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Mögliche Erklärung

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  1. Mögliche Erklärung

    Autor: Oktavian 12.02.16 - 17:21

    Ich zweifle die Ergebnisse der Studie nicht an, also die statistischen Fakten, die gesammelt wurden. Die Datenmenge scheint auch so groß zu sein, dass sie statistisch signifikant ist. Also die Methode der Erhebung scheint seriös zu sein (was ungewöhnlich ist für solche Studien).

    Was mich bei solchen Studien immer stört ist aber, dass sie von der Hypothese gleich zur Theorie springen. Man hat etwas beobachtet, was spannend ist. Daraus entwickelt man eine Hypothese und macht ein erstes Experiment. Aber jetzt versucht man nicht einmal, die Hypothese zu falsifizieren, sondern veröffentlicht gleich. Wissenschaftlich sehr unseriös.

    Nur mal eine Erklärung:

    Thesen:
    1. Männer und Frauen liefern im Durchschnitt gleich guten Code (reine Ahnahme)
    2. Bei Männern ist die Codequalität etwa gleichverteilt, es gibt 50% gute Coder und 50% schlechte (reine Ahnahme)
    3. Bei Frauen ist die Verteilung ungleich, es gibt 10% extrem gute, und 90% unterdurchschnittliche (reine Ahnahme)
    4. Der Maintainer möchte natürlich guten Code von guten Entwicklern
    5. Es gibt signifikant mehr Codeeinreichungen von Männern als von Frauen
    6. Jemand, dessen Einreichung abgelehnt wurde, kommt nicht mehr wieder, scheidet also aus

    Das Verhalten eines Maintainers wäre mit den Annahmen vollständig erklärt und auch folgerichtig.
    1. Bei Erst-Einreichungen von Männern ist die Wahrscheinlichkeit der Annahme 50%
    2. Bei Erst-Einreichungen von Frauen ist die Wahrscheinlichkeit der Annahme 10%
    3. Bei Erst-Einreichungen von Anonym kann der Maintainer davon ausgehen, dass es sich um einen Mann handelt, geht also von Anfang an davon aus, dass der Code mit 50% aufgenommen wird
    4. Bei häufiger Einreichenden Frauen ist die Wahrscheinlichkeit der Annahme extrem hoch, sie sind ja wirklich gut
    5. Bei häufiger Einreichenden Männern ist die Wahrscheinlichkeit der Annahme geringer als bei Frauen, sie sind ja im Schnitt nicht ganz so gut

    Einfach die Annahme, dass die Qualität der Arbeit ungleich verteilt ist, aber im Durchschnitt gleich ist (wir wollen ja die political correctness wahren) liefert gleiche Ergebnisse. Und das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. In der Entwicklung sind nicht viele Frauen. Die, die da aber sind, sind so richtig gut.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.02.16 17:24 durch Oktavian.

  2. Andere Teilerklärung

    Autor: nnx 12.02.16 - 20:14

    Vor allem dass bei bekannten Frauen die Akzeptanz geringer ist hat mich auf den ersten Blick stutzig gemacht.
    Dann ist mir aber eingefallen dass es auch eine Korrelation statt einer Kausation sein könnte:
    Wenn jemand daher kommt und sein Geschlecht voran stellt, so nach dem Motto "Ich bin eine Frau, jawohl, und ich programmiere auch" dann lässt das meist auf eine narzisstische Persönlichkeit schließen. (Dasselbe gilt natürlich auch für Männer als Grundschullehrer, Sekretäre, Krankenschw- äh brüder etc. nur ist es da schlechter zu messen)

    Wenn man sich anschaut was die Frauen die auch als solche bekannt werden wollen auf der Linux mailingliste für einen Müll verzapfen dann wundert mich das gar nicht.
    Meist gehen deren kommits auch gar nicht um Code sondern darum irgendwelche Pronomen in der Dokumentation zu ändern weil dass sonst Mikroagressionen darstellt.
    Entsprechend häufig wird der Unfug natürlich auch von Linus Towalds abgeschossen.

    Als positives Gegenbeispiel sei mal dieser Artikel genannt, auch von einer Frau geschrieben:

    http://www.linuxjournal.com/content/girls-and-software

  3. Re: Mögliche Erklärung

    Autor: spiderbit 13.02.16 - 05:20

    Es koennte auch sein das generell gleichgeschlechtliche Programmierer miteinenander besser klar kommen und ein weiblicher Chefentwickler oder Maintainer oder wie man den nennen will genauso Maenner diskreminieren wuerde.

    Z.B. (ja das Beispiel ist leicht stereotypisch nenns aber trotzdem) wenn eine Frau mir ein Ponyhof-feature fuer mein Programm als patch anbieten wuerde, wuerde ich es wohl trotzdem nicht einbauen, weil ich dann den groesseren Code maintainen muesste, bei jedem darauffolgenden patch darauf achten das auch dieses feature nicht kaputt geht.

    Dieses Ponyhof feature mag fuer viele (oft weibliche User) der bringer sein, aber fuer mich nicht.

    Da Github ja gerade darauf baut das jeder mit einem Klick ein Projekt forken kann, seh ich hier das problem nicht.

    Man darf nicht vergessen grosse Teile des Githubcodes sind Code von Privatleuten, sicher diese verwenden das dann um darauf in bewerbungen aufzutrumpfen, aber anders als z.B. beim Linuxkernel wo lowend treiber entwicklung sicher selten von privatleuten gemacht werden ist das bei den vielen Projekten auf Github die oft 1mann projekte sind anders.

    Wenn ein Entwickler der Bezahlt wird gute Patches von weiblichen zusendern strukturell diskreminieren wuerde, wuerde dessen Chef dadurch ein massiver finanzieller Schaden entstehen, der Entwickler wuerde das schnell zu spueren bekommen wenn er nicht direkt gefeuert wuerde. Ich halte diese Thesen daher fuer abwaegig, und ich kenne keinen einzigen Entwickler der so tickt, man kriegt hoechstens dank solchen Artikeln schon fast lust anzufangen zu diskremieren, was man vorher auf dem Gebiet nie getan hat.

    Btw, gibts auch andere erklaerungen, vielleicht werden die sehr seltenen Frauen in der IT dann an gemacht und sie hoeren dann vielleicht auf den diskurs ueber den Patch zu ende zu fuehren. Das kann man als Diskreminierung auffassen, aber habe aehnliches Verhalten auch von den 2 maennlichen Studenten in der Begleidungstechnik an meiner FH gehoert...

    aber ja schreib zu viel... korrelationen und ein Redakteur der klicks generieren wollte durch ne bewusste Falschaussage (Ueberspitzung) in der Ueberschrift.

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