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  5. › Cinavia DRM: Watermark stoppt…

Also wie funktioniert das technisch genau?

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  1. Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: nivanaod 23.03.12 - 13:04

    a) ich filme was im kino und brenn das auf bluray
    -> geht nicht
    b) ich filme was im kino, komprimiere es und spiel es über DNLA ab
    -> geht oder nicht ? oder wird alles was abgespielt wird, deaktiviert
    c) ich nehme was im TV auf und will es später auf der PS3 anschauen
    -> geht oder nicht ??
    d) camcorder nimmt hochzeit mit "bösem Ton" auf
    -> geht oder nicht?

    wie funktioniert das technisch?
    ich denke über nen Abgleich per internet - ABER wenn ich BD Live nicht erlaube, dann will ich ja erst recht keinen copyright-kram erlauben - wird dass dann ohne meine Erlaubnis eine Verbindung hergestellt?
    Kann ich dann ohne Internetverbindung keine BRs mehr anschauen ???

  2. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: mavi 23.03.12 - 13:17

    Im Informatik Studium haben wir das letztens kurz angesprochen, genauer gesagt unser Mathematik Professor:

    Wasserzeichen können mittels bestimmten Algorithmen bspw. in JPEGs eingebaut werden. Diese siehst du nicht. Selbst nach Schneiden, Bearbeiten und Neuspeichern des JPEGs bekommst du das Wasserzeichen nicht raus. Dadurch kann die Echtheit bzw. Validierung immer gewährleistet werden, auch ohne Internet.

    Auf welcher Technik das BluRay Wasserzeichen basiert weiß ich nicht, aber ich denke etwas in ähnlicher Form.

  3. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Amüsierter Leser 23.03.12 - 13:29

    Interessant ist ja die Frage, was eine BluRay von einer kopierten BluRay unterscheidet.
    Schließlich muss das Wasserzeichen im Original da sein, um die Kopie zu markieren und muss trotzdem ignoriert werden, sonst könnte man das Original ja nicht abspielen.

    Und mal ehrlich, wenn ich mir Screener ansehen würde, brauche ich definitiv keinen BluRay-Player. Wenn ich schlechte Qualität akzeptieren würde, wäre ich wohl kaum Blu-Ray-Kunde.

    Wenn die Content-Industrie mit dem Wasserzeichen endlich darauf verzichtet, mich bei jeder DVD/BluRay darüber zu informieren, dass "Raubkopieren" eine Straftat ist, dann wäre mir dass das wert. Ich habe die DVD gekauft. Hätte ich sie kopiert, hätte ich den Track nicht mitkopiert, ihr Content-Deppen.

    Warten wir darauf, wie lange findige Entwickler brauchen, um Algorithmen zu entwickeln, die Wasserzeichen entdecken und verwischen.

  4. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: robinx999 23.03.12 - 13:35

    Mit dem Internet muss da wohl nichts verbunden sein.
    Der Englische Wikipedia Eintrag scheint interessant zu sein (einen Deutschen gibt es noch nicht).
    http://en.wikipedia.org/wiki/Cinavia
    Dort ist unter anderem der Satz interessant: "The data throughput for a watermarking system used for DVD-Audio is described as follows "Watermark Output: 3 water-mark data bits per 15 seconds (2 CCI bits and 1 SDMI Trigger Bit)".[6] Also in the Compliance Verification Suite the lowest sample rate test is at 16k samples/s with 16 bits per sample.[5] This could indicate that the bandwidth requirements top out at 8 kHz.")"

    Sieht also so aus, dass ein paar bits relativ Robust in der Audio Spur enthalten sind und soviele Bits braucht man ja auch nicht, dann gibt es halt ein Muster für Legal auf Blu-ray und der Player prüft dann halt was er da Absipielt. Ist es eine Original Blu-ray ist alles OK, ist es eine BD-R, DVD oder USB Stick dann wird das Abspielen gestoppt.

    Und aus irgendwelchen gründen scheint zumindest die PS3 auch kein Cinavia in DTS Audio streams zu erkennen, wie ebenfalls in dem Artikel steht.


