Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Applikationen
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Text-App mit Markdown-Editor…

Verstehe das nicht

Anzeige
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Verstehe das nicht

    Autor: SjeldneJordartar 11.08.17 - 07:33

    Ich meine die Software hat einen sehr beschränkten Funktionsumfang. Zudem hat sich in den letzten Versionen nicht viel getan.

    Ich würde verstehen, falls man für Versionssprünge mit neuen Features zahlen müsste. Und für Besitzer der vorherigen Version eine Vergünstigung.

    Aber einfach so jeden Monat zahlen hat für mich keinen mehrwert. Da benutze ich lieber Quiver

  2. Re: Verstehe das nicht

    Autor: sp1derclaw 11.08.17 - 07:45

    Zustimmung! Aus Entwicklersicht sind Abo-Modelle nachvollziehbar, aber aus Nutzersicht ist das eine Plage. Wenn jetzt jede simple App 5¤ im Monat kosten soll, ist man schnell bei einem enorm hohen Betrag, den sich viele nicht leisten können oder wollen.

    Und man muss auch mal bedenken, dass die Preise für die Apps im Vergleich zu einem Microsoft Office oder zum Adobe-Paket viel zu hoch sind. Ein Office 365 Home bekommt man für 60-70¤ pro Jahr und da ist der Leistungsumfang deutlich höher.

  3. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Kleba 11.08.17 - 07:59

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zustimmung! Aus Entwicklersicht sind Abo-Modelle nachvollziehbar, aber aus
    > Nutzersicht ist das eine Plage. Wenn jetzt jede simple App 5¤ im Monat
    > kosten soll, ist man schnell bei einem enorm hohen Betrag, den sich viele
    > nicht leisten können oder wollen.
    >
    > Und man muss auch mal bedenken, dass die Preise für die Apps im Vergleich
    > zu einem Microsoft Office oder zum Adobe-Paket viel zu hoch sind. Ein
    > Office 365 Home bekommt man für 60-70¤ pro Jahr und da ist der
    > Leistungsumfang deutlich höher.

    Sehe ich ähnlich. Bei Office, Adobe und ähnlichem kann ich es halbwegs verstehen: das sind Anwendungen die vorher mehrere Hundert oder Tausend Euro gekostet haben - da ist es auch für viele Anwender besser/leichter so ein Abo abzuschließen. Aber bei Apps die mal 40 - 50 EUR kosteten ein 5 EUR Abo zu fordern finde ich auch übertrieben.

  4. Re: Verstehe das nicht

    Autor: kellemann 11.08.17 - 08:03

    sp1derclaw schrieb:
    ----------------------------------------------------------------------------
    > Und man muss auch mal bedenken, dass die Preise für die Apps im Vergleich
    > zu einem Microsoft Office oder zum Adobe-Paket viel zu hoch sind. Ein
    > Office 365 Home bekommt man für 60-70¤ pro Jahr und da ist der
    > Leistungsumfang deutlich höher.

    Deutlich höher ist ja noch untertrieben, in Office 365 home ist ja auch schon Outlook enthalten. Wenn man bedenkt das das alleine schon mehrere hundert Euro kostet, empfinde ich das Office Abo mittlerweile sehr günstig. Vor allem wenn es dann solche Beispiele wie dieses gibt.

  5. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Oktavian 11.08.17 - 08:21

    > Zustimmung! Aus Entwicklersicht sind Abo-Modelle nachvollziehbar, aber aus
    > Nutzersicht ist das eine Plage. Wenn jetzt jede simple App 5¤ im Monat
    > kosten soll, ist man schnell bei einem enorm hohen Betrag, den sich viele
    > nicht leisten können oder wollen.

    Es ist dann nachvollziehbar, wenn entweder der Funktionsumfang konsequent und sinnvoll weiterentwickelt wird, oder wenn es eine Anwendung ist, bei der der Entwickler fortwährend Serverleistung bereitstellt. Die bloße Fehlerbehebung ist eine Selbstverständlichkeit und mit der ersten Zahlung schon abgegolten.

