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Originalsprache statt neuer Technik

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  1. Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.15 - 13:23

    Ich selbst bin vor ca 15 Jahren auf Originalton umgestiegen. Anfangs nur mit Untertitel, Englisch ging schon kurz danach auch ohne (mit Ausnahmen wie Train Spotting oder alten Filmen). Ich kenne niemanden, der auf OT umgestiegen ist und sich danach noch Synchronstimmen anhören möchte. Der Unterschied ist einfach zu groß. Nicht nur in der Stimme, sondern in Ausdrucksweise, Talent, Stimmung usw.
    Einige Filme/Serien verlieren dabei völlig ihre ursprüngliche Bedeutung (zb Cow & Chicken: englisch tw sehr intelligente Witze, auf deutsch auf Vorschulniveau). In den 40er-80ern wurde das tw sehr krass eingesetzt, bis zu neuen Dialogzeilen, um den Erwartungen des Publikums zu entsprechen. Das hat massiv abgenommen, passiert aber noch immer.

    Extrem sind auch asiatische und da vor allem japanische Filme. Es ist unmöglich, die Ausdruckskraft der japan. Sprache zu synchronisieren. Was einem Film-Fan da abhanden kommt....

    Statt also die Technik zu verbessern wäre es imho weit sinnvoller, den OT zu bewerben. Es sollte um den Film und die Vision von Regisseur und Schauspielern gehen, nicht um marktgerechte Witze und Formulierungen mit immer den selben Synchronstimmen.

    Menschen, die 13 Lautsprecher benötigen, aber dann eine lausige Synchro damit abspielen, kann ich echt nicht verstehen. Keine Technik kann je den Unterschied zw OT und Synchronisierung wettmachen.

    In vielen Ländern wird ja auch nicht in deren Sprache synchronisiert, weil der Markt viel zu klein wäre. Die haben alle kein Problem damit, nur wir "gebildete" Erste Welt?

  2. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: mnementh 22.01.15 - 13:33

    morningstar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich selbst bin vor ca 15 Jahren auf Originalton umgestiegen. Anfangs nur
    > mit Untertitel, Englisch ging schon kurz danach auch ohne (mit Ausnahmen
    > wie Train Spotting oder alten Filmen). Ich kenne niemanden, der auf OT
    > umgestiegen ist und sich danach noch Synchronstimmen anhören möchte. Der
    > Unterschied ist einfach zu groß. Nicht nur in der Stimme, sondern in
    > Ausdrucksweise, Talent, Stimmung usw.
    > Einige Filme/Serien verlieren dabei völlig ihre ursprüngliche Bedeutung (zb
    > Cow & Chicken: englisch tw sehr intelligente Witze, auf deutsch auf
    > Vorschulniveau). In den 40er-80ern wurde das tw sehr krass eingesetzt, bis
    > zu neuen Dialogzeilen, um den Erwartungen des Publikums zu entsprechen. Das
    > hat massiv abgenommen, passiert aber noch immer.
    >
    > Extrem sind auch asiatische und da vor allem japanische Filme. Es ist
    > unmöglich, die Ausdruckskraft der japan. Sprache zu synchronisieren. Was
    > einem Film-Fan da abhanden kommt....
    >
    > Statt also die Technik zu verbessern wäre es imho weit sinnvoller, den OT
    > zu bewerben. Es sollte um den Film und die Vision von Regisseur und
    > Schauspielern gehen, nicht um marktgerechte Witze und Formulierungen mit
    > immer den selben Synchronstimmen.
    >
    > Menschen, die 13 Lautsprecher benötigen, aber dann eine lausige Synchro
    > damit abspielen, kann ich echt nicht verstehen. Keine Technik kann je den
    > Unterschied zw OT und Synchronisierung wettmachen.
    >
    > In vielen Ländern wird ja auch nicht in deren Sprache synchronisiert, weil
    > der Markt viel zu klein wäre. Die haben alle kein Problem damit, nur wir
    > "gebildete" Erste Welt?
    Ich sehe es nicht ganz so extrem. Es gibt halt schlechte Synchros. Das trifft vor allen Dingen asiatische Sachen, die oft grottige Synchros haben, speziell Anime. Zu wenige Kunden um eine gute Synchro zu bezahlen. Untertitel und Originalsprache sind da eindeutig die bessere Wahl. Hollywood wird dagegen inzwischen ganz gut synchronisiert, inklusive stabilen Synchronsprechern für bestimmte Schauspieler, damit Bruce Willis in jedem Film immer die gleiche Stimme hat.

