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Analogismus

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  1. Analogismus

    Autor: Ely 15.02.21 - 10:11

    Es ist egal, welche Software verwendet wird, wichtig ist nur, daß die Daten ausgetauscht werden können (ginge per CSV einfach und gut). Und genau das geht nicht. Auch deshalb nicht, weil in Deutschland immer noch Zettelwirtschaft herrscht und kaum was digital erfolgt.

    Da kommen vom lokalen Amt Daten in der übergeordneten Behörde an, diese werden ausgedruckt und ins eigene Programm eingegeben. Und dann ggf. ergänzt, wieder ausgedruckt, an eine andere Behörde gefaxt und dort wieder eigegeben. Oder in einen Aktendeckel gelegt. Wohlgemerkt im Jahre des analogen Herrn 2021.

    Ich bin gespannt, was im Sommer oder nächstes Jahr beim Reisen ist. Dänemark und Schweden haben durchklingen lassen, daß man nur mit einer Impfung einreisen darf. Und der Impfnachweis ausschließlich in digitaler Form akzeptiert wird. Diese Länder dürften dann für Leute mit deutschem Paß nicht erreichbar sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.21 10:12 durch Ely.

  2. Re: Analogismus

    Autor: flasherle 15.02.21 - 10:19

    ist nicht mit europäischem recht vereinbar, da es keinen offiziellen digitalen europäischen Impfausweis gibt. das wird also ziemlich schnell geschluckt werden.

  3. Re: Analogismus

    Autor: Ely 15.02.21 - 10:47

    Der gelbe Impfpaß ist kein EU-Ding, sondern eines der WHO. Und diese möchte alsbald eine digitale Version einführen. In Altötting wurde sogar schon ein entsprechendes Projekt gestartet.

  4. Re: Analogismus

    Autor: Max Level 15.02.21 - 10:47

    > Es ist egal, welche Software verwendet wird, wichtig ist nur, daß die Daten
    > ausgetauscht werden können (ginge per CSV einfach und gut).

    Nein, gehts nicht. Datenimport aus Fremdprogrammen ist absolut keine triviale Geschichte. Insbesondere, wenn wie hier dabei kein Fehler auftreten darf und das alles automatisiert erfolgen soll. Da brauchst du ein ganz klar definiertes Austauschformat. Das muss man halt auch erstmal haben. Woher kommt das?

    > Und genau das
    > geht nicht. Auch deshalb nicht, weil in Deutschland immer noch
    > Zettelwirtschaft herrscht und kaum was digital erfolgt.

    Jajaja, kaum was. Wir leben im schlechtesten Land der Welt, stimmts? Überall ist alles besser ;)

    > Da kommen vom lokalen Amt Daten in der übergeordneten Behörde an, diese
    > werden ausgedruckt und ins eigene Programm eingegeben. Und dann ggf.
    > ergänzt, wieder ausgedruckt, an eine andere Behörde gefaxt und dort wieder
    > eigegeben. Oder in einen Aktendeckel gelegt. Wohlgemerkt im Jahre des
    > analogen Herrn 2021.

    Ja. Weil sowas tatsächlich "ganz gut" funktioniert, wenn man kein echt gutes Austauschformat hat. Menschen sind flexibel. Glaub mir: Den Dateiimport willst du weder programmieren noch am Ende dafür verantwortlich sein, wenn dein CSV-Import doch irgendwo hundertfach schief geht ;)

  5. Re: Analogismus

    Autor: Ely 15.02.21 - 10:57

    Max Level schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und genau das
    > > geht nicht. Auch deshalb nicht, weil in Deutschland immer noch
    > > Zettelwirtschaft herrscht und kaum was digital erfolgt.
    >
    > Jajaja, kaum was. Wir leben im schlechtesten Land der Welt, stimmts?
    > Überall ist alles besser ;)

    Der Maßstab sollte das beste sein. Und wenn ein Land von sich behauptet, alles perfekt zu machen und so toll organisieren kann, muß es sich eben mit der Referenz messen lassen.

    Daß es hierzulande mit der Digitalisierung ganz schlecht bestellt ist, ist allgemeiner Konsens. Und das ist mit Corona und den Ämtern/Schulen/Homeoffice eben ein gewaltiges Problem, das und jetzt um die Ohren fliegt. Hinzu kommt, daß viele lokale Ämter am Wochenende keine Zahlen melden, weshalb die deutschen Corona-Zahlen nicht wissenschaftlich genutzt werden sollen.

