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Was ein Scheiß...

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Re: Was ein Scheiß...

    Autor: frnkbrnhrd 04.07.15 - 13:02

    Clarissa1986 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nein, definitiv nein! Es ist zwar umständlicher zu kopieren, aber es wird
    > KEIN DRM angewendet und die Aufnahmen sind frei kopierbar. DRM hat nichts
    > mit irgendwelchen Medienhürden zu tun sondern einzig mit digitalem
    > Rechtemanagement was der Name selbst auch schon angibt...
    >
    > Also im Grunde eher Digitales Restrictions Management, wenn wir ehrlich
    > sein wollen. Weil Rechte bekommt man dadurch ja nicht gewährt. Man bekommt
    > eher Möglichkeiten und Freiheiten genommen also es werden damit
    > Restrictions eingebaut.

    > Ich behaupte, daß die Industrie das so oder so eingeführt hätte alleine
    > schon wegen dem Gebrauchtmarkt und der puren Gier.

    Vinyl hat kein DRM, richtig. Das ist nicht der Punkt. Die Punkte waren, sorry, dass ich mich hier wiederhole, wie ein paar technische Entwicklungen dazu geführt haben, dass die Musik digital-immateriell wurde. Dazu zählen das andere Verhältnis Original / Kopie bei digitalen Daten ganz allgemein (betrifft ja nicht nur Musik), Geschwindigkeit des Kopiervorgangs, Komprimierungsmöglichkeit (2,5 MB stand 21 MB pro Song) und die damit mögliche Verbreitung übers Internet in den 90er-Jahren. Man muss auch kein Geld für einen Vinyl-Rohling investieren. Eine Kopie kostet nichts. Alles das stand vor der Einführung von DRM. DRM ist aufwändig. Es musste also ein Punkt erreicht werden, an dem sich der (finanzielle) Aufwand der Musikindustrie für die Entwicklung eines DRM-Systems lohnte. Das war bei Musik vor der "digitalen Revolution" offensichtlich nicht der Fall: denn es gab kein DRM. Ich formuliere also um: Vinyl hatte kein DRM, es managte seine Rechte einfach selbst: eingeschrieben in das physikalische Medium Schallplatte sind alle die Möglichkeiten und Einschränkungen zum Zugriff auf die Information. Vergleicht man das nun mit digitalen Informationen, sind diese Einschränkungen offensichtlich.

    (Pay-TV-Sender haben ja bereits zu Zeiten von analogem TV ein ein Rights Management System erfolgreich genutzt. Man hätte sowas durchaus bei analogen Medien, Kassetten, einführen können. Und digitale CDs: einen unrühmlichen Versuch von Sony gab es ja auch in den frühen 2000er Jahren. Noch ein geschichtlicher Exkurs: Vor den DVDs gab es bei den VHS-Kassetten keinen Regionalcode. War auch nicht nötig, Hier PAL, dort SECAM.)

    Die Gesichte des DRM ist gleichzeitig auch die Geschichte der Demokratisierung der Technik.

  2. Re: Was ein Scheiß...

    Autor: Anonymer Nutzer 04.07.15 - 13:49

    frnkbrnhrd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > iTunes Match ist weiterhin erhältlich und funktioniert im Zusammenspiel. Es
    > gibt aber eine Überschneidung, beide Dienste "matchen" deine Bibliothek mit
    > dem eigenen Bestand ab. Wie folgt:
    >
    > iTunes Match: Abgleich mit Bestand aus iTunes Store, DRM-frei
    > Apple Music: Abgleich mit (anderem!) Bestand vom Streaming Dienst Apple
    > Music: DRM bei download für Offline-Musikgenuss.
    >
    > Dabei hat der iTunes Store immer Vorrang: Hast du also iTunes Match, ist
    > dein eigener Bestand DRM-frei. Das betrifft dann natürlich auch die
    > gekauften Dinge aus dem iTunes Store.
    >
    > Apple hat hier keinen guten Job gemacht, das zu erklären. Aber, wenn der
    > Kunde möchte, bleibt es für ihn alles beim Alten.

    Das is mir alles zu hoch Dienst hier Dienst da und ständig neue Regeln... Da hab ich kein Bock mehr drauf x.x Ich kaufe wirklich nur noch Vinyl und da weiß ich wenigstens was ich habe und die spielen auch und zwar immer...

  3. Re: Was ein Scheiß...

    Autor: Anonymer Nutzer 04.07.15 - 13:50

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Clarissa1986 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und eine Schallplatte kannst du genauso über Laser abtasten
    > > kontaktlos womit der mechanische Verschleiß gegen null geht.
    >
    > Schon richtig, nur lehne ich mich nicht sonderlich weit aus dem Fenster
    > wenn ich die Behauptung aufstelle, dass in den 70ern und 80ern niemand
    > seine Platten über Laser hat abtasten lassen und solche Plattenspieler auch
    > heute nicht sonderlich verbreitet sind.