    Ein paar extreme Beispiele für schlechte Synchro:
    Bei "Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe" (ein Louis de Funes Film) sahen wir den Originalton mit deutschen Untertiteln. Es gibt eine Szene wo die beiden Hauptfiguren nur herumfurzen. Erstaunlicherweise liefen in den Untertiteln dabei irgendwelche Blödeldialoge, aber es wurde gar nichts gesagt. Da haben die im Deutschen einfach irgendwelchen Text hinzugedichtet.
    "Inglorious Basterds" sah ich im Kino im Original - in Französisch, Deutsch und Englisch. Als ich die DVD kaufte, schaute ich mal aus Interesse auf die Synchro. Englisch ist da auch ins Deutsche übersetzt. Bei einem Dialog wird ein gefangener Deutscher befragt - und einer der basterds übersetzt. In der Synchro hat er dann eigentlich keine Aufgabe. Da wurden ihm einfach Beleidigungen des Gefangenen angedichtet, die irgendwie fehl am Platz wirken, zumal ja niemand darauf reagiert.

  3. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: as (Golem.de) 22.01.15 - 13:43

    Hallo,

    morningstar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich selbst bin vor ca 15 Jahren auf Originalton umgestiegen. Anfangs nur
    > mit Untertitel, Englisch ging schon kurz danach auch ohne (mit Ausnahmen
    > wie Train Spotting oder alten Filmen). Ich kenne niemanden, der auf OT
    > umgestiegen ist und sich danach noch Synchronstimmen anhören möchte. Der
    > Unterschied ist einfach zu groß. Nicht nur in der Stimme, sondern in
    > Ausdrucksweise, Talent, Stimmung usw.
    > Einige Filme/Serien verlieren dabei völlig ihre ursprüngliche Bedeutung (zb
    > Cow & Chicken: englisch tw sehr intelligente Witze, auf deutsch auf
    > Vorschulniveau).

    das hängt doch sehr vom Synchronstudio und dem Geld ab. Ja, ich bin auch Fan von Original-Ton. The Big Bang Theory finde ich in Deutsch ziemlich schlecht synchronisiert. Simpsons ist eigentlich mit guten, talentierten Stimmen synchronisiert, aber da hapert es bei der Übersetzung an sich. Aaaaber: Disney/Pixar-Filme sind häufig in einer hervorragenden Qualität synchronisiert worden. Die haben manchmal ihren ganz eigenen Charme. Insbesondere, wenn auch Songs sauber übersetzt wurden. _Das_ ist verdammt schwierig.

    Es liegt auch nicht jedem parallel den Untertitel zu lesen, dadurch geht auch einiges vom Filmerlebnis verloren. Die Ausdruckskraft einer Szene, die direkt auf die Augen geht beispielsweise - und man selbst ist mit dem Lesen der Untertitel beschäftigt. Insbesondere, wenn die Sprache an sich auch noch verdammt schnell gesprochen wird.

    Es hat alles Vor- und Nachteile. Solange man die Option hat ist ja alles in Ordnung. Mit den DVDs wurde ja im Prinzip der Originalton populär. So populär, dass in Berlin ein ganzes Kino mit 8 Sälen Filme nur in englischer Fassung zeigt.

    > Extrem sind auch asiatische und da vor allem japanische Filme. Es ist
    > unmöglich, die Ausdruckskraft der japan. Sprache zu synchronisieren. Was
    > einem Film-Fan da abhanden kommt....

    Da hab ich schon Schwierigkeiten dem Untertitel zu folgen. Zumindest der letzte chinesische Film, den ich gesehen habe, war arg schnell gesprochen und ich wusste immer nicht, schaue ich auf die beeindruckenden Bilder oder will ich verstehen, was die Leute sagen? Mal war der eine Teil im Augenwinkel, mal der andere.

    > In vielen Ländern wird ja auch nicht in deren Sprache synchronisiert, weil
    > der Markt viel zu klein wäre. Die haben alle kein Problem damit, nur wir
    > "gebildete" Erste Welt?