  6. Re: Analogismus

    Autor: captain_spaulding 15.02.21 - 11:47

    Max Level schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja. Weil sowas tatsächlich "ganz gut" funktioniert, wenn man kein echt
    > gutes Austauschformat hat. Menschen sind flexibel. Glaub mir: Den
    > Dateiimport willst du weder programmieren noch am Ende dafür verantwortlich
    > sein, wenn dein CSV-Import doch irgendwo hundertfach schief geht ;)
    Mit der Einstellung kann man die ganze Digitalisierung eigentlich bleiben lassen. Hat man eh nur Ärger damit.
    Das Nachverfolgungsproblem ist auch analog lösbar, man braucht nur genug Arbeiter.

  7. Re: Analogismus

    Autor: der_wahre_hannes 15.02.21 - 12:10

    Ely schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Daß es hierzulande mit der Digitalisierung ganz schlecht bestellt ist, ist
    > allgemeiner Konsens.

    Dass die Deutschen gern über alles und jeden meckern, ebenfalls.
    (Deshalb meckere ich jetzt auch über Leute, die ständig meckern)

  8. Re: Analogismus

    Autor: Ely 15.02.21 - 12:24

    Du willst also ernsthaft behaupten, dieses Land sei bei der Digitalisierung auf dem Stand der Dinge und es gäbe keinen Grund zu meckern?

    Also sollen alle sagen, paßt schon, alles ok, machen wir einfach so weiter. Wir verealten Corona weiterhin mit Zetteln. Dann werden wir auch noch im Jahre 2085 mit Zetteln zu Ämtern rennen, nachdem wir mehrere Monate auf einen Termin gewartet haben. Und es ist nicht gestattet, daß man das bräsig nennt, Meckern verboten. Steht dann im Amtsblatt 138 w, einzusehen am Schaukasten des Rathauses.

  9. Re: Analogismus

    Autor: apmonkey 15.02.21 - 22:27

    Ely schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da kommen vom lokalen Amt Daten in der übergeordneten Behörde an, diese
    > werden ausgedruckt und ins eigene Programm eingegeben. Und dann ggf.
    > ergänzt, wieder ausgedruckt, an eine andere Behörde gefaxt und dort wieder
    > eigegeben. Oder in einen Aktendeckel gelegt. Wohlgemerkt im Jahre des
    > analogen Herrn 2021.

    Selbst das kann das Chaos eigentlich nicht erklaeren das zum Beispiel 1 Jahr nach beginn der Pandemie die Gesundheitsaemter es anscheinend nicht schaffen tagesaktuelle Daten ans RKI zu liefern! Nicht das ich das Nachfolgende nun ersthaft vorschlagen wuerde, aber selbst wenn man taeglich 374 Postkutschen losschicken wuerde, oder mit Brieftauben staffeln arbeiten wuerde, koennte man es schaffen 374 tagesaktuelle Daten bis nach Berlin zu senden! Angesichts des enormen Schaden den die langen Lockdowns in der Gesellschaft verursachen waere ja selbst diese (schlechte) Loesung besser als was wir jetzt zu haben scheinen. Zu mindestens bis man eine vernuenftige Software wie Sormas ueberall ans laufen gebracht hat.
    Des weiteren hat z.B. die Bundeswehr um die 180000 personal, damit koennte man dann durchaus zeitweise extrem ineffiziente Methoden doppelt und dreifach parallel betreiben um z.B. im laufenden Hochbetrieb auf effizientere Methoden umzusteigen ohne waerend den Anlaufschwierigkeiten den exisitierenden Betrieb zu gefaerden.
    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Aber daran scheint es am meisten zu hacken das anscheinend keiner (in zentraler Verantwortung) gewillt ist auf eine Notsituation vorausschauend und koordiniert zu agieren und mit kreativen Mitteln und den gesamten zur Verfuegung stehendenResourcen einer sich in einer Ausnamesituation befindlichen Gesellschaft die Probleme eins nach dem anderen anzugehen.

  10. Re: Analogismus

    Autor: Ely 16.02.21 - 09:50

    Die schaffen das nicht, weil das mit Fax und e-Mail bei hohen Fallzahlen zu lang dauert. Und weil es nach wie vor kein einheitliches System gibt und es nicht mal möglich ist, die Daten auszutauschen.

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