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willkommen in der vergangenheit
Autor: bluber 19.02.10 - 14:28
von git, mercurial und co haben die noch nichts gehört oder? also ich würde mir svn nicht mehr antun wollen, stichwort: merge
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Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: Slarko 19.02.10 - 14:35
Merges sind mit 1.6 gefixt wurden. Und schau mal auf die KDE-SCM-Mailingliste. Die wollten auch auf DSCM umsteigen, aber machen langsam einen auf Rueckzug und bleiben vielleicht erstmal bei SVN. Falls git irgendwann narrow-Clones unterstuetzt oder die KDE-Leute von Submodules ueberzeugt worden, dann koennte sich das vielleicht wieder aendern.
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Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: bash 19.02.10 - 14:57
Deshalb ist es jetzt ja auch bei der Apache Foundation, dem Altenteil für Software auf dem Weg in den Ruhestand.
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Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: bash 19.02.10 - 15:03
Das wird wohl nie passieren, denn GIT interessiert sich nicht die Bohne für Dateien oder Verzeichnisse, sondern nur für Inhalte.
Mal abgesehen davon sind narrow-clones auch meistens Unsinn, da es wie gesagt sowas wie Modularität und Libraries gibt.
Wer aus solchen Gründen nicht von SVN weg kommt, der sollte sich starke Gedanken über seine Projektstruktur machen (oder im Fall von KDE über das ganze Projekt).
Mal abgesehen davon ist das Auschecken aus einem SVN Repo häufig sogar langsamer als das clonen einen ganzen GIT Repos inkl. History. -
Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: dampfhammer 19.02.10 - 16:20
wir haben erst vor ca. 3-4 jahren von cvs zu svn gewechselt. davor gab es gar kein system und alle geänderten dateien (auch bei größeren projekten) wurden abends von einem mitarbeiter manuell gemerged. jeden tag. cvs hatte öfter mal nervige konflikte. bei svn hält sich das zumeist in grenzen. svn funktioniert super und ich wüsste nicht warum wir zu was anderem wechseln sollten.
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Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: nepumuk 19.02.10 - 16:33
Git ist geschaffen worden, weil Linus Torvalds ein neues SCM System für den Linux Kernel wollte, und die vorhanden Alternativen Schwächen hatten bzw. lizenzbehaftet waren.
Das ist im ohne Zweifel gut gelungen, und ich bin sicher, dass sich große Projekte mit vielen Branches besser abbilden lassen, als mit SVN.
Aber auch Subversion hat seine Berechtigung. Ich arbeite seit Jahren damit und habe nicht, aber auch garnichts an Subversion auszusetzen.
Ich habe mir zwar schon ein paar Mal ein Repository oder eine Working Copy zerschossen, konnte das aber immer wieder gerade biegen. Und ehrlich gesagt, waren das in 99% der Fälle Bedienfehler, die ich jetzt nicht mehr mache.
Ich habe manchmal das Gefühl, das Projekte auf Git wechseln, weil das gerade "In" ist, obwohl sich das Projekt zu 100% mit SVN abbilden lässt. -
Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: iilol 19.02.10 - 17:42
Zudem man mit Git keine einzelne Verzeichnisse "auschecken" kann. Was SVN je nach Bedarf/ Nutzart wieder schneller macht.
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Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: mb. 19.02.10 - 17:45
Was einfach daran liegt, dass es bei git keine "Verzeichnisse" gibt.
Wüsste man aber, wenn man sich damit beschäftigt hätte. -
Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: Slarko 19.02.10 - 18:28
Es gibt keine Verzeichnisse? Junge, beschaeftige du dich mal mit git. In git gibt es als Objekte genau vier Typen: tree, blob, tag und commit. Und jetzt rate mal was ein tree ist... genau ein Verzeichnis mit Dateien und Verweisen auf die naechsten Trees aka Unterverzeichnisse.
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Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: Slarko 19.02.10 - 21:54
Und nebenbei. Diese Modularitaet ist der Grund wieso Gnome aus Slackware geflogen ist.