    Das hat nichts damit zu tun. Skandinavische Länder synchronisieren auch kaum (weswegen die dort sehr gut englisch können). Bei Kinderfilmen wird aber synchronisiert. Ist auch sinnvoll, da ein Kind, dass nicht lesen kann oder es gerade erst lernt kann wohl kaum mit dem Originalton mit Untertiteln etwas anfangen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  4. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: /mecki78 22.01.15 - 13:51

    Also ich möchte dazu anmerken, dass ich mich bei O-Ton immer schwer damit tue, gesprochenes zu verstehen. Nicht weil mein Englisch so schlecht ist, sondern weil die Sprache so leise ist. Denn im Original ist die Sprache eben tontechnisch perfekt in die Szene eingebettet. In der deutschen Synchronisierung hingegen ist die Sprache oft viel lauter als die restliche Tonspur. Das macht sie einfacher zu verstehen, aber die tontechnisch leidet die Szene dabei, weil das Lauststärkenverhältnis Stimme zu Geräusche oft nicht mehr passt und auch nicht mehr "natürlich" klingt. Dummerweise ist mein Gehör an dieses Verhältnis derart gewöhnt und das macht mir bei O-Ton Filmen immer stark zu schaffen, weil ich muss höllisch konzentrieren muss, um die Stimme rein akustisch ausreichend gut zu erfassen. Zeitgleich frage ich mich aber auch, warum Synchronstudios das Abmischen derart schlecht hinbekommen und ob das eigentlich Absicht ist.

    /Mecki

  5. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: Bernd_W 22.01.15 - 14:11

    @Mecki: Hah, habe das gleiche Problem. Paradebeispiel Tatort: "geangelter" O-Ton, bei gemäßigter Lautstärke schwer zu verstehen, ich schalte da immer VT Seite 150 dazu ;).
    Gegenbeispiel: Breaking Bad. Beim englischen O-Ton spielt der Tonmann beim Dreh anscheinend stark an den Reglern rum (wenn jemand spricht --> voll in die Sättigung), damit die Sprache verständlich wird. Pumpt, Dynamik ist weg, klingt muffig, hört sich in meinen Ohren grausam an. Da ist mir die Synchrofassung lieber, obwohl da andere Sachen untergehen. Man kann nicht alles haben.

  6. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: Marc2 22.01.15 - 14:20

    nachteile von o-ton gibt es aber auch. neulich hab ich mal ne star trek folge (remember me) auf dailymotion geschaut, und die liefen da akkustisch in ner pappkulisse umher. wenn das ein raumschiff war, war es aus holz, pappe, oder sonst was, aber nicht aus steinhartem schallabsorbierendem material wie das deutsche raumschiff ;) und ich denke mir, hätte man diesen raumklang im synchro studio gut gefunden, hätte man ihn bestimmt irgendwie draufbekommen.

    und zb gibt es sehr ulkige bud spencer & terrence hill synchronisationen. ganz umsteigen auf das eine oder andere würde ich nicht wollen. und manche referenzen zb bei family guy oder so sind auf aktuelle fast belanglose geschehnisse in den usa, von denen ich nix wissen kann und will, da könnte genauso gut ein deutscher witz kommen.

  7. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: Meleager 22.01.15 - 15:03

    Aber geht dabei dann nicht der Sinn der Serie verloren?
    Also das, was die Zeichner/Schreiber eigentlich meinten?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.15 15:03 durch Meleager.

  8. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: Marc2 22.01.15 - 16:10

    ja. und gegebenenfalls will ich auch ne integere produktion sehen, wo niemand pfuschen konnte. aber dass ich jetzt niemandem mehr eine adaption zutrauen würde... das kann ich mir nicht vorstellen, dazu wurde ich einfach nicht genug von deutschen stimmen enttäuscht.

  9. Sprachverständlichkeit: Dialog-Level erhöhen

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.15 - 18:08

    Das liegt zum Teil auch daran,
    dass viele Filme für Kino als Auditorium abgemischt werden
    und eben nicht für ein bescheidenes heimisches Wohnzimmer als Wiedergabeort.

    Die Hauptverwertung (Einnahme-Quelle) von großen Filmproduktionen ist das Kino,
    Blu-ray, DVD und TV sind wohl "lediglich" Zweitverwertungs-Kanäle.
    Entsprechend wird die Abmischung der Werke auf Kino als Wiedergabe-Ort optimiert.

    Für die Zweitverwertung macht man halt was gerade so noch geht
    und sich Aufwands-mäßig und finanziell im Rahmen hält.
    Raus damit auf den Markt, und der Preis muss ja auch passen.

