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Wie sieht das rechtlich aus?

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  1. Wie sieht das rechtlich aus?

    Autor: TWfromSWD 03.07.15 - 08:54

    Es ist ja verboten, einen technisch wirksamen Kopierschutz zu umgehen. Das bedeutet, ist erst mal ein DRM auf einem Song, darf das auch nicht mehr entfernt werden. Was aber, wenn dieses DRM ohne die Einwilligung des Nutzers, der für den DRM freien Song bezahlt hat, geschieht?
    Das bedeutet ja, dass man als iCloud User schleichend enteignet wird...

    Obwohl ich persönlich mich nie trauen würde, meine Musikbibliothek ganz an Apple zu übergeben und meine Originalversion zu löschen. Spätestens seit damals, als alle meine iTunes Einkäufe auf einen Schlag wertlos geworden sind, weil mich iTunes so lange mit seinen Beschränkungen genervt hat, bis ich es deinstalliert habe.

  2. Re: Wie sieht das rechtlich aus?

    Autor: frnkbrnhrd 03.07.15 - 09:24

    Solange der Nutzer seine eigenen, DRM-freien Songdateien nicht löscht, passiert auch mit dem DRM nichts.

    Außerdem gibt es zwei Ausnahmen: Eigene, hochgelandene Songs, die nicht bei Apple Music verfügbar sind – was Apple nicht im Angebot hat, wird auch nicht ersetzt durch eine Version mit Kopierschutz. Und zweitens: Einkäufe im iTunes-Store. Diese bleiben beliebig oft auf allen Geräten DRM-frei herunterladbar.

    Und natürlich ist es bei digitalen Dateien wie mit anderen Besitzverhältnissen: Gebe ich es auf (lösche ich also eine gekaufte Datei), dann habe ich nicht das uneingeschränkte Recht, es von dem Verkäufer noch einmal zu bekommen.

    Der Dienst iTunes Match entfernt nun aber tatsächlich DRM von Dateien, und das völlig legal. Hat man zu Zeiten von DRM ein Album im iTunes-Store mit Schutz erworben, kann man nach erneutem Download über iTunes Match eine DRM-freie Datei herunterladen. Das lässt sich die Musikindustrie natürlich mit einem Anteil am Preis von iTunes Match bezahlen.

  3. Re: Wie sieht das rechtlich aus?

    Autor: clombooya 03.07.15 - 10:17

    TWfromSWD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja verboten, einen technisch wirksamen Kopierschutz zu umgehen. Das
    > bedeutet, ist erst mal ein DRM auf einem Song, darf das auch nicht mehr
    > entfernt werden. Was aber, wenn dieses DRM ohne die Einwilligung des
    > Nutzers, der für den DRM freien Song bezahlt hat, geschieht?

    Das geschieht nicht ohne Einwilligung, du hast dem in den Geschäftsbedingungen bei der Anmeldung zugestimmt.

  4. Re: Wie sieht das rechtlich aus?

    Autor: TWfromSWD 03.07.15 - 11:11

    Gut, ich weiss jetzt leider nicht, inwiefern Apple darauf hinweist, aber wenns nur ein kleiner Absatz in den AGB ist, dürfte der rechtlicht zumindest in Österreich und Deutschland nicht gültig sein, weil er überraschend ist und nicht vom Nutzer zu erwarten war.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Gesch%C3%A4ftsbedingungen_%28%C3%96sterreich%29#Nachteilige.2C_ungew.C3.B6hnliche_und_.C3.BCberraschende_Klauseln

    Zumindest bis zu dieser Berichterstattung jetzt ;-)

  5. Re: Wie sieht das rechtlich aus?

    Autor: frnkbrnhrd 03.07.15 - 11:47

    TWfromSWD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gut, ich weiss jetzt leider nicht, inwiefern Apple darauf hinweist, aber
    > wenns nur ein kleiner Absatz in den AGB ist, dürfte der rechtlicht
    > zumindest in Österreich und Deutschland nicht gültig sein, weil er
    > überraschend ist und nicht vom Nutzer zu erwarten war.
    > de.wikipedia.org#Nachteilige.2C_ungew.C3.B6hnliche_und_.C3.BCberraschende_K
    > lauseln
    >
    > Zumindest bis zu dieser Berichterstattung jetzt ;-)

    Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte: Apple bewirbt mit keinem Wort, dass der Dienst dazu geeignet wäre, von gekauften Musikdateien in der Cloud eine Sicherheitskopie anzufertigen. Jeder Eigentümer von gekaufter, DRM-freier Musik ist für seine Datensicherung natürlich selbst verantwortlich.

    iTunes Match ist eine Ausnahme: Dieser Dienst kann tatsächlich dazu genutzt werden, DRM zu entfernen (zum Beispiel von Musik aus Zeiten, als der iTunes-Store nur Musik verkaufte, die geschützt war.) Diese Dateien bleiben auch nach Beendigung eines Match-Abos DRM-frei.

    Match lässt sich nach wie vor ZUSÄTZLICH zu Apple Music nutzen, für Bestands- und Neukunden, die das möchten, ändert sich das Angebot nicht.

    Alle gekaufte Musik aus iTunes lässt sich nach wie vor ohne DRM wiederholt auf alle eigenen Geräte laden. Auch hier ändert sich für den Kunden nichts.

    Alleine die Matching- und Cloud-Verfügbarkeit ist bei Apple Music, sicher ein Zugeständnis an die Plattenindustrie, anders ausgestaltet.

  6. Re: Wie sieht das rechtlich aus?

    Autor: tingelchen 03.07.15 - 13:38

    Dieser Artikel zählt nicht. Da die Zielgruppe von Apple (und auch deren Großteil der Kundschaft) keine Seiten mit IT-News besuchen. Es muss also schon in einem Medium transportiert werden, welche vom Otto Normalbürger genutzt werden. Golem gehört da nicht dazu ;)

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