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  5. › Oracle: Mitarbeiter müssen…

Zum kotzen!

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  1. Zum kotzen!

    Autor: luarix 05.09.17 - 19:01

    Mehr muss man zu dem Thema eigentlich nicht sagen. Kurz nach der Übernahme hat Oracle schon viele Dinge dicht gemacht, sodass früher frei zugängliche Informationen nicht mehr verfügbar waren (z.B. Sunsolve) und nach und nach werden die verschiedenen Produkte von Sun eingestampft ... jetzt hat es also Solaris erwischt. Einfach nur traurig, die "Philosophie", die Oracle verfolgt.

  2. Re: Zum kotzen!

    Autor: erzgebirgszorro 05.09.17 - 19:10

    Öhm, ich begleite derzeit einen geößeren Kunden um von Solaris/Sparc nach Linux/x86 zu migrieren. Kommt alles weiterhin aus dem Hause Oracle, aber mit den folgenden Vorteilen:

    1. Weniger Kosten
    2. Mehr Know-How unter den Mitarbeitern

    Warum sollte Oracle noch mal ein System weiterentwickeln dem die Kunden weglaufen und Kundenneugewinnung quasi nicht vorhanden ist? Ich habe mich dazu kürzlich mit einem Vertriebsmitarbeiter von Oracle unterhalten, der genau dieses Bild zeichnete. Viele scheinen vergessen zu haben, dass die Mitarbeiter Geld kosten und wenn dieses mit dem Produkt immer weniger erwirtschaftet wird, muss man das Produkt einstellen.

  3. Re: Zum kotzen!

    Autor: shertz 05.09.17 - 19:55

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele scheinen vergessen zu haben, dass die
    > Mitarbeiter Geld kosten und wenn dieses mit dem Produkt immer weniger
    > erwirtschaftet wird, muss man das Produkt einstellen.

    Stimmt, der Nettogewinn von 3,2 Mrd ist auch einfach zu niedrig. Da sollte man am besten mal ein paar einfache Programmierer rauswerfen. Es ist auch bekanntermaßen so, dass ein Programmierer vom Typ "Solaris" nicht im Stande ist, etwas anderes als Solaris zu programmieren... Fürs Image macht man dann son Kurzfilmchen wo nerdig gekleidete Schauspieler jeder Ethnie blöde Phrasen raushauen, warum Oracle ein toller Laden ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.17 19:59 durch shertz.

  4. Re: Zum kotzen!

    Autor: Oktavian 05.09.17 - 20:29

    > Es ist auch
    > bekanntermaßen so, dass ein Programmierer vom Typ "Solaris" nicht im Stande
    > ist, etwas anderes als Solaris zu programmieren...

    Wer von denen willens und in der Lage ist, etwas anderes als Solaris zu machen, kann sich gerne auf eine neue Stelle bewerben und dort seine Qualifikation anbieten. Oracle sucht an anderer Stelle Leute.

    Oft erlebt man aber gerade bei solchen von Dir vorgeschlagenen Umsetzungen, dass die Mitarbeiter immer wieder der alten Aufgabe nachhängen. Alles neue ist doof, unter Solaris war alles besser, Linux ist eh blöd, usw. Frag mal Unternehmen, die Host-Administratoren zu Unix-Administratoren umschulen wollten oder DB2-Admins zu Oracle-Admins. Das geht ganz regelmäßig in die Hose, weil die Leute den gedanklichen Cut nicht machen wollen, alles neue schlechtreden und die Änderung als Zwang begreifen und nicht als Chance. Ich sehe hier wieder gerade einen Haufen Ex-Hosties, die im Wesentlichen zu wenig zu gebrauchen sind, nicht weil sie nichts neues lernen könnten oder es ihnen nicht angeboten wurde, sondern weil sie einfach nicht wollen. Los wird die Firma sie trotzdem nicht.

    Da gefällt mir der amerikanische Ansatz fast besser. Die Leute sind faktisch erst mal draußen und müssen selber aktiv werden, um wieder rein zu kommen. Wer das dann tut, schiebt die Verantwortung nicht dem Unternehmen zu, dass ihn doch bitte bilden und betüddeln soll, sondern sieht seine eigene Verantwortung. Und dann kann da auch schnell und gut was draus werden.

