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Meine Güte...

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  1. Meine Güte...

    Autor: erzgebirgszorro 20.02.18 - 10:19

    ... warum muss man es immer als Nachteil darstellen, dass die Geräte nur im Apple Ökosystem funktionieren? Wer kein Apple Ökosystem hat, hat genügend Alternativen, wie man ja nicht müde wird im Artikel zu erwähnen. Ich denke Apple wird es ziemlich egal sein, ob die Geräte von jedem für alles verwendet werden können. Und für so manche Nutzer, die ohnehin alles aus einer Hand haben, werden die beschworenen Nachteile keine sein. Im Gegenteil, bei der angedachten Zielgruppe werden die Pods einfach nur nette Goodies sein, die "einfach funktionieren", wie man das bei Apple eben gewohnt ist. Manchmal sehnt man sich die Zeiten zurück, als Apple noch nicht so erfolgreich war und nicht jeder dahergelaufene Pseudokritiker die Produkte zerredete.

    Etwas ähnliches ist es mit den Lautsprechern von LOEWE, die auch nur mit einem LOEWE-Fernseher sinnvoll betrieben werden können. Dort bewertet die Fachpresse ja auch nur den Klang der Lautsprecher an sich und nicht die mangelnde Kompatibilität zu Samsungs Billigheimern.

  2. Re: Meine Güte...

    Autor: Dwalinn 20.02.18 - 10:41

    Muss man das wirklich erklären?

    Natürlich ist es ein Nachteil wenn man nur mit einem iOS Gerät den Lautsprecher einstellen kann. Nicht jeder bleibt ewig bei einem OS sondern wechselt auch mal seine Geräte.

    Und wenn man die Löwe Lautsprecher nur mit einem Löwe TV bedienen kann sollte man das auch negativ ankreiden. Gute Lautsprecher halten eigentlich länger als der TV und es ist schlecht sich an eine Firma zu binden die vll in der nächsten Generation schon nicht mehr liefern kann.

    Ich hatte mir vor ein paar Jahren mal von LG ein Heimkino-Set gekauft und die Lautsprecher lassen sich leider nur mit dem beigelieferten BD-Player bedienen (dank properitärer Kabel/Anschluss. Sollte der mal kaputt sein müsste ich gucken ob ich Ersatz von LG bekomme aber eher würde ich die ganz verschrotten und zukünftig auf eine normale Verstärker/Lautsprecher Kombi setzen.

  3. Re: Meine Güte...

    Autor: Kondratieff 20.02.18 - 10:50

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... warum muss man es immer als Nachteil darstellen, dass die Geräte nur im
    > Apple Ökosystem funktionieren?

    1) Weil eine scheinbare Differenz des Funktionsumfangs bei gleichen Kosten immer eine normative Evaluation (besser/schlechter) hervorruft. Wie denn auch nicht?

    2) Die Beschränkung auf ein Ökosystem noch einmal eine besondere Einschränkung darstellt. Dadurch wird ein späterer Wechsel des Ökosystems oder auch nur Teile davon erschwert - wenn nicht sogar ganz verhindert. Andernfalls ist mit einem völligen Funktionsverlust mindestens eines Teils zu rechnen. Hier wird also eine Abhängigkeit geschaffen, die - wie ich behaupte - nur mit viel kognitiver Mühe und großer Vorstellungskraft als für den Endkunden positiv gedeutet werden kann.


    > Wer kein Apple Ökosystem hat, hat genügend
    > Alternativen, wie man ja nicht müde wird im Artikel zu erwähnen.

    Ich vermute, dass es weniger darum geht, den Lautsprecher nicht verwenden zu können. Vielmehr sehe ich den Punkt, dass der Lautsprecher irgendwann nicht mehr verwendet werden kann. In dem Fall wäre ein Neukauf bei der Konkurrenz fällig, der mit monetären Kosten und Transaktionskosten (Recherche, Probehören, Preisvergleich etc.) verbunden ist.

    > Ich denke Apple wird es ziemlich egal sein, ob die Geräte von jedem für alles
    > verwendet werden können.

    Macht die Sache an sich nicht besser oder schlechter.

    > Und für so manche Nutzer, die ohnehin alles aus
    > einer Hand haben, werden die beschworenen Nachteile keine sein.

    Solange man im Ökosystem bleibt (siehe oben).

    > Im Gegenteil, bei der angedachten Zielgruppe werden die Pods einfach nur nette
    > Goodies sein, die "einfach funktionieren", wie man das bei Apple eben
    > gewohnt ist. Manchmal sehnt man sich die Zeiten zurück, als Apple noch
    > nicht so erfolgreich war und nicht jeder dahergelaufene Pseudokritiker die
    > Produkte zerredete.

