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Warum hat Herr Stefan Humer so schlecht recherchiert?

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  1. Warum hat Herr Stefan Humer so schlecht recherchiert?

    Autor: rm2 07.09.15 - 12:12

    Hallo an alle,

    beim Analysieren dieses Beitrages stellt sich sofort die Frage warum hat Herr Stefan Humer so schlecht recherchiert. Bei intensiver Nutzung von google und der Deutschen Bücherei Leipzig, die hunderte von Titeln zur DDR-Computertechnik hat, wäre es einfach gewesen diesen Beitrag fehlerfrei zu gestalten.

    Der Artikel von Herrn Humer erinnert mich stark an den Beitrag von Herrn Dr. Klaus Werner im Buch "Herausforderung Ostdeutschland …" Herausgeber: Prof. Rüdiger Pohl, IWH 1995 (IWH: Institut für Wirtschaftsforschung Halle). Herr Dr. Werner hat zur DDR-Geschichte schlecht recherchiert, Tatsachen missachtet und sein Schreibstil ist eines Wissenschaftlers unwürdig. Außerdem gibt es in seinem Beitrag sich widersprechende Zahlenangaben.

    Der mdr hat in einigen Beiträgen zur DDR-Geschichte unsauber recherchiert, obwohl im Beispiel KKW Stendal und robotron, die verantwortlichen Redakteure die Dokumentenlage kannten. Das ist umso bemerkenswerter da der Schauspieler Gunter Schoß in seiner mdr Sendung zur Geschichte Mitteldeutschlands einmal bemerkte: "Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben".

    Auch möchte ich daran erinnern das wikipedia bis vor 5 Jahren einen äußerst fehlerhaften Bericht zur Geschichte des KKW Stendal, hauptsächlich gestützt auf den fragwürdigen privaten Beitrag des ARD-Journalisten Michael Hänel "Das Ende vom Ende …", veröffentlichte. Mittlerweile, gestützt auf hunderte von Dokumenten aus den Archiven des KKW Stendal, nähert sich wikipedia schon sehr der Wahrheit.

    Es fällt auf, das der Autor, Stefan Humer, zu den massiv geäußerten Kritiken nicht Stellung nimmt. Auch die Verantwortlichen des Forums scheinen die massive Kritik zu ignorieren. Warum? Ein Eintrag in "Wow, ist er Beitrag schlecht" diesen Bericht zu löschen halte ich allerdings für falsch. Löschen ist immer eine Kapitulation vor der inhaltlichen Auseinandersetzung. Wie soll der Autor seine vielen Fehler erkennen, wenn diese nicht angesprochen werden?

    Eine Anmerkung zu meinem ersten Beitrag (28.08.2015) gleicher Überschrift, der gelöscht wurde:

    Herr Andy Prahl,

    audatec**** war keine Eigenwerbung sondern der Hinweis auf ein DDR-Prozeßleitsystem (mit dem angeblich so schlechten U880) das alle Elemente modernster heutiger Leitsysteme enthält. Mit audatec-Systemen konnte Regelungen und Steuerungen von Kraftwerksanlagen, von Wasserwerke bis hin zu Penizillin-Produktion realisiert werden. Die letzte noch aktive Anlage wurde 2004 stillgelegt und in ein Museum umgesetzt.

    audatec ist neben AC1, 7150, K1520 nur einige Beispiele, was im Beitrag fehlt.

    Da dieser Beitrag des Herrn Humer so schlecht war, muss auch die Kritik daran entsprechend ausfallen und das ist keine Beleidigung. Der Vergleich mit den Leistungen der gesamten westlichen Welt mit nur der DDR ist zudem unzulänglich, da keine gemeinsame Basis existiert. Diesen gravierenden Fehler machen leider sehr viele Wissenschaftler und Journalisten immer noch.

    Zudem müssen sich die Admins dieses IT-Forums den Vorwurf gefallen lassen diesen minderwertigen Beitrag (wie soll man einen extrem fehlerhaften Beitrag sonst nennen) keiner Korrektur zugeführen zu haben.