    Für eine Blu-ray kriegt man auch nicht mehr so viel,
    und einem Konsumenten ist es schwer zu vermitteln
    wieso er für einen Mehraufwand im Audio-Bereich mehr bezahlen soll,
    wenn es "so doch auch geht"
    -irgendwie jedenfalls.

    Und anscheinend passt es ja.
    Keiner meckert, und mehr bezahlen will ja auch keiner - wozu denn.

    Es soll ja sogar Leute geben, die sich mit der Qualität von illegal im Kino abgefilmten Werken vollkommen zufrieden geben.

    Die meisten Konsumenten haben ohnehin nur Stereo-Anlagen zu Hause,
    und die sind oft von fragwürdiger Wiedergabe-Qualität.

    Den meisten Konsumenten ist es ja schon zu aufwenig
    den Ton ihres TVs über ihre vorhandene Stereo-Anlage wieder zu geben.
    Und geben sich mit dem zufrieden was ihr FlatScreen TV so als Sound wiedergeben kann.

    Ein zusätzliches Kabel und noch eine Komplexitätstufe mehr bei der Bedienung
    (Fernbedienung der Stereo-Anlage) ist einfach zu viel bzw. viel zu lästig.

    So jedenfalls hört man es von diversen Experten.

    Zurück zum Thema Sprachverständlichkeit:

    Abhilfe schaffen kann ein guter AV-Receiver.
    Hier kann man per Menü oder App den "Dialog-Level" beeinflussen.
    Hierbei wird der Center-Lautsprecher stärker hervor gehoben.
    Funktioniert ganz gut.

    In Bezug auf Sprachverständlichkeit könnten sich noch Firmen wie Audyssey hervortun in dem sie diverse Algorithmen entwickeln.
    Technisch ist das machbar und es ist bekannt wie es geht / gehen könnte.

    Gerade im Audio-Bereich ist in Bezug auf Sprache bzw. in Bezug auf diverse Audio-Quellen (z.B. Hervorhebung oder Isolation einzelner Instrumente oder Stimmen) technisch vieles (sehr vieles sogar) machbar.

    Die entsprechende Expertise ist vorhanden - es geht "lediglich" darum Entwicklungsresourcen zu aktivieren, Geld zu investieren und das Ganze zu vermarkten - das heißt, die Großen im AVR-Geschäft davon zu überzeugen entsprechend ausgebaute Produkte anzubieten.

    Aus einem AVR würde dann im Prinzip ein Home Entertainment Studio.
    Die Ansprüche an die benötigte Computing-Hardware würde jedoch ziemlich steigen.

    In einem AVR Entertainment Studio müsste dann, sagen wir mal,
    Intel Core M x86 Hardware mit Windows 10 als Embedded OS
    verbaut werden.

    Das User Interface eines solchen Home Entertainment Studios
    müsste dann idealerweise auch auf vollkommen neue Füsse gestellt werden:
    Gesten-Steuerung, Sprachsteuerung, Steuerung per App usw..

    Mal sehen welcher der großen Marken sich so was zutraut
    und sich dabei nicht im internen Gestrüpp verheddert.

    Es ist neben Auro 3D, Dolby un DTS noch verdammt viel mehr machbar
    um das Erleben von Audio und Video signifikant zu verbessern.
    Fragt sich aber halt auch, ob es einen (Massen-) Markt dafür gibt.

    Sehr sehr viele Konsumenten haben (erschreckend) geringe Ansprüche an Audio-Reproduktion ("Geht schon, ich brauche nicht mehr ...").

    Wir werden wohl nur kleine Schritte sehen ... der Massenmarkt der Consumer stellt qualitativ keine großen Ansprüche und weiß auch gar nicht was möglich ist.




    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich möchte dazu anmerken, dass ich mich bei O-Ton immer schwer damit
    > tue, gesprochenes zu verstehen. Nicht weil mein Englisch so schlecht ist,
    > sondern weil die Sprache so leise ist. Denn im Original ist die Sprache
    > eben tontechnisch perfekt in die Szene eingebettet.