    Die Situationen waren aber nicht vergleichbar. In den Zeiten bediente Apple - eher als heute - einen Nichenmarkt. Damals gab es allgemein ganz andere (Massen-)Märkte. Da war noch nichts "Smart", es gab verhältnismäßig teure Desktoprechner und noch teurere Laptops. Die Menschen, die sich Applegeräte anschafften, waren, wie auch die damaligen PC-Nutzer, eher auf berufliche Funktionalität ausgelegt.

    Heute erfüllen auch PCs einen ganzen Mix aus unterschiedlichen Nutzungsszenarien und Funktionen. Die Geräte, Märkte und Abnehmer sind diverser. Der Massenmarkt ist größer und - so würde ich behaupten - im Durchschnitt technisch weniger versiert als früher. Das ist ein ganz normaler Prozess, der durch die Vereinfachung der Bedienung sowie Vergünstigung der Geräte entsteht.

    >
    > Etwas ähnliches ist es mit den Lautsprechern von LOEWE, die auch nur mit
    > einem LOEWE-Fernseher sinnvoll betrieben werden können.
    > Dort bewertet die Fachpresse ja auch nur den Klang der Lautsprecher an sich und nicht
    > die mangelnde Kompatibilität zu Samsungs Billigheimern.

    "Sinnvoll betrieben" oder überhaupt betrieben? Haben die Lautsprecher auch so einen "universalistischen" Anspruch (soll in vielen Lebenslagen "Ansprechpartner" sein) wie smarte Lautsprecher, oder sind das im Prinzip auf eine Funktion reduzierte Klangverbesserer der LOEWE-Fernseher?

  4. Re: Meine Güte...

    Autor: erzgebirgszorro 20.02.18 - 11:02

    Das ist genau die Denkweise, welche viele Apple Nutzer nicht haben! Es gibt sehr viele, die in dem Ökosystem leben und dort bleiben wollen. Den meisten wird auch klar sein, dass ein "Umstieg" mit Neuanschaffung verbunden ist. Es ist wie überall, es hat Vor- und Nachteile. Aber mir und meiner Frau ist es zum Beispiel allemal lieber, es funktioniert alles nahtlos miteinander zusammen und wir verzichten dafür auf ein paar "Features" (wobei ich nicht denke, dass wir uns den Pod holen werden).

    Deshalb ist es einfach nicht sinnvoll, den HomePod mit den generischen Alleskönnern von Google und Amazon zu vergleichen, weil die Pods dies alles gar nicht können sollen! Sie sind werden niemals so universell ausgerichtet sein, weil die Zielgruppe eine ganz andere ist.

    Im Übrigen ist es fast schon Frevel, LG-Technik mit LOEWE zu vergleichen. Denn LOEWE liefert auch nach 10 Jahren noch Ersatzteile für die Fernseher und Lautsprecher. Selbst für meinen 3 Jahre alten 4K TV, der kein UHD via Sat kann weil die UHDTV Spezifikation damals noch nicht fertig war, könnte ich heute noch ein aktualisiertes Mainboard nachrüsten lassen, welches UHDTV via Sat unterstützt wenn ich es denn bräuchte.