    Auch über den Betrag muss man natürlich diskutieren. Eine solche regelmäßige Zahlung von 40 EUR für einen bloßen Editor ist albern. Wie du schon schrubest, das steht in keinem Verhältnis zum Funktionsumfang, und wenn da noch mehr Mini-Apps auf die Idee kämen, arbeite ich ja irgendwann für nichts anderes mehr.

    Bei professionellen Anwendungen hat sich ein Preis von ca. 20% des Neupreises etabliert, darüber könnte man diskutieren.

    > Und man muss auch mal bedenken, dass die Preise für die Apps im Vergleich
    > zu einem Microsoft Office oder zum Adobe-Paket viel zu hoch sind. Ein
    > Office 365 Home bekommt man für 60-70¤ pro Jahr und da ist der
    > Leistungsumfang deutlich höher.

    Genau, zudem hat man bei Office 365 tatsächlich die ständige Weiterentwicklung. Dazu kommt noch Server-Leistung (1TB Speicher, Webanwendungen, etc.). Und in einer etwas teureren Variante die Möglichkeit, das Abo mit 4 weiteren Personen zu teilen.

    Man sieht, die Angebote stehen irgendwie in keinem sinnvollen Verhältnis.

  6. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Mithrandir 11.08.17 - 09:14

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei professionellen Anwendungen hat sich ein Preis von ca. 20% des
    > Neupreises etabliert, darüber könnte man diskutieren.

    Bei professionellen Anwendungen zahle ich aber auch keine 40¤, sondern 100¤ oder 1000¤ (oder mehr) für die erste Version.

    Der Entwickler der App sitzt in Deutschland, zahlt (vermutlich) deutsche Gehälter und Abgaben (und keine Dumping-Löhne in Osteuropa oder Asien).

    Der mobile Markt ist kaputt - bedanken können wir uns dafür bei Apple, wo man der Meinung war, eine App sollte einmalig zwischen 1 und 3 US-$ kosten. Davon kann kein Unternehmen überleben. Die Menschen haben sich aber daran gewöhnt - dass es wenig aufwendiger ist, eine App statt einer Desktopanwendung zu entwicklen, ist ein hartnäckiges Gerücht. Überraschung: Es ist genau so aufwendig.

    Das Abo-Modell wird hoffentlich dazu beitragen, dass der Markt bereinigt wird. Das wird vielen Unternehmen das Genick brechen, und damit auch für viel Geheule sorgen - aber ich habe lieber 5 Apps eines Typs im Appstore, mit dem Wissen, dass die Entwickler der App sich gut um das Programm kümmern, statt 500 Apps desselben Typs, von denen jeder Entwickler ums Überleben kämpft.

    Dürfte wiederum Apple und Google nicht gefallen, da du dann natürlich keine 12345678 Apps in deinem Store hast, sondern vielleicht nur 123456.

  7. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Mithrandir 11.08.17 - 09:19

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und man muss auch mal bedenken, dass die Preise für die Apps im Vergleich
    > zu einem Microsoft Office oder zum Adobe-Paket viel zu hoch sind. Ein
    > Office 365 Home bekommt man für 60-70¤ pro Jahr und da ist der
    > Leistungsumfang deutlich höher.

    Dann sollte man als User entscheiden, und so zur Marktbereinigung beitragen. Von einmalig 1¤ - 3¤ pro App kann kein Entwickler in einer Industrienation leben.

    Dem eigentlichen Modell ist nichts vorzuwerfen - wie ich an andere Stelle bereits schrieb, sollten wir uns davon verabschieden, dass Apps nur Preise im einstelligen Bereich verlangen dürfen. Das Entwickeln von Apps ist nicht weniger komplex als die Entwicklung von Desktop-Anwendungen.

  8. Re: Verstehe das nicht

    Autor: MrAnderson 11.08.17 - 09:38

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich ähnlich. Bei Office, Adobe und ähnlichem kann ich es halbwegs
    > verstehen: das sind Anwendungen die vorher mehrere Hundert oder Tausend
    > Euro gekostet haben - da ist es auch für viele Anwender besser/leichter so
    > ein Abo abzuschließen. Aber bei Apps die mal 40 - 50 EUR kosteten ein 5 EUR
    > Abo zu fordern finde ich auch übertrieben.