    > Fürs Image macht man
    > dann son Kurzfilmchen wo nerdig gekleidete Schauspieler jeder Ethnie blöde
    > Phrasen raushauen, warum Oracle ein toller Laden ist.

    Ach das ist doch Quatsch. Oracle hatte nie ein sonderlich tolles Image als Unternehmen. Dazu ist Larry einfach eine zu exzentrische Persönlichkeit. Oracles Produkte haben halt einen exzellenten Ruf.

  5. Re: Zum kotzen!

    Autor: shertz 05.09.17 - 21:08

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Oft erlebt man aber gerade bei solchen von Dir vorgeschlagenen Umsetzungen,
    > dass die Mitarbeiter immer wieder der alten Aufgabe nachhängen. Alles neue
    > ist doof, unter Solaris war alles besser, Linux ist eh blöd, usw.
    Stimmt, es kann sein, dass einige die Veränderung evtl. nicht mögen oder gar diskutieren wollen. Das nervt natürlich schon irgendwie und sollte vermieden werden, lass die mal lieber prophylaktisch alle wegtun.

    > Da gefällt mir der amerikanische Ansatz fast besser. Die Leute sind
    > faktisch erst mal draußen und müssen selber aktiv werden, um wieder rein zu
    > kommen. Wer das dann tut, schiebt die Verantwortung nicht dem Unternehmen
    > zu, dass ihn doch bitte bilden und betüddeln soll, sondern sieht seine
    > eigene Verantwortung. Und dann kann da auch schnell und gut was draus
    > werden.
    Ja, kann es. Aber sicher nicht wenn du Älter als 50 bist. Du konkurrierst von heute auf morgen mit formbaren anfang-20jährigen ohne Familie, die auch gerne mal n Allnighter durchziehen und da sie frisch von der Uni kommen nur ein Einstiegsgehalt fordern. Natürlich drückst du dich als "gesundes" amerikanisches Unternehmen so gut es geht um Steuern und ohne ein Sozialsystem gibt es auch keine nennenswerten Sozialabgaben.

    > Ach das ist doch Quatsch. Oracle hatte nie ein sonderlich tolles Image als
    > Unternehmen. Dazu ist Larry einfach eine zu exzentrische Persönlichkeit.
    ?? Willst du die Existenz des Videos abstreiten? Es ist hier im Artikel eingebettet.

    > Oracles Produkte haben halt einen exzellenten Ruf.
    Das hilft vielleicht wenn man Kunden sucht, weniger wenn man Angestellte sucht.

  6. Re: Zum kotzen!

    Autor: Oktavian 05.09.17 - 22:31

    > Stimmt, es kann sein, dass einige die Veränderung evtl. nicht mögen oder
    > gar diskutieren wollen.

    Hier mag oft das Grundproblem liegen. Sorry, aber ein Unternehmen ist keine demokratische Veranstaltung. Wem die Entscheidung des Managements nicht passt, der ist völlig frei, sich ein neues zu suchen. Alternativ kann er auch gerne ein eigenes Unternehmen gründen oder selber Manager werden. Dann darf er auch viel diskutieren und entscheiden.

    Leute, die gegen notwendige Schritte wie die Abstoßung eines Produktes, das faktisch keine Käufer mehr findet, noch jahrelang stänkern, können selbst den motiviertesten Kollegen die Stimmung versauen. Wenn das Management um Meinung bittet, klar, gerne, aber wenn die Entscheidung gefallen ist, ist es nicht mehr an den Angestellten, offen Opposition dagegen zu üben, dagegen zu intrigieren oder in die innerliche Kündigung zu gehen.

    Deshalb, wer den Schritt mitgehen will, der soll sich klar dazu bekennen. Wer das nicht will, der darf gerne gehen.

    > Das nervt natürlich schon irgendwie und sollte
    > vermieden werden, lass die mal lieber prophylaktisch alle wegtun.

    Richtig, Querulanten kann keiner brauchen. Wer nicht will, der hat schon.

    > Ja, kann es. Aber sicher nicht wenn du Älter als 50 bist. Du konkurrierst
    > von heute auf morgen mit formbaren anfang-20jährigen ohne Familie, die auch
    > gerne mal n Allnighter durchziehen und da sie frisch von der Uni kommen nur
    > ein Einstiegsgehalt fordern.