  10. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: jungundsorglos 23.01.15 - 03:13

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich möchte dazu anmerken, dass ich mich bei O-Ton immer schwer damit
    > tue, gesprochenes zu verstehen. Nicht weil mein Englisch so schlecht ist,
    > sondern weil die Sprache so leise ist. Denn im Original ist die Sprache
    > eben tontechnisch perfekt in die Szene eingebettet. In der deutschen
    > Synchronisierung hingegen ist die Sprache oft viel lauter als die restliche
    > Tonspur. Das macht sie einfacher zu verstehen, aber die tontechnisch leidet
    > die Szene dabei, weil das Lauststärkenverhältnis Stimme zu Geräusche oft
    > nicht mehr passt und auch nicht mehr "natürlich" klingt. Dummerweise ist
    > mein Gehör an dieses Verhältnis derart gewöhnt und das macht mir bei O-Ton
    > Filmen immer stark zu schaffen, weil ich muss höllisch konzentrieren muss,
    > um die Stimme rein akustisch ausreichend gut zu erfassen. Zeitgleich frage
    > ich mich aber auch, warum Synchronstudios das Abmischen derart schlecht
    > hinbekommen und ob das eigentlich Absicht ist.
    Perfekt beschrieben. Deswegen bevorzuge ich auch die Synchros. Viel besser akustisch zu verstehen. Dann kommt noch der ganze Slang dazu. Es ist einfach zu stressig im O-Ton und zuviel Störgeräusche rauzufiltern.

  11. Japanisch... Klar...

    Autor: Yes!Yes!Yes! 23.01.15 - 13:28

    Ich habe aus der "Not heraus" (also mangels Verfügbarkeit) schon etliche Filme auf Russisch und Türkisch geschaut. Ob die Ausdrucksstärke höher ist, kann ich nicht beurteilen - ich habe kein Wort verstanden und konnte der Handlung nur teilweise folgen.

    Die meisten O-Ton-Schauer meinen gar nicht "O-Ton" sondern Englisch. Es scheint eher, dass sie damit angeben wollen, Englisch zu verstehen.

    Ich möchte Bud Spencer & Terence Hill niemals im O-Ton sehen. Ohne die deutsche Synchro sind die Filme nicht halb so viel wert.

  12. "... ist die Sprache oft viel lauter als die restliche Tonspur. "

    Autor: Yes!Yes!Yes! 23.01.15 - 13:39

    Schön wär's ja. Ich kenne nur das Gegenteil. Dialoge oftmals auch in deutscher Synchro viel zu leise.

  13. Re: Japanisch... Klar...

    Autor: Koto 23.01.15 - 14:39

    Das Thema ist schon etwas komplexer.

    Sicher gibt es schlechte Syncros. Gerade bei Filmen, die nicht so kommerziell sind. Asia Film wurden schon genannt.

    Es gibt aber auch Syncros, die sind besser als im Original. Zb gilt die Synco von Eine Schrecklich Nette Familie als die beste. Die Serie räumte in keinem Land so ab wie hier. Das wird oft unterschlagen. Und auch nicht jeder US Schauspieler hat ne gute Stimme.

    Untertitel kommen für mich nicht infrage. Die Untertitel lenken einfach vom Bild ab. Außerdem sind viele auch sehr schnell. Da wird lese wirklich anstrengend. Wenn dann auch noch der Kontrast der Untertitel zum Bild nicht stimmt. Oder Untertitel zu klein sind. Wird es echt ätzend.

    Die Länder als Vorbild zu nehmen die nicht Synchronisieren, weil der Markt zu klein ist. Finde ich kurios. Vor allem wenn man Sie fragen würde. Ob Sie nicht lieber eine Synchronisation hätten. Das wäre doch die Primär frage.

    Hier versucht man doch einfach, sich das als Bestätigung der eigenen Position heranzuziehen.

    Man braucht sich ja auch nur mal Weltweit umsehen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Synchronisation_%28Film%29#Synchronisation_weltweit

    Was mir aber vor allem auf den keks geht. Die O-Ton Fraktion die immer wieder versucht andere zu beeinflussen. Wer O-Ton gucken möchte kann das ja tun. Aber geht doch den wo Snycros gucken nicht laufend auf den keks.

    Warum muss man immer wieder anderen in den Ohren liegen damit?
    Messias Komplex?

    Ist doch toll das es beides gibt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.01.15 14:42 durch Koto.