    Nein ... im Fall der Adobe Creativ Cloud wäre das hier ein Kostensteigerung von über 150% wenn man die früheren Update-Zyklen (jede 2. Version) zur Grundlage nimmt. Jetzt bekommen sie halt gar nichts mehr und wir arbeiten mit der CS 5 weiter.

  9. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Oktavian 11.08.17 - 09:56

    > Der Entwickler der App sitzt in Deutschland, zahlt (vermutlich) deutsche
    > Gehälter und Abgaben (und keine Dumping-Löhne in Osteuropa oder Asien).

    Niemand hat ihn gezwungen, Apps zu entwickeln. Der Markt ist ja nicht irgendwann den Bach runter gegangen, er war nie besonders margenstark. Und es ist irgendwie auch wenig verwunderlich, dass ein Kunde verärgert ist, wenn er für eine App einmalig 30 EUR bezahlt hat (was schon ein ungewöhnlich hoher Preis ist), und in Zukunft jedes Jahr 40 bezahlen soll.

    > Der mobile Markt ist kaputt

    er war nie anders

    > - bedanken können wir uns dafür bei Apple, wo
    > man der Meinung war, eine App sollte einmalig zwischen 1 und 3 US-$ kosten.

    Bedanken können wir uns bei Apple, dass er überhaupt existiert. Ich bin wahrlich kein Apple-Fan, hab nicht mal ein Gerät von denen, aber das war eine echte Leistung, einen völlig neuen Markt zu eröffnen. Vorher gab es zwar auch schon installierbare Programme (auch gegen Geld) für mobile Geräte (meinst unter Windows CE), aber die Einfachheit, Programme dafür zu entwickeln und zu vertreiben ist schon grandios.

    > Davon kann kein Unternehmen überleben.

    Oh, das sehen manche grundlegend anders. Es gibt erfolgreiche Unternehmen.

    > Die Menschen haben sich aber daran
    > gewöhnt - dass es wenig aufwendiger ist, eine App statt einer
    > Desktopanwendung zu entwicklen, ist ein hartnäckiges Gerücht. Überraschung:
    > Es ist genau so aufwendig.

    Das kommt nun sehr auf die Anwendung an.

    Viele gute Anwendungen für Desktops kosten genauso viel wie Apps, nämlich nichts. Viele andere kosten ein Taschengeld (einmalig, nicht monatlich). Und ein paar wenige sind teuer.

    Ich habe gerade mal meine Desktop-Anwendungen durchgesehen (ich benutze aus Prinzip keine Raubkopien). Das meiste ist kostenloser Kleinkram. Für einiges habe ich auch gerne mal gespendet. Gemietet habe ich MS-Office. Gekauft eine Reihe von Spielen. Diese sind aber tatsächlich deutlich aufwändiger als entsprechende Mobile-Games.

    > Das Abo-Modell wird hoffentlich dazu beitragen, dass der Markt bereinigt
    > wird.

    Ich verstehe die Anspruchshaltung nicht. Wer einmalig ein gutes Produkt liefert, bekommt einmalig Geld dafür. Wer dauerhaft immer wieder gute und immer bessere Produkte liefert, bekommt immer wieder Geld dafür. Nur weil IKEA mir einen tollen Schreibtisch verkauft hat, bezahle ich denen jetzt nicht monatlich Geld dafür.

    Eine App ohne nennenswerte Updates und ohne Backend-Leistung ist genauso ein einmaliges Produkt. Und der Preis von 30 EUR ist in meinen Augen sehr angemessen. Ich würde auch nicht einsehen, wofür ich monatlich etwas bezahlen sollte.

    > Das wird vielen Unternehmen das Genick brechen, und damit auch für
    > viel Geheule sorgen - aber ich habe lieber 5 Apps eines Typs im Appstore,
    > mit dem Wissen, dass die Entwickler der App sich gut um das Programm
    > kümmern, statt 500 Apps desselben Typs, von denen jeder Entwickler ums
    > Überleben kämpft.