    Mir war nie ganz klar, wie man alleine von seinem Geburtsjahr her einen Anspruch auf ein höheres Gehalt ableiten will. Das erinnert doch sehr an die Einstellung im Öffentlichen Dienst oder im Berufsbeamtentum.

    Ich hoffe, da kommen noch Faktoren dazu wie viel Erfahrung, sowohl im technischen als auch im sozialen Bereich, Abgeklärtheit, Verhandlungsgeschick, ein gutes Netzwerk, Problemlösungsstrategien, Synergien zu vorherigen Technologien, etc. Nur weil man alt ist, verdient man nicht mehr, sondern weil man diesen Vorsprung an Jahren gewinnbringend für das Unternehmen einsetzen kann.

    > Natürlich drückst du dich als "gesundes"
    > amerikanisches Unternehmen so gut es geht um Steuern

    Das ist kein Charakteristikum amerikanischer Unternehmen, das können auch die aus anderen Ländern gut. Ich kenne einige Deutsche und Schweizer Unternehmen von innen, kreative Steuersparmodelle gibt es in jedem davon.

    > und ohne ein
    > Sozialsystem gibt es auch keine nennenswerten Sozialabgaben.

    Dafür sind, da die Angestellten sich um alles selber kümmern müssen, in den USA die Löhne qualifizierter Angestellter signifikant höher. Zudem gehört bei jedem auch nur etwas besseren Arbeitgeber in den USA die Krankenversicherung im Paket dazu.

    > ?? Willst du die Existenz des Videos abstreiten? Es ist hier im Artikel
    > eingebettet.

    Nö, ich will nur abstreiten, dass es nennenswert Einfluss auf den Ruf Oracles hat. Der ist versaut, und das seit vielen Jahren.

    > Das hilft vielleicht wenn man Kunden sucht, weniger wenn man Angestellte
    > sucht.

    Ach weiß nicht. Als langfristig denkender Arbeitnehmer kann das von großer Relevanz sein. Ich möchte vielleicht einfach ein paar Jahre Oracle in meinem CV stehen haben, wenn ich danach auf Kundenseite wechseln möchte oder auf die Seite eines Partners. Das kann meinen Marktwert deutlich erhöhen, auch wenn die Arbeitsbedingungen bis dahin lausig sind.

    Viele BWLer tun ähnliches, indem sie ein paar Jahre in die Beratung gehen. BCG, Banes, McKinsey und Co. sind allsamt als Sklaventreiber bekannt. Aber 3 bis 5 Jahre Beratung können das anschließende Gehalt bei einem langfristigen Arbeitgeber gegenüber einem Direkteinstieg schnell verdoppeln.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.17 22:42 durch Oktavian.

  7. Re: Zum kotzen!

    Autor: luarix 06.09.17 - 01:43

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Öhm, ich begleite derzeit einen geößeren Kunden um von Solaris/Sparc nach
    > Linux/x86 zu migrieren. Kommt alles weiterhin aus dem Hause Oracle, aber
    > mit den folgenden Vorteilen:
    >
    > 1. Weniger Kosten
    > 2. Mehr Know-How unter den Mitarbeitern
    >
    > Warum sollte Oracle noch mal ein System weiterentwickeln dem die Kunden
    > weglaufen und Kundenneugewinnung quasi nicht vorhanden ist? Ich habe mich
    > dazu kürzlich mit einem Vertriebsmitarbeiter von Oracle unterhalten, der
    > genau dieses Bild zeichnete. Viele scheinen vergessen zu haben, dass die
    > Mitarbeiter Geld kosten und wenn dieses mit dem Produkt immer weniger
    > erwirtschaftet wird, muss man das Produkt einstellen.

    Na dann bin ich mal gespannt, ob Dein Kunde immernoch so begeistert ist, wenn das ganze mal produktiv läuft. Nichts gegen Linux, ich habe selbst genug Linux-Kisten im Einsatz und bin sehr zufrieden damit, aber je nach Anwendungsfall ist Sparc + Solaris eben einfach zuverlässiger und stabiler. Da hast Du dann zwar vielleicht in der Anschaffung höhere Kosten, aber dafür sind die Folgekosten eben geringer, weil das Zeug eben auch mal jahrelang ohne Downtime läuft.