    Davon abgesehen frage ich mich schon ob sowas wirklich zum ziel führt, langfristig werden kopierer schon eienn weg finden diese Watermarks zu entfernen (geht ja vermutlich mit "Trial und Error" einfach mal verschiedene Frequenzen entfernen und schauen was der Player nachher macht) und es scheint ja hier hauptsächlich um Blu-ray Player zu gehen, wenn ich mir aber anschaue, dass fast alle neuen TV geräte auch einen USB anschluss haben, von dem .mkv dateien abgespielt werden können, ist es doch fast nicht möglich damit kopien zu unterbinden, solange nicht auch die TV hersteller, die ja kein Blu-ray logo haben, mit an Board sind.

    Davon abgesehen wird es wirklich spannend wie hoch die Gefahr von false postives ist, aber da weiter oben von 3 bits pro 15 Sekunden die rede ist würde ich vermuten man müsste die Ton Spur schon länger aufzeichen, damit da ein alarm ausgelößt wird.

  5. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: robinx999 23.03.12 - 13:37

    Amüsierter Leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessant ist ja die Frage, was eine BluRay von einer kopierten BluRay
    > unterscheidet.
    > Schließlich muss das Wasserzeichen im Original da sein, um die Kopie zu
    > markieren und muss trotzdem ignoriert werden, sonst könnte man das Original
    > ja nicht abspielen.
    >
    Das Medium. So ein Player weiss doch was er abspielt. Ist ein wasser zeichen gefunden wird nach geschaut, was der Player abspielt. Ist es eine gepresste Blu-ray ist alles in Ordnung ist es eine BD-R, BD-RE, DVD, USB Stick wird das Video abgelehnt.

  6. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: jayrworthington 23.03.12 - 13:42

    nivanaod schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > a) ich filme was im kino und brenn das auf bluray
    > -> geht nicht

    Filmen im Kino geht, wenn aber auf dem Kinoton Cinavia war, sperrt die PS3 sofort die Wiedergabe komplett.

    > b) ich filme was im kino, komprimiere es und spiel es über DNLA ab
    > -> geht oder nicht ? oder wird alles was abgespielt wird, deaktiviert

    S.O., der "transportweg" ist irrelevant, ob USB, DNLA, oder BD-R.

    > c) ich nehme was im TV auf und will es später auf der PS3 anschauen
    > -> geht oder nicht ??

    Nicht vorgesehen, aber technisch machbar, man koennte auf der TV austrahung Cinevia aktivieren und die PS3 blockiert die Wiedergabe.

    > d) camcorder nimmt hochzeit mit "bösem Ton" auf
    > -> geht oder nicht?

    Du denkst auf der falschen ebene, mit der *aufnahme* hat es gar nichts zu tun, der Cinavia Detector steck im *player*, in Fall des Artikels, in der PS3 ab Firmware 3.46, wuerde sie nach 20min den "boesen Ton" blockieren (genau deswegen die 20min regel, das sowas im normalfall nicht passiert.)

    > wie funktioniert das technisch?
    > ich denke über nen Abgleich per internet - ABER wenn ich BD Live nicht

    Nix internet. Es ist ein Audio-Watermark.

    > erlaube, dann will ich ja erst recht keinen copyright-kram erlauben - wird
    > dass dann ohne meine Erlaubnis eine Verbindung hergestellt?
    > Kann ich dann ohne Internetverbindung keine BRs mehr anschauen ???

    Cinavirus prueft, ob die Quelle (von dem Du etwas abspielst), AACS Protected ist. Wenn nicht, wird der Cinavia Detector aktiviert, der die Tonspur monitored, und wenn ein Watermark erkannt wird, wird je nach Typ, die Wiedergabe komplett, sofort gesperrt oder nur der Ton nach 20min abgestellt.

    Das heisst, auf Deiner Bluray aus dem Laden wird der Cinavia-Detector gar nicht erst aktiviert. Wenn Du dieselbe Bluray rippst (egal ob Du sie auf eine BR-R kopierst, als .m2ts von USB abspielst oder als runterskaliertes avi ueber DNLA abspielst), wird der Cinavia Detector aktiviert und erkennt das Watermark und wird dir nach 20min den Ton sperren.

    Es koennen per definition NUR *Abspielgeraete* (Mediaplayer wie Popcorn Hour, Blurayplayer, DVD Player usw) damit verseucht sein, aber *NICHT* Fernseher, Projektoren, Heimkino-Verstärker, HDMI-Switcher, Netzwerkfaehige Toaster usw...

