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Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

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  1. Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Kaiser Ming 29.08.15 - 12:07

    dazu diese aus den Fingern gesaugten Argumente
    "geliebt wurden sie damals aber nicht. "
    "Kleincomputer in der DDR waren von Anfang an nicht mehr als eine Notlösung. "
    ...usw

    Wieso sind denn gerade die letzten verbliebenen Zentren der Chip Technologie im Osten?
    Das kommt nicht in den Text, aber hauptsache Dummschwätz.

  2. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: picaschaf 29.08.15 - 15:41

    Sie waren schlechter als die West-Originale, das ist fakt. Fabriken stehen heute im Osten aus dem simplen Grund weil es billiger ist.

  3. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: DrWatson 29.08.15 - 15:44

    + Subventionen

  4. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: irata 29.08.15 - 15:50

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dazu diese aus den Fingern gesaugten Argumente
    > "geliebt wurden sie damals aber nicht. "

    Es wirkt auch irgendwie widersprüchlich, dass es heute eine so große Fan-Gemeinde gib, wo sie doch nicht geliebt wurden.

    > "Kleincomputer in der DDR waren von Anfang an nicht mehr als eine
    > Notlösung. "

    "Notlösung" ist auch ein komisches Wort, wenn es keine Erklärung gibt. Notlösung für was?
    Man könnte auch behaupten, unsere besten Homecomputer waren nur eine Notlösung, weil erwachsene Computer unbezahlbar waren.

  5. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Anonymer Nutzer 29.08.15 - 15:50

    Das stimmt so nur halb, richtig ist das amerikanische Chips besser waren in Westdeutschland gab es nie nennenswerte Halbleiterfertigung und das ist auch der Grund warum es jetzt immer noch keine gibt.

  6. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: DrWatson 29.08.15 - 16:06

    attitudinized schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das stimmt so nur halb, richtig ist das amerikanische Chips besser waren

    Und japanische Chips waren billiger.

  7. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Zirod 29.08.15 - 17:16

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dazu diese aus den Fingern gesaugten Argumente
    > "geliebt wurden sie damals aber nicht. "
    > "Kleincomputer in der DDR waren von Anfang an nicht mehr als eine
    > Notlösung. "
    > ...usw
    >
    > Wieso sind denn gerade die letzten verbliebenen Zentren der Chip
    > Technologie im Osten?
    > Das kommt nicht in den Text, aber hauptsache Dummschwätz.

    Nun ja, "die letzten verbliebenen Zentren" ist dann doch überzogen, auch in Hamburg oder München wird noch kräftig gefertigt. Wenn das Silicon Saxony gemeint ist: Kräftige Subventionierung zusammen mit gut ausgebildeten ostdeutschen Fachkräften. Nur seltsam, das man vorher westliche Chips kopieren musste.

    Aber: was hat das Thema mit den Kleincomputern in der DDR zu tun und warum sollte es erwähnt werden ?

  8. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Oktavian 29.08.15 - 21:04

    Du hast recht, was schlecht war, muss man nicht auch noch schlecht reden. Jemanden, er schon am Boden liegt, tritt man nicht. Aber getretene Hunde bellen, stimmts?

    Die Computer waren einfach in allen Belangen schlechter als die entsprechenden West-Geräte. Sie waren technologisch schlechter, schlechter ausgestattet, die Peripherie war schlechter. Das Standard-Modell c64 konnte von Anfang an an den ebenfalls Standard-Fernseher angeschlossen werden, war grafikfähig, verfügte über guten Sound, und selbst Monitore waren erschwinglich.

    Zudem waren Ost-Computer quasi nicht verfügbar. Während im Westen in jedem Kinderzimmer des Sprösslings, der sich dafür interessierte, ein Heimcomputer stand (sei es nun ein c64 oder ein Z80-basiertes Modell stand), gab es die Ost-Varianten in Firmen, vielleicht auch mal in Schulen. Ein paar weniger Bastler mit Beziehungen ausgenommen.

    Und wer über hinreichend Fliesen verfügte, kaufte gerne im Intershop das West-Gerät. Mit dem Ost-Gerät musste man halt arbeiten. Soviel zur innigen Liebe.

    > Wieso sind denn gerade die letzten verbliebenen Zentren der Chip
    > Technologie im Osten?

