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Guter Film, auch heute noch

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  1. Guter Film, auch heute noch

    Autor: Der schwarze Ritter 15.01.22 - 12:04

    Als Jahrgang 1984 habe ich einige der ganz großen Filme der 60er und 70er nicht so aktiv mitgenommen, als sie noch halbwegs aktuell waren. Als 10-jähriger ist man dafür einfach noch nicht aufnahmefähig. Seit 2010 allerdings schaue ich immer wieder mal ältere und sehr alte Filme, die als Klassiker gelten oder zumindest gut bewertet werden, darunter auch vor ein paar Jahren Soylent Green. Ein Film, den man auch heute noch gut schauen kann, wenn man eben nicht in jedem Film ein Effektgewitter oder eine Gagdichte von 1 Lacher/Minute erwartet. Der Film ist in sich recht ruhig, wie so viele der früheren Filme, und genau das macht ihn so eindringlich und nachwirkend.

    Ich muss zwar auch sagen, dass manche dieser "Klassiker" für mich nicht funktioniert haben und ich den einen oder anderen auch wirklich schrecklich finde (im Sinne von schlecht), aber viele gelten zu Recht auch heute noch als gute Filme. Ob ein Film gut ist, lässt sich jedenfalls nicht daran ermessen, wie alt er ist.

  2. Re: Guter Film, auch heute noch

    Autor: glasen77 15.01.22 - 12:25

    Man muss sich halt bei solch alten Filmen immer den Background herbeiholen. Anfang bis Mitte der 70er Jahre, wurde vielen erstmals die Zerstörung der Umwelt bewusst und das die Weltbevölkerung immer stärker wächst.

    Daraus lassen sich dann eben sehr einfach Dystopien entwickeln.

  3. Re: Guter Film, auch heute noch

    Autor: countzero 15.01.22 - 17:12

    Ich finde es immer schade, wie viele Menschen scheinbar der Meinung sind, alte Filme wären irgendwie schlechter als neue und die könnte man sich ja gar nicht mehr anschauen.

    Vor kurzem habe ich mir ein Video angeschaut, wo ein professioneller Seefahrer (Navigationsoffizier bei der kanadischen Küstenwache, glaube ich) sich Filme anschaut und bewertet, wie realistisch der Alltag auf See dargestellt wird. Er hat sich Das Boot angeschaut und war sehr begeistert und fand ihn sehr realistisch. Er hat aber mehrfach laut gesagt "ich kann nicht glauben, dass ein so alter Film so gut ist!". Das fand ich schon ein bisschen traurig, wenn jemand, der wie es aussieht Ende Zwanzig oder Anfang Dreißig ist, überrascht ist, dass es in den 80ern (!) auch schon gute Filme gab :-(

  4. Re: Guter Film, auch heute noch

    Autor: theFiend 15.01.22 - 17:45

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es immer schade, wie viele Menschen scheinbar der Meinung sind,
    > alte Filme wären irgendwie schlechter als neue und die könnte man sich ja
    > gar nicht mehr anschauen.

    Naja, die Sehgewohnheiten haben sich einfach deutlich geändert. Das merkt man am schönsten, wenn man sich die großen Filmreihen anschaut die über Jahrzehnte liefen: Bond, Star Trek solche Sachen, und sich einfach mal anschaut wie die Storys erzählt wurden, und welche Aufnahmen damals gemacht wurden.
    Da hat eine Gesprächsszene schon mal 5 Minuten gedauert, ohne das irgendwas explodiert ist, jemand schreit oder sonstwas passiert. Das gibt es heute so gut wie garnicht mehr im Blockbuster Kino. In Star Trek (ich glaub 2) gibt es eine Szene, wo sie mit einer Fähre zur Enterprise im Raumdock fliegen. Ich hab nicht mitgestoppt, aber ich behaupte die Szene dauert sicher 2-3 Minuten. Da schaltet das Publikum heute einfach ab...

    > ....Er hat sich Das Boot angeschaut und war sehr begeistert
    > und fand ihn sehr realistisch. Er hat aber mehrfach laut gesagt "ich kann
    > nicht glauben, dass ein so alter Film so gut ist!".

