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Core i3 soll reichen?
Autor: M.P. 23.03.17 - 08:51
Hat das Ding integrierte Hardware-Beschleunigung für das Decodieren von H.265?
Ohne Grafikkarte mit entsprechender Hardware-Beschleunigung wird das wohl schwierig mit komplett ruckelfreiem Empfang mit einem i3...
Auf einem älteren Linux-Rechner mit Core 2 Quad Q6600 / 8GByte RAM kam bei meinen Tests mit einem DVBSky T330 Stick (der nur den nackten Transportstream ausliefert) nur eine Abfolge von Standbildern, wenn man VLC zum Abspielen der ÖR-Programme benutzt.
Intel Core2 Quad Q6600 @ 2.40GHz vs. Intel Core i3-350M @ 2.27GHz
Ein Test wäre interessant (insbesondere mit der publizierten Minimal-Hardware), sollte Golem ein frühes Exemplar ergattern können...
4 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.17 09:01 durch M.P.. -
Re: Core i3 soll reichen?
Autor: Laforma 23.03.17 - 09:18
M.P. schrieb:
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> Hat das Ding integrierte Hardware-Beschleunigung für das Decodieren von
> H.265?
>
> Ohne Grafikkarte mit entsprechender Hardware-Beschleunigung wird das wohl
> schwierig mit komplett ruckelfreiem Empfang mit einem i3...
> Auf einem älteren Linux-Rechner mit Core 2 Quad Q6600 / 8GByte RAM kam bei
> meinen Tests mit einem DVBSky T330 Stick (der nur den nackten
> Transportstream ausliefert) nur eine Abfolge von Standbildern, wenn man VLC
> zum Abspielen der ÖR-Programme benutzt.
>
> =1038&cmp[]=743"]Intel Core2 Quad Q6600 @ 2.40GHz vs. Intel Core i3-350M @
> 2.27GHz
> Ein Test wäre interessant (insbesondere mit der publizierten
> Minimal-Hardware), sollte Golem ein frühes Exemplar ergattern können...
kommt stark auf die bitrate des videomaterials an.
hab mal gegoogelt:
i3 broadwell: 38fps@15mbps
i3 haswell: 30fps@15mbps
bei 10mbps sind es bei beiden geraeten (hier intel nucs) jeweils 47fps
reicht also mit ach und krach, sofern nur die videowiedergabe laeuft und die bitrate nicht ueber 15mbps steigt. -
Re: Core i3 soll reichen?
Autor: nate 23.03.17 - 10:25
> i3 broadwell: 38fps@15mbps
> i3 haswell: 30fps@15mbps
> bei 10mbps sind es bei beiden geraeten (hier intel nucs) jeweils 47fps
Bei DVB-T2 in Deutschland geht es um 1080p50 mit vielleicht 5-8 Mbps. Wenn deine Zahlen stimmen, sollte es für besagte i3-Prozessoren also schon recht eng werden. Erst Skylake bringt einen H.265-Decoder mit (aber nur fürs Main Profile; das viel gebräuchlichere Main10 ginge erst mit Kaby Lake, wird aber bei DVB-T2 nicht verwendet). -
Re: Core i3 soll reichen?
Autor: sneaker 23.03.17 - 12:01
M.P. schrieb:
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> Auf einem älteren Linux-Rechner mit Core 2 Quad Q6600 / 8GByte RAM kam bei
> meinen Tests mit einem DVBSky T330 Stick (der nur den nackten
> Transportstream ausliefert) nur eine Abfolge von Standbildern, wenn man VLC
> zum Abspielen der ÖR-Programme benutzt.
VLC 32 bit ist sehr langsam bei HEVC. MPC-HC/LAV 64 bit ist locker 3x so schnell. Bei einem alten Quad-Core (Core i7-860 von 2009) hatte ich bei so einem Teststream mal 500 fps erreicht. Ein i3/i5 egal welcher Generation sollte ausreichen. Größte Problem ist, daß der beliebte DVB Viewer nur in 32 bit existiert.
Wie weiter oben bereits angemerkt ist ab Skylake ansonsten auch ("echte") Hardware-Decodierung drin. -
Re: Core i3 soll reichen?
Autor: DavidKniprath 23.03.17 - 12:15
Die i3 CPUs ab der vierten Generation haben wesentlich mehr Power als viele denken. Reicht zumindest noch fuer jedes aktuelle Spiel
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Re: Core i3 soll reichen?