    Weil insbesondere Chip-Fertigung ein Auslaufmodell in Europa ist. Man hat zuletzt nur noch da etwas investiert, wo die Löhne niedrig und die Subventionen hoch waren. So wie von Anfang an abzusehen war, dass Nokia in Bochum auf lange Sicht nicht funktionieren kann, so kann auf lange Sicht eine Fertigung im Osten nicht funktionieren.

    Chip-Entwicklung ist, wie ein Parallel-Poster schon schrub, keine Spezialität des Ostens. Das gibt es in Hamburg, München, Berlin, Stuttgart ebenso.

  9. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Kaiser Ming 30.08.15 - 11:02

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast recht, was schlecht war, muss man nicht auch noch schlecht reden.

    Die Technologie war für ein so kleines Land ziemlich hoch. Das war nicht erste Weltspitze, aber auch nicht

    > Jemanden, er schon am Boden liegt, tritt man nicht. Aber getretene Hunde
    > bellen, stimmts?

    Lies dir mal selbst durch was du so schreibst, danach schau in den Spiegel und sag was du siehst.


    > Die Computer waren einfach in allen Belangen schlechter als die
    > entsprechenden West-Geräte. Sie waren technologisch schlechter, schlechter

    Lol, was für Westgeräte, du meinst Asia Import.

    > ausgestattet, die Peripherie war schlechter. Das Standard-Modell c64 konnte
    > von Anfang an an den ebenfalls Standard-Fernseher angeschlossen werden, war
    > grafikfähig, verfügte über guten Sound, und selbst Monitore waren
    > erschwinglich.

    Das Oststandardmodell war auch grafikfähig und hast du auch an nen Fernseher angeschlossen.

    > Zudem waren Ost-Computer quasi nicht verfügbar. Während im Westen in jedem
    > Kinderzimmer des Sprösslings, der sich dafür interessierte, ein
    > Heimcomputer stand (sei es nun ein c64 oder ein Z80-basiertes Modell
    > stand), gab es die Ost-Varianten in Firmen, vielleicht auch mal in Schulen.
    > Ein paar weniger Bastler mit Beziehungen ausgenommen.

    So rar waren die nicht, allerdings ncht ganz billig.

    >
    > Und wer über hinreichend Fliesen verfügte, kaufte gerne im Intershop das
    > West-Gerät. Mit dem Ost-Gerät musste man halt arbeiten. Soviel zur innigen
    > Liebe.
    >
    > > Wieso sind denn gerade die letzten verbliebenen Zentren der Chip
    > > Technologie im Osten?
    >
    > Weil insbesondere Chip-Fertigung ein Auslaufmodell in Europa ist. Man hat
    > zuletzt nur noch da etwas investiert, wo die Löhne niedrig und die
    > Subventionen hoch waren. So wie von Anfang an abzusehen war, dass Nokia in
    > Bochum auf lange Sicht nicht funktionieren kann, so kann auf lange Sicht
    > eine Fertigung im Osten nicht funktionieren.

    Da kennst du ich aber schlecht aus. Hier wird ziemlich viel subventioniert, das ist mittlerweile schlimemr als danals im Osten.


    >
    > Chip-Entwicklung ist, wie ein Parallel-Poster schon schrub, keine
    > Spezialität des Ostens. Das gibt es in Hamburg, München, Berlin, Stuttgart
    > ebenso.

    Nie von gehört. Oder meinst du vielleicht Kartoffelchips?

  10. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Kaiser Ming 30.08.15 - 11:04

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie waren schlechter als die West-Originale, das ist fakt. Fabriken stehen
    > heute im Osten aus dem simplen Grund weil es billiger ist.

    Das ist wenn man die Aussage soweit reduziert schlicht falsch. Subventionen gibts, aber auch die Fachkräfte.

  11. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Kaiser Ming 30.08.15 - 11:11

    Zirod schrieb:
    > Nun ja, "die letzten verbliebenen Zentren" ist dann doch überzogen, auch in
    > Hamburg oder München wird noch kräftig gefertigt. Wenn das Silicon Saxony
    > gemeint ist: Kräftige Subventionierung zusammen mit gut ausgebildeten
    > ostdeutschen Fachkräften. Nur seltsam, das man vorher westliche Chips
    > kopieren musste.

