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Das eigentlich erschreckende daran ist ...

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  1. Das eigentlich erschreckende daran ist ...

    Autor: AllDayPiano 18.06.21 - 11:12

    Ich habe vor ein paar Wochen einen DB-Access auf eine IBM Notes Datenbank eingerichtet. Läuft natürlich noch über ODBC. Ich war schockiert, als ich dort die windows 3.11 Dialoge gesehen habe (Windows 10).

    Aber das ist für mich eines der Symptome, woran Microsoft schon lange krankt: Um UI-Design wird herumgebastelt auf teufel kommer heraus. Für Dinge, wie UWP, wird enorm viel Energie investiert. Aber Kernbestandteile, wie eben der ODBC-Datenbankprovider sind seit - ich möchte wetten - Windows XP nicht mehr wirklich überarbeitet worden.

    Ähnliches, viel presenter, sieht man bei der Systemsteuerung. Sobald es um die Konfiguration von Netzwerkadaptern geht (und da meine ich nicht die Spielerei mit der IP-Eingabe, sondern die tiefergehenden Funktionen) kommt man um die alte Systemsteuerung bzw. Fragemente von dieser nicht herum. MS schafft es einfach nicht, die Design-Linie seit Windows XP zu adaptieren. Und so krankt immernoch so uraltes Zeug drin rum. Und wenn sich MS doch daran versucht, dann streichen sie wichtige Funktionen, die dann nurnoch per Zusatzsoftware möglich sind (warum z.b. ist es nicht möglich den Desktop-Hintergrund als Slideshow anzuzugen, und zwar so, dass jeder bildschirm das gleiche Bild zeigt? Warum brauche ich dazu den EVjO Wallpaper Changer?). Auch die Spielerei, die Subnetzmaske in der Präfix-Nomenklatur - da wird mit etablierten Eingabeschemata gebrochen, nur um es neu zu machen.

    (Und bevor der Einwand kommt: Doch, wir brauchen die abgeranzten Notes Datenbanken noch, weil dort die Bauteildatenbank hinterlegt ist. Die zieht man bei 300.000 Teilen nicht "mal eben" um. Ganz abgesehen davon, dass es für SAP keinen Database-Provider für Altum gibt. Klar, kann man sich auch programmieren lassen. Da fangen wir halt mal bei 100.000 Euro an, und schauen, wie weit wir kommen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.21 11:22 durch AllDayPiano.

  2. Re: Das eigentlich erschreckende daran ist ...

    Autor: Der_Ingo 18.06.21 - 13:54

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber Kernbestandteile,
    > wie eben der ODBC-Datenbankprovider sind seit - ich möchte wetten - Windows
    > XP nicht mehr wirklich überarbeitet worden.

    Und warum sollten sie das, wenn sie ihren Dienst tun? Das sind so spezielle Dinge, die der normale Nutzer eh nie zu Gesicht bekommt. Warum muss man die auf Teufel komm raus umgestalten?

    > Ähnliches, viel presenter, sieht man bei der Systemsteuerung. Sobald es um
    > die Konfiguration von Netzwerkadaptern geht (und da meine ich nicht die
    > Spielerei mit der IP-Eingabe, sondern die tiefergehenden Funktionen) kommt
    > man um die alte Systemsteuerung bzw. Fragemente von dieser nicht herum.

    Und ist das schlimm? Man startet immer in den modernen Einstellungen und wenn die Möglichkeiten dort nicht reichen, gehts eine Ebene tiefer, die dann halt auch entsprechend etwas "technischer" aussieht.

  3. Re: Das eigentlich erschreckende daran ist ...

    Autor: Sybok 18.06.21 - 14:14

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe vor ein paar Wochen einen DB-Access auf eine IBM Notes Datenbank
    > eingerichtet. Läuft natürlich noch über ODBC. Ich war schockiert, als ich
    > dort die windows 3.11 Dialoge gesehen habe (Windows 10).

    An diese Dialoge gerät man im Normalfall eher selten, und regelmäßig ODBC-Verbindungen einrichtet, dann eher nicht per GUI sondern z.B. per odbcconf oder odbc.ini.

    > Aber das ist für mich eines der Symptome, woran Microsoft schon lange
    > krankt: Um UI-Design wird herumgebastelt auf teufel kommer heraus. Für
    > Dinge, wie UWP, wird enorm viel Energie investiert. Aber Kernbestandteile,
    > wie eben der ODBC-Datenbankprovider sind seit - ich möchte wetten - Windows
    > XP nicht mehr wirklich überarbeitet worden.

    Ich gebe Dir Recht: Etliches müsste dringend überarbeitet werden. Ob ich da nun aber ausgerechnet beim ODBC-Dialog anfangen würde, sei mal dahingestellt.

    > Ähnliches, viel presenter, sieht man bei der Systemsteuerung. Sobald es um
    > die Konfiguration von Netzwerkadaptern geht (und da meine ich nicht die
    > Spielerei mit der IP-Eingabe, sondern die tiefergehenden Funktionen) kommt
    > man um die alte Systemsteuerung bzw. Fragemente von dieser nicht herum. MS
    > schafft es einfach nicht, die Design-Linie seit Windows XP zu adaptieren.
    > Und so krankt immernoch so uraltes Zeug drin rum. Und wenn sich MS doch
    > daran versucht, dann streichen sie wichtige Funktionen, die dann nurnoch
    > per Zusatzsoftware möglich sind (warum z.b. ist es nicht möglich den
    > Desktop-Hintergrund als Slideshow anzuzugen, und zwar so, dass jeder
    > bildschirm das gleiche Bild zeigt? Warum brauche ich dazu den EVjO
    > Wallpaper Changer?). Auch die Spielerei, die Subnetzmaske in der
    > Präfix-Nomenklatur - da wird mit etablierten Eingabeschemata gebrochen, nur
    > um es neu zu machen.

    Die CIDR-Notation ist weder neu noch eine Erfindung von Microsoft und in jedem Falle etabliert.

    > (Und bevor der Einwand kommt: Doch, wir brauchen die abgeranzten Notes
    > Datenbanken noch, weil dort die Bauteildatenbank hinterlegt ist. Die zieht
    > man bei 300.000 Teilen nicht "mal eben" um. Ganz abgesehen davon, dass es
    > für SAP keinen Database-Provider für Altum gibt. Klar, kann man sich auch
    > programmieren lassen. Da fangen wir halt mal bei 100.000 Euro an, und
    > schauen, wie weit wir kommen.

    Und genau diese Gründe führen vermutlich auch bei Microsoft dazu, dass man teilweise alten Mist mitschleppen muss. Man kann eben nich gleichzeitig ständig alte Zöpfe abschneiden und rückwärtskompatibel bis 1989 sein (wie es sich manche gerne wünschen).

  4. Re: Das eigentlich erschreckende daran ist ...

    Autor: AllDayPiano 18.06.21 - 15:56

    Es geht dabei ja nicht nur um die Optik. Und erst recht nicht speziell um die ODBC Geschichte. Sondern um das Gesamtpaket. Es zeigt einfach, wie wenig Prio auf so vermeintlich unwichtigen Nebenschauplätzen liegt. Getreu dem Motto: Haben wir einmal programmiert, muss reichen.

    Dann kommen so Schoten raus, wie dass im 20 Jahre unveränderten Spooler schwere Sicherheitslücken sind. Das zeigt doch, wie wenig MS da überhaupt macht. Drucken war und ist immernoch eine Krankheit. Auch nur exemplarisch; die Liste ist lange.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

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