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Audio-Esoterik

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  1. Audio-Esoterik

    Autor: enki 08.01.15 - 20:54

    Ich habe gar nicht gewusst, dass es auch heute noch in nennenswerter Anzahl Leute zu geben scheint, die sich das Geld mit billigen Vermarktungstricks aus der Tasche ziehen lassen.
    Früher liessen sich einschlägige Konsumenten mit Unsinn á la sauerstoffarme Kupferkabel mit irrsinnigen Kabeldurchmessern, vergoldeten Anschlussbuchsen, Vacuumröhren in Verstärkern etc. die Geldbörse erleichtern, später kamen noch merkwürdige Rituale beim Abspielen von CDs auf und manche Leute vermeinten Klanunterschiede im "Klang" von CD-Spielern zu hören.
    Heute also die hochauflösende digitale Musik. "Die Tonwiedergabe solle besser sein als die von einer Audio-CD". Mag ja sein, aber eher nicht für das menschliche Gehör.
    Ich behaupte, dass im mobilen Gebrauch niemand den Unterschied zwischen einer 256 kBit MP3 und der originalen CD feststellen kann. Im stationären Gebrauch mit sehr guten Lautsprechern mag das dann vielleicht für 320 kBit gelten, ich kann mich hier an die Literatur nicht erinnern (irgendein Fraunhofer-Institut ist hier in der Forschung zugange gewesen).
    Der einzige reale Nutzen des Spielers liegt wohl darin, dass man seine CD nicht rippen muss, bevor man sie auf den Player kopiert. Alle vermeintlichen Klangverbesserungen sind für das Gehör jedoch irrelevant.
    Dafür ists jedoch teuer, für das Geld bekomme ich einen MP3-Spieler mit exzellentem Klang, mit dem ich auch telefonieren und surfen und komische Spiele spielen kann.
    Und ganz im Vertrauen: Ich mag einiges aus dem Repertoire von Neil Young sehr, aber dessen Werk, z. Bsp Psychodelic Pill (das aktuellste in meiner Sammlung), lechzt nicht wirklich nach einem audiophilen Equipment.

  2. Re: Audio-Esoterik

    Autor: Ebola 08.01.15 - 22:24

    Nun sag aber bloß noch, du bist so ein Banause und malst nicht mal den Rand deiner CDs mit Edding an???? Wo man doch klar hören kann, dass schwarzer Edding das störende Streulicht des Lasers besser absorbiert als grüner.
    Oder man kauft sich gleich das hier vorgestellte Gerät zum schräg schleifen der CD-Ränder...

    http://www.fl-electronic.de/live_connection/cd-kanten.html

  3. Re: Audio-Esoterik

    Autor: Anonymer Nutzer 09.01.15 - 02:11

    Vacuumröhren waren fast ein halbes Jahrhundert die einzige Möglichkeit einen Verstärker zu betreiben. So falsch kann die Geschichte also nicht gewesen sein.

  4. Re: Audio-Esoterik

    Autor: enki 09.01.15 - 12:00

    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vacuumröhren waren fast ein halbes Jahrhundert die einzige Möglichkeit
    > einen Verstärker zu betreiben. So falsch kann die Geschichte also nicht
    > gewesen sein.

    Röhren verändern den Klang, weswegen sie heute noch gerne in Gitarrenverstärkern eingesetzt werden (dort ist die Veränderung gewünscht).
    In einem audiophilen Equipment haben sie, zumindest ab den 70ern, eventuell ab den 60ern, nix zu suchen. Vorher war möglicherweise die Qualität der Transistoren zu schlecht für HiFi-Verstärker (Vorverstärker und Endstufen).

  5. Re: Audio-Esoterik

    Autor: Trollversteher 09.01.15 - 12:06

    >In einem audiophilen Equipment haben sie, zumindest ab den 70ern, eventuell ab den 60ern, nix zu suchen. Vorher war möglicherweise die Qualität der Transistoren zu schlecht für HiFi-Verstärker (Vorverstärker und Endstufen).

    Das hängt doch ganz von den Vorlieben des jeweiligen Audiophilen ab - auch ein audiophiler kann den Klang eines Röhrenverstärkers dem neutralen Klang eines Transistorverstärkers vorziehen und daher bereit sein, viel Geld für diese Klangfarbe auszugeben.
    (Zumal der "warme" Röhrenklang auch zum großen Teil ein Mythos ist - es gibt auch sehr neutrale und lineare Röhrenverstärker, meistens sind es die fetten Transformatoren und Spulen eines typischen Röhrenverstärkers, die für den "warmen" Klang sorgen, weniger die Röhren selbst).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.01.15 12:07 durch Trollversteher.