  5. Re: Meine Güte...

    Autor: Anonymer Nutzer 20.02.18 - 11:37

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erzgebirgszorro schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ... warum muss man es immer als Nachteil darstellen, dass die Geräte nur
    > im
    > > Apple Ökosystem funktionieren?
    >
    > 1) Weil eine scheinbare Differenz des Funktionsumfangs bei gleichen Kosten
    > immer eine normative Evaluation (besser/schlechter) hervorruft. Wie denn
    > auch nicht?
    >
    > 2) Die Beschränkung auf ein Ökosystem noch einmal eine besondere
    > Einschränkung darstellt. Dadurch wird ein späterer Wechsel des Ökosystems
    > oder auch nur Teile davon erschwert - wenn nicht sogar ganz verhindert.
    > Andernfalls ist mit einem völligen Funktionsverlust mindestens eines Teils
    > zu rechnen. Hier wird also eine Abhängigkeit geschaffen, die - wie ich
    > behaupte - nur mit viel kognitiver Mühe und großer Vorstellungskraft als
    > für den Endkunden positiv gedeutet werden kann.
    >
    > > Wer kein Apple Ökosystem hat, hat genügend
    > > Alternativen, wie man ja nicht müde wird im Artikel zu erwähnen.
    >
    > Ich vermute, dass es weniger darum geht, den Lautsprecher nicht verwenden
    > zu können. Vielmehr sehe ich den Punkt, dass der Lautsprecher irgendwann
    > nicht mehr verwendet werden kann. In dem Fall wäre ein Neukauf bei der
    > Konkurrenz fällig, der mit monetären Kosten und Transaktionskosten
    > (Recherche, Probehören, Preisvergleich etc.) verbunden ist.
    >
    > > Ich denke Apple wird es ziemlich egal sein, ob die Geräte von jedem für
    > alles
    > > verwendet werden können.
    >
    > Macht die Sache an sich nicht besser oder schlechter.
    >
    > > Und für so manche Nutzer, die ohnehin alles aus
    > > einer Hand haben, werden die beschworenen Nachteile keine sein.
    >
    > Solange man im Ökosystem bleibt (siehe oben).
    >
    > > Im Gegenteil, bei der angedachten Zielgruppe werden die Pods einfach nur
    > nette
    > > Goodies sein, die "einfach funktionieren", wie man das bei Apple eben
    > > gewohnt ist. Manchmal sehnt man sich die Zeiten zurück, als Apple noch
    > > nicht so erfolgreich war und nicht jeder dahergelaufene Pseudokritiker
    > die
    > > Produkte zerredete.
    >
    > Die Situationen waren aber nicht vergleichbar. In den Zeiten bediente Apple
    > - eher als heute - einen Nichenmarkt. Damals gab es allgemein ganz andere
    > (Massen-)Märkte. Da war noch nichts "Smart", es gab verhältnismäßig teure
    > Desktoprechner und noch teurere Laptops. Die Menschen, die sich Applegeräte
    > anschafften, waren, wie auch die damaligen PC-Nutzer, eher auf berufliche
    > Funktionalität ausgelegt.
    >
    > Heute erfüllen auch PCs einen ganzen Mix aus unterschiedlichen
    > Nutzungsszenarien und Funktionen. Die Geräte, Märkte und Abnehmer sind
    > diverser. Der Massenmarkt ist größer und - so würde ich behaupten - im
    > Durchschnitt technisch weniger versiert als früher. Das ist ein ganz
    > normaler Prozess, der durch die Vereinfachung der Bedienung sowie
    > Vergünstigung der Geräte entsteht.
    >
    > >
    > > Etwas ähnliches ist es mit den Lautsprechern von LOEWE, die auch nur mit
    > > einem LOEWE-Fernseher sinnvoll betrieben werden können.
    > > Dort bewertet die Fachpresse ja auch nur den Klang der Lautsprecher an
    > sich und nicht
    > > die mangelnde Kompatibilität zu Samsungs Billigheimern.
    >
    > "Sinnvoll betrieben" oder überhaupt betrieben? Haben die Lautsprecher auch
    > so einen "universalistischen" Anspruch (soll in vielen Lebenslagen
    > "Ansprechpartner" sein) wie smarte Lautsprecher, oder sind das im Prinzip
    > auf eine Funktion reduzierte Klangverbesserer der LOEWE-Fernseher?

    +1, gut geschrieben

  6. Re: Meine Güte...

    Autor: Kondratieff 20.02.18 - 11:39

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist genau die Denkweise, welche viele Apple Nutzer nicht haben!

    Es ist etwas anmaßend, vom äußeren Verhalten oder Handeln auf Denkweisen zu schließen. Selbst Kognitionswissenschaftler sind viel vorsichtiger in ihren Aussagen. Selbst wenn du eine repräsentative Studie unter Nutzern durchgeführt hättest, gibt es ggfs. immer noch Effekte wie soziale Erwünschtheit.


    >Es gibt sehr viele, die in dem Ökosystem leben und dort bleiben wollen.

    Denke ich auch. Aber das hätte ich nicht so absolut als Aussage formuliert. Ich denke nicht, dass du statistisch belastbare Zahlen dazu hast...


    > Den meisten wird auch klar sein, dass ein "Umstieg" mit Neuanschaffung verbunden
    > ist.

    Genauso wie zuvor...

    > Es ist wie überall, es hat Vor- und Nachteile.

    Was sind die Vorteile, die sich auf die (künstliche?) Beschränkung auf das eigene Ökosystem für Endverbraucher ergeben?

    > Aber mir und meiner Frau ist es zum Beispiel allemal lieber, es funktioniert alles nahtlos > miteinander zusammen und wir verzichten dafür auf ein paar "Features" (wobei ich
    > nicht denke, dass wir uns den Pod holen werden).
    >
    Das verstehe ich. Aber was wäre, wenn alles nahtlos in der Apple-Infrastruktur funktionierte und trotzdem jedes andere Telefon per Bluetooth eine Verbindung aufbauen könnte?

    > Deshalb ist es einfach nicht sinnvoll, den HomePod mit den generischen
    > Alleskönnern von Google und Amazon zu vergleichen, weil die Pods dies alles
    > gar nicht können sollen!

    Das ist gerade das, was verglichen werden kann. Zwei Geräte, die offensichtlich derselben Produktkategorie angehören und sich gegenseitig als Konkurrenz verstehen (sie positionieren sich schließlich auch so), können und sollten ohne größere Probleme zu vergleichen sein. Sie besitzen schließlich dieselben "Grundfunktionalitäten", die die Produktgattung ausmachen.