  8. Re: Zum kotzen!

    Autor: luarix 06.09.17 - 01:45

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ach das ist doch Quatsch. Oracle hatte nie ein sonderlich tolles Image als
    > Unternehmen. Dazu ist Larry einfach eine zu exzentrische Persönlichkeit.
    > Oracles Produkte haben halt einen exzellenten Ruf.

    Öhm, naja ... da habe ich aber zumindest von der Datenbank was anderes gehört :) ;-) ...

  9. Re: Zum kotzen!

    Autor: stoneburner 06.09.17 - 08:28

    luarix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber je nach Anwendungsfall ist Sparc + Solaris eben einfach zuverlässiger und stabiler.
    > Da hast Du dann zwar vielleicht in der Anschaffung höhere Kosten, aber
    > dafür sind die Folgekosten eben geringer, weil das Zeug eben auch mal
    > jahrelang ohne Downtime läuft.

    naja, aber es könnte passieren das einfach sparc + solaris einfach eingestellt werden und dann hilft dir das nicht mehr viel.

    Dieses risiko ist bei linux halt systembedingt nicht vorhanden.

  10. Re: Zum kotzen!

    Autor: shertz 06.09.17 - 08:48

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Stimmt, es kann sein, dass einige die Veränderung evtl. nicht mögen oder
    > > gar diskutieren wollen.
    >
    > Hier mag oft das Grundproblem liegen. Sorry, aber ein Unternehmen ist keine
    > demokratische Veranstaltung. Wem die Entscheidung des Managements nicht
    > passt, der ist völlig frei, sich ein neues zu suchen.
    Wem sie nicht passt auch. Denn die Entscheidung des Managements ist ja alle rauszuschmeißen.

    > Deshalb, wer den Schritt mitgehen will, der soll sich klar dazu bekennen.
    Wann/wie soll er das machen? Im Kündigungsgespräch? Soll er sich vorab T-Shirts drucken?
    > > Das nervt natürlich schon irgendwie und sollte
    > > vermieden werden, lass die mal lieber prophylaktisch alle wegtun.
    > Richtig, Querulanten kann keiner brauchen. Wer nicht will, der hat schon.
    Prophylaktisch bedeutet, dass etwas getan wird, um eine Erkrankung zu verhindern. Auf diese Situation übertragen, wollte ich damit ausdrücken ist es sicherer sie alle wegzutun, bevor man sie dazu mal befragt und sie womöglich Unmut verbreiten.

    > Mir war nie ganz klar, wie man alleine von seinem Geburtsjahr her einen
    > Anspruch auf ein höheres Gehalt ableiten will. Das erinnert doch sehr an
    > die Einstellung im Öffentlichen Dienst oder im Berufsbeamtentum.
    >
    > Ich hoffe, da kommen noch Faktoren dazu wie viel Erfahrung, sowohl im
    > technischen als auch im sozialen Bereich, Abgeklärtheit,
    > Verhandlungsgeschick, ein gutes Netzwerk, Problemlösungsstrategien,
    > Synergien zu vorherigen Technologien, etc. Nur weil man alt ist, verdient
    > man nicht mehr, sondern weil man diesen Vorsprung an Jahren gewinnbringend
    > für das Unternehmen einsetzen kann.
    Die Logik ist falsch und auch sehr engstirnig betrachtet. In der Regel wirst du mit zunehmenden Alter für Unternehmen unattraktiver. Als erstes kommt Familie, bedeutet du wirst zeitlich unflexibler und auch was bspw Reisebereitschaft oder Allnighter angeht. Mit höherem Alter kannst du einige Aufgaben nicht mehr mehr so ausführen wie früher weil eben Gebrechen dazukommen (Schwer heben, feinmotorische Tätigkeiten) und du wirst öfter krank. Das alles drückt deinen Preis, sodass die logische Konsequenz aus deiner Betrachtungsweise sein müsste, dass das Einstigesgehalt das höchste Gehalt ist, das man bekommt, während man dann Jahr für Jahr Altersarmut driftet.
    Nebenbei sind deine Faktoren wie viel Erfahrung, sowohl im technischen als auch im sozialen Bereich, Abgeklärtheit, Verhandlungsgeschick, ein gutes Netzwerk, Problemlösungsstrategien, Synergien zu vorherigen Technologien, etc in einem Bewerbungsgespräch kaum evaluierbar. Sprich bei deiner neuen Firma kannst du wieder von vorne anfangen.

