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GDI und CommonDialog

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  1. GDI und CommonDialog

    Autor: Boandlgramer 18.06.21 - 11:34

    Ich rante ja immer wieder gerne, dass MS es in 20 Jahren nicht hinbekommen hat, eine Nachfolgetechnologie für GDI zu etablieren. Mittlerweile verwenden viele Anwendungen WebUIs als Frontends, weil sich daraus auch eine gewisse Plattformunabhängigkeit ergibt - aber vor allem, weil die UI-Design a la Microsoft wirklich keinen Spaß macht.

    MS hat in den 2000er GDI für tot erklärt und nichts mehr daran gemacht - jeder Code, der Win32/GDI verwendet wird wahrscheinlich auch Common Dialogs haben. Und es es gibt immer noch gute Gründe, warum man einfach bei den COM-APIs hängenbleibt... Zum Beispiel, weil die Wrapper in .net die Ausgangssituation nur verschlimmern und man dann lieber gleich die COM-API verwendet, weil das mehr Kontrolle über das Chaos verspricht.

    Microsoft hat die Technologiewechsel mit so vielen Nebenbedingungen verknüpft, dass es für die meisten Anbieter der Wechsel nicht attraktiv war - gleichzeitig aber den Notbetrieb für das COM/GDI-Universum immer sichergestellt.

    Da kann man dann auch gleich noch die Dogmen zur Wartbarkeit von Code zur Diskussion stellen, die letztendlich durch die Technologiewechsel von Microsoft limitiert werden. Was hilft es, Code schön warten zu können, wenn einem die Systembibliotheken darunter langsam wegbröseln.

    Ist im Übrigen bei allen anderen nicht besser, bei den freien Varianten - seien das Frameworks oder Betriebssystemkomponenten - werden die APIs zum Teil im Halbjahresrhytmus modifiziert. Sowas wie Electron ist eher WIP als produktionsreif - aber Skype basiert zum Beispiel darauf.

    Genaugenommen muss man froh sein um jeden Common Dialog - er beweist, dass man es da mit Code zu tun hat, der gut genug funktioniert, damit in 20 Jahren niemand den Drang verspürte, hier was zu fummeln... ;)

  2. Re: GDI und CommonDialog

    Autor: Karl-Heinz 18.06.21 - 11:53

    Boandlgramer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genaugenommen muss man froh sein um jeden Common Dialog - er beweist, dass
    > man es da mit Code zu tun hat, der gut genug funktioniert, damit in 20
    > Jahren niemand den Drang verspürte, hier was zu fummeln... ;)

    Oder daß der Code so grausam ist, daß sich niemand 'rangetraut hat :)

  3. Re: GDI und CommonDialog

    Autor: COMWrapper 20.06.21 - 14:02

    Boandlgramer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich rante ja immer wieder gerne, dass MS es in 20 Jahren nicht hinbekommen
    > hat, eine Nachfolgetechnologie für GDI zu etablieren. Mittlerweile
    > verwenden viele Anwendungen WebUIs als Frontends, weil sich daraus auch
    > eine gewisse Plattformunabhängigkeit ergibt - aber vor allem, weil die
    > UI-Design a la Microsoft wirklich keinen Spaß macht.
    >
    > MS hat in den 2000er GDI für tot erklärt und nichts mehr daran gemacht -
    > jeder Code, der Win32/GDI verwendet wird wahrscheinlich auch Common Dialogs
    > haben. Und es es gibt immer noch gute Gründe, warum man einfach bei den
    > COM-APIs hängenbleibt... Zum Beispiel, weil die Wrapper in .net die
    > Ausgangssituation nur verschlimmern und man dann lieber gleich die COM-API
    > verwendet, weil das mehr Kontrolle über das Chaos verspricht.
    >
    > Microsoft hat die Technologiewechsel mit so vielen Nebenbedingungen
    > verknüpft, dass es für die meisten Anbieter der Wechsel nicht attraktiv war
    > - gleichzeitig aber den Notbetrieb für das COM/GDI-Universum immer
    > sichergestellt.
    >
    > Da kann man dann auch gleich noch die Dogmen zur Wartbarkeit von Code zur
    > Diskussion stellen, die letztendlich durch die Technologiewechsel von
    > Microsoft limitiert werden. Was hilft es, Code schön warten zu können, wenn
    > einem die Systembibliotheken darunter langsam wegbröseln.
    >
    > Ist im Übrigen bei allen anderen nicht besser, bei den freien Varianten -
    > seien das Frameworks oder Betriebssystemkomponenten - werden die APIs zum
    > Teil im Halbjahresrhytmus modifiziert. Sowas wie Electron ist eher WIP als
    > produktionsreif - aber Skype basiert zum Beispiel darauf.
    >
    > Genaugenommen muss man froh sein um jeden Common Dialog - er beweist, dass
    > man es da mit Code zu tun hat, der gut genug funktioniert, damit in 20
    > Jahren niemand den Drang verspürte, hier was zu fummeln... ;)

    Es gibt keinen Nachfolger von GDI? Zuerst wäre da GDI+ und der Nachfolger davon ist Direct2D bzw. je nach Features gleich DirectX. CommonControls kann man nehmen, sind aber einfach nicht mehr zeitgemäßg und wird jetzt durch WinUI3 abgelöst. Mit Direct2D könntest du dir dein gesamtes UI auch selber erstellen. Man aber kaum jemand, da Aufwand, lieber nutzt man dann API und Libraries, die einem auch nicht passen. Der Rest wandert ins Web und so entstehen kleine Apps mit einem 2GB RAM Chromehinterbau ...

    Man kann ja auf alles schimpfen was Microsoft oder Frameworkhersteller anbieten. Aber selber ein UI-Framework entwickeln kann man dann aber auch nicht. Natürlich denkt jeder Entwickler von sich selber, dass er es 100 Mal besser machen würde, von der API bis zur UX bis zum Design bis zur Abwärtskompatibilität. Natürlich hat man in seiner eigenen Codebase auch noch nie modernisiert und je die API geändert.

  4. Re: GDI und CommonDialog

    Autor: WalterSobchak 21.06.21 - 08:26

    Das Problem bei den ranzigen ODBC Sachen ist: Sie verwenden nicht die Standard Win32 APIs zur Anzeige von Dialogen. Denn würden sie das machen, dann hätten sie diese automatisch immer in der aktuellsten Version bekommen. Inkl Anzeige von Shell Extensions im File-System.
    Man musste in der Win32 API schon ordenlicht Flags auf das Common Dialogs API werfen, um diese alten Dialog zu bekommen.

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