    Die Geräte werden also anhand ihres Preises, der Qualität und des Leistungsumfangs verglichen. Dazu gehört auch, anzugeben, was der eine Lautsprecher kann aber der andere nicht.

    > Sie sind werden niemals so universell ausgerichtet sein, weil die Zielgruppe eine ganz
    > andere ist.

    Das sehe ich eben nicht so. Wer ökonomisch konkurriert, befindet sich auf demselben Markt. Dabei markiert die Konkurrenz ein Nullsummenspiel: Wer Alexa-Lautsprecher besitzt, wird (mit höherer Wahrscheinlichkeit) nicht zusätzlich noch HomePods hinzustellen und umgekehrt.

    >
    > Im Übrigen ist es fast schon Frevel, LG-Technik mit LOEWE zu vergleichen.

    > Denn LOEWE liefert auch nach 10 Jahren noch Ersatzteile für die Fernseher
    > und Lautsprecher.

    Ich verstehe nicht ganz, was das eine zwangsweise mit dem anderen zu tun hat. Es ist anzunehmen, dass es durchaus für LG technisch möglich wäre (auch wenn sie es nicht tun), dieselbe Technik über Jahre und Jahrzehnte weiter zu produzieren und zu vertreiben. Die Technik selbst macht doch dabei keine Probleme. Die Abnehmer der LG-Panels und deren Innovationszyklen machen diese Herangehensweise allerdings ökonomisch untragbar. Da ist LOEWE als Nischenhersteller, der nicht als Auftragnehmer fungiert, einfach in einer anderen Position.

    > Selbst für meinen 3 Jahre alten 4K TV, der kein UHD via
    > Sat kann weil die UHDTV Spezifikation damals noch nicht fertig war, könnte
    > ich heute noch ein aktualisiertes Mainboard nachrüsten lassen, welches
    > UHDTV via Sat unterstützt wenn ich es denn bräuchte.

    Das ist lobenswert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.02.18 11:39 durch Kondratieff.

  7. Re: Meine Güte...

    Autor: lanG 20.02.18 - 11:43

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... warum muss man es immer als Nachteil darstellen, dass die Geräte nur im
    > Apple Ökosystem funktionieren? Wer kein Apple Ökosystem hat, hat genügend
    > Alternativen, wie man ja nicht müde wird im Artikel zu erwähnen. Ich denke
    > Apple wird es ziemlich egal sein, ob die Geräte von jedem für alles
    > verwendet werden können. Und für so manche Nutzer, die ohnehin alles aus
    > einer Hand haben, werden die beschworenen Nachteile keine sein. Im
    > Gegenteil, bei der angedachten Zielgruppe werden die Pods einfach nur nette
    > Goodies sein, die "einfach funktionieren", wie man das bei Apple eben
    > gewohnt ist. Manchmal sehnt man sich die Zeiten zurück, als Apple noch
    > nicht so erfolgreich war und nicht jeder dahergelaufene Pseudokritiker die
    > Produkte zerredete.
    >
    > Etwas ähnliches ist es mit den Lautsprechern von LOEWE, die auch nur mit
    > einem LOEWE-Fernseher sinnvoll betrieben werden können. Dort bewertet die
    > Fachpresse ja auch nur den Klang der Lautsprecher an sich und nicht die
    > mangelnde Kompatibilität zu Samsungs Billigheimern.


    Verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Zumal Apple, wenn gleich es in den letzten Jahren bzgl. der Qualität gelitten hat, nach wie vor vom "out of the box"-Erlebnis lebt. Kaufen. Auspacken. Läuft.
    Um dies zu erhalten muss man aber auch wissen, womit man zusammenarbeitet. Wenn man sich aber bei vielen anderen Herstellern einmal anschaut wie oft irgendwelche Dinge geändert werden, dann wäre aus Sicht von Apple unsinnig beides vereinen zu wollen da zu teuer (in Bezug auf die hierfür notwendigen Resourcen). Der HomePod ist halt eine weitere Erweiterung der eigenen Apple-Infrastruktur. Wem das gefällt - super, viel Spaß damit. Wen es stört: Okay, einfach was anderes (oder gar nichts?) kaufen und auch glücklich sein.

  8. Re: Meine Güte...

    Autor: Kondratieff 20.02.18 - 11:50

    lanG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Zumal Apple, wenn gleich es in den
    > letzten Jahren bzgl. der Qualität gelitten hat, nach wie vor vom "out of
    > the box"-Erlebnis lebt. Kaufen. Auspacken. Läuft.
    > Um dies zu erhalten muss man aber auch wissen, womit man zusammenarbeitet.