  7. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Amüsierter Leser 23.03.12 - 13:58

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Interessant ist ja die Frage, was eine BluRay von einer kopierten BluRay
    > > unterscheidet.
    >
    > Das Medium. So ein Player weiss doch was er abspielt. Ist ein wasser
    > zeichen gefunden wird nach geschaut, was der Player abspielt. Ist es eine
    > gepresste Blu-ray ist alles in Ordnung ist es eine BD-R, BD-RE, DVD, USB
    > Stick wird das Video abgelehnt.

    Das klingt zu logisch, um wahr zu sein. ;-)

    Thx für den Hinweis auf das Offensichtliche, manchmal hat man ein Brett vor'm
    Kopp.

  8. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Trollfeeder 23.03.12 - 14:12

    jayrworthington schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > c) ich nehme was im TV auf und will es später auf der PS3 anschauen
    > > -> geht oder nicht ??
    >
    > Nicht vorgesehen, aber technisch machbar, man koennte auf der TV austrahung
    > Cinevia aktivieren und die PS3 blockiert die Wiedergabe.

    Wollen wir Wetten abschließen wie lange es dauert bis die Kreativen in den Chefetagen unserer TV Sender auf den Zug aufspringen. Dann ist es vorbei mit dem aufzeichnen und hinterher anschauen. Dann rechnet der Rekorder direkt die Summe für die Video on Demand Bereitstellung ab, wird dann gleich mit der nächsten Rechnung einbehalten. ;)

    --------------------------------------------------------------------------------
    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
    ----------------------------------------

  9. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Local_Horst 23.03.12 - 14:20

    Trollfeeder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Wollen wir Wetten abschließen wie lange es dauert bis die Kreativen in den
    > Chefetagen unserer TV Sender auf den Zug aufspringen. Dann ist es vorbei
    > mit dem aufzeichnen und hinterher anschauen. Dann rechnet der Rekorder
    > direkt die Summe für die Video on Demand Bereitstellung ab, wird dann
    > gleich mit der nächsten Rechnung einbehalten. ;)

    Da müssten die, soweit es um HD-Inhalte geht, aber die HD+ -Restriktionen bei Aufnahmen lockern. Werden die aber wohl gerne tun, da das ja noch extra Kohle bringt. :D

  10. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Flying Circus 23.03.12 - 14:21

    Amüsierter Leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe die DVD gekauft. Hätte ich sie kopiert, hätte ich den Track nicht
    > mitkopiert, ihr Content-Deppen.

    Mache ich seit längerem so: DVD kaufen, den eigentlichen Inhalt rippen, von meinem Medienserver streamen. Diese ganze "Werbung" dafür, ich müsse meine Inhalte bezahlen, ist frech. Das tue ich mir nicht mehr an.

  11. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Trockenobst 23.03.12 - 16:02

    Local_Horst schrieb:

    > Da müssten die, soweit es um HD-Inhalte geht, aber die HD+ -Restriktionen
    > bei Aufnahmen lockern. Werden die aber wohl gerne tun, da das ja noch extra
    > Kohle bringt. :D

    Alle Freunde mit den bekannten teuren Premiumkabelsendern haben diese
    Spezial-Karten im Einsatz, wo sie sich um Aufnahmesperren etc. einen Husten.

    Zwar haben einige Kabelprovider angekündigt diese "unlizensierten" Geräte
    via Rückkanal nicht mehr zu unterstützen, *aber* bisher ist da nie was passiert.

    Eher ist es so, dass dir z.T. mit HD-TVs "unter der Hand" bei den verzweifelten
    Hotlines empfohlen wird auf eine solche Lösung zu setzen (jepps!).

    Doppelkanal-Kisten mit Linux/Netzwerk/DLNA gibt es ab 220¤ plus 50¤ pro "Karte".

  12. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: altavista 23.03.12 - 16:25

    info hier:
    EP1060473
    EP1431961
    US6145081
    US2002097873

  13. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: divStar 23.03.12 - 16:52

    Das erinnert mich an den Alcatraz-Kopierschutz (http://www.cdrinfo.com/Sections/News/Details.aspx?NewsId=4840), der Muster auf der CD in die Datenschicht "eingravierte", damit Laufwerke darauf prüfen. Ich sehe jetzt schon etliche Kunden herumnörgeln, warum ihre gekaufte BD nicht geht..

