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Durchschnittliche Wassererwärmung?

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  1. Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: HanSwurst101 02.11.18 - 14:16

    Wird diese durch die Serverabwärme weiter nach oben getrieben? Der nächste Hurrikan und das nächste Riffsterben lassen grüßen.

  2. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Niaxa 02.11.18 - 14:21

    Unbedingt. Als ich die Nachricht gelesen habe, hat direkt mein Wasser in der Badewanne angefangen zu kochen.

  3. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Eheran 02.11.18 - 14:38

    Die Klimaerwärmung wird damit sogar verringert, da sämtliche zusätzlichen Emissionen vom Kühlungs-Energieverbrauch weg sind. Wenn ich mich recht entsinne, entfällt auf die Klimatisierung noch mal so viel Energie wie auf die Server selbst.

  4. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Seismoid 02.11.18 - 15:03

    Ich glaube mich zu erinnern, dass das irgendwo* mal umgerechnet wurde in die Wärmeaufnahme von m² Meeresoberfläche bei Sonnenschein - sooo viel "Wärme" soll das dann gar nicht mehr sein was die Server abgeben.

  5. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Quantium40 02.11.18 - 15:08

    HanSwurst101 schrieb:
    > Wird diese durch die Serverabwärme weiter nach oben getrieben? Der nächste
    > Hurrikan und das nächste Riffsterben lassen grüßen.

    Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung auf der Erde (inkl. Nachtphasen) liegt bei 239W/m².
    Pro Quadratkilometer sind das schon 239MW.

    Der Weltenergiebedarf an elektischer Energie lag 2010 bei 2,7TW.
    Das heißt die Sonneneinstrahlung auf einer Fläche von 11297km² entspricht dem Gesamtstromverbrauch aller Menschen auf der Erde. Dies entspricht etwa 20x der Fläche des Bodensees oder 3% der Nordsee.
    Damit dürfte der Wärmeeintrag durch Unterwasserrechenzentren wohl kaum ins Gewicht fallen, solange er nicht mit massiver Verstromung fossiler Brennstoffe einhergeht, die über den Treibhauseffekt des entstehenden CO2 einen echten Effekt haben.

  6. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Gandalf2210 02.11.18 - 15:49

    Ob du jetzt das Wasser warm macht, was dann die Luft erwärmt oder die Luft warm machst, die das Wasser erwärmt...
    Und außerdem sollte man auch Vulkane verbieten. Deren Lava bringt das Wasser sogar zum kochen1!!

  7. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: quineloe 02.11.18 - 16:01

    Mein Urin hat 37° (Körpertemperatur).

    Ich verbringe jedes Jahr zwei Wochen lang regelmäßig Zeit im Meer. Und am Strand gibt's nun mal kein Klo...

  8. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Dieselmeister 02.11.18 - 18:23

    D:

  9. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Mett 02.11.18 - 21:27

    Es gibt aber auch unterschiedliche Wasserschichten, die sich nicht vermischen. Den Effekt hat man schon im Bodensee, der jetzt nicht soo tief ist.

  10. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Eheran 02.11.18 - 21:46

    ... weil Wasser bei 4°C die höchste Dichte hat. Da wir hier das Wasser auf >>4°C erwärmen ist ein Aufsteigen des erwärmten Wassers kein Problem.

  11. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Vinnie 03.11.18 - 03:10

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HanSwurst101 schrieb:
    > > Wird diese durch die Serverabwärme weiter nach oben getrieben? Der
    > nächste
    > > Hurrikan und das nächste Riffsterben lassen grüßen.

    Aha, also wenn Hurricanes von Rechenzentren angetrieben werden muessen in NRW wo die 1000 Fache Energiemenge freigesetzt werden ja Stuerme in der Groessenordnung wie die auf der Jupiter stattfinden! Achtung, alle sofort in den Bunker. Aber mindestens 100 Meter Tief denn auch die Erde wird ganz umgewuehlt vom Sturm, alles vom Rechenzentrum! ROFLMAO

    > Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung auf der Erde (inkl. Nachtphasen)
    > liegt bei 239W/m².
    > Pro Quadratkilometer sind das schon 239MW.
    >
    > Der Weltenergiebedarf an elektischer Energie lag 2010 bei 2,7TW.
    > Das heißt die Sonneneinstrahlung auf einer Fläche von 11297km² entspricht
    > dem Gesamtstromverbrauch aller Menschen auf der Erde. Dies entspricht etwa
    > 20x der Fläche des Bodensees oder 3% der Nordsee.
    > Damit dürfte der Wärmeeintrag durch Unterwasserrechenzentren wohl kaum ins
    > Gewicht fallen, solange er nicht mit massiver Verstromung fossiler
    > Brennstoffe einhergeht, die über den Treibhauseffekt des entstehenden CO2
    > einen echten Effekt haben.

    Richtig! Allerdings 1 kleiner Fehler. Sie nutzen das Wort Kaum in " wohl kaum ins
    Gewicht fallen" und ich korrigier das mal damit es korrekt ist: "gar nicht ins
    Gewicht fallen"

    So, damit es stimmt :)

  12. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Vinnie 03.11.18 - 03:15

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... weil Wasser bei 4°C die höchste Dichte hat. Da wir hier das Wasser auf
    > >>4°C erwärmen ist ein Aufsteigen des erwärmten Wassers kein Problem.

    Kein Problem stimmt, aber meinen Sie das erwaermte Wasser steigt nicht auf?

