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Es gab mal eine Zeit
Autor: Cycl0ne 29.10.14 - 12:41
da hieß es: Auspacken, anschließen, funktioniert.
Ich weiss nicht woher Apple sich so den Druck macht immer wieder neues reinzubauen und das nicht wirklich 100% zu testen. Es klingt ja schon fast so wie auf Windows: Es funktioniert, dann mal wieder nicht, dann doch, wenn man eine Hand am Rücken hält.
Ich kann mich gut an eine Geschichte aus dem Steve Jobs Buch erinnern, zu Anfang vom Iphone, als es noch nicht auf dem Markt war. Da hat der Kollege Jobs einen Google Mitarbeiter/Programmierer am Sonntag angerufen, weil ihm auf dem Prototypen des Iphone1 aufgefallen war, das das Gelbe O von google auf dem Telefon eher Orange sei und er es doch bitte anpassen sollte, das es genauso aussieht wie auf dem Desktop.
Ich glaube, würde der gute Jobs heute noch Leben, der hätte glaube ich bei so einem Testbericht die halbe Mannschaft vor die Tür gesetzt, oder vielleicht gar nicht erst sowas einbauen lassen, bis es nicht wirklich 100% funktioniert.
Ich war noch nie ein richtiger Apple Fan, aber wenn ich sowas lese, ist es doch echt schade darum geworden, was aus der Firma geworden ist. -
Re: Es gab mal eine Zeit
Autor: razer 29.10.14 - 12:45
Der Anruf ging laut Buch aber an einen der Google Gründer, nicht apple intern :)
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Re: Es gab mal eine Zeit
Autor: Realist_X 29.10.14 - 12:47
Spricht ja nicht gerade für Steve Jobs…
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Re: Es gab mal eine Zeit
Autor: Cycl0ne 29.10.14 - 12:55
Naja was heisst spricht nicht für ihn. Ja und Nein. Ja, er war IRRE :) Nein, durch seine Persönlichkeit hat er das verhindert was an den PCs schon lange kaputt ist. Jeder wurschtelt rum und gibt halbfertige Sachen in Produktion. Das haben wir doch überall. Kauf doch mal ein Playstation Spiel, das dann ein Update braucht damit du es spielen kannst. Ich finde diese Selbstverständlichkeit, mit der wir Updates in unseren Alltag lassen bedenklich. Ja, alles wir dkomplexer, ja Fehler schleichen sich ein, ABER in vielen Fällen ist es doch eher der "Schnellverkaufen und dann patchen" Gedanke, der mich zum grübeln bringt.
Beim Auto ist es doch auch schon angekommen. Mein Auto brauch ein Update, weil meine Freisprechanlage irgendwas Fehlerhaft hat.
Ich kenne inzwischen kein Gerät mehr, was keine Updatefunktion mehr hat, es sei denn der Wasserkocher, der aber auch inzwischen als WIFI Highendprodukt mit Software versehen wird.
Apple war für mich immer eine Hochburg, was Zuverlässigkeit angegangen ist. Aber die letzten 2-3 Jahre, häufen sich die Klassischen: Bananenproduktfehler. Alles muss beim Kunden reifen. -
Re: Es gab mal eine Zeit
Autor: hyperlord 29.10.14 - 14:36
Ja, ich habe auch den Eindruck, dass Apple sich in letzter Zeit einfach etwas übernimmt. Früher hat man sich viel/mehr Zeit gelassen, einzelne Funktionen solange zu polieren, bis es einfach ging ("it just works"). Da ging dann vielleicht nicht ganz so viel, wie auf anderen Systemen im Hinblick auf den Funktionsumfang - aber die Funktionen, die da waren, die liefen in der Regel auch reibungslos.
Das Problem für Apple ist natürlich auch die Geheimniskrämerei - es ist natürlich absurd, wenn die eigenen QA-Tester die richtige Hardware sogar erst *nach* Marktstart erhalten. Mit so einem System ist klar, dass das früher oder später vor die Wand fährt.
Mittlerweile schraubt Apple aber an immer größeren und damit auch immer komplexeren Systeme (Apple Maps, Continuity, iCloud). Da treten Fehler natürlich ohnehin öfter auf - das gepaart mit einer absurden QA und das Ergebnis dürfte klar sein.
In der Hinsicht war Jobs eben schon auch sehr wichtig für die Firma: ich würde Jobs zwar nicht als Vorbild sehen, aber mit seinem Perfektionismus hat er natürlich einen guten Teil der QA-Arbeit übernommen :-D -
Re: Es gab mal eine Zeit
Autor: Wallbreaker 30.10.14 - 00:55
Sicher gab es mal diese Zeit, nur das ist überall ebenso möglich, sofern richtig entwickelt wird.
Die Gesellschaft sollte sich auf alte Werte besinnen, und nicht auf dieses, "stetig besser/schneller" Gehabe unter dem nur die Qualität leidet.