    Dafür gibt es etablierte Standards, z.B. Bluetooth. Funktioniert bei (mittlerweile) herkömmlichen Bluetooth-Lautsprechern auch. Diesen Standard könnte Apple sicherlich ohne größere Probleme und ohne Einschränkung der sonstigen Funktionalität verbauen.

    Das zeigen auch andere Geräte, die eine Vielzahl standardisierter Funktionen ermöglichen und dazu noch Airplay anbieten.

    > Wenn man sich aber bei vielen anderen Herstellern einmal anschaut wie oft
    > irgendwelche Dinge geändert werden, dann wäre aus Sicht von Apple unsinnig
    > beides vereinen zu wollen da zu teuer (in Bezug auf die hierfür notwendigen
    > Resourcen).

    1) Apple verändert auch ihre eigene Technik, z.B. Airplay.

    2) In Bezug auf Bluetooth gibt es immer noch eine Abwärtskompatibilität. Nur weil neuere Smartphones auf einmal zusätzliche Bluetooth-Funktionen unterstützen, heißt es nicht, dass sie die alten "vergessen" und deshalb nicht mehr mit einem älteren Bluetooth-Lautsprecher zusammenarbeiten.

    > Der HomePod ist halt eine weitere Erweiterung der eigenen
    > Apple-Infrastruktur. Wem das gefällt - super, viel Spaß damit. Wen es
    > stört: Okay, einfach was anderes (oder gar nichts?) kaufen und auch
    > glücklich sein.

    Und trotzdem können und sollten doch alle Aspekte bei einem Vergleich bedacht werden.

  9. Re: Meine Güte...

    Autor: erzgebirgszorro 20.02.18 - 12:42

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erzgebirgszorro schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist genau die Denkweise, welche viele Apple Nutzer nicht haben!
    >
    > Es ist etwas anmaßend, vom äußeren Verhalten oder Handeln auf Denkweisen zu
    > schließen. Selbst Kognitionswissenschaftler sind viel vorsichtiger in ihren
    > Aussagen. Selbst wenn du eine repräsentative Studie unter Nutzern
    > durchgeführt hättest, gibt es ggfs. immer noch Effekte wie soziale
    > Erwünschtheit.

    Ich würde mir niemals anmaßen diese Aussage als definitiv hinzustellen. Es ist eine Beobachtung die ich im privaten Umfeld gemacht habe und die durch diverse Kundenzufriedenheitsbefragungen untermauert wird. Einen wissenschaftlichen Anspruch hat das natürlich nicht, das ist mir bewusst. Man kann jedoch aus dem Verhalten weniger einer heterogenen Masse das Verhalten Vieler einer heterogenen Masse zumindest schließen, ohne dass man sich zu weit aus dem Fenster lehnt.

    > Denke ich auch. Aber das hätte ich nicht so absolut als Aussage formuliert.
    > Ich denke nicht, dass du statistisch belastbare Zahlen dazu hast...

    Siehe oben.

    > Was sind die Vorteile, die sich auf die (künstliche?) Beschränkung auf das
    > eigene Ökosystem für Endverbraucher ergeben?

    Ich sehe da keine künstliche Beschränkung. Es ist eine Frage, wofür man Entwicklungsressourcen einsetzt. Wenn ich weitergehende APIs für Drittanbieter entwickeln muss, muss ich dafür erst einmal investieren. Ist meine Zielgruppe primär jedoch nicht davon abhängig oder möchte ich eine erweiterte Zielgruppe nicht bedienen, kann ich die Kosten sparen und den Fokus auf andere Dinge legen (z.B. Klang).

    > Das verstehe ich. Aber was wäre, wenn alles nahtlos in der
    > Apple-Infrastruktur funktionierte und trotzdem jedes andere Telefon per
    > Bluetooth eine Verbindung aufbauen könnte?

    Ist die Frage, ob die Apple-Ingenieure eine Bluetooh-Anbindung überhaup als sinnvoll erachten? Denn dann müsste das jeweilige Bluetooth-Gerät immer in der Nähe (<= 8m) sein. Da hätten wir bei uns in der Wohnung schon ein Problem, wenn ich mal für 10 Minuten in den Garten gehen würde und meine Frau aber die Musik weiterhören möchte. Kann man natürlich auch für WI-FI konstruieren, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer.

    > Das ist gerade das, was verglichen werden kann. Zwei Geräte, die
    > offensichtlich derselben Produktkategorie angehören und sich gegenseitig
    > als Konkurrenz verstehen (sie positionieren sich schließlich auch so),

    Eben nicht. Die HomePods sind als Alternative für Apple User mit entsprechender Infrastruktur gedacht. Ein Vergleich der Funktionaltität wie die der Multi-Purpose Geräte ist sinnfrei. Das ist als würde man ein Formel-1 Auto mit einem VW Golf vergleichen (ich lasse es mal außen vor, hier zu bewerten ob der HomePod von der Performance einem Formel-1 Auto entspricht). Ersteres ist spezialisiert für den Einsatz auf Rennstrecken und der Golf soll eben quasi überall fahren können.

