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Sparen um jeden Preis!

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  1. Sparen um jeden Preis!

    Autor: /mecki78 03.05.10 - 13:14

    Statt uns ständig Gedanken darüber zu machen, wie wir um jeden Preis und durch noch mehr persönlichen Verzicht noch mal 1% Strom sparen können, sollten wir uns lieber mehr Gedanken darum machen, wie wir unseren Strom zu 100% ökologisch und gleichzeitig günstig herstellen können. Sparen muss man nur, wenn etwas "knapp" ist und Strom an sich ist unbegrenzt vorhanden, nur die Resourcen aus denen wird derzeit Strom Produzieren (Erdgas, Erdöl, Kohle, Uran, etc.) sind das nicht; aber würden wir Storm aus einer unbegrenzten Resource herstellen, könnten wir auch "theoretisch" unbegrenzt viel davon herstellen. Natürlich nur theoretisch, weil praktisch können wir nicht unbegrenzt viele Kraftwerke bauen und auch Stromleitungen haben eine begrenzte Kapazität. Aber es spricht nichts dagegen noch ein paar Kraftwerke mehr zu bauen oder die Leitungen etwas aufzustocken.

    Das Hauptproblem bleibt die Art wie wir den Strom gewinnen. Hier muss man den Hebel ansetzen und nicht immer beim Endverbraucher. Der Endverbraucher ist zwar daran Schuld wie viel Strom verbraucht wird, aber er ist nur sehr gering daran schuld wie Strom erzeugt wird. Und wenn ein Endverbraucher bereits heute Ökostrom bezieht, der zu 100% aus regenerativen Quellen gewonnen wird und der in seiner Gesamtbilanz CO2 neutral ist (was leider so noch gar nicht erreichbar ist derzeit, weil die Produktion von Wind- und Solaranlagen ist an sich schon mal nicht CO2 neutral), dann kann er doch so viel Strom verbrauchen, wie er will. Wen schadet er denn damit? Der Umwelt nicht, höchstens seinen Geldbeutel und das ist ja dann wohl sein Problem.

    /Mecki

  2. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: wind und sonne 03.05.10 - 13:39

    Wer nichts spart liegt uns später auf der Tasche.
    Wenn er das nicht tut, ist es sein Problem. Ansonsten nicht.

    Aber ich wäre auch für selbstversorgung mit viel Solarstrom. Die 800 Euro für die Konverter steckt man in 12V/5V-Infrastruktur und verkauft seinen Strom nicht, sondern benutzt ihn so gut wie möglich.

    Man braucht weiter einen 230V-Anschluss. Aber dort fliesst viel viel weniger Strom durch als früher. Und wenns gut geht, nur noch nachts oder wenn Microwelle.

    In Südamerika/China/Afrika/Asia-Dörfer kann man nur kleine Stromleitungen legen. Den Rest müssen die vor Ort selber herstellen. Wind, Sonne usw. Oft braucht man ja auch keinen Strom sondern kann Wind nehmen und die Waschmaschine antreiben. Und die Sonne heizt in BlackCollector-Heatern das Waschwasser oder Badewasser locker auf 90 Grad. Je nachdem, was man grade braucht.

    Und die Dorfsäge läuft auch mit Wind. Oder die Nuss-Mühle für die Nüsse die man an Schönheits-Creme-Firmen verkauft. Oder die Rütteltische, damit die Kaffebohnen oder Teeblätter besser trocknen.
    Die ganzen Schiffsflotten des "Mittelalters"(halt irgendwann früher wo es viele Schiffe gab und Pirates of the Caribbean spielt) sind durch Säge-Windmühlen entstanden.

    Es muss nicht immer die Steckdose sein.
    In einigen Firmen gibts Druckluft-Geräte für alles, was man sonst mit Strom macht (Bohren, Schrauben, Akkubohrer,...). Kann man nachts mit Wind einen Druckluft-Container "aufpumpen".
    Wellen am Meer gibts auch noch. Und Ebbe und Flut. Wellen sind aber mehr und vermutlich sinniger.

  3. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: Granky 03.05.10 - 13:44

    wind und sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer nichts spart liegt uns später auf der Tasche.

    Eigentlich ist es ja im Moment bei den hiesigen Energiefirmen ja das Gegenteil der Fall: Da mehr gespart wird, werden die Preise erhöht, damit die Firmen weiter ihre großen Gewinne machen !