    Für alles zu entwickeln war das Land zu klein. Und aus den anderen Ostländern kam nicht viel.
    Übrigens wird überall kopiert. Grade der U880. Hnterher fragt keiner mehr. Der Grossteil der amerikanischen Technologie nach 1945 beruhte auf deutscher Grundlage (diplomatisch gesagt)

    > Aber: was hat das Thema mit den Kleincomputern in der DDR zu tun und warum
    > sollte es erwähnt werden ?

    Frage ich mich auch. Ich hab den Artikel nicht geschrieben. Wozu musste man diesen Bildzeitungssprech einbauen.

  12. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Oktavian 30.08.15 - 15:02

    > Die Technologie war für ein so kleines Land ziemlich hoch. Das war nicht
    > erste Weltspitze, aber auch nicht

    Nee, erste nicht. aber auch nicht zweite oder dritte. Nicht umsonst ist der ganze Ostblock wirtschaftlich zusammengebrochen. Auch als zweiter oder dritter kann man gut leben. Aber die DDR und der gesamt Ostblock waren bis auf ganze wenige Nischen nicht einmal ansatzweise konkurrenzfähig. Nicht ohne Grund war nach der Wiedervereinigung kaum etwas zu retten. Und das, war noch zu retten war, war mit Sicherheit nicht die IT-Industrie.

    > > Jemanden, er schon am Boden liegt, tritt man nicht. Aber getretene Hunde
    > > bellen, stimmts?
    >
    > Lies dir mal selbst durch was du so schreibst, danach schau in den Spiegel
    > und sag was du siehst.

    Hmm, nen ziemlich coolen Typen, wenn Du so fragst. Oder hast du was bestimmtest mit der Frage bezwecken wollen?

    > Lol, was für Westgeräte, du meinst Asia Import.

    Im klassischen Ost-West-Konflikt wird der asiatische Raum um Taiwan, Hong Kong, Singapur u.ä. üblicherweise der Westen zugeschlagen. China war verlängerte Werkbank ohne eigenständige Innovation. Technologisch waren sie unbedeutend, lediglich Auftragsfertiger. Das hat sich interessanterweise etwas geändert.

    > > ausgestattet, die Peripherie war schlechter. Das Standard-Modell c64
    > konnte
    > > von Anfang an an den ebenfalls Standard-Fernseher angeschlossen werden,
    > war
    > > grafikfähig, verfügte über guten Sound, und selbst Monitore waren
    > > erschwinglich.
    >
    > Das Oststandardmodell war auch grafikfähig und hast du auch an nen
    > Fernseher angeschlossen.

    Achja, das Spitzenmoddell für, was war das noch gleich, 60.000 Alu-Mark?

    > So rar waren die nicht, allerdings ncht ganz billig.

    Der Preis war eben ein Steuerungsinstrument. Statt der Bevölkerung einfach zu sagen, dass die Produktionskapazitäten minimal sind und der Ausschuss unerträglich, und dass man lieber Geräte exportiert als sie an die Bevölkerung zu verkaufen, setzt man einfach einen Fabelpreis an. Der gemeine Ostler konnte dann denken, wenn ein Gerät so teuer sein, dann muss es ja toll sein.

    > Hier wird ziemlich viel subventioniert,
    > das ist mittlerweile schlimemr als danals im Osten.

    Ja, leider. Subvention zum Anschub ist sinnvoll. Subvention zur Steuerung und Ausgleich von extern auferlegten Nachteilen kann sinvoll sein. Subvention nur um sich eine Industrie zu kaufen, die nie tragfähig sein kann, ist Unsinn. Sind halt meist Wahlgeschenke.

  13. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Mynotower 30.08.15 - 23:00

    Naja, nicht jeder war live dabei...

    Die Kleincomputer der DDR wurden nicht als Konkurrenz zur West-Technik oder gar als "Angriff" auf ähnliche Systeme im Westen konzipiert.

    Die CoCom-Liste des Westens verhinderte wirksam, dass der Osten mit dem Westen technologisch Schritt halten konnte - es musste schlicht alles selbst entwickelt (oder mühsam kopiert) werden.

    Ursprünglich wurden die Systeme im Rahmen der Verbesserung der Konsumgüterproduktion für den Privatgebrauch entwickelt. Aufwändige Custom-Chips für Grafik und Sound, die den westlichen Heimcomputern ihre eigentlichen Fähigkeiten verliehen, waren einfach nicht drin. Da bringt es wenig, MHz- oder KB-Zahlen zu vergleichen. Zudem gab es lange Zeit nur fehlerträchtige Speicherung auf Kassetten, und vor allem - m.E. unglaublich schlechte Tastaturen (die "Bürocomputer" wie MC-80, PC-1715 usw. boten da Besseres).