    > Nö, ich will nur abstreiten, dass es nennenswert Einfluss auf den Ruf
    > Oracles hat. Der ist versaut, und das seit vielen Jahren.
    Was glaubst du denn, was der beabsichtigte Zweck des Videos ist? Die Erstellung hat Oracle immerhin Geld gekostet. Nebenbei hab ich nicht gesagt dass es funktioniert (weiß ich auch nicht, bei mir zumindest nicht), aber das was ich schrieb wird sich das Management bei Beauftragung des Videos mit Sicherheit überlegt haben.

    > Viele BWLer tun ähnliches, indem sie ein paar Jahre in die Beratung gehen.
    > BCG, Banes, McKinsey und Co. sind allsamt als Sklaventreiber bekannt. Aber
    > 3 bis 5 Jahre Beratung können das anschließende Gehalt bei einem
    > langfristigen Arbeitgeber gegenüber einem Direkteinstieg schnell
    > verdoppeln.
    Bei BWLern ist es ganz besonders mies, denn in der FiBu oder im Controlling verdienst du mit Sicherheit nicht doppelt soviel wie bei den Beratungsbuden und es kann nach 3-5Jahren nicht jeder einen Führungsposten bei einem Kunden ergattern oder Partner bei der Beratungsbude werden. Die Währung mit der man da also zu einem großen Teil bezahlt wird, ist die Chance auf etwas Besseres.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.17 08:49 durch shertz.

  11. Re: Zum kotzen!

    Autor: Oktavian 06.09.17 - 08:48

    > Na dann bin ich mal gespannt, ob Dein Kunde immernoch so begeistert ist,
    > wenn das ganze mal produktiv läuft. Nichts gegen Linux, ich habe selbst
    > genug Linux-Kisten im Einsatz und bin sehr zufrieden damit, aber je nach
    > Anwendungsfall ist Sparc + Solaris eben einfach zuverlässiger und stabiler.

    Ich habe bei zwei großen Unternehmen die sukzessive Migration von Solaris und AIX auf Linux mitbekommen, auf den Maschinen lief jeweils Oracle DB und Weblogic. Hier kann ich nicht von negativen Erfahrungen berichten. Die Maschinen waren gleich stabil, die Performance pro EUR ganz deutlich höher. Zuverlässigkeit der Umgebung war gleich hoch, der Support von Oracle bzw. RedHat gleich gut.

    Natürlich dreht Oracle zur Zeit ziemlich am Rad in Punkto Virtualisierung und Lizenzkosten, aber das tun sie auf jeder Plattform. Die Kunden hat das im Bereich Datenbanken nicht getroffen, da dort nicht virtualisiert wurde. Im Bereich Weblogic ist das schon übler, da erwägt man zur Zeit, die Virtualisierungsschicht zu tauschen.

    > Da hast Du dann zwar vielleicht in der Anschaffung höhere Kosten, aber
    > dafür sind die Folgekosten eben geringer, weil das Zeug eben auch mal
    > jahrelang ohne Downtime läuft.

    Du spielst Deine Oracle- und Solaris Patches völlig ohne Downtime ein? Spannend.

    Zudem stellt sich das Problem faktisch nicht mehr. Solaris stirbt. Wer jetzt nicht migriert, rennt in kurzer Zeit gegen die Wand. Und war sehenden Auges und mit Anlauf. Da hilft auch keine nostalgische Träumerei.

  12. Re: Zum kotzen!

    Autor: Oktavian 06.09.17 - 09:15

    > > Deshalb, wer den Schritt mitgehen will, der soll sich klar dazu
    > bekennen.
    > Wann/wie soll er das machen? Im Kündigungsgespräch? Soll er sich vorab
    > T-Shirts drucken?

    Die betreffenden Mitarbeiter haben jetzt die Kündigung erhalten. Jetzt können sie von sich aus aktiv werden, sich über freie Stellen im Unternehmen informieren und innerhalb des Unternehmens wechseln. Wer damit hadert, zögert, mault, der ist halt raus.