    Das Boot ist ein bombastisch guter Film! Aber tatsächlich muss man sich eigentlich den TV 4(?) Teiler anschauen, um die eigentliche Intention der Filmemacher zu verstehen. Der Kinofilm ist eigentlich so eine art "actioncut" des eigentlichen Films. Dennoch ungemein gut und hat damals auch viele neue Standards gesetzt.

    Aber es fällt natürlich schwerer sich heute auf diese alten Filme einzulassen. Selbst bei Meisterwerken wie zwei gloreiche Halunken kommen viele mit dem sehr langsamen Erzählstil kaum noch klar.

  5. Re: Guter Film, auch heute noch

    Autor: mnementh 17.01.22 - 13:06

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Jahrgang 1984 habe ich einige der ganz großen Filme der 60er und 70er
    > nicht so aktiv mitgenommen, als sie noch halbwegs aktuell waren. Als
    > 10-jähriger ist man dafür einfach noch nicht aufnahmefähig. Seit 2010
    > allerdings schaue ich immer wieder mal ältere und sehr alte Filme, die als
    > Klassiker gelten oder zumindest gut bewertet werden, darunter auch vor ein
    > paar Jahren Soylent Green. Ein Film, den man auch heute noch gut schauen
    > kann, wenn man eben nicht in jedem Film ein Effektgewitter oder eine
    > Gagdichte von 1 Lacher/Minute erwartet. Der Film ist in sich recht ruhig,
    > wie so viele der früheren Filme, und genau das macht ihn so eindringlich
    > und nachwirkend.
    >
    > Ich muss zwar auch sagen, dass manche dieser "Klassiker" für mich nicht
    > funktioniert haben und ich den einen oder anderen auch wirklich schrecklich
    > finde (im Sinne von schlecht), aber viele gelten zu Recht auch heute noch
    > als gute Filme. Ob ein Film gut ist, lässt sich jedenfalls nicht daran
    > ermessen, wie alt er ist.

    Ich habe auch irgendwann begonnen zu testen, ob ich alte Filme durch rosa-gefärbte Brillen betrachte weil ich sie als Kind sah oder nicht, indem ich Filme gesehen habe die ich damals verpasste. Und ja, viele (aber nicht alle) sind gut.

    Es wirft für mich auch ein Schlaglicht auf das moderne Hollywood. Ja, Filme sind viel professioneller heute: bessere Effekte aber eben auch bessere Bearbeitung von Details wie Kostümen, gute Schauspieler usw. Aber oft fehlt eben auch Herz, in vielen alten Filmen sind die Beteiligten oft dabei weil sie es wollten. Sicher auch Geld verdienen, aber eben auch weil ihnen das Projekt Spaß machte. Das fehlt mir heute oft irgendwie. Filme sehen sicherer aus.

    Und was die Ruhe angeht: zur Professionalisierung gehört oft auch, dass die Drehbücher mehr durchdesignt sind. Das heißt, dass oft alle Szenen mit einem bestimmten Ziel im Film sind, es bringt die Handlung voran, beleuchtet Charaktere oder ist einfach witzig oder spannend. In alten Filmen ist das nicht immer der Fall, es gibt oft Szenen die heute wohl geschnitten werden würden. Aber das gibt dem Film mehr Ruhe und dem Zuschauer mehr Zeit zu reflektieren.

    Etwas, was man durchaus auch mit Absicht machen kann. Hayao Miyazaki nennt das Konzept Ma:
    > Miyazaki himself demonstrated the concept to Roger Ebert in 2002, shortly after the release of Spirited Away, by clapping his hands several times and explaining “The time in between my clapping is ‘ma.’ If you just have nonstop action with no breathing space at all, it’s just busyness.”
    https://cinemaetcetera.com/2020/04/22/studio-ghibli-and-moments-of-reflection/

    Ich denke nicht dass alte Filme das mit Absicht machten (jedenfalls die meisten), aber es tut ihnen oft gut diese Pausen zu haben.

  6. Finde ich nicht

    Autor: LordSiesta 21.01.22 - 20:36

    Mich stört an dem Film, dass er plötzlich vorbei ist. Der Protagonist wird »Soylent Green ist Menschenfleisch« schreiend weggezerrt und dann kommt der Abspann.

    Für mich ist es an der Stelle erst spannend geworden: Was machen die Leute aus dieser Information?

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