    Z1013 und Polycomputer 880 waren dagegen Lerncomputer und gar nicht zum Spielen gedacht.

    Nachdem die Geräte Z 9001 (= KC-85/1) und KC-85/2 in Stückzahlen vorhanden waren, beschloss die DDR-Führung, sie nicht als Konsumgüter dem Handel zur Verfügung zu stellen, statt dessen bekamen Betriebe, LPGen und Schulen diese Geräte - weil es wohl zu wenig Bürocomputer gab.
    Während namhafte Firmen für die westlichen Heimcomputer Spiele entwickelten, gab es so etwas in der DDR nicht. Es gab einige Anwendungen für die Wirtschaft, einige Spiele wurden wohl von engagierten Leuten portiert (z.B. Mazogs vom ZX81 für KC-85/1).

    Wer Verwandtschaft im Westen und Zugang zur D-Mark hatte, besaß bei Interesse sowieso längst einen westlichen Heimcomputer, alle anderen hatten das Nachsehen.

    Mit der Öffnung der Grenze standen die DDR-Kleincomputer natürlich plötzlich direkt in Konkurrenz zu überlegenen Systemen, damit wurden sie schlagartig weniger nachgefragt und für jedermann verfügbar.

    Letztlich war es so ähnlich wie mit Trabbi und Wartburg im Vergleich zu westlichen Fahrzeugen - auch mit weniger leistungsfähiger Technik konnte man seine ersten Erfahrungen sammeln und Spaß haben.

  14. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Trollversteher 31.08.15 - 10:01

    >dazu diese aus den Fingern gesaugten Argumente
    >"geliebt wurden sie damals aber nicht. "
    >"Kleincomputer in der DDR waren von Anfang an nicht mehr als eine Notlösung. "
    >...usw

    Also ich weiss ja nicht, ob Du fie Zeit damals schon als Jugendlicher/Erwachsener miterlebt hast, aber diese Aussage entspricht exakt dem, was ich von Leuten die vor dem Fall der Mauer "rübergemacht" haben oder eben kurz nach dem Mauerfall erzählt haben. Man war als "Computerfreak" natürlich froh, dass man irgendetwas hatte, war aber stets neidisch auf die deutlich liestungsfähigeren und für Ottonormalverbraucher erschinglicheren West-Computer. Und tatsächlich haben alle, die ich von damals kenne als erstes ihren alten DDR-Computer durch ein West-Modell ersetzt.

    >Wieso sind denn gerade die letzten verbliebenen Zentren der Chip Technologie im Osten?

    Die sind nicht verlieben, die sind dort nach der Wende neu aufgebaut worden.

    >Das kommt nicht in den Text, aber hauptsache Dummschwätz.

    Also wenn Du dem Artikel schon "Dummschwätz" unterstellst, solltest Du mit gutem Beispiel vorangehen und selber mehr als "Dummschwätz" liefern.

  15. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Trollversteher 31.08.15 - 10:17

    >Die Technologie war für ein so kleines Land ziemlich hoch. Das war nicht erste Weltspitze, aber auch nicht

    Für so ein kleines sozialistisches Land meinst Du wohl. Man hinkte dem Westen trotzdem mehrere Jahre hinterher. Ich weiss noch wie Honni damals stolz im Fernsehen den ersten in Serie produzierten Megabit-RAM-Chip stolz in die Kamera hielt. Da wurde ein Staatsakt draus gemacht wie bei der Mondlandung - und man hatte damals einen immensen Aufwand in dieses Projekt gesteckt, während solche Speicherbausteine im Westen bereits seit Jahren auf dem Markt waren und mittlerweilse so billig in Serie produziert wurden, dass billige Einsteiger Homecomputer wie der Amiga 500 damit ausgestattet werden konnten.

    >Lol, was für Westgeräte, du meinst Asia Import.

    So ein Unsinn. Asiatische, bzw. damals in erster Linie japanische Heomcomputer, war zu der Zeit auf dem westlichen Heimcomputermarkt noch ziemliche Exoten. Die ersten Heimcomputer aus Japan, die hier zu kaufen waren, waren die MSX-Computer, aber die konnten sich nie wirklich gegen amerikanische Produkte wie C64, Apple II oder später Amiga bzw. britischen Produkte wie den Sinclair ZX Spectrum, den Acorn Archimedes oder den Armstrad (hierzulande Schneider) CPC durchsetzen.