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht auch dieser Kopierschutz umgangen werden wird. Wenn man die PS3 knacken konnte (wenn auch nur in Teilen) und wenn es mit sonst jedem System geschehen ist, wird es auch diesem System nicht anders ergehen.

    Wenn diese FI-Saftsäcke es mir dann erlauben würden meine Original-BDs in meinem BD-Laufwerk auf einen VGA-Ausgang auszugeben (weil ich derzeit noch nicht über etwas mit HDCP verfüge), hätte ich damit keine Probleme.

  14. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Dr.White 23.03.12 - 17:00

    robinx999 Wrote:

    > Das Medium. So ein Player weiss doch was er abspielt. Ist ein wasser
    > zeichen gefunden wird nach geschaut, was der Player abspielt. Ist es eine
    > gepresste Blu-ray ist alles in Ordnung ist es eine BD-R, BD-RE, DVD, USB
    > Stick wird das Video abgelehnt.

    So einfach ist es leider nicht.

    PS3 Konsolen Besitzer die ihre PS3 auch als Mediacenter verwenden, kennen das Problem mit Cinavia schon länger. Soweit ich weiß ist der Detektor schon in den meisten Panasonic, Philips und Sony BD Playern integriert, nicht unbedingt aktiv in der Firmware aber dennoch vorhanden.
    Seit ca. 2010 wurde begonnen auf neue Filme Cinavia zu integrieren. Das Medium spielt dabei keine Rolle. Der Kinofilm hat es natürlich integriert.
    Einzig allein die DVD blieb bis jetzt verschont, Imho hatte das Lizenz-rechtliche Gründe soweit ich gelesen habe. Damit ist seit 2012 Schluss.

    Jetzt erst schlägt die Falle zu. Viele BD-Rom Player Besitzer, wissen noch nicht um ihr Glück, das in der Firmware der Detektor schon schlummert. Für die Besitzer von DLNA fähigen Geräten kommt es natürlich doppelt dick, und das aus folgendem Grund.

    Vergessen wir mal die ganzen Torrent p2p Raubkopien. Das ist illegal und es ist verständlich das sich der Urheber wehrt. Bis dahin OK.

    Jeder der sich DVD´s oder BD kauft,verspürt irgendwann den Wunsch, dank günstigen Festplattenpreisen, seine Sammlung zu Rippen und sie dann evtl. auch über das LAN verfügbar zu machen, Z.B. mit DLNA oder SMB. Spart einfach den Medienwechsel und man hat seine erworbene Library überall im Haus verfügbar. Meiner Meinung legal, solange man das Original erworben hat.

    Das wird jetzt nicht mehr gehen ! Denn wenn der Film mit Cinavia bearbeitet wurde bzw. bearbeitet ist das falsche Wort.. integriert ist wohl richtiger, denn es ist überall und immer da auf der Tonspur und Bildspur.
    Es gibt paar nette Seiten im Netz dazu mit Messungen und Tests. Einfach nach Cinavia googlen.

    Fakt ist. Es gibt kein Gegenmittel. Kein Hack oder ähnliches. Kein Filter und bisher keine Möglichkeit es zu entfernen, da es so stark verwoben ist und praktisch zum Film dazu gehört.

    Um nur ein Beispiel zu nennen was die Burschen auf der Seite getestet haben.

    Der Film wurde gerippt, nach DIVX Konvertiert, Audio und Video getrennt gemuxt, danach auf Briefmarkengröße geschrumpft. Als Flash Video nochmal abgefilmt und dann wieder auf Mp4 konvertiert für die PS3. Weder lokal noch DLNA Stream ging was. Der Detektor löst nach wenigen Sekunden aus, Egal an welche Stelle man vorspult.

    Soviel zu dem. Wer mehr Infos hat, gerne her damit. Interessiert mich das Thema.

    Linux XBMC Mediacenter und PC´s bleiben davon natürlich verschont.Noch. Was mit so geschlossenen Sachen wie BoxeeBox oder AppleTV wird man sehen. Gut Apple macht ja eh ihr eigenes Süppchen. Ich denke aber das der typische "Blackbox" Mediaplayer Besitzer mit Sigma oder ähnlichem bald ihr blaues Wunder erleben werden, wenn nichts mehr geht außer den eigenen Urlaubsvideos.