    Stimmt :) Aber es gab auch Leute die Alben ungespielt sammeln usw. und die kann man teilweise heute kaufen und nicht unbedingt immer sündhaft teuer. Klar sind die nicht weit verbreitet (leider x.x) aber man bekommt sie und hat die Wahl :)

  4. Re: Was ein Scheiß...

    Autor: Anonymer Nutzer 04.07.15 - 17:06

    frnkbrnhrd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vinyl hat kein DRM, richtig. Das ist nicht der Punkt. Die Punkte waren,
    > sorry, dass ich mich hier wiederhole, wie ein paar technische Entwicklungen
    > dazu geführt haben, dass die Musik digital-immateriell wurde. Dazu zählen
    > das andere Verhältnis Original / Kopie bei digitalen Daten ganz allgemein
    > (betrifft ja nicht nur Musik), Geschwindigkeit des Kopiervorgangs,
    > Komprimierungsmöglichkeit (2,5 MB stand 21 MB pro Song) und die damit
    > mögliche Verbreitung übers Internet in den 90er-Jahren. Man muss auch kein
    > Geld für einen Vinyl-Rohling investieren. Eine Kopie kostet nichts. Alles
    > das stand vor der Einführung von DRM. DRM ist aufwändig. Es musste also ein
    > Punkt erreicht werden, an dem sich der (finanzielle) Aufwand der
    > Musikindustrie für die Entwicklung eines DRM-Systems lohnte. Das war bei
    > Musik vor der "digitalen Revolution" offensichtlich nicht der Fall: denn es
    > gab kein DRM.

    Lohnen tut sich das alleine schon durch die Mehreinnahmen.

    > Ich formuliere also um: Vinyl hatte kein DRM, es managte
    > seine Rechte einfach selbst: eingeschrieben in das physikalische Medium
    > Schallplatte sind alle die Möglichkeiten und Einschränkungen zum Zugriff
    > auf die Information. Vergleicht man das nun mit digitalen Informationen,
    > sind diese Einschränkungen offensichtlich.

    Äh nein. Vinyl ist einfach nur ein Tonträger, genauso wie Band oder CD. Egal ob digital oder analog es ist abspielbar und kopierbar. Durch DRM jedoch verhindert man dies. Eine digitale Musik CD muss auch erst mühsam ausgelesen werden um dann in MP3 konvertiert zu werden. Es hat also weniger mit digital vs analog zu tun als mit materiell vs. imateriell. Imaterielle Güter sind halt der Brennpunkt.

    > (Pay-TV-Sender haben ja bereits zu Zeiten von analogem TV ein ein Rights
    > Management System erfolgreich genutzt. Man hätte sowas durchaus bei
    > analogen Medien, Kassetten, einführen können. Und digitale CDs: einen
    > unrühmlichen Versuch von Sony gab es ja auch in den frühen 2000er Jahren.
    > Noch ein geschichtlicher Exkurs: Vor den DVDs gab es bei den VHS-Kassetten
    > keinen Regionalcode. War auch nicht nötig, Hier PAL, dort SECAM.)

    Auch DVD's haben PAL oder NTSC. Erst die BluRay führte den weltweiten fixen Standard mit 24fps bei 1080p ein. Ja klar haben sie es auch damals schon versucht und VHS Kassetten hatten schon ein DRM System.

    http://electronics.howstuffworks.com/question313.htm

    > Die Gesichte des DRM ist gleichzeitig auch die Geschichte der
    > Demokratisierung der Technik.

    Nicht unbedingt.

  5. Re: Was ein Scheiß...

    Autor: frnkbrnhrd 04.07.15 - 18:24

    Clarissa1986 schrieb:

    Okay, wir kommen hier ganz schön weit rum …

    > Lohnen tut sich das alleine schon durch die Mehreinnahmen.

    Ich meinte damit, dass es sich zu analogen Vorzeiten offensichtlich im Musikbereich nicht lohnte. Es ist einfach nicht eingesetzt worden. Die Idee und Technik ist ja im Grunde der Lochkarte schon bekannt. Sie wohnt jeder proprietären Technik inne. Nicht-Kompatibilität ist sozusagen der analoge Vorgänger.