    > können und sollten ohne größere Probleme zu vergleichen sein. Sie besitzen
    > schließlich dieselben "Grundfunktionalitäten", die die Produktgattung
    > ausmachen.

    Ja, siehe oben. Beide Autos haben vier Räder, können lenken, vorwärts fahren und bremsen. Dann hörts aber auch schon langsam auf.

    > Die Geräte werden also anhand ihres Preises, der Qualität und des
    > Leistungsumfangs verglichen. Dazu gehört auch, anzugeben, was der eine
    > Lautsprecher kann aber der andere nicht.

    Was aber nicht sinnvoll ist, wenn der eine aber nicht alles können muss, wie der andere, weil die Zielgruppe eine andere ist. Natürlich konkurrieren Sonos, Google und Apple um die Gunst der Apple-User und es wird nicht jeder Apple Nutzer mit dem Konzept des HomePods zu gewinnen sein. Jedoch konkurriert der HomePod nicht mit Google und den Anderen um die Android-Nutzer, weil Apple diese Nutzergruppe gar nicht im Blick hat. Eine Timecapsule kaufen sich in der Regel ja auch nur Mac-Nutzer. Deshalb ist von vornherein jeder Vergleich der Funktionalität in der Gesamtheit absurd, weil der HomePod gar nicht in diesen Bereichen konkurrieren soll!

    > Das sehe ich eben nicht so. Wer ökonomisch konkurriert, befindet sich auf
    > demselben Markt. Dabei markiert die Konkurrenz ein Nullsummenspiel: Wer
    > Alexa-Lautsprecher besitzt, wird (mit höherer Wahrscheinlichkeit) nicht
    > zusätzlich noch HomePods hinzustellen und umgekehrt.

    Siehe oben.

    > Ich verstehe nicht ganz, was das eine zwangsweise mit dem anderen zu tun
    > hat. Es ist anzunehmen, dass es durchaus für LG technisch möglich wäre
    > (auch wenn sie es nicht tun), dieselbe Technik über Jahre und Jahrzehnte
    > weiter zu produzieren und zu vertreiben. Die Technik selbst macht doch
    > dabei keine Probleme. Die Abnehmer der LG-Panels und deren
    > Innovationszyklen machen diese Herangehensweise allerdings ökonomisch
    > untragbar. Da ist LOEWE als Nischenhersteller, der nicht als Auftragnehmer
    > fungiert, einfach in einer anderen Position.

    Es ist dahingehend vergleichbar, dass LOEWE genauso proprietäre Technik anbietet, diese aber auch über lange Zeiträume unterstützt. Genauso wie Apple. Bei LG dagegen ist man mit proprietärer Technik dann nach der normalen Gewährleistungszeit doch eher auf verlorenem Posten...

  10. Re: Meine Güte...

    Autor: Kondratieff 20.02.18 - 13:21

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mir niemals anmaßen diese Aussage als definitiv hinzustellen. Es
    > ist eine Beobachtung die ich im privaten Umfeld gemacht habe und die durch
    > diverse Kundenzufriedenheitsbefragungen untermauert wird.

    Das gab die Aussage nicht her:

    > > Das ist genau die Denkweise, welche viele Apple Nutzer nicht haben!

    > wissenschaftlichen Anspruch hat das natürlich nicht, das ist mir bewusst.
    > Man kann jedoch aus dem Verhalten weniger einer heterogenen Masse das
    > Verhalten Vieler einer heterogenen Masse zumindest schließen, ohne dass man
    > sich zu weit aus dem Fenster lehnt.

    Da die Behauptung auf Beobachtungen im privaten Bereich aufbauen (neben mir nicht näher bekannten Kundenzufriedenheitsbefragungen), ist das eben nicht möglich. Die sozioökonomischen, demographischen und sonstigen Randbedingungen sind hier nicht bekannt. Die Eigenschaften der Population sind nicht bekannt. Die Eigenschaften der Stichprobe ebenso wenig.

    > > Denke ich auch. Aber das hätte ich nicht so absolut als Aussage
    > formuliert.
    > > Ich denke nicht, dass du statistisch belastbare Zahlen dazu hast...
    >
    > Siehe oben.
    >
    Einfach nein.

    > > Was sind die Vorteile, die sich auf die (künstliche?) Beschränkung auf
    > das
    > > eigene Ökosystem für Endverbraucher ergeben?
    >
    > Ich sehe da keine künstliche Beschränkung. Es ist eine Frage, wofür man
    > Entwicklungsressourcen einsetzt. Wenn ich weitergehende APIs für
    > Drittanbieter entwickeln muss, muss ich dafür erst einmal investieren.