    Das wird wohl so sein. Ich denke, dass ein paar Abo-Systeme funktionieren werden, eben die, die ihre Produkte sinnvoll weiterentwickeln und fortwährend Leistung liefern. Aber ich kann mir schwerlich vorstellen, dass sich Abo-Modelle für Simpel-Apps durchsetzen.

    > Dürfte wiederum Apple und Google nicht gefallen, da du dann natürlich keine
    > 12345678 Apps in deinem Store hast, sondern vielleicht nur 123456.

    Das dürfte denen weitgehend egal sein oder sie eher noch freuen. Solange die Umsätze stabil bleiben, ist das sogar von Vorteil. Die Qualität steigt ggf, und bei Apple sinken die Kosten für den Review.

  10. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Oktavian 11.08.17 - 09:59

    > Dann sollte man als User entscheiden, und so zur Marktbereinigung
    > beitragen. Von einmalig 1¤ - 3¤ pro App kann kein Entwickler in einer
    > Industrienation leben.

    Die fragliche App kostete 30 EUR. Das ist schon ein stolzer Preis. Die App (ich kenne sie nicht) wurde als sehr beliebt beschreiben. Somit sollten sich da schon nennenswerte Einnahmen ergeben haben.

    > Dem eigentlichen Modell ist nichts vorzuwerfen

    Nein, aber auch dem Kunden nicht, wenn er nicht darauf eingeht, und das genau zur gewünschten Marktbereinigung führt.

  11. Re: Verstehe das nicht

    Autor: iKnow23 11.08.17 - 10:00

    Naja... die App hat in diesem Fall über 20¤ gekostet. Und da würde ich mich schon verarscht vorkommen.

  12. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Spaghetticode 11.08.17 - 11:19

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die bloße Fehlerbehebung ist eine Selbstverständlichkeit und mit der
    > ersten Zahlung schon abgegolten.

    Aus Anwendersicht ist das verständlich. In der Praxis sieht es aber in der Regel anders aus: Die Fehlerbehebung erfolgt nicht in allen betroffenen Versionen, sondern nur in den neueren Versionen. Wer eine ältere Version hat und nicht für die neueste Version erneut zahlen möchte, geht leer aus. Aus Entwicklersicht ist das verständlich: Man hat mit den alten Versionen Aufwand und Kosten, ohne, dass man von deren Benutzern noch Geld bekommt.

    Allerdings ist das nicht nur bei Software so, sondern in allen Bereichen: Wenn Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher oder Auto wegen eines Produkt- oder Produktionsfehlers nach der Garantie- und Gewährleistungszeit kaputtgehen, hat man auch Pech gehabt.

  13. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Oktavian 11.08.17 - 11:37

    > Aus Anwendersicht ist das verständlich. In der Praxis sieht es aber in der
    > Regel anders aus: Die Fehlerbehebung erfolgt nicht in allen betroffenen
    > Versionen, sondern nur in den neueren Versionen. Wer eine ältere Version
    > hat und nicht für die neueste Version erneut zahlen möchte, geht leer aus.

    Zumindest für zwei Jahre verlange ich als Anwender eine kostenlose Behebung aller Fehler in der Version, die ich bezahlt habe. Das ist nicht die Anwendersicht, das ist die juristische Sicht.

    > Aus Entwicklersicht ist das verständlich: Man hat mit den alten Versionen
    > Aufwand und Kosten, ohne, dass man von deren Benutzern noch Geld bekommt.

    Dafür bildet man Rückstellungen, oder investiert in eine sinnvolle Qualitätssicherung. Im Gegensatz zu materiellen Gütern ist der Entwickler ja in einer äußerst komfortablen Lage, die Fehlerbehebung im Felde kostet ihn nichts.

    > Allerdings ist das nicht nur bei Software so, sondern in allen Bereichen:
    > Wenn Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher oder Auto wegen eines Produkt-
    > oder Produktionsfehlers nach der Garantie- und Gewährleistungszeit
    > kaputtgehen, hat man auch Pech gehabt.