  4. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: MBPUser 03.05.10 - 14:11

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Statt uns ständig Gedanken darüber zu machen, wie wir um jeden Preis und
    > durch noch mehr persönlichen Verzicht noch mal 1% Strom sparen können,
    > sollten wir uns lieber mehr Gedanken darum machen, wie wir unseren Strom zu
    > 100% ökologisch und gleichzeitig günstig herstellen können. Sparen muss man

    Quatsch, genau das Gegenteil ist der Fall. Klar sollte man beides tun, aber an allererster Stelle sollte das Sparen stehen - denn nur was man nicht verbraucht, schädigt die Umwelt wirklich gar nicht. Und man kann eine ganze Menge einsparen. Die meisten Leute machen sich überhaupt gar keine Gedanken, wo sie überall einen Haufen Energie verschwenden.

    Ich behaupte mal, die durchschnittliche deutsche Familie kann mindestens die Hälfte ihres Energieverbrauchs einsparen, ohne sich irgendwie groß einschränken zu müssen. Und bei den Amis (um die gehts ja in dem Artikel) ist da im Schnitt sogar noch deutlich mehr rauszuholen.

  5. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: EcoUser 03.05.10 - 14:48

    MBPUser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich behaupte mal, die durchschnittliche deutsche Familie kann mindestens
    > die Hälfte ihres Energieverbrauchs einsparen, ohne sich irgendwie groß
    > einschränken zu müssen.
    Na das will ich sehen... was verbraucht denn am meisten Strom in einem Haushalt? Kühlschrank und Gefriertruhen/-schränke gefolgt von Wäschetrocknern, Herd, Waschmaschine. Kleinigkeiten wie Beleuchtung, TV & Co. sind ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Nicht jeder hat die Möglichkeit seine Wäsche ohne elektrischen Trockner zu trocknen, auf Kühlgeräte kann man heutzutage auch nicht mehr verzichten. Das Essen will auch irgendwie warm werden...

  6. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: Glubscher 03.05.10 - 15:08

    EcoUser schrieb:

    > Na das will ich sehen... was verbraucht denn am meisten Strom in einem Haushalt? Kühlschrank und Gefriertruhen/-schränke gefolgt von Wäschetrocknern, Herd, Waschmaschine. Kleinigkeiten wie Beleuchtung, TV & Co. sind ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Die heftigsten Stromverbraucher im Haus hat kaum jemand im Fokus: die Umwälzpumpen für Heizung (70-110 W/Std.) und Heißwasser (rd. 50 W/Std.), die den ganzen Tag lang rödeln. Der Austausch der Heizungspumpe gegen ein energiesparendes Modell (5-9 W/Std.) ist zwar nicht billig. Die 400 Euro, für die es sogar noch einen 25% Zuschuss der Kfw gibt, haben sich aber in wenigen Jahren amortisiert. Die Heißwasser-Umwälzpumpe läuft bei mir zeitgesteuert nur zu den Zeiten, wo jemand zuhause ist und üblicherweise Heißwasser zapft.

    Alleine der Austausch der Heizungspumpe und der Kühl-Gefrier-Kombi gegen ein A++-Modell im letzten Jahr bringen in meinem Fall eine Einsparung von 15% (=600 kW/H).

  7. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: MBPUser 03.05.10 - 15:17

    EcoUser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MBPUser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich behaupte mal, die durchschnittliche deutsche Familie kann mindestens
    > > die Hälfte ihres Energieverbrauchs einsparen, ohne sich irgendwie groß
    > > einschränken zu müssen.
    > Na das will ich sehen... was verbraucht denn am meisten Strom in einem
    > Haushalt? Kühlschrank und Gefriertruhen/-schränke gefolgt von
    > Wäschetrocknern, Herd, Waschmaschine. Kleinigkeiten wie Beleuchtung, TV &
    > Co. sind ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Na dann mess mal nach. Ein gut gedämmter Kühlschrank braucht sehr wenig Strom - meiner braucht weniger als ein DSL-Router mit WLAN, wenn letzterer 24/7 duchläuft. Von hochgezüchteten PCs mit großen Monitoren die schnell mal 200W erreichen rede ich mal gar nicht. Licht und Heizung sind im Haushalt ziemlich große Verbraucher und die lassen sich ohne Komforteinbussen deutlich runterschrauben (Halogen oder Energiesparlampen statt der "Glühbirne", bessere Wärmedämmung im Haus usw.

    Dann noch die leidige Diskussion mit dem Auto. Die fange ich lieber gar nicht erst an, denn wenn ich mal sage, dass man keine 10l/100km verbrauchen muss, um sich selbst von A nach B zu transportieren und für viele manche Wege sogar mit dem Rad zurückgelegt werden könnten, dann werd ich hier gleich als Alien bezeichnet, den man möglichst schnell loswerden sollte.

    > Nicht jeder hat die Möglichkeit seine Wäsche ohne elektrischen Trockner zu

    Wäsche im elektrischen Trockner ist doch auch Energieverschwendung

    > Das Essen will auch irgendwie warm werden...