    Bluetooth ist als standardisierte Technologie bekannt, erprobt und im eigenen Unternehmen etabliert. Ich denke daher nicht, dass die "Entwicklungsressourcen" für Bluetooth zur alternativen Einrichtung und zum Betrieb des Lautsprechers so groß gewesen wären, dass Apple und/oder die Kunden gewaltige Mehrausgaben gehabt hätten.

    > Ist meine Zielgruppe primär jedoch nicht davon abhängig oder möchte ich eine
    > erweiterte Zielgruppe nicht bedienen, kann ich die Kosten sparen und den
    > Fokus auf andere Dinge legen (z.B. Klang).

    Dem stimme ich in Ansätzen zu. Wie gesagt, kann ich mir nur nicht vorstellen, dass der Einsatz standardisierter Technik wie Bluetooth - was in weitaus günstigerer Technik problemlos eingesetzt wird - überhaupt nennenswerte Entwicklungsarbeit erfordert.
    >
    > > Das verstehe ich. Aber was wäre, wenn alles nahtlos in der
    > > Apple-Infrastruktur funktionierte und trotzdem jedes andere Telefon per
    > > Bluetooth eine Verbindung aufbauen könnte?
    >
    > Ist die Frage, ob die Apple-Ingenieure eine Bluetooh-Anbindung überhaup als
    > sinnvoll erachten? Denn dann müsste das jeweilige Bluetooth-Gerät immer in
    > der Nähe (<= 8m) sein. Da hätten wir bei uns in der Wohnung schon ein
    > Problem, wenn ich mal für 10 Minuten in den Garten gehen würde und meine
    > Frau aber die Musik weiterhören möchte. Kann man natürlich auch für WI-FI
    > konstruieren, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer.
    >

    Wie bitte? Zunächst einmal: Bluetooth ist ohne Probleme auch über weitere Entfernungen möglich. Bluetooth-Headsets für Motorräder (ich besitze u.a. ein Sena 20S) schaffen locker auch hunderte Meter bzw. bis zu 2Km.

    Davon abgesehen: Das kann doch den Kunden überlassen werden, ob sie zusätzlich zur "normalen" Nutzung via Airplay/Wifi etwa noch Gästen mit Android-Smartphones ermöglichen wollen, etwas abzuspielen. Nur als Beispiel.


    > > Das ist gerade das, was verglichen werden kann. Zwei Geräte, die
    > > offensichtlich derselben Produktkategorie angehören und sich gegenseitig
    > > als Konkurrenz verstehen (sie positionieren sich schließlich auch so),
    >
    > Eben nicht. Die HomePods sind als Alternative für Apple User mit
    > entsprechender Infrastruktur gedacht. Ein Vergleich der Funktionaltität wie
    > die der Multi-Purpose Geräte ist sinnfrei. Das ist als würde man ein
    > Formel-1 Auto mit einem VW Golf vergleichen (ich lasse es mal außen vor,
    > hier zu bewerten ob der HomePod von der Performance einem Formel-1 Auto
    > entspricht).
    > Ersteres ist spezialisiert für den Einsatz auf Rennstrecken
    > und der Golf soll eben quasi überall fahren können.

    Genau das macht keinen Sinn. Formel-1-Wagen konkurrieren mit Formel-1-Wagen. Nicht mit Wagen aus der Formel-2, nicht mit herkömmlichen PKWs der unteren Mittelklasse eines Volumenherstellers. Die genannten Fahrzeuge spielen auch preislich in vollkommen anderen Regionen.
    Menschen, die den Kauf eines Golfs überlegen, ziehen nicht den Kauf eines Rennwagens ohne StVO-Tauglichkeit in Betracht. Das gilt auch umgekehrt.

    Die Lautsprecher allerdings sind sehr wohl in einer Konkurrenzsituation, wenn auch leicht einseitig.
    Besitzer von Android-Geräten werden (wie ich meine) künstlich davon abgehalten, einen Lautsprecher von Apple zu kaufen. Allerdings sollen Apple-Kunden, die sonst die Erwägung eines Alexa- oder Google-Gerägs im Sinn hatten, sehr wohl stattdessen zum HomePod greifen.

    >
    > > können und sollten ohne größere Probleme zu vergleichen sein. Sie
    > besitzen
    > > schließlich dieselben "Grundfunktionalitäten", die die Produktgattung
    > > ausmachen.
    >
    > Ja, siehe oben. Beide Autos haben vier Räder, können lenken, vorwärts
    > fahren und bremsen. Dann hörts aber auch schon langsam auf.

    ...