    Es bleibt wieder einmal festzustellen das die Darstellung der DDR-Technikgeschichte für nachfolgende Generationen qualitativ unzureichend ist. Golem.de hat aber die Chance es jetzt besser zu machen.



    mfg ralph müller

  2. Re: Warum hat Herr Stefan Humer so schlecht recherchiert?

    Autor: Trollversteher 07.09.15 - 12:51

    >audatec**** war keine Eigenwerbung sondern der Hinweis auf ein DDR Prozeßleitsystem (mit dem angeblich so schlechten U880) das alle Elemente modernster heutiger Leitsysteme enthält. Mit audatec-Systemen konnte Regelungen und Steuerungen von Kraftwerksanlagen, von Wasserwerke bis hin zu Penizillin-Produktion realisiert werden. Die letzte noch aktive Anlage wurde 2004 stillgelegt und in ein Museum umgesetzt.

    >audatec ist neben AC1, 7150, K1520 nur einige Beispiele, was im Beitrag fehlt.

    In dem Beitrag geht es um Homecomputer nicht um Industrie- oder Militärsysteme.

    >Da dieser Beitrag des Herrn Humer so schlecht war, muss auch die Kritik daran entsprechend ausfallen und das ist keine Beleidigung. Der Vergleich mit den Leistungen der gesamten westlichen Welt mit nur der DDR ist zudem unzulänglich, da keine gemeinsame Basis existiert. Diesen gravierenden Fehler machen leider sehr viele Wissenschaftler und Journalisten immer noch.

    Womit soll man sie denn sonst vergleichen?!? Dass ein einzelner kleiner Warschauer-Packt-Staat nicht die gleichen Kapazitätn hat wie der (westliche) Rest der Welt, sollte jedem einleuchtend sein - das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die, vor allem für "normale" DDR Bürger erhältliche Technik deutlich dem Angebot hinterherhinkte, auf das der "normale" Westbürger zugreifen konnte. Dass der U880 und seine Derivate keine Eigenentwicklung, sondern ein reenginieertes Plagiat der Z80 Familie waren, kannst Du wohl kaum abstreiten.

    >Zudem müssen sich die Admins dieses IT-Forums den Vorwurf gefallen lassen diesen minderwertigen Beitrag (wie soll man einen extrem fehlerhaften Beitrag sonst nennen) keiner Korrektur zugeführen zu haben.

    Ich weiss nicht, welch Agenda Du mit diesem ganzen off-topic geflame verfolgst, vermutlich hast Du Dich als ehemaliger DDR Bürger in Deiner Ehre gekrängt gefühlt, aber es war nicht die Aufgabe dieses Artikels die gesamte technische Leistung der ehemaligen Ostblockstaaten zu beweihräuchern, es ging um HOMEComputer, und deren Verfügbarkeit und Leistungsfähigkleit im Vergleich zwischen Ost und West. Es tut dabei überhaupt nichts zur Sache, aus welchen Gründen die DDR auf diesem Gebiet dem Westen hinterherhinkte, und unglaubliche Ressourcen aufwenden musste, um überhaupt einigermassen mithalten zu können - Tatsache ist, wer in den 80ern einen Homecomputer erwarb, hat im Westen deutlich mehr Leistung für deutlich weniger Geld und in deutlich größerer Vielfalt und Verfügbarkeit bekommen. Daher müssen sich die Admins dieses Forums überhaupt nichts vorwerfen lassen - ausser vielleicht, dass sie auf die Behauptung, der U880 sei nur eine zweitklassige Kopie des Z80 hätten näher eingehen können.

    >Es bleibt wieder einmal festzustellen das die Darstellung der DDR-Technikgeschichte für nachfolgende Generationen qualitativ unzureichend ist. Golem.de hat aber die Chance es jetzt besser zu machen.

    Nunja, wenn Du einen glorifizierenden Artikel über die gute, alte DDR-Zeit erwartet hast, dann bist Du vielleicht bei Golem falsch, und solltest solche Themen lieber auf einem der vielen DDR-Nostalgie Seiten nachlesen...

  3. Re: Warum hat Herr Stefan Humer so schlecht recherchiert?

    Autor: rm2 07.09.15 - 17:55

    Hallo Trollversteher,

    warum wurden vom Autor dann A7100 und 1834 angesprochen?