  6. Re: Audio-Esoterik

    Autor: enki 09.01.15 - 12:26

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das hängt doch ganz von den Vorlieben des jeweiligen Audiophilen ab - auch
    > ein audiophiler kann den Klang eines Röhrenverstärkers dem neutralen Klang
    > eines Transistorverstärkers vorziehen und daher bereit sein, viel Geld für
    > diese Klangfarbe auszugeben.

    Das hängt vom Verständnis des Begriffs "Audiophil" ab. IMHO bedeutet audiophil das Streben nach Klangtreue hinsichtlich des Originals, sei das ein Klavier, der Sound einer Gibson nach dem Marshall-Verstärker oder das Master des DJ. Und in diesem Sinn ist ein Verstärker ein Verstärker. Ohne Eigenschaften.

    Mag sein, dass das nicht jeder so sieht, jedem das Seine.

    Es gibt ja auch Leute, die ihre Musik gerne verzerrt, ohne Dynamik und voller Störgeräusche lieben (damit meine ich nicht nur Schallplattenliebhaber, sondern auch eine Generation von (häufig jugendlichen) Musikhörern, für die die Musik absichtlich "schlecht" produziert wird, weil das so "besser" klingt).

  7. Re: Audio-Esoterik

    Autor: Trollversteher 09.01.15 - 12:33

    >Das hängt vom Verständnis des Begriffs "Audiophil" ab. IMHO bedeutet audiophil das Streben nach Klangtreue hinsichtlich des Originals, sei das ein Klavier, der Sound einer Gibson nach dem Marshall-Verstärker oder das Master des DJ. Und in diesem Sinn ist ein Verstärker ein Verstärker. Ohne Eigenschaften.

    Ich denke ein Großteil der sog. "Audiophilen" sieht das auch so - obwohl die "Klangtreue" schon bei den Recording/Mixing/Mastering Ingenieuren endet, denn die nehmen in den seltensten Fällen eine unbearbeitete Originalspur, die mit einem neutralen Messmikrophon aufgenommen wurde, sondern "färben" den Klang der Instrumente und der Stimmen ja bereits nach Ihren Vorlieben ein - und auch dort gibt es eine große Fraktion, die auf den "guten, alten, warmen Analogklang" steht, wie der Erfolg diverser Emulationsplugins oder Nachbauten alter Röhren oder Transistorverstärker/Mikrophone/Kompressoren/EQs und Bandmaschinen zeigt...

  8. Re: Audio-Esoterik

    Autor: enki 09.01.15 - 20:07

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > die "Klangtreue" schon bei den Recording/Mixing/Mastering Ingenieuren
    > endet, denn die nehmen in den seltensten Fällen eine unbearbeitete
    > Originalspur, die mit einem neutralen Messmikrophon aufgenommen wurde,
    > sondern "färben" den Klang der Instrumente und der Stimmen ja bereits nach

    Gewiss, viele Produzenten haben auch einen eigenen Sound, was per se ja nicht verwerflich ist, bzw. mit der Bearbeitung lassen sich auch Schwächen der Aufnahme "korrigieren".

    > Ihren Vorlieben ein - und auch dort gibt es eine große Fraktion, die auf
    > den "guten, alten, warmen Analogklang" steht, wie der Erfolg diverser
    > Emulationsplugins oder Nachbauten alter Röhren oder
    > Transistorverstärker/Mikrophone/Kompressoren/EQs und Bandmaschinen zeigt...

    ... und ebenso die verwendung alter Analoginstrumente im Bereich der elektrischen/elektronischen Musik. Und in der Tat haben meiner Ansicht nach die 80er Jahre die grässlichsten Sounds in der Popmusik hervorgebracht, als so langsam die Digitalisierung der Tasteninstrumente begann...

    Dennoch meine ich, dass auch bei den Produzenten viel Esoterik spukt (selbst bei wirklichen Könnern, siehe z. Bsp. die Äusserungen des Remasterers Eroc, welcher auch nicht müde wird, vom anlalogen Klang zu fabulieren und von den Sünden vieler Toningenieure zu berichten, welche sich dann aber prompt auf eingenen Re-Masters wiederfinden --- Stichwort Loudness).

    Aber das ist die Betrachtung der Tonquelle, im Artikel ging es eher um esoterisches Zubehör zum Abspielen.

    Wirklich klangverbessernd sind, einen einigermassen guten Soundchip im Abspielgerät vorausgesetzt, beim mobilen Musikgenuss gut (Frequenzgang, Verzerrungen, Abschirmung, Schnelligkeit ...) klingende Kopfhörer... Da brauchts weder ultrateure Wiedergabegeräte, die sonst nix können noch irgendwelche neuen digitalen Speicherverfahren, die vermeintlich "klangtreuer" sind als mp3 mit 256 kBit/s...

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