    Faktisch agieren auch heute schon große Unternehmen in Deutschland so. Hier tarnt man es etwas geschickter. Man will einen Bereich auflösen und gründet zur Aufnahme der Mitarbeiter eine Transfergesellschaft. Aus der heraus kann sich der Mitarbeiter auf Stellen im und außerhalb des Unternehmens bewerben. Wer das nicht tut, ist eben nach ein bis zwei Jahren raus.

    > Prophylaktisch bedeutet, dass etwas getan wird, um eine Erkrankung zu
    > verhindern. Auf diese Situation übertragen, wollte ich damit ausdrücken ist
    > es sicherer sie alle wegzutun, bevor man sie dazu mal befragt und sie
    > womöglich Unmut verbreiten.

    Das Problem ist oft ein zeitliches. Man kann nicht monatelang die Mitarbeiter eines Bereichs, den man gerne schließen möchte, betüddeln und pampern, ob sie denn vielleicht die Güte hätten, so freundlich zu sein, nicht allzu verärgert zu sein, und doch wieder mit dem Chef zu kuscheln. Nächste Woche machen wir dann auch wieder nen Stuhlkreis.

    Sorry, dann laufen einem die Kunden weg und die guten Mitarbeiter auch. Alle bekommen sehr schnell mit, dass da was im Busch ist. Schon Machiavelli meinte zum Thema Grausamkeiten und Timing: "Gewalttaten muss man alle auf einmal begehen, damit sie weniger empfunden werden und dadurch weniger erbittern."

    Unsicherheit über die Zukunft ist Gift für die Motivation, also besser hier schnell agieren und danach die Situation bereinigen.

    > Die Logik ist falsch und auch sehr engstirnig betrachtet. In der Regel
    > wirst du mit zunehmenden Alter für Unternehmen unattraktiver.

    Dem kann ich durchaus widersprechen, da Du mich ganz direkt ansprichst. Ich wurde bislang für meine Unternehmen immer attraktiver, gerade weil ich mit Erfahrung punkten kann. Und ja, ich bin durchaus schon etwas älter.

    > Als erstes
    > kommt Familie, bedeutet du wirst zeitlich unflexibler und auch was bspw
    > Reisebereitschaft oder Allnighter angeht.

    Nachtarbeit war noch nie mein Ding, auch in jungen Jahren nicht. Aber wenn es sein muss, ging das damals wie heute. Selbes gilt für Reisebereitschaft, diese steigt mit zunehmendem Alter sogar wieder. Ganz unten ist sie meinst im Alter von 30 bis 40, da sind die Kinder klein. Sobald sie mal alle in der Schule sind, vielleicht sogar an der Uni, kann Papa durchaus wieder mehr unterwegs sein.

    > Mit höherem Alter kannst du
    > einige Aufgaben nicht mehr mehr so ausführen wie früher weil eben Gebrechen
    > dazukommen (Schwer heben, feinmotorische Tätigkeiten) und du wirst öfter
    > krank.

    Tja, sich gesund und fit zu halten, gehört dazu. Aber wir sind keine Dachdecker oder Maurer, sonder Kopf-Arbeiter, die ihr Wissen und ihre Erfahrung einsetzen. Ob ich da nicht mehr schwer heben kann, interessiert kein Schwein, solange es noch für mein Notebook oder Stift und Papier reicht.

    > Das alles drückt deinen Preis, sodass die logische Konsequenz aus
    > deiner Betrachtungsweise sein müsste, dass das Einstigesgehalt das höchste
    > Gehalt ist, das man bekommt, während man dann Jahr für Jahr Altersarmut
    > driftet.

    Nur da spielt eben die Erfahrung rein als Korrektiv. Es gibt nur eins, was besser ist als Erfahrung, und das ist noch mehr Erfahrung, gerade bei Kopf-Arbeitern. Nur man muss eben willens sein, diese Erfahrung einzubringen, zu erweitern, zu adaptieren und konsequent dazuzulernen.

    > Nebenbei sind deine Faktoren wie viel Erfahrung, sowohl im technischen als
    > auch im sozialen Bereich, Abgeklärtheit, Verhandlungsgeschick, ein gutes
    > Netzwerk, Problemlösungsstrategien, Synergien zu vorherigen Technologien,
    > etc in einem Bewerbungsgespräch kaum evaluierbar. Sprich bei deiner neuen
    > Firma kannst du wieder von vorne anfangen.