    Richtig, die beträgt aber zwei Jahre, und genau das verlange ich auch von Anwendungen. Alles danach ist Good Will, aber zumindest das mit geleistet werden.

  14. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Kleba 11.08.17 - 11:48

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein ... im Fall der Adobe Creativ Cloud wäre das hier ein Kostensteigerung
    > von über 150% wenn man die früheren Update-Zyklen (jede 2. Version) zur
    > Grundlage nimmt.

    Ist das so? Ich kenne mich jetzt mit dem Angebot von Adobe nicht so gut aus, aber lt. diesem Beitrag hat die CS5 "Master Collection" damals 3.099 EUR netto gekostet. Lt. Wikipedia kamen die jeweiligen Major-Releases etwa im 1,5 Jahre-Rhythmus. Wenn wir also nur jede 2. Version nehmen, ist eine Version 3 Jahre im Einsatz. Das Abo kostet 59,49 EUR/Monat (im Jahresabo), das entspricht 2.141 EUR für 3 Jahre. Ist es damit nicht günstiger als vorher - insbesondere wenn man jede neue Version mit genommen hat? Selbst wenn man nur jede 3. Version nimmt (54 Monate) kommt man mit Abo "nur" auf 3.212 EUR (also immer noch weniger als die Master Collection inkl. MwSt., da obiges netto Preise waren).

    Oder übersehe ich hier etwas?

    LG
    Kleba

  15. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Spaghetticode 11.08.17 - 12:14

    Mithrandir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann sollte man als User entscheiden, und so zur Marktbereinigung
    > beitragen. Von einmalig 1¤ - 3¤ pro App kann kein Entwickler in einer
    > Industrienation leben.

    Es kommt drauf an: Wenn der Funktionsumfang nur gering ist (und man noch andere Standbeine hat) oder die App sehr häufig verkauft wird, dann kann man schon davon leben.

    Andererseits kostet auch nicht jede App 1-3 ¤: Speziellere Apps sind da schon teurer. Da kostet die Backup-App 6,50 ¤, die Radio-App 13 ¤ und die Navi-App 60 ¤.

    Mit höheren Preisen sinkt aber auch die Kaufbereitschaft der Nutzer. Mit 3 ¤ wird man mehr Leute zum Kauf überzeugen können als mit 50 ¤, zumal ich für 50 ¤ eine deutlich höhere Funktionalität, Qualität und Support erwarte als für 3 ¤.

  16. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Spaghetticode 11.08.17 - 12:31

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumindest für zwei Jahre verlange ich als Anwender eine kostenlose Behebung
    > aller Fehler in der Version, die ich bezahlt habe. Das ist nicht die
    > Anwendersicht, das ist die juristische Sicht.

    Zwei Jahre Updates kriegst du bei den allermeisten Softwareprodukten. Ich als Anwender kaufe allerdings nach zwei Jahren nicht automatisch eine neuere Version, wenn ich sie gar nicht brauche. Da nutze ich dann die ältere Version weiter. Ich ärgere mich aber nicht nur bei der 1 Jahr alten Software über angetroffene Softwarefehler, ich würde mich auch bei einer 12 Jahre alten Software darüber ärgern.

  17. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Avalanche 11.08.17 - 12:46

    Vorneweg: Ich nutze das Produkt nicht, habe mit der Firma nichts zu tun. Ich bin "vom Fach", privat aber kein Fan von Abomodellen.

    > Es ist dann nachvollziehbar, wenn entweder der Funktionsumfang konsequent
    > und sinnvoll weiterentwickelt wird, oder wenn es eine Anwendung ist, bei
    > der der Entwickler fortwährend Serverleistung bereitstellt. Die bloße
    > Fehlerbehebung ist eine Selbstverständlichkeit und mit der ersten Zahlung
    > schon abgegolten.