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Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: default 19.02.10 - 22:25
narrow clones? git hat shallow clones, reicht dir das nicht?
Was genau ist an merges in Subversion 1.6 gefixt? Ich finde das noch immer umständlich. -
Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: Two 20.02.10 - 09:00
Benutzen MUSS Git keiner, SVN tut es in vielen Fällen sicher auch. Aber wenn man mal ein Projekt mit Git gemacht hat und sich vorher zumindest so weit damit beschäftigt hat, dass man die Vorteile verstanden hat, dann fragt man sich danach, warum man sich eigentlich jemals mit SVN gequält hat.
Und gerade in der IT sollte man sich mindestens 1x im Jahr Gedanken über seine Tools machen, und ob nicht inzwischen was besseres auf dem Markt ist. -
Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: Slarko 20.02.10 - 11:36
was ist an svn merge umstaendlich? Jedenfalls nach 1.6. Klar war es vor 1.6 zwecks fehlendem Merge-Tracking ein graus, aber dafuer gibt es ja jetzt die Metadaten.
Und shallow clones sind clones von spezifischen Revisionen (also statt alle commits zu haben, hat man nur einen Teil). Narrow clones haben alle Metadaten und nur die blobs von spezifischen Verzeichnissen und/oder Commits. Mit Narrow clones kann man ohne Probleme commiten und pushen als auch pullen. Das fetchen ist aber deutlich komplizierter, da man moeglicherweise noetige blobs erst ermitteln muss. Man kann nun auch nicht mehr alles auschecken wie es beliebt, da man ja vielleicht fuer einen spezifische Commit keine blobs hat. Also kann man auch nicht beliebig mergen bzw. gehen auch spezifische Merge-Strategien nicht. Man muss also irgendwie ermoeglichen noch noetige blobs nachzuladen. -
1x im Jahr die Tools umstellen?
Autor: Pellkartoffel 20.02.10 - 13:03
Sicher kann man sich 1x im Jahr Gedanken über seine Tools machen. Aber ein Unternehmen welches 1x im Jahr seine Tools umstellt, wird sich mit nichts anderem mehr beschäftigen.
Das können gerne Frickler machen, die glauben, sie seien dann besonders hipp. Wer allen Trends nachlaufen muß, der ist noch weit davon entfernt, eine erfahrene Kraft zu sein.
Ob es sich wirklich lohnt, SVN aufzugeben, wird sich erst in einigen Jahren beweisen. Dann gibt es vielleicht schon den nächsten Hype. Alleine, die vielen Alternativen die Blubber auzählt, lassen doch erahnen, wie kurzlebig viele davon sein werden.
Ein gutes Team braucht nicht ständig neue Tools, sondern einen etablierten Standard mit dem alle gut arbeiten können. Lieber ein CVS, das alle beherrschen als ständig igendein neuer Shit, den alle erst wieder erlernen müssen.
Wer SVN bereits für Vergangenheit hält, der ist selbst noch nicht aus den Windeln. -
Re: willkommen in der vergangenheit
Autor: default 21.02.10 - 00:22
Slarko schrieb:
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> was ist an svn merge umstaendlich? Jedenfalls nach 1.6. Klar war es vor 1.6
> zwecks fehlendem Merge-Tracking ein graus, aber dafuer gibt es ja jetzt die
> Metadaten.
>
Also das gibt es schon seit 1.5, aber prinzipiell läuft ja noch alles genau so wie vorher auch. D.h., wenn man nicht jeden Commit einzeln merged, dann werden alle gemergten Commits in einem Merge-Commit zusammengefasst. Das finde ich meist nicht optimal. Und mergeinfo-Metadaten hat mir Subversion auch schon einmal einfach so zerhauen...
Am meisten stört mich aber der IMO recht umständliche Workflow.
> Und shallow clones sind clones von spezifischen Revisionen (also statt alle
> commits zu haben, hat man nur einen Teil). Narrow clones haben alle
> Metadaten und nur die blobs von spezifischen Verzeichnissen und/oder
> Commits.
Hm, interessant.