    Das Ziel ist ganz einfach. Der Mediaplayer Kunde der seine schönen Box oder Player im Wohnzimmer stehen hat, wird gezwungen entweder BD-Roms oder kostenpflichtige DRM STreams zu konsumieren. Evtl. Youtube bleibt noch.

    Schöne Aussichten oder ? Dann euch ein schönes Wochenende.

    Because I am hard, you will not like me. But the more you hate me, the more you will learn. I am hard but I am fair.
    http://img7.imagebanana.com/img/k1ew98mx/blb.jpg

  15. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: robinx999 23.03.12 - 17:25

    Dr.White schrieb:
    >
    > Das wird jetzt nicht mehr gehen ! Denn wenn der Film mit Cinavia bearbeitet
    > wurde bzw. bearbeitet ist das falsche Wort.. integriert ist wohl richtiger,
    > denn es ist überall und immer da auf der Tonspur und Bildspur.
    > Es gibt paar nette Seiten im Netz dazu mit Messungen und Tests. Einfach
    > nach Cinavia googlen.
    >
    Sicher das es in der Bild Spur ist? Alles was ich zu dem Thema finde sagt, dass es nur die Audio Spur ist. (Insbesonder wird häufig gesagt, das die PS3 bei DTS nicht prüft)

    Und ehrlich gesagt die ganzen hin und her konvertierungen können eigentlich so nichts bringen, da ja immer noch sehr viel mit geschlept wird. Spontan würde ich mein Glück da auf SOX (http://sox.sourceforge.net) oder ähnliches setzen. Und mich langsam ran tasten. Es muss ja auf irgendeiner Frequenz sein und immerhin hat SOX ja auch schon seinen Dienst bei der Vuvuzela geleistet http://kevin-read.com/blog/2010/06/13/remove-vuvuzela-live-tv-sox/ man müsste nur die Frequenz finden auf der dass Signal kommt und da müsste man sich eigentlich ran tasten können also im Ersten schritt z.B.: nur 0-1000Hz vom Audio übernehemn und schauen ob es als Kopie erkannt wird und dass gleiche mit anderen Frequenzen, also 1000-2000, 2000-3000 u.s.w. und wenn es als Kopie erkannt wird, dann müsste man die Frequenzen eigentlich noch weiter einengen können. Irgendwie bezweifle ich dass dieses System lange stand halten wird. Irgendwann werden sich damit Leute beschäftigen die mehr Ahnung haben und diese werden wahrscheinlich auch dagegen ein Mittel finden.

  16. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Dr.White 23.03.12 - 17:44

    robinx999 Wrote:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dr.White schrieb:
    > >
    > > Das wird jetzt nicht mehr gehen ! Denn wenn der Film mit Cinavia
    > bearbeitet
    > > wurde bzw. bearbeitet ist das falsche Wort.. integriert ist wohl
    > richtiger,
    > > denn es ist überall und immer da auf der Tonspur und Bildspur.
    > > Es gibt paar nette Seiten im Netz dazu mit Messungen und Tests. Einfach
    > > nach Cinavia googlen.
    > >
    > Sicher das es in der Bild Spur ist? Alles was ich zu dem Thema finde sagt,
    > dass es nur die Audio Spur ist. (Insbesonder wird häufig gesagt, das die
    > PS3 bei DTS nicht prüft)

    Ja das stimmt. Aber soweit ich weiß hatte das Lizenzrechtliche Gründe. Hauptsächlich waren es DVD Rips mit DTS Spur die bei der ps3 trotz Cinavia gingen. Ich glaube aber das mit 2012 das ganze zu ist.


    >
    > Und ehrlich gesagt die ganzen hin und her konvertierungen können eigentlich
    > so nichts bringen, da ja immer noch sehr viel mit geschlept wird. Spontan
    > würde ich mein Glück da auf SOX (sox.sourceforge.net oder ähnliches
    > setzen. Und mich langsam ran tasten. Es muss ja auf irgendeiner Frequenz
    > sein und immerhin hat SOX ja auch schon seinen Dienst bei der Vuvuzela
    > geleistet kevin-read.com man müsste nur die Frequenz finden auf der dass
    > Signal kommt und da müsste man sich eigentlich ran tasten können also im
    > Ersten schritt z.B.: nur 0-1000Hz vom Audio übernehemn und schauen ob es
    > als Kopie erkannt wird und dass gleiche mit anderen Frequenzen, also
    > 1000-2000, 2000-3000 u.s.w. und wenn es als Kopie erkannt wird, dann müsste
    > man die Frequenzen eigentlich noch weiter einengen können. Irgendwie
    > bezweifle ich dass dieses System lange stand halten wird. Irgendwann werden
    > sich damit Leute beschäftigen die mehr Ahnung haben und diese werden
    > wahrscheinlich auch dagegen ein Mittel finden.