    >
    > > Ich formuliere also um: Vinyl hatte kein DRM, es managte
    > > seine Rechte einfach selbst: eingeschrieben in das physikalische Medium
    > > Schallplatte sind alle die Möglichkeiten und Einschränkungen zum Zugriff
    > > auf die Information. Vergleicht man das nun mit digitalen Informationen,
    > > sind diese Einschränkungen offensichtlich.
    >
    > Äh nein. Vinyl ist einfach nur ein Tonträger, genauso wie Band oder CD.
    > Egal ob digital oder analog es ist abspielbar und kopierbar. Durch DRM
    > jedoch verhindert man dies. Eine digitale Musik CD muss auch erst mühsam
    > ausgelesen werden um dann in MP3 konvertiert zu werden. Es hat also weniger
    > mit digital vs analog zu tun als mit materiell vs. imateriell. Imaterielle
    > Güter sind halt der Brennpunkt.

    Ein Tonträger ist ein, um einen anderen Begriff ins Spiel zu bringen, ein Medium. Allen analogen Medien ist gemein, dass die Information auf eine besondere Weise dem Medium eingeschrieben ist. Die Information lässt sich nicht vollständig vom Medium trennen. Die Nutzung der Informationen einen analogen Mediums ist immer an die Möglichkeiten zur Nutzung eines analogen Mediums gebunden. Das ist bei digitalen Daten anders. Hier ist die Information vom Medium trennbar, sie kann "immateriell" bestehen. Und die Digitalisierung hat das ja überhaupt erst möglich gemacht.


    > Auch DVD's haben PAL oder NTSC. Erst die BluRay führte den weltweiten fixen
    > Standard mit 24fps bei 1080p ein. Ja klar haben sie es auch damals schon
    > versucht und VHS Kassetten hatten schon ein DRM System.

    DVD-Player können in der Regel PAL-und SECAM-Formate vor dem Ausgang ans Gerät wandeln. Was damals ja auch nötig war, weil der gute alte Röhrenferseher ein analoges Gerät war. Was bei VHS noch PAL und SECAM erledigte (es gab Multinorm-VHS-Geräte, aber die waren teuer und wenig verbreitet), erledigt bei der DVD der Region Code:

    Das sagt der Wikipedia-Artikel zu PAL:

    "In der digitalen Welt, etwa beim Digitalfernsehen, neueren Spielkonsolen oder auf einer DVD, wird die Farbkodierung, die mit der Eingangsbuchse des Ziel-Fernsehers kompatibel ist, erst im Abspielgerät erzeugt und ist nicht auf dem Medium selbst gespeichert. Auf diesem werden die Farbinformationen dagegen, unabhängig ob digitales PAL/SECAM oder digitales NTSC, stets mittels des digitalen Farbmodells YCbCr kodiert.

    Zwischen PAL und SECAM besteht auf einem digitalen Medium kein Unterschied mehr – ein PAL-DVD-Spieler erzeugt aus einer „PAL-DVD“ ein analoges PAL-Videosignal, ein SECAM-DVD-Spieler aus der gleichen DVD ein analoges SECAM-Videosignal. Und das auch nur bei Ansteuerung per FBAS/Composite Video/RCA oder S-Video/YC/Hosiden-Anschluss. Am RGB/SCART oder YPbPr-Component-Video-Anschluss oder über digitale Schnittstellen (DVI, HDMI) findet keine Wandlung in YUV (analoges PAL), YDbDr (analoges SECAM) oder YIQ (veraltet, früher bei analogem NTSC verwendet) mehr statt."

  6. Re: Was ein Scheiß...

    Autor: gollumm 04.07.15 - 19:46

    frnkbrnhrd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ein Tonträger ist ein, um einen anderen Begriff ins Spiel zu bringen, ein
    > Medium. Allen analogen Medien ist gemein, dass die Information auf eine
    > besondere Weise dem Medium eingeschrieben ist. Die Information lässt sich
    > nicht vollständig vom Medium trennen. Die Nutzung der Informationen einen
    > analogen Mediums ist immer an die Möglichkeiten zur Nutzung eines analogen
    > Mediums gebunden. Das ist bei digitalen Daten anders. Hier ist die
    > Information vom Medium trennbar, sie kann "immateriell" bestehen. Und die
    > Digitalisierung hat das ja überhaupt erst möglich gemacht.

    Man könnte auch sagen, dass erst der Tonträger die Musik zu einer Handelbaren Ware gemacht hat - davor war war sie immer nur "immateriell" und konnte höchstens als Dienstleistung "bezogen" werden.

    Wer Musik "besitzen" will, rennt eigentlich nur der auch so verhassten MI hinterher. Erst durch den Tonträger konnte überhaupt eine MI entstehen. Jetzt versucht die MI sich irgendwie in eine neue Ära zu retten.

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