  14. Re: Japanisch... Klar...

    Autor: Elgareth 23.01.15 - 14:48

    Koto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt aber auch Syncros, die sind besser als im Original. Zb gilt die
    > Synco von Eine Schrecklich Nette Familie als die beste. Die Serie räumte in
    > keinem Land so ab wie hier. Das wird oft unterschlagen. Und auch nicht
    > jeder US Schauspieler hat ne gute Stimme.

    Und die Herr der Ringe Trilogie. Im deutschen bringen die Synchronsprecher, insbesondere die von Frodo, Sam und Gandalf viel besser passende Emotionen rüber, als das im englischen Original der Fall ist.
    Drei der wenigen Filme, die ich mehrmals in Englisch und Deutsch gesehen habe... und wo ich nicht eine Szene nennen könnte, wo der Originalton besser als die deutsche Synchro wäre...

  15. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: humpfor 23.01.15 - 16:20

    Wenn sie beim Publikum besser ankommen?

    Bestes Beispiel war die Serie "Die Zwei" mit Roger Moore und Tony Curtis. Die haben sie auf deutsch zigmal lustiger übersetzt, weil sie original eher stock-steif war.

    Kam im übersetzten Raum zigmal besser an als mit O-Ton.

    Genauso bei Bud Spencer & Terence Hill..

  16. Re: Japanisch... Klar...

    Autor: bccc1 23.01.15 - 16:36

    Herr der Ringe hat zwar super Synchronsprecheraufnahmen, allerdings wurden diese anders verarbeitet, bzw es fehlen Effekte. Schönes Beispiel ist Arwen in die Gefährten. In der Flussszene hat die englische Fassung ein sehr schönen Reverse Reverb mit Delay auf der Stimme, welcher die Intensität der Szene steigert. Die deutsche Fassung ist hier deutlich trockener.
    Die Nazgûl haben auch einen deutlich anderen Klang. Im Deutschen kratziger und heller, im Englischen sehr tief.

    Generell sind die deutschen Sprachaufnahmen häufig überlegen, aber die Bearbeitung unterlegen. Meistens sehe ich die Filme nur in Deutsch, aber gelegentlich entgeht einem dabei eine Menge.

  17. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: Anonymer Nutzer 24.01.15 - 21:22

    as (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aaaaber: Disney/Pixar-Filme sind häufig in einer hervorragenden Qualität
    > synchronisiert worden. Die haben manchmal ihren ganz eigenen Charme.
    > Insbesondere, wenn auch Songs sauber übersetzt wurden. _Das_ ist verdammt
    > schwierig.

    Animierte Filme hab ich nicht erwähnt, weil es da ja keine Schauspieler gibt. Aber da gibt es leider auch genug Negativbeispiele. Shrek zb ist auf deutsch eine wahre Katastrophe. Ice Age fand ich wieder ganz gut...extra wegen Otto auf deutsch gesehen, und er spricht die Figur wirklich ausgezeichnet und in der Rolle (also nicht als Otto).

    > Es liegt auch nicht jedem parallel den Untertitel zu lesen, dadurch geht
    > auch einiges vom Filmerlebnis verloren. Die Ausdruckskraft einer Szene, die
    > direkt auf die Augen geht beispielsweise - und man selbst ist mit dem Lesen
    > der Untertitel beschäftigt. Insbesondere, wenn die Sprache an sich auch
    > noch verdammt schnell gesprochen wird.

    Klar. Aber mir ging es darum, dass man mit noch so toller Technik nicht annährend an die Ausdruckskraft/Lebendigkeit des OT kommt. Und bei schneller Sprache, zb Japanisch, ist mit auch OT lieber, denn auf deutsch müssen die entweder viel schneller sprechen als gewohnt oder wesentliches weglassen.

    > Es hat alles Vor- und Nachteile. Solange man die Option hat ist ja alles in
    > Ordnung. Mit den DVDs wurde ja im Prinzip der Originalton populär. So
    > populär, dass in Berlin ein ganzes Kino mit 8 Sälen Filme nur in englischer
    > Fassung zeigt.

    Ich bin auch gar nicht gegen die Option, nur stellt sich für mich der Sinn nach einer besseren Audio-Technik in Frage, die ja mit immer besserer Authentizität des Sounderlebnisses wrbt, wenn ich dank Synchro einen Großteil der Authentizität wieder wegschneide.