    > ausgestattet, die Peripherie war schlechter. Das Standard-Modell c64 konnte
    > von Anfang an an den ebenfalls Standard-Fernseher angeschlossen werden, war
    > grafikfähig, verfügte über guten Sound, und selbst Monitore waren
    > erschwinglich.

    >Das Oststandardmodell war auch grafikfähig und hast du auch an nen Fernseher angeschlossen.

    Farbgrafik? Sprites? Und: Pixelgrafik oder nur einfache Zeichensatz-sprites?

    >Da kennst du ich aber schlecht aus. Hier wird ziemlich viel subventioniert, das ist mittlerweile schlimemr als danals im Osten.

    Na, dann nenn doch mal ein paar Quellen...

    >Nie von gehört. Oder meinst du vielleicht Kartoffelchips?

    Wenn man nie über die Grenze des eigenen Bundeslandes hinausblivkt, bekommt man natürlich nichts mit... Infinion zB hatte überall Produktionsstätten, nicht nur in Ostdeutschland.

  16. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Oktavian 31.08.15 - 10:29

    > Die CoCom-Liste des Westens verhinderte wirksam, dass der Osten mit dem
    > Westen technologisch Schritt halten konnte - es musste schlicht alles
    > selbst entwickelt (oder mühsam kopiert) werden.

    Das ist eine merkwürdige Argumentation, die ich hier in den Diskussionen schon öfter gelesen habe. Weil der Westen nichts lieferte, musste der Osten selber entwickeln. Die IT im Osten hatte also einen zwar von außen erzwungenen aber doch geschützten Raum, sie hatte erhebliche Subventionen, sie hatte auch damals schon Zugang zu gängiger Literatur, zu westlichen IT-Systemen, zum großen Bruder im Osten, und war trotzdem nicht in der Lage, etwas brauchbares in nennenswerten Stückzahlen zu bauen.

    Ohne die Lieferbeschränkungen des Westens hätte es also im Osten gar nicht erst eine eigene Entwicklung gegeben. Es ist also widersinnig, die mangelnde Leistungsfähigkeit der Ost-Industrie durch die Lieferbeschränkungen des Westens erklären zu wollen. Durch die Lieferbeschränkungen konnte überhaupt erst eine wenn auch wenig leistungsfähige IT-Industrie entstehen. Ohne diese Beschränkungen wäre die Leistung exakt Null gewesen.

    > Letztlich war es so ähnlich wie mit Trabbi und Wartburg im Vergleich zu
    > westlichen Fahrzeugen

    Das ist ein guter Vergleich. Auch hier dümpelte eine Industrie im geschützten Raum ohne Konkurrenz über Jahrzehnte vor sich hin, einfach weil es keine Notwendigkeit gab, besser zu werden. Der Trabbi war technologisch noch hinter dem Stand eines VW Käfers. Mir kann niemand erzählen, dass Techniker im Osten mental nicht in der Lage gewesen wären, ein besseres Auto zu bauen. Sie hatten ja auch Zugang zu West-Autos, konnten sich dort abgucken, was sinnvoll war. Es war aber nicht notwendig, da man keine Konkurrenz hatte.

    Genau das gleiche traf die IT-Industrie. In dem geschützten Raum hatte man keine Konkurrenz, und in der Hängematte konnte man bequem liegen. Die IT war nicht so schlecht, weil die Techniker mental unfähig gewesen wären, aber das, was man baute, war ja gut genug. Der Plan war erfüllt.

  17. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: Volvoracing 31.08.15 - 15:38

    > Das ist eine merkwürdige Argumentation, die ich hier in den Diskussionen
    > schon öfter gelesen habe. Weil der Westen nichts lieferte, musste der Osten
    > selber entwickeln. Die IT im Osten hatte also einen zwar von außen
    > erzwungenen aber doch geschützten Raum, sie hatte erhebliche Subventionen,
    > sie hatte auch damals schon Zugang zu gängiger Literatur, zu westlichen
    > IT-Systemen, zum großen Bruder im Osten, und war trotzdem nicht in der
    > Lage, etwas brauchbares in nennenswerten Stückzahlen zu bauen.
    >
    > Ohne die Lieferbeschränkungen des Westens hätte es also im Osten gar nicht
    > erst eine eigene Entwicklung gegeben. Es ist also widersinnig, die
    > mangelnde Leistungsfähigkeit der Ost-Industrie durch die
    > Lieferbeschränkungen des Westens erklären zu wollen. Durch die
    > Lieferbeschränkungen konnte überhaupt erst eine wenn auch wenig
    > leistungsfähige IT-Industrie entstehen. Ohne diese Beschränkungen wäre die
    > Leistung exakt Null gewesen.