    Ich verstehe, dass Du das gerne so hättest. Aber warum sollte das so sein? Das Unternehmen muss mit den eingesetzten Ressourcen (Zeit für die Entwicklung- und Test oder auch die Unterstützungs der Kunden) Geld verdienen um zu überleben. Warum sollte es also einen Unterschied machen, ob ein Entwickler drei Zeilen Code schreibt, die eine neue Funktionalität möglich machen oder ob diese das ein bestehendes (fehlerhaftes) Verhalten abändert? Als Kunde bekommst Du doch in beiden Fällen eine Verbesserung.

    > Auch über den Betrag muss man natürlich diskutieren. Eine solche
    > regelmäßige Zahlung von 40 EUR für einen bloßen Editor ist albern. Wie du
    > schon schrubest, das steht in keinem Verhältnis zum Funktionsumfang, und
    > wenn da noch mehr Mini-Apps auf die Idee kämen, arbeite ich ja irgendwann
    > für nichts anderes mehr.
    ...
    > Man sieht, die Angebote stehen irgendwie in keinem sinnvollen Verhältnis.

    Ich finde diese Vergleiche mit Office immer total unsinnig. NATÜRLICH hat Office einen wesentlich größeren Funktionsumfang, so dass das Verhältnis „Preis pro Feature“ deutlich besser ist. Es hat aber auch WESENTLICH mehr Kunden, auf die der zugehörige Entwicklungsaufwand umgelegt werden kann. Je spezieller ein Software, um so kleiner die Nutzergruppe. Hinzu kommt, dass man bei komplexen Features überproportional mehr Supportaufwand hat. Wenn man als Hersteller nun eine Software für eine Nische anbieten will, muss man einfach entsprechende Preise nehmen.

    Das Abo-Modell hat den Vorteil, dass man sich auch auf „kleinere“ Features und Bugfixes konzentrieren kann und nicht immer nur darauf schielen muss, wie man damit Nutzer zu einem Upgrade bewegt oder neue Benutzer gewinnen kann (gut, ausgenommen ist hier Adobe, die machen wohl grundsätzlich keine Fixes).

    Es stellt sich für Dich einfach die Frage: brauchst Du sie oder brauchst Du sie nicht?

  18. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Oktavian 11.08.17 - 14:17

    > > Die bloße
    > > Fehlerbehebung ist eine Selbstverständlichkeit und mit der ersten
    > Zahlung
    > > schon abgegolten.
    >
    > Ich verstehe, dass Du das gerne so hättest. Aber warum sollte das so sein?

    Weil das so im Gesetz steht. BGB §434 Sachmängelhaftung. Die gilt natürlich auch für immaterielle Güter.

    > Das Unternehmen muss mit den eingesetzten Ressourcen (Zeit für die
    > Entwicklung- und Test oder auch die Unterstützungs der Kunden) Geld
    > verdienen um zu überleben. Warum sollte es also einen Unterschied machen,
    > ob ein Entwickler drei Zeilen Code schreibt, die eine neue Funktionalität
    > möglich machen oder ob diese das ein bestehendes (fehlerhaftes) Verhalten
    > abändert? Als Kunde bekommst Du doch in beiden Fällen eine Verbesserung.

    Machen wir mal eine Analogie, mal nicht mit Autos: Du hast einen Küchenmixer gekauft. Nach ein paar Wochen fleißigen mixens wird der Motor immer langsamer und mixt irgendwann kaum noch. Es liegt offensichtlich ein Mangel vor, ein Fehler auf Seiten des Herstellers. Der Hersteller möchte nun von Dir 50 EUR haben, um das wieder in Ordnung zu bringen. Alternativ kannst Du gerne auch monatlich 5 EUR Mixerwartung bezahlen. Klingt komisch, oder?

    Wenn das Programm einen Fehler hat, habe ich einen gesetzlichen Anspruch, dass der behoben wird. Wenn der Hersteller ein neues Feature einbaut, kann er selbstverständlich dafür Geld verlangen.

    > Ich finde diese Vergleiche mit Office immer total unsinnig. NATÜRLICH hat
    > Office einen wesentlich größeren Funktionsumfang, so dass das Verhältnis
    > „Preis pro Feature“ deutlich besser ist. Es hat aber auch
    > WESENTLICH mehr Kunden, auf die der zugehörige Entwicklungsaufwand umgelegt
    > werden kann. Je spezieller ein Software, um so kleiner die Nutzergruppe.

