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Label im Musikbusiness

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  1. Label im Musikbusiness

    Autor: idk 05.09.11 - 20:07

    >> die Verwertungsgesellschaften hätten also noch 20 Jahre Zeit, an den alten >>Aufnahmen zu verdienen

    Sie hätten imho nicht mal das Recht gehabt 10 Jahre an derartigen Kunstwerken zu verdienen.

    Wieso überhaupt ein Label die Macht hat behaupten zu können ein Song "gehöre ihnen" ist mir schleierhaft. Sind die Songs von Universal gespielt/gesungen/geschrieben worden oder von den Stones (rhetorische Frage)?

    btw: Ich weiß nicht ob die Stones jemals bei Universal waren, ich benutze fiktive Beispiele.

    http://g.bf3stats.com/pc/yLJOR9Rt/Creeper_DE.png

  2. Re: Label im Musikbusiness

    Autor: Dorsai! 05.09.11 - 20:59

    Wie schon im Artikel steht ist zu unterscheiden zwischen Urheberrecht und den Rechten an der Aufnahme. Letzteres gehört halt dem Label. Die Künstler könnten (soweit nicht anders vertraglich festgelegt) jederzeit zu einem anderen Label gehen und alte Songs neu aufnehmen.

    Davon ab sind 70 Jahre IMHO nicht gerechtfertigt. Wenn einer auf einem Fest einen 50 Jahre alten Oldie spielt dann entsteht doch wirklich niemanden ein Schaden daraus. Das ist wirklich nur gierigster abartigster Lobbyismus.

    Irgendwo muss man doch dann den Käufern und Fans auch Zugeständnisse machen und nicht nur gierig immer mehr Geld absaugen. Ist ja kein Wunder das da viele Leute dann lieber den illegalen Weg nehmen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.11 21:02 durch Dorsai!.

  3. Re: Label im Musikbusiness

    Autor: original registriert 06.09.11 - 02:29

    > Davon ab sind 70 Jahre IMHO nicht gerechtfertigt. Wenn einer auf einem Fest
    > einen 50 Jahre alten Oldie spielt dann entsteht doch wirklich niemanden ein
    > Schaden daraus. Das ist wirklich nur gierigster abartigster Lobbyismus.


    wenn es wirklich nur die erben der urheber, verleger, oder instrumentalisten
    wären, deren verwertungsrecht endlos lang wäre, wäre ich niht einmal dagegen,
    dass es endlos lang ist.

    aber in den archiven der major labels schlummert teiwleise material, an dem
    aufgrund idiotischer verträge oder betrug aus den 50iger jahren die plattenfirmen
    mehr verdienen als sonst jemand.

    so gibt es z.b. selbst im bereich von rock und jazz diverse fälle, wo die urheber
    überhaupt nichts bekommen, wenn 2011 noch tonträger oder mp3s verkauft werden,
    sondern nur die plattenfirma und der handel damit geld verdient.

  4. Re: Label im Musikbusiness

    Autor: original registriert 06.09.11 - 02:36

    > Wieso überhaupt ein Label die Macht hat behaupten zu können ein Song
    > "gehöre ihnen" ist mir schleierhaft. Sind die Songs von Universal
    > gespielt/gesungen/geschrieben worden oder von den Stones (rhetorische
    > Frage)?


    es sei trotzdem erklärt: ein verleger ist selbst auch urheber im sinne
    des urheberrechts.
    er stellt titel zusammen, berät die urheber, und selbstverständlich ist
    seine hauptfunktion natürlich die, dass der urheber ihn damit beauftragt hat,
    seine werke kommerziell auszuwerten.

    da der verleger - genau wie der urheber - von tantiemen und umatzbeteiligung
    lebt, geniesst er für seinen anteil an der künstlerischen tätigkeit die vollen
    urheberrechte.

    die frage die sich mir eigentlich eher stellt ist, ob ein angesteller eines
    major labels, was tatsächlich eignetlich ausser promotion absolut nichts
    macht, und vor allem auch nicht machst, was mit der arbeit eines
    klassischen verlegers zu tun hat, überhaupt noch verleger sind, oder ob man
    sozusagen die grossen, bei denn die ganze arbeit von angestellten im 0815-
    verfahren erledigt wird, nicht schon von gesetzes wegen her anders behandeln
    müsste als das mittelständische plattenlabel mit <1 mio umsatz, was gerade
    einmal 2 familien ernährt und nur 15 künstler - die aber intensiv - betreut.

  5. Re: Label im Musikbusiness

    Autor: /mecki78 06.09.11 - 12:27

    idk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso überhaupt ein Label die Macht hat behaupten zu können ein Song
    > "gehöre ihnen" ist mir schleierhaft.

    Tun sie ja nicht. Wer bitte hat das wo behauptet? Der Song gehört den Künstlern, nicht den Labels. Wenn überhaupt gehören die *Verwertungsrechte* am Song den Labels und das tun sie deswegen, weil die Künstler freiwillige ihre Verwertungsrechte an die Labels abgetreten haben, weil dann die Labels sich nämlich um die Verwertung kümmern und an diesen Einnahmen wird der Künstler selber wieder beteiligt. Mit anderen Worten: Ein Künstler, der seine Verwertungsrechte an ein Label Abtritt, muss sich sich um nichts kümmern, profitiert von allen Verträgen eines Labels, bekommt regelmäßig Geld auf's Konto und muss sich weder mit der GEMA herumschlagen, noch selber einen Anwalt beauftragen, wenn einer seine Rechte verletzt, das machen alles die Labels für ihn.

    /Mecki

  6. Re: Das sind Juristen

    Autor: Anonymer Nutzer 06.09.11 - 15:37

    die bereichern - weil verdienen können jene ohnehin nichts, dazu müssten jene eine allgemein nützliche Fähigkeit besitzen - mit solchen Institutionen, schaffen die Basis dazu indem sie auch noch massiv in der politischen Führung vertreten sind, eine der Säulen - oder war es Sauen? - der Demokratie intus haben und jetzt auch noch mit einem selbsternannten Bundespräsidenten eine weitere der Säulen für sich eingenommen haben.

    Also um es kurz zu machen: Juristen haben alle Säulen unserer demokratischen Basis belegt und betreiben nebenher auch noch den zur Manipulation notwendigen Lobbyismus.

    Da kannst du dir ausrechnen welchen Einfluss du als Bürger noch hast und was deine Freiheit noch Wert ist.

    Ach ja... in der EU sind die ebenso zahlreich vertreten oder noch zahlreicher, schaue ich mir dort die politische Führung an.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.11 15:39 durch firehorse.

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