    Also ich protze hier nur mit dem Wissen das ich mir über das Thema damals zusammengesucht habe, bevor ich die PS3 ins Kinderzimmer verbannte. Ist ja fast 2 Jahre her.
    Da es reverse engineering Seiten sind werde ich die Links hier nicht posten. Obwohl sich das RE nur auf die Medien bezieht und nicht auf Hardware.
    Mein Wissensstand über Cinavia ist, das es eben nicht der klassische Kopierschutz ist. Das es nur auf dem Audiotrack ist, bleibt eine Vermutung die ich nicht teile, weil auch das Video ohne Audiotrack auf Cinavia anspringt. Ich denke es ist in beidem eng verwoben und ist nicht gedacht dazu entfernt oder dekodiert zu werden.
    Ich denke wie so ein unsichtbarer lack auf einem Gemälde. Das entfernen würde alle zerstören. Das bedeutet, die Player Hardware muß keinerlei zusätzlich Arbeit leisten. Macht das ganze billig und effektiv.

    Gut, ich hab eigentlich nur Klassiker in meiner DVD Sammlung. Das gab bisher keine Probleme. Neuere Filme kauf ich dann nur wenn es wirklich gut ist. Spontan Käufe für das ARchiv verkneif ich mir.

    Because I am hard, you will not like me. But the more you hate me, the more you will learn. I am hard but I am fair.
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  17. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: C. Stubbe 23.03.12 - 18:50

    mavi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wasserzeichen können mittels bestimmten Algorithmen bspw. in JPEGs
    > eingebaut werden. Diese siehst du nicht. Selbst nach Schneiden, Bearbeiten
    > und Neuspeichern des JPEGs bekommst du das Wasserzeichen nicht raus.
    > Dadurch kann die Echtheit bzw. Validierung immer gewährleistet werden, auch
    > ohne Internet.

    Das ist doch ein Technologie Wettkampf. Verlustbehaftete Kompression verspricht, nicht wahrnehmbare Anteile zu entfernen und so Daten zu sparen. Und ein Wasserzeichen versteckt Informationen in angeblich nicht wahrnembaren Veränderungen.

    Also ist entweder die verlustbehaftete Kompression nicht gut genug, oder die Veränderung ist doch wahrnehmbar.

    Chris

  18. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: altavista 23.03.12 - 19:31

    > Der Film wurde gerippt, nach DIVX Konvertiert, Audio und Video getrennt
    > gemuxt, danach auf Briefmarkengröße geschrumpft. Als Flash Video nochmal
    > abgefilmt und dann wieder auf Mp4 konvertiert für die PS3. Weder lokal noch
    > DLNA Stream ging was. Der Detektor löst nach wenigen Sekunden aus, Egal an
    > welche Stelle man vorspult.
    >

    haben die auch versucht, viele Kopien zu mischen ?

  19. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: Dr.White 23.03.12 - 20:18

    altavista Wrote:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der Film wurde gerippt, nach DIVX Konvertiert, Audio und Video getrennt
    > > gemuxt, danach auf Briefmarkengröße geschrumpft. Als Flash Video nochmal
    > > abgefilmt und dann wieder auf Mp4 konvertiert für die PS3. Weder lokal
    > noch
    > > DLNA Stream ging was. Der Detektor löst nach wenigen Sekunden aus, Egal
    > an
    > > welche Stelle man vorspult.
    > >
    >
    > haben die auch versucht, viele Kopien zu mischen ?

    Das weiß ich nicht. Ich fand es nur erstaunlich das im erzeugten Endprodukt, kaum was vom Film zu sehen war, vor lauter Umwandeln und verkleinern, vergrößern. Ich glaube immer noch es ist mit Bild und Ton verwoben. Anders geht es nicht. Eventuell werden analoge Techniken benutzt, die über dem digitalen Material liegen. Es ist mir echt ein Rätsel, wieso dieses "Signal" so hartnäckig alles überleben kann.