    Denn klar wenn Wasser waermer wird steigt es auf, so funktioniert schliesslich die gleichmaessige Erwaermung beim Wasserkocher und viele sonstigen physischen Prozessen in der Industrie.

    So bekommt man eine natuerliche Waermeabfuhr wodurch auf einen Kubikkilometer Wasser locker ein Rechenzentrum installiert werden kann ohne die Natur irgendwie ausserhalb in den ersten 10-100 Meter bei der Ausstroemung zu beeinflussen.

    Der Einfluss auf die Natur ist wirklich so gering! Solch ein Rechenzentrum 500 Meter vor der Kueste in der Ostsee oder Nordsee wird weder Fisch noch Vogel noch Mensch spueren.

    Und diejenigen die meinen dann hat man sofort ein beheiztes Freibad bei Duesseldorf oder sonst wo.

    Die 1 Grad Erwaermung pro 2-4 Wochen bei schon sehr kleine Baggerseens werden Sie nicht wirklich bemerken!

  13. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: bentol 05.11.18 - 05:57

    Vinnie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------
    > Die 1 Grad Erwaermung pro 2-4 Wochen bei schon sehr kleine Baggerseens
    > werden Sie nicht wirklich bemerken!

    Irgendwo wird sich die Temperatur eines Baggersees dann einpendeln. Und zwar an dem Punkt, an dem sich Erwärmung und Wärmeabgabe die Waage halten. Bis dieser Punkt erreicht ist, hätte man gemäß dieser Rechnung eine Erwärmung von 12-24°C im Jahr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das spätestens im 2. Jahr doch sehr deutlich bemerken würde, wenn man in dem Baggersee dann Eier kochen kann.
    Im Ernst: Schon in den Meeren verursacht nur ein einziges Grad Temperaturerhöhung über Jahrzehnte tiefgreifende Veränderungen. Selbiges gilt für Flüsse, die durch die Abwärme von Kraftwerken um wenige °C erwärmt werden. Es ist also anzunehmen, dass sich eine Erwärmung eines kleinen Sees sehr stark auf die darin lebenden Organismen auswirken würde.
    Außerdem hat MS sicherlich das Meer auch deswegen ins Auge gefasst, weil dort - im Gegensatz zu Seen - eine praktisch unbegrenzt große Wassermenge zum Kühlen zur Verfügung steht.

  14. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Eheran 05.11.18 - 09:03

    >Und zwar an dem Punkt, an dem sich Erwärmung und Wärmeabgabe die Waage halten.
    Richtig, so funktioniert unsere Welt.

    >Bis dieser Punkt erreicht ist, hätte man gemäß dieser Rechnung eine Erwärmung von 12-24°C im Jahr.
    Aber woher kommen jetzt diese Zahlen?
    Wir können es auch zurückrechnen. Angenommen die Server verbrauchen 1MW an Leistung, geben also 1MW an Wärme an das Wasser ab...
    Dann braucht man eine bestimmte Oberfläche, um (nur) durch Wärmestrahlung dieses 1MW wieder abstrahlen zu können. Je nach Temperaturdifferenz braucht man eine größere oder eine kleine Fläche - eine 100W Glühbrine kann ihre 100W abstrahlen und hat dabei <1cm² Oberfläche, ist dafür aber auch 2700°C heiß.

    Wärmestrom = Emissionsgrad * Stefan-Bolzmann-Konstante * Oberfläche * (Objekttemperatur^4 minus Umgebungstemperatur^4)
    Stefan-Bolzmann-Konstante = 5,67*10^-8 W/(m²*K^4)

    1MW = ~1 * 5,67*10^-8 W/(m²*K^4) * Oberfläche * (300K^4 - 283K^4)
    Umstellen für die Oberfläche...
    Oberfläche = 1MW / [~1 * 5,67*10^-8 W/(m²*K^4) * (300K^4 - 283K^4)]
    Oberfläche = ~10'000m²
    10000m² sind 1 Hektar bzw. 100x100m.

    Das ist noch ohne jede andere Form der Wärmeübertragung, nur durch Strahlung. Trotzdem würde ein nur 100x100m großer "See" (sagen wir mal größeres Schwimmbad) ausreichen, um ein ganzes MW an Leistung mit nur 17°C Temperaturerhöhung abstrahlen zu können. Erstaunlich. Aber warum nimmt man so einen kleinen See als Vergleichswert?

  15. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: bentol 05.11.18 - 22:46

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Aber warum nimmt man so einen kleinen See als Vergleichswert?

    Sowohl die Annahme Baggersee als auch die angenommene Temperaturerhöhung stammten von Vinnie (03.11.18 - 03:15).
    Danke für deine Rechnung, das ist tatsächlich sehr interessant. 17°C Temperaturerhöhung für unseren fiktiven Baggersee sind ziemlich beachtlich!

  16. Re: Durchschnittliche Wassererwärmung?

    Autor: Eheran 06.11.18 - 00:27

    Ja, stimmt. Du darfst aber nicht vergessen, dass das nur die Wärmestrahlung beachtet. Luft und Verdunstung würden ebenfalls große Energiemengen abtransportieren, ebenso die Wärmeleitung ins Erdreich. Und es nimmt einen perfekt durchmischten See an, real würde 1MW auf der Größe so eines Containert vergleichbar wie ein Tauchsieder wirken und sehr heißes Wasser würde an die Oberfläche steigen.

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