    Natürlich, daraus erwächst aber nicht automatisch das Recht auf einen nicht mehr sinnvoll hohen Preis. Wie gesagt, Marktwirtschaft, verlangen kann der Hersteller den Preis ja. Er darf sich nur nicht wundern, dass die Nutzergrupper dabei nochmal deutlich kleiner wird.

    > Das Abo-Modell hat den Vorteil, dass man sich auch auf
    > „kleinere“ Features und Bugfixes konzentrieren kann und nicht
    > immer nur darauf schielen muss, wie man damit Nutzer zu einem Upgrade
    > bewegt oder neue Benutzer gewinnen kann (gut, ausgenommen ist hier Adobe,
    > die machen wohl grundsätzlich keine Fixes).

    Klingt für mich nach bequemer Hängematte. Und wie gesagt, für zwei Jahre hat er Kunde einen Anspruch auf Fehlerbehebung. Falls der Hersteller in hinreichender Frequenz gute Features nachschiebt, ist ein Abo bestimmt verargumentierbar, oder aber wenn eine sinnvolle Leistung im Backend erbracht wird. Bei so einem Modell und diesem absurden Preis wird es der Hersteller aber wohl eher schwer haben.

  19. Re: Verstehe das nicht

    Autor: Oktavian 11.08.17 - 14:19

    > Mit höheren Preisen sinkt aber auch die Kaufbereitschaft der Nutzer.

    Das nennt man Markttheorie. Aus Angebot und Nachfrage bildet sich ein Preis. Und?

  20. Re: Verstehe das nicht

    Autor: /mecki78 11.08.17 - 17:09

    Wenn dir ein Obsthändler eine Banane verkauft, dann ist das ein einmaliger Geschäftsvorgang. Er bekommt Geld, du die Banane und ihr geht getrennte Wege. Das Geschäftsmodell funktioniert, weil

    …der Obsthändler kein Bugfix Release heraus bringen muss, weil deine Banane unter eine zerdrückte Stelle hat.

    …er kein Feature Release heraus bringen muss, da du lieber ein etwas helleres Fruchtfleisch hättest.

    …er keinen Support anbieten musst, falls du es irgendwie nicht schaffst die Banane aus ihrer Schale zu bekommen.

    …er keine Webseite mit laufenden Kosten am Leben halten muss, wo du dich über den Entwicklungsstand von Banane 2.0 informieren kannst und wo irgendwer auch die Beiträge schreiben muss.

    …er nicht alle 6 Monate ein neues Obst erfinden muss, damit du wieder mal vorbei kommst und was kaufst, da du die Banane essen wirst und bereits morgen eine neue kaufen musst, wenn du wieder eine willst.

    /Mecki

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. DIEBOLD NIXDORF, Paderborn
  2. Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Berlin
  3. Daimler AG, Stuttgart
  4. Robert Bosch GmbH, Böblingen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 79,98€ + 5€ Rabatt (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 12,99€
  3. 189,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

  1. Android-Apps: Google belohnt Fehlersuche im Play Store
    Android-Apps
    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

    Um die Sicherheit im Play Store zu erhöhen, führt Google ein Bug-Bounty-Programm für Android-Apps ein. Wer bei teilnehmenden App-Entwicklern einen sicherheitsrelevanten Bug findet, soll 1.000 US-Dollar erhalten. Aktuell nehmen Google selbst sowie acht weitere App-Anbieter teil.

  2. Depublizierung: 7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg
    Depublizierung
    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

    Die Siebentagefrist für Online-Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sender soll wegfallen. Die Regierungschefs der Länder sind sich einig.

  3. Netzneutralität: Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen
    Netzneutralität
    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

    Zwei Wochen reichen der Deutschen Telekom nicht aus. Wie die Zukunft von Stream On aussehen könnte, entscheidet sich erst im November.


  1. 15:50

  2. 15:05

  3. 14:37

  4. 12:50

  5. 12:22

  6. 11:46

  7. 11:01

  8. 10:28