    Sorry, aber selten so einen Mist gelesen. Ohne diese BEschränkungen wären also allen die Broiler in den Mund geflogen? Null Leistung aber paradiesische Zustände?

    Mein lieber Prost.

  18. Re: Was so richtig nervt ist diese ständige Schlechtredung

    Autor: rm2 07.09.15 - 13:04

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die CoCom-Liste des Westens verhinderte wirksam, dass der Osten mit dem
    > > Westen technologisch Schritt halten konnte - es musste schlicht alles
    > > selbst entwickelt (oder mühsam kopiert) werden.
    >
    > Das ist eine merkwürdige Argumentation, die ich hier in den Diskussionen
    > schon öfter gelesen habe. Weil der Westen nichts lieferte, musste der Osten
    > selber entwickeln. Die IT im Osten hatte also einen zwar von außen
    > erzwungenen aber doch geschützten Raum, sie hatte erhebliche Subventionen,
    > sie hatte auch damals schon Zugang zu gängiger Literatur, zu westlichen
    > IT-Systemen, zum großen Bruder im Osten, und war trotzdem nicht in der
    > Lage, etwas brauchbares in nennenswerten Stückzahlen zu bauen.
    >
    > Ohne die Lieferbeschränkungen des Westens hätte es also im Osten gar nicht
    > erst eine eigene Entwicklung gegeben. Es ist also widersinnig, die
    > mangelnde Leistungsfähigkeit der Ost-Industrie durch die
    > Lieferbeschränkungen des Westens erklären zu wollen. Durch die
    > Lieferbeschränkungen konnte überhaupt erst eine wenn auch wenig
    > leistungsfähige IT-Industrie entstehen. Ohne diese Beschränkungen wäre die
    > Leistung exakt Null gewesen.
    >
    > Das ist ein guter Vergleich. Auch hier dümpelte eine Industrie im
    > geschützten Raum ohne Konkurrenz über Jahrzehnte vor sich hin, einfach weil
    > es keine Notwendigkeit gab, besser zu werden. Der Trabbi war technologisch
    > noch hinter dem Stand eines VW Käfers. Mir kann niemand erzählen, dass
    > Techniker im Osten mental nicht in der Lage gewesen wären, ein besseres
    > Auto zu bauen. Sie hatten ja auch Zugang zu West-Autos, konnten sich dort
    > abgucken, was sinnvoll war. Es war aber nicht notwendig, da man keine
    > Konkurrenz hatte.
    >
    > Genau das gleiche traf die IT-Industrie. In dem geschützten Raum hatte man
    > keine Konkurrenz, und in der Hängematte konnte man bequem liegen. Die IT
    > war nicht so schlecht, weil die Techniker mental unfähig gewesen wären,
    > aber das, was man baute, war ja gut genug. Der Plan war erfüllt.

    Hallo Oktavian,

    es ist deutlich erkennbar, das Dir die Funktionen und Abläufe innerhalb der DDR-Wirtschaft nicht bekannt sind. So z.B. die teilweise negativen Auswirkungen des Bilanzorgans, des Bilanzanteils, Arbeitsteilung im RGW, ...... . Du solltest Dir mal von Zeitzeugen aus der Entwicklung die Auswirkungen der CoCom-Liste und die Rolle des Bilanzanteils erläutern lassen. Dann könnte Dir klar werden vor welchen Herausforderungen sie standen.

    Was DDR-Ingenieure entwickelt hatten und was dann in die Produktion ging sind 2 Paar Schuhe. Das gilt besonders für Konsumgüter!

    Beim Vergleich immer die Größe der DDR im Auge haben, es waren nur ca. 18 Mio. Menschen. Und die Bodenschätze waren nur spärlich!

    Übrigens SIEMENS hat für seine Halbleiterfertigung die in wenigen Stückzahlen benötigten Spezialausrüstungen weltweit eingekauft. Der DDR-IT-Industrie war das verwehrt.


    mfg Ralph

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