    > In dem Beitrag geht es um Homecomputer nicht um Industrie- oder
    > Militärsysteme.

    > ... es
    > ging um HOMEComputer, ...

    Vom Autor wurden A7100 und 1834 angesprochen, andere nicht erwähnt, und mit dem IBM-PC verglichen, der ja eindeutig kein Heimcomputer und auch kein BRD-Produkt ist.
    Man könnte aber mal das A7150- oder 1834-System mit dem BS2000-System von SIEMENS vergleichen.
    Militärsysteme wurden von mir nirgends erwähnt. Was soll Dein Argument also sein?

    Übrigens AC1 war ein Amateurcomputer. Die Selbstbau-Computer,
    in der einschlägigen Literatur beschrieben, fanden im Beitrag von Herrn Humer
    keine Erwähnung. Warum? Oder gehören diese Geräte nicht zum Bereich der DDR-Heimcomputer?


    > ... - das ändert aber
    > nichts an der Tatsache, dass die, vor allem für "normale" DDR Bürger
    > erhältliche Technik deutlich dem Angebot hinterherhinkte, auf das der
    > "normale" Westbürger zugreifen konnte.

    Das wird auch von niemand bestritten. Es gab in der DDR auf vielen Gebieten einen zum Teil großen Unterschied zwischen Bedarf und Produktion. Und was verstehst Du unter einem "normalen Westbürger"?
    Gab es auch "unnormale Westbürger" und wer waren diese Menschen? Ist es nicht klüger zu formulieren:
    "das es ein vielfältiges Angebot gab, das sich aber nicht jeder leisten konnte"?


    > Dass der U880 und seine Derivate
    > keine Eigenentwicklung, sondern ein reenginieertes Plagiat der Z80 Familie
    > waren, kannst Du wohl kaum abstreiten.

    Hast du vergessen, das der DDR die Erteilung einer legalen Lizenz für die Z80-Famile verweigert wurde?
    Die Devisen waren dafür bereitgestellt. Und wenn aus politischen Gründen Menschen verweigert wird etwas legal zu erwerben, wird es auf illegalem Weg realisiert. Westliche Firmen, die bewusst "CoCom-Technik" verkaufen, gab es immer.
    Und ob der U880 ein Plagiat ist, wenn er die Fehler des Originals nicht hat, musst Du beweisen.


    > ... hat im Westen deutlich mehr Leistung für deutlich weniger Geld

    Bitte nicht den Fehler begehen die Preise zw. der BRD und der DDR zu vergleichen ohne auf die völlig unterschiedliche Preisbildung einzugehen. Das einzig sinnvolle ist der Vergleich der Herstellungskosten.


    > Nunja, wenn Du einen glorifizierenden Artikel über die gute, alte DDR-Zeit
    > erwartet hast, dann bist Du vielleicht bei Golem falsch, und solltest
    > solche Themen lieber auf einem der vielen DDR-Nostalgie Seiten nachlesen...

    Das muss ich nicht kommentieren.


    > Ich weiss nicht, welch Agenda Du mit diesem ganzen off-topic geflame
    > verfolgst, vermutlich hast Du Dich als ehemaliger DDR Bürger ...

    Wenn ich in einem IT-Forum bin, erwarte ich qualifiziert Berichte über IT-Themen.
    "Die Darstellung der DDR-Technikgeschichte für nachfolgende Generationen qualitativ unzureichend ist" hatte ich schon geschrieben, was aber nichts mit DDR-Nostalgie oder der "gute, alte DDR-Zeit" (die es nicht gab) zu tun hat, sondern einzig mit der Wahrheit. Und da ist der Beitrag von Herrn Humer im jetzigen Zustand nicht nutzbar. Und warum ist die Suche nach Wahrheit in dem von mir kritisierten Beitrag "off-topic"? Daran müssten die admins auch ein Interesse haben.
    Außer mir haben noch andere den Inhalt dieses Artikels kritisiert - sind das alles
    "DDR-Nostalgiker" oder Menschen die an der Wahrheit nicht interessiert sind?


    Und meine Frage, warum hat Herr Stefan Humer so schlecht recherchiert hat, ist nicht beantwortet.



    mfg rm2

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