Autor: TC 23.03.17 - 15:44
sneaker schrieb:
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> Größte Problem ist, daß der beliebte DVB Viewer nur in
> 32 bit existiert.
Läuft das dann nicht trotzdem über LAV x64? -
Re: Core i3 soll reichen?
Autor: sneaker 23.03.17 - 17:05
Nein, das läßt sich leider nicht mischen.
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Re: Core i3 soll reichen?
Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 24.03.17 - 12:21
M.P. schrieb:
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> Hat das Ding integrierte Hardware-Beschleunigung für
> das Decodieren von H.265?
Wenn dem so wäre, würde selbst eine lausige Atom-CPU ausreichen. ;-)
Aber sooo extrem rechenintensiv ist HEVC beim Dekodieren (!) nur über die CPU auch nicht. Ich habe das Ganze kürzlich mit älteren Geräten aus meinem Fundus getestet:
Ein Athlon 5350 (4 x 2.1 Ghz, AM1) packt HVEC 10bit in 1080p mit einer Auslastung bis ca. 50 Prozent auf allen vier Kernen. Diese sind bekanntermaßen eher schwach, aber die H.265-Decoder machen auch Gebrauch von mehreren CPU-Kernen. Bei 4K-Material wird es allerdings knapp, da gehen zwei bis drei Kerne auf bis zu 100% und Seek bzw. Fast Forward führt zu Fragmenten, Stottern und Wartezeiten, bis sich das Ganze wieder gefangen hat. 4K ist allerdings für DVB-T2 derzeit noch nicht relevant.
Der nächste Testkandidat war ein Subnotebook mit einem Pentium 3556U aus der Haswell-Generation, ebenfalls komplett ohne Hardware-Unterstützung für H.265 und mit nur zwei Kernen bis 1.7 Ghz. Aber auch hier ist HEVC 10bit bei 1080p kein Problem. Bei 4K gibt's allerdings nur eine teils übel verpixelte Dia-Schau.
Und da ich oben Intel Atom erwähnt habe. Ein Tablet mit einem x5-Z8300 (Cherry Trail) dekodiert H.265 bis 10bit und in 4K bei allerhöchstens 20 Prozent CPU-Last. Die Plattform hat allerdings auch vollen Hardware-Support.
Um die Sache mal abzukürzen: Der i3 (ohne Hardware-Support!) wird wohl nur nötig sein, wenn man das Programm aufnehmen oder sonstwie zusätzlich Encoding fällig wird. Für die reine Wiedergabe ohne Hardware-Decoding dürfte so ziemlich alles genügen, was heute noch in Gebrauch und kein alter Atom (bzw. dessen AMD-Pendant) ist. -
Re: Core i3 soll reichen?
Autor: TC 24.03.17 - 12:48
Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
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> Für die reine Wiedergabe ohne Hardware-Decoding
> dürfte so ziemlich alles genügen, was heute noch in Gebrauch und kein alter
> Atom (bzw. dessen AMD-Pendant) ist.
Also mein Pentium-M Notebook schaffts nicht und der Core2Duo nur grenzwertig ;) -
Re: Core i3 soll reichen?
Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 24.03.17 - 13:31
TC schrieb:
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> Also mein Pentium-M Notebook schaffts nicht
Das wiederum wundert mich nicht. Selbst der stärkste Pentium M 780 (erschienen 2005!) erreicht pro Kern gerade mal zwei Drittel der Leistung des Pentium 3556U, mit dem ich getestet habe, und multithreaded (was hier relevant ist) knapp ein Drittel.
> und der Core2Duo nur grenzwertig ;)
Die stärksten Core2Duo sollten zumindest ungefähr in den Leistungsbereich der ULV-Varianten späterer Generationen kommen und es daher packen, aber die meisten dürften tatsächlich bestenfalls grenzwertige Ergebnisse liefern. Auch hier keine Überraschung.
Für's Protokoll: Ein System mit Athlon X2 4000+, dass ich noch in Betrieb nehmen konnte, schafft's natürlich auch nicht. Mit meinem 486er-Retrosystem hätte ich's ja ebenfalls probiert, aber die ganzen Player laufen leider nicht unter MS-DOS oder Win 3.11. ;-)
Apropos "Player" ... Sogar auf Android-Geräten lässt sich feststellen, dass der sonst als Referenz gehandelte VLC hinsichtlich HEVC mächtig durchhängt. Unter Windows würde ich derzeit ebenfalls zum MPC HC in der 64Bit-Variante raten, sowohl bei hard- als auch softwareseitiger Dekodierung.