    Ein bisschen Energie braucht jeder. Das Ziel ist ja kein Null-Verbrauch, aber es ist nicht so, dass ein Herd 90% des Energieverbrauchs ausmacht.

  8. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: hhhhd 03.05.10 - 16:31

    Nö kein Alien, du hast einfach völlig recht.

    - Fahrten bis 5-10km (je nach Streckenbeschaffenheit) konsequent mit dem Radl
    - Ein halbwegs sparsames Benzin-Auto fahren (Diesel ist keine Lösung, bringt nur noch mehr Probleme)
    - Einen Kühlschrank der nicht gerade 10 Jahre alt ist und nicht gerade in der Sonne steht
    - schaltbare Steckdosen
    - Energiesparlampen
    - Wäsche zum Trocknen aufhängen soweit möglich
    - Surfen wenn möglich am Schleppi und nicht an der 300W Spielemaschine
    - Nicht den halben Abend den TV nebenbei laufen lassen
    - Heizung auf 20, nicht auf 22-23 Grad stellen und bei Bedarf halt mal nicht nur barfuß, in kurzen Hosen und T-Shirt rumlaufen
    usw.

    Das würde einem schon so viel bringen, dass man auch locker seinen Strom bei Greenpeace Energy beziehen kann, ohne draufzuzahlen. So mach ich es jedenfalls und das noch vorhandene Einsparpotential liegt mittlerweile ganz woanders (Handy, DSL, ÖPNV-Tickets, Benzin, Lebensmittel, Versicherungen, Weggehen usw.).

  9. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: Bullet No. 1 03.05.10 - 16:45

    Nö kein Alien, du hast einfach völlig recht.
    >
    > - Fahrten bis 5-10km (je nach
    > Streckenbeschaffenheit) konsequent mit dem Radl
    > - Ein halbwegs sparsames Benzin-Auto fahren
    > (Diesel ist keine Lösung, bringt nur noch mehr
    > Probleme)
    > - Einen Kühlschrank der nicht gerade 10 Jahre alt
    > ist und nicht gerade in der Sonne steht
    > - schaltbare Steckdosen
    > - Energiesparlampen
    > - Wäsche zum Trocknen aufhängen soweit möglich
    > - Surfen wenn möglich am Schleppi und nicht an der
    > 300W Spielemaschine
    > - Nicht den halben Abend den TV nebenbei laufen
    > lassen
    > - Heizung auf 20, nicht auf 22-23 Grad stellen und
    > bei Bedarf halt mal nicht nur barfuß, in kurzen
    > Hosen und T-Shirt rumlaufen
    > usw.
    >
    > Das würde einem schon so viel bringen, dass man
    > auch locker seinen Strom bei Greenpeace Energy
    > beziehen kann, ohne draufzuzahlen. So mach ich es
    > jedenfalls und das noch vorhandene
    > Einsparpotential liegt mittlerweile ganz woanders
    > (Handy, DSL, ÖPNV-Tickets, Benzin, Lebensmittel,
    > Versicherungen, Weggehen usw.).

    Da erzählst du mir nichts neues, aber erschreckend, wie wenig Menschen diese simplen Schritte noch nicht begriffen haben...

  10. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: dghjgkhjk 03.05.10 - 17:18

    Oft liegt es nicht am Begreifen, sondern am Willen. Viele verzichten nicht gerne. Mit solchen Leuten kann man auch nicht diskutieren, da sie nicht nur ein anthropozentrisches, sondern auch ein "individuozentrisches" (~egozentrisches) Weltbild und eine ebensolche Lebenseinstellung haben. Da ist mit Vernunft nicht viel zu holen. Weshalb ja auch in der Politik so gerne per Kostenerhöhungen agiert wird, nach dem Motto "wer nicht handeln will, muß zahlen".

    Scheinbar kann man Irrationalität nur mit Irrationalität bekämpfen... :-)

  11. Re: Sparen um jeden Preis!

    Autor: Bullet No. 1 03.05.10 - 17:28

    Oft liegt es nicht am Begreifen, sondern am
    > Willen. Viele verzichten nicht gerne. Mit solchen
    > Leuten kann man auch nicht diskutieren, da sie
    > nicht nur ein anthropozentrisches, sondern auch
    > ein "individuozentrisches" (~egozentrisches)
    > Weltbild und eine ebensolche Lebenseinstellung
    > haben. Da ist mit Vernunft nicht viel zu holen.
    > Weshalb ja auch in der Politik so gerne per
    > Kostenerhöhungen agiert wird, nach dem Motto "wer
    > nicht handeln will, muß zahlen".
    >
    > Scheinbar kann man Irrationalität nur mit
    > Irrationalität bekämpfen... :-)

    Sieht fast so aus :-/

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