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Hatte Win95 gut in Erinnerung

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  1. Hatte Win95 gut in Erinnerung

    Autor: Serenity 25.08.20 - 10:23

    Eure Probleme und euer Eindruck mit Win95 sind eure eigenen Erfahrungen.
    Ich hatte damals kaum Probleme mit dem System. Stabil fand ich es damals auch.

    Man darf es eben nicht mit heute vergleichen. Wir reden hier von PC, die eine Leistung von unter 100MHZ hatten. Ich glaube, ich hatte damals einen Pentium 90MHZ mit 96MB Ram (64+32). Viele gute (DOS) Spiele konnte ich damit gut spielen. Den Sprung von 3.11/MS-DOS auf 95 mochte ich damals sehr.
    Einziges Problem, was ich hatte, war Lemmings 2+3 und vielleicht auch Soccer Kid. Deswegen hatte ich "Dual-Boot" mit Win95 und MS-Dos.

  2. Re: Hatte Win95 gut in Erinnerung

    Autor: Ach 25.08.20 - 23:19

    Sage wir mal so : das Versprechen, das MS mit 95 in die Welt setzte, ein Multimedia System zu sein, mit dem man arbeiten, kommunizieren, Musik hören, spielen und Videos schauen können sollte, dazu war dieses System mit seinem Huckepack OS Ansatz technisch viel zu störanfällig, zu labil, zu wenig durchautomatisiert, zu wenig durchgenormt und zu kompliziert einzustellen.

    Und als ob das nicht genug wäre, gesellte sich oben auf noch die viel zu schwache Hardware dieser Zeit. Als W95 vorgestellt wurde, war es Normalsterblichen noch unmöglich ihren Rechner mit 16MB Arbeitsspeicher auszurüsten. Alles funktionierte über die Auslagerungsdatei, die auf schnarchlamen HDDs mit weniger als einem 1/1000stel der Performance den fehlenden Ram imitierte(man, waren das Qualen).

    Als endlich 98 eintraf, vielen kurz darauf die über min. acht Jahre(!) stabilen Rampreise ins Bodenlose, endlich(!), und plötzlich verdoppelte oder mehr sich in Abständen weniger Monate mehrmals mein Arbeitsspeicher. Als man nicht lange nach diesem Sprung 2000 bewundern und genießen durfte, wurde klar, dass die Umsetzung des Multimedia-Versprechens neben der fehlenden Hardware Power auch an der Konzeption von 95/98 scheitern musste. Keine bösen Vorwürfe in keine Richtung an dieser Stelle, denn im Nachhinein ist man immer schlauer, und am Ende das Tages baute 2000 zu elementaren Teilen auf den Erfahrungen seiner Vorgänger auf.

  3. Re: Hatte Win95 gut in Erinnerung

    Autor: Profi_in_allem 27.08.20 - 06:33

    Also ich konnte mit Win95 das alles:
    -- Arbeiten
    -- Musik hören
    -- Spielen
    -- Videos anschauen

    Und es lief stabil. Kompliziert war es auch nicht, ich habe es ohne jegliche Bücher als 14-jähriger hinbekommen.

  4. Re: Hatte Win95 gut in Erinnerung

    Autor: Ach 27.08.20 - 14:03

    Profi_in_allem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich konnte mit Win95 das alles:
    > -- Arbeiten
    > -- Musik hören
    > -- Spielen
    > -- Videos anschauen
    >
    > Und es lief stabil. Kompliziert war es auch nicht, ich habe es ohne
    > jegliche Bücher als 14-jähriger hinbekommen.


    Sicher dass das mit 95 war? Also ich hab das wie folgt in Erinnerung :)

    Video Schauen, das war um 95, also mit nem schnellen DX4 bis Pentium 90 noch so gut wie unmöglich. Die CPUs mussten noch ein gutes Stück potenter werden und die GKs erst lernen, die Wiedergabe über noch zu definierende Schnittstellen zu beschleunigen. Die verbreitetsten Spieletittel liefen noch einige Jahre rein unter Dos(C&C/Need4Speed/Doom/etc). Wegen der lahmen Festplatten und des ständig zu geringen Arbeitsspeichers dauerte jede Action eine kleine Ewigkeit. Kompletter Systemstart über eine bis mehrere Minuten, Programmstarts min. 30 sec, meisten ebenfalls ü1min, von Multitasking keine Spur, jede Ungereimtheit hilt das ganze System auf, Drucken, Defragmentieren, Kopieren, alles forderte sein individuelles Zeittribut ein. Zum Spielen musste man wieder zurück nach Dos oder in Dos neu booten, so hab ich das in Erinnerung, aber man war das dann einfach auch gewöhnt und nahm es eigentlich gar nicht mehr wahr. IMHO kam da erst mit 98 etwas Schwung hinein.

    Videos etwa. Video war eigentlich ziemlicher unmöglicher, stockender und microaufgelöster Wildwuchs, bis schließlich in den späten Neunzigern SD mit einer Zeilenauflösung von 480, und mit den darauf folgenden HD-Standards mit 720 und 1080 Punkten in der Breite die Richtung vorgegeben wurde. Ebenso gab es den deutlich Sprung bei den Spielen mit Titeln wie Quake, Halfe-Life, ganz groß auch Moto Racer 2, Descent, später Unreal 99, den ersten Blockbustern, die ende des Jahrzehnts endlich und ausgiebig Gebrauch von der 3DX Schnittstelle(Damals noch DX3, lol) machten. CPUs zu dieser Zeit : K6, Pentium2, K7, letzte beiden als Slot CPUs :).

    Ob stabil oder nicht, dass machte man wohl am besten an den PCs fest, die am deutlichsten und ausgiebigsten von allen gequält wurden, so wie das heute von Stresstest Programmen erledigt wird. Da war auch noch mit 98 tägliche Neustarts angesagt, insbesondere nach dem Zocken, wer weiß was da alles noch im Speicher hängen blieb. Nicht mehr aus der Ruhe zu bringen, egal was man dem BS über warf, das funktionierte halt eben erst mit 2000, mit seiner sehr viel klarer den Kernel abschirmenden Struktur. Das mit dem regelmäßigen BS Neuinstallationen, daran änderte sich bei mir übrigens erst was mit W7.

    Komplexität, naja, hing halt stark davon ab, ob man fertig kaufte oder bastellte, und natürlich was man bastelte. Das Problem mit den Interrups, das konnte sich schon mal zu einer echten Herausforderung entwickeln, die stellenweise auch mal überhaupt nicht zu lösen war, und nur über den Austausch der Hardware zu lösen war.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.20 14:21 durch Ach.

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