MariaDB kriege ich das Komplettpaket inkl. Windows-Lizenzen und first-grade Support für ein Drittel.

    Gerüchten nach wird wohl SAP HANA ebenfalls billiger sein. Ich denke eh dass SAP HANA ein großer schlag ins gesicht von Oracle ist, erste Performance-Tests von uns sind beeindruckend.

  4. Re: Oracle hatte ohnehin im wesentlichen nur Interesse an MySQL(etc.), AppServer und Java

    Autor: thorben 05.09.17 - 15:08

    SAP Hana als Unterbau zu SAP oder für andere Dinge?

    Bei den Reportinggeschwindigkeiten, die HANA bietet, kann man sich akut rein verlieben.
    Unsere User, die damit arbeiten dürfen sind hochgradig zufrieden und glücklich mit der Speed.
    Vorher: ECC6 mit OracleDB auf sunOS bzw. wohl eher Solaris ;-)

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