    Dafür hat man Projektlisten, Empfehlungsschreiben, Referenzen, Zeugnisse, etc. Und in zwei oder drei Stunden Bewerbungsgespräch konnte ich bislang meine Erfahrung immer sehr gut transportieren. Für mich hat sich bislang jeder Wechsel gut gelohnt, und es gab schon einige davon. Ich habe aber auch keine Probleme damit, Bewerber in Gesprächen zu beurteilen, die mich da locker in die Tasche stecken, und deshalb besser einsteigen als ich.

    > Was glaubst du denn, was der beabsichtigte Zweck des Videos ist? Die
    > Erstellung hat Oracle immerhin Geld gekostet. Nebenbei hab ich nicht gesagt
    > dass es funktioniert (weiß ich auch nicht, bei mir zumindest nicht), aber
    > das was ich schrieb wird sich das Management bei Beauftragung des Videos
    > mit Sicherheit überlegt haben.

    Naja, so ein Marketing-Budget muss auch weg. Außerdem macht Jeff das, Bill hatte sowas, Devin hat das, Sundar hat es, da braucht Larry auch eins. Zudem stellt man gerade jungen Bewerbern gerne solches Material zur Verfügung, irgenwas brauchen sie ja, um sich übers Unternehmen zu informieren, und was man dann im Gespräch abfragen kann.

    > Bei BWLern ist es ganz besonders mies, denn in der FiBu oder im Controlling
    > verdienst du mit Sicherheit nicht doppelt soviel wie bei den Beratungsbuden

    Nee, falsch verstanden. Wenn Du in ein Unternehmen als Controller wechselst und warst vorher beispielsweise bei PwC oder KPMG (das passt besser als die Beratungsbuden), dann ist dein Gehalt ganz deutlich höher als wärest du nach dem Studium direkt bei diesem Unternehmen als Controller eingestiegen.

    Gehst Du als Analyst in einer Bank, ist Dein Gehalt deutlich höher, wenn Du vorher bei BCG oder McKinsey warst, als wärest Du direkt zur Bank gegangen. Das rechnet sich durchaus.

    > und es kann nach 3-5Jahren nicht jeder einen Führungsposten bei einem
    > Kunden ergattern oder Partner bei der Beratungsbude werden.

    Na nach 3-5 Jahren bist Du noch lange nicht Partner, das ist klar. Aber der Einsteig in ein Unternehmen klappt sehr viel einfacher. Zudem hast Du in den Jahren ein ziemlich gutes Netzwerk zu verschiedenen Kunden. In der Regel muss man sich nicht bewerben, man wird abgeworben (mit dem entsprechenden Aufschlag). Das klappt scohn ziemlich gut.

    > Die Währung mit
    > der man da also zu einem großen Teil bezahlt wird, ist die Chance auf etwas
    > Besseres.

    Natürlich, wer würde sonst 80 Stunden die Woche klopfen für vergleichsweise wenig Geld. Auch in der Wirtschaftsberatung wartet das große Geld erst nach ein paar Jahren. Bis zum Partner muss man dafür abr noch nicht aufgestiegen sein.

  13. Re: Zum kotzen!

    Autor: erzgebirgszorro 06.09.17 - 15:38

    luarix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na dann bin ich mal gespannt, ob Dein Kunde immernoch so begeistert ist,
    > wenn das ganze mal produktiv läuft. Nichts gegen Linux, ich habe selbst
    > genug Linux-Kisten im Einsatz und bin sehr zufrieden damit, aber je nach
    > Anwendungsfall ist Sparc + Solaris eben einfach zuverlässiger und stabiler.
    > Da hast Du dann zwar vielleicht in der Anschaffung höhere Kosten, aber
    > dafür sind die Folgekosten eben geringer, weil das Zeug eben auch mal
    > jahrelang ohne Downtime läuft.

    Da ich genügend hochverfügbare Clustersysteme mit Oracle auf Linux implementiert habe, die für die Anwender ohne Downtime selbst beim Patching jahrelang stabil laufen, bin ich da ganz zuversichtlich, dass das auch bei diesem Kunden klappt :-). Linux steht Solaris/AIX schon seit einiger Zeit in nichts mehr nach. Man muss es eben nur richtig machen.

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