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Wozu diese vermenschlichung?

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  1. Wozu diese vermenschlichung?

    Autor: pointX 22.01.18 - 18:22

    Man stelle sich die "Persönlichkeit" bei anderen technischen Geräten vor:
    "Warum springt der schei** Rasenmäher nicht an? Schon wieder die Zündkerze verrußt bei dem alten Schrottteil?" -Rasenmäher: "Das hat meine Gefühle verletzt, ich werde mich für heute abschalten. Versuche es morgen wieder, wenn du freundlicher zu mir bist."

    Ich stelle mir die Frage, warum die Blechbüchse überhaupt eine "Persönlichkeit" haben sollte. Für die Anwendungsfälle, die ich mir gerade so denken kann ("Wie wird das Wetter, schalte das Licht an, Stelle den Wecker, Rezepte, Filmempfehlung...") braucht es keine "Persönlichkeit".

    Warum gibt man diesen technischen Assistenten überhaupt eine "Persönlichkeit"? Wird das Produkt lieber genutzt, wenn es sich "menschlicher" ausgibt? Oder wozu diese vermenschlichung? Das gleiche bei diesen humanoiden Robotern - ein Roboter mit Greifarmen kann die gleichen Aufgaben auch erfüllen, ohne dass er einen Kopf mit 2 Augen darauf hat, nur um so auszusehen wie ein Mensch.

    Warum das Ding (der Lautsprecher ist ein es!) auf irgendwelche sexuellen Anspielungen überhaupt eine Antwort geben sollte, ist mir rätselhaft. Darauf würde ich höchstens einen "Error-Fehlerton" oder ein "das habe ich nicht verstanden / das kann ich nicht verarbeiten / darauf habe ich keine Antwort" erwarten, wie bei allen anderen Dingen eben auch, die das Ding nicht beantworten kann.

    Bei einem schlichten "Error-Ton" würde niemand erst auf die Idee kommen, so etwas dummes überhaupt zu fragen - bei einem "Ding" sind soche Fragen einfach uninteressant.
    Wenn man dem "Ding" jetzt aber eine Persönlichkeit gibt, dann werden solche Fragen überhaupt erst interessant. Und wenn sich das Ding dann noch auf eine Diskussion einlässt oder einem widerspricht, dann wird es nur noch interessanter, die Grenzen weiter auszutesten.

    Meine These ist deshalb eher, dass man mit diesem krampfhaften Versuch mehr kaputt macht, und dass diese vermenschlichung nur negative Folgen für den Umgang mit echten Menschen hervorrufen wird. Wenn wir uns daran gewöhnen, mit Dingen so umzugehen wie mit Menschen, dann werden wir auch automatisch (kausal verknüpft) mit Menschen öfter so umgehen, wie mit Dingen.

    Abgesehen davon werfen diese "vorgegebenen" Antworten die Frage auf, wie diese Assistenten überhaupt funktionieren. So wie es sich anhört, ist das ganze wohl doch eher keine schlaue KI, die über irgendwelche Algorithmen versucht Antworten auf komplexe Fragen aus mehreren Datenquellen zu finden und eine Zusammenfassung zu präsentieren. Diese Gedankenleistung übernehmen wohl weiter Menschen, und das Ding sucht nur aus einer Vielzahl von vorgegebenen "erlaubten Antworten" die passende heraus?

    Wenn das so ist, dann sind die Antworten natürlich nicht mehr objektiv, sondern mit einem Bias versehen, den die Mitarbeiter in die Antworten einkippen. Was solch ein Bias mit einer Quelle macht, sieht man ja bei der Wikipedia, die bei sehr vielen Themen (vor allem außerhalb des MINT-Bereiches) nicht als objektiv angesehen werden kann.

    Wenn das Ding nicht mehr Objektiv antwortet, und bei kontroversen Themen einfach die Thesen von der Gruppe als Antwort gibt, die vorher eine Petition gemacht hat / am lautesten auf Twitter herumschreit, dann ist das potentiell problematisch. Aber das merken die Befürworter natürlich erst, wenn es plötzlich mal ein Thema gibt, bei dem ihrer Meinung nicht zugestimmt wird, und sich der Lautsprecher gegen sie stellt.

  2. Re: Wozu diese vermenschlichung?

    Autor: Niaxa 23.01.18 - 12:59

    Eine Vermenschlichung bei Objekten, mit denen der Mensch komuniziert und das ganze ohne Befehlston, ist in diesem Thema sogar angebracht. Ich komme mir dumm vor, wenn ich mit einer Maschine spreche, die auch wie eine antwortet und sich wie eine verhällt. Ich nehme die Technik eher hin, wenn diese vermenschlicht wirkt und ich aus meiner alltäglichen Konversationsart nicht herausgerissen werde.

    Dadurch gebe ich der Maschine noch lange keine eigene Persönlichkeit.

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