    Trotzdem Respekt an die Erfinder. Schleichend und Unbemerkt über die Jahre haben sie ein ziemlich hartes Ding geliefert, was uns sicher die nächsten Jahre beschäftigen wird. Viele Player haben den Detector schon in der Firmware.
    Ich hoff ja darauf das wenn es viele Leute zum stören anfängt irgendein Profi eine Lösung findet.

    Aber wie filtert man weiß aus Milch und behält dann weiße Milch ?

    Schönes Wochenende

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  20. Re: Also wie funktioniert das technisch genau?

    Autor: altavista 24.03.12 - 00:15

    vielleicht so:

    Figure 4 is a block diagram of a post-compression hidden data transport (PC-HDT) system encoder 310 in accordance with the present invention. The PC-HDT embeds inaudible auxiliary data in a subband-encoded compressed digital audio signal without the need to fully decompress the signal. A pre-existing digital bitstream including compressed digital audio data is received by the encoder at terminal 400, and provided to a demultiplexer and unpack (e.g., unpacketize) function 405 via line 403.

    The demultiplexer and unpack function 405 demultiplexes frames or packets of digital audio data from the remainder of the signal. The various portions of the audio frame are also unpacked. For instance, referring to Figure 2 and Figure 4, the bit allocation data 220 is unpacked from the frame 250 and provided to an inverse quantizer 404 via line 401. The audio subband samples 240 are unpacked and provided to the inverse quantizer 404 via line 402.

    Commonly, when the audio subband samples are normalized before entering the bitstream, the subband samples are encoded as a decimal number with a mantissa and exponent portion, wherein the mantissa represents the audio subband data samples, and the exponent represents the scaling factors (e.g., spectral envelope information) for each subband. In this case, only the mantissa of the subband samples need be provided to the inverse quantizer 404 via line 402.

    The inverse quantizer 404 performs different functions depending on the format of the packetized data stream. For example, the subband samples typically comprise binary data which may be in a sign and magnitude representation, or in a two's complement representation. The subband samples are converted to a two's complement representation if not already provided as such.

    Furthermore, in the example discussed, data samples from thirty-two subbands are provided. Accordingly, lines 402 and 406, designated with the letter "N", each represent N=32 separate communication lines.

    The thirty-two subbands of audio data samples after inverse quantization are communicated to lines 406 which are also illustrated as individual lines SM0, SM1, SM2,..., SMN-1. The designation "SM" indicates that the mantissa of the subband samples is being provided. A normalizer 408 is optionally provided in the event that the subband samples are not already normalized. The normalizer 408 computes the average energy over a small number of samples and divides each individual sample by the square root of the average energy, to provide a uniform power spectrum across all subbands.

    Normalized audio subband samples are provided on the N lines designated by SS0, SS1, SS2,..., SSN-1. The normalized audio subband samples are then combined with auxiliary data subband samples SPD0, SPD1, SPD2,..., SPDN-1 at combiners 446, 444, 442, and 440, respectively. The combiners may comprise, for example, XOR gates. Specifically, SS0 is combined with SPD0 at combiner 446, SS1 is combined with SPD1 at combiner 444, SS2 is combined with SPD2 at combiner 442, and SSN-1 is combined with SPDN-1 at combiner 440. The remaining audio subband samples and auxiliary data subband samples (not separately shown) are combined in a similar manner.

    The auxiliary data subband samples SPD0, SPD1, SPD2,..., SPDN-1 can be spread spectrum signals which are generated from a subband filtered pseudo-noise (PN) sequence and from an auxiliary data waveform. In particular, a PN sequence is provided to a subband filter bank 410 via line 412. The subband filter bank corresponds to the subband filter bank used to filter the digital audio (e.g., bank 120 shown in Figure 1). The auxiliary data signal is provided via line 414 to a conventional forward error correction (FEC) encoder 416, which, while not required, provides redundant data bits in the auxiliary data stream for downstream error recovery.


    das heisst wohl, die watermark daten werden in den schon komprimierten Datenstrom geschrieben, in dem die entsprechenden Subbandsignale mit den gepsreadeten Watermarkdaten kombiniert werden. deshalb geht da wohl auch mit formatumwandeln nichts, weil die dann immer noch da sin, kann mich aber auch irren.

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