    > Da hab ich schon Schwierigkeiten dem Untertitel zu folgen. Zumindest der
    > letzte chinesische Film, den ich gesehen habe, war arg schnell gesprochen
    > und ich wusste immer nicht, schaue ich auf die beeindruckenden Bilder oder
    > will ich verstehen, was die Leute sagen? Mal war der eine Teil im
    > Augenwinkel, mal der andere.

    Da geb ich Dir recht. Aber viele gute asiatische Filme spielen sowieso auf mehren Ebenen. So sind zb auch Farben sehr wichtig, ganz stark in "Hero" zu sehen oder auch in "Crouching Tiger Hidden Dragon". Deshalb seh ich mir diese Filme immer mind 2 mal an: einmal, um die Geschichte zu verstehen und einmal um mich nur aufs Visuelle zu konzentrieren.

    > Das hat nichts damit zu tun. Skandinavische Länder synchronisieren auch
    > kaum (weswegen die dort sehr gut englisch können). Bei Kinderfilmen wird
    > aber synchronisiert. Ist auch sinnvoll, da ein Kind, dass nicht lesen kann
    > oder es gerade erst lernt kann wohl kaum mit dem Originalton mit
    > Untertiteln etwas anfangen.

    Als ich vor ~15 Jahren das letzte mal in Griechenland war, war ich auf einem "Land-Kino". Da saßen, Griechen, Kind bis Greis und auch Touristen. Sprache englisch, griechische Untertitel (sehr spaßig, da auch die Namen der Schauspieler übersetzt wurden). Das hat niemanden gestört.

  18. Re: Japanisch... Klar...

    Autor: Anonymer Nutzer 24.01.15 - 21:27

    Yes!Yes!Yes! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe aus der "Not heraus" (also mangels Verfügbarkeit) schon etliche
    > Filme auf Russisch und Türkisch geschaut. Ob die Ausdrucksstärke höher ist,
    > kann ich nicht beurteilen - ich habe kein Wort verstanden und konnte der
    > Handlung nur teilweise folgen.

    Türkisch (zb die Yusuf-Trilogie) hat einen ganz eigenen Charme und die Filme fühlen sich in OT ganz anders an. Da fühlt man sich wirklich in eine fremde Kultur versetzt. Natürlich nur mit UT, ich kann nur Deutsch und Englisch.

    > Die meisten O-Ton-Schauer meinen gar nicht "O-Ton" sondern Englisch. Es
    > scheint eher, dass sie damit angeben wollen, Englisch zu verstehen.

    Das hab ich schon oft gehört, aber nur von Menschen, die nicht OT schauen bzw ken Englisch können. Wer OT schaut, der schaut eigentlich alles in OT, nicht nur englisch. Wenn man sich einmal auf die Authentitzität von Originalstimmen eingelassen hat, kommt einem Synchro nur mehr grausig vor.

    > Ich möchte Bud Spencer & Terence Hill niemals im O-Ton sehen. Ohne die
    > deutsche Synchro sind die Filme nicht halb so viel wert.

    Klar, Filme, die man als Kind dutzende mal gesehen hat, will man genau so wieder erleben. Geht mir auch so, zb bei Louis de Funes. Nur für diese Filme braucht man sowieso nur Mono-Stereo und ganz sicher kein 13.1 :)

  19. Re: Originalsprache statt neuer Technik

    Autor: Sinnfrei 26.01.15 - 13:32

    Deshalb gehe ich in Holland ins Kino. Da habe ich O-Ton, Dolby Atmos, 4K HFR, und was man sich sonst noch so wünschen kann ... Nur die Untertitel nerven manchmal ein wenig.

    __________________
    ...

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    Googles Street View ist in Deutschland bisher kaum verfügbar, das Bildmaterial ist veraltet und Häuser sind oft verpixelt. Grund ist der Vorabwiderspruch gegen die Anzeige von Häusern, den viele Besitzer in Anspruch nahmen. Google lässt nun prüfen, ob neue Aufnahmen ohne Vorabwiderspruch möglich sind.

  3. Datenschutz: Zahl der Behördenzugriffe auf Konten steigt
    Datenschutz
    Zahl der Behördenzugriffe auf Konten steigt

    Behörden in Deutschland haben im bisherigen Jahresverlauf häufiger auf Konten von Bürgern zugegriffen als im Vorjahreszeitraum. Dem Bundesdatenschutzbeauftragten gefällt das nicht - er fordert eine Überprüfung der rechtlichen Grundlage.


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