    >
    > > Die Geräte werden also anhand ihres Preises, der Qualität und des
    > > Leistungsumfangs verglichen. Dazu gehört auch, anzugeben, was der eine
    > > Lautsprecher kann aber der andere nicht.
    >
    > Was aber nicht sinnvoll ist, wenn der eine aber nicht alles können muss,
    > wie der andere, weil die Zielgruppe eine andere ist.

    Ich verstehe den Punkt in Ansätzen. Aber er greift nicht ganz durch, m.E.

    > Natürlich konkurrieren Sonos, Google und Apple um die Gunst der Apple-User und es
    > wird nicht jeder
    > Apple Nutzer mit dem Konzept des HomePods zu gewinnen sein.

    Meine Rede.

    > Jedoch konkurriert der HomePod nicht mit Google und den Anderen um die
    > Android-Nutzer, weil Apple diese Nutzergruppe gar nicht im Blick hat.

    Auch das finde ich plausibel.

    > Eine Timecapsule kaufen sich in der Regel ja auch nur Mac-Nutzer.

    Richtig.


    > Deshalb ist von vornherein jeder Vergleich der Funktionalität in der Gesamtheit absurd,
    > weil der HomePod gar nicht in diesen Bereichen konkurrieren soll!
    >
    Du hattest das Beispiel der Time Capsule: Diese funktioniert mit anderen Systemen. Man muss also keinen neuen Router kaufen, nur weil man einen Windowsrechner nutzt. Das ist beim Lautsprecher anders. Das ist die Aussage.

    > > Das sehe ich eben nicht so. Wer ökonomisch konkurriert, befindet sich
    > auf
    > > demselben Markt. Dabei markiert die Konkurrenz ein Nullsummenspiel: Wer
    > > Alexa-Lautsprecher besitzt, wird (mit höherer Wahrscheinlichkeit) nicht
    > > zusätzlich noch HomePods hinzustellen und umgekehrt.
    >
    > Siehe oben.

    Bleibt bestehen.
    >

    Das Problem ist ja geradezu, dass Apple mit der Beschränkung auf proprietäre Apple-Technik die Möglichkeiten einer eigenen Weiternutzung nach einem Systemwechsel verhindert. Dies ist bei der Apple Watch nicht anders und kann/wird deshalb ebenso kritisiert.

  11. Re: Meine Güte...

    Autor: Slurpee 20.02.18 - 15:28

    @TE

    Ist doch eigentlich ganz einfach:

    Pod nicht kompatibel zu anderer Hardware > Kann ich halbwegs nachvollziehen, bzw. ist man von Apple einfach gewohnt.

    Pod nicht kompatibel zu Spotify und co. > rofl. Ganz ehrlich, das ist so lächerlich, da fällt mir nichts mehr ein.

    Und entschuldige, wenn Apple sich dem Erfolg des Pods so sicher ist, dass sie es geldgeil sogar an ihren eigenen Musikservice binden und damit voraussichtlich sogar noch Erfolg haben, sagt das imho so einiges über deren Klientel aus.

    Ich streite mich mit Leuten ja schon darüber, dass man unter IOS keine default apps festlegen kann, aber beim Pod jetzt nicht mal mehr den eigenen Musikservice vernünftig anbinden können?

    Was kommt als nächstes? Netflix und co. fliegen aus dem AppleTV raus, es gibt ja schließlich Itunes? Also bitte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.02.18 15:29 durch Slurpee.

  12. Re: Meine Güte...

    Autor: Dwalinn 20.02.18 - 16:11

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist genau die Denkweise, welche viele Apple Nutzer nicht haben! Es gibt
    > sehr viele, die in dem Ökosystem leben und dort bleiben wollen. Den meisten
    > wird auch klar sein, dass ein "Umstieg" mit Neuanschaffung verbunden ist.
    > Es ist wie überall, es hat Vor- und Nachteile. Aber mir und meiner Frau ist
    > es zum Beispiel allemal lieber, es funktioniert alles nahtlos miteinander
    > zusammen und wir verzichten dafür auf ein paar "Features" (wobei ich nicht
    > denke, dass wir uns den Pod holen werden).
    Ich habe ein iPad mini 2 und bin daher ebenfalls ein Apple Nutzer ich wäre auch ein Potentieller Pod Nutzer aber wenn ich mal mein iPad verschrotte müsste ich mir zwangsweise ein neues kaufen nur um den Pod bei bedarf neu zu konfigurieren.
    Klar kann man den Pod auch einfach als Zubehör sehen wie eine iPhone Hülle aber das ist einfach eine Verschwendung an potenzielle Kunden.

    > Deshalb ist es einfach nicht sinnvoll, den HomePod mit den generischen
    > Alleskönnern von Google und Amazon zu vergleichen, weil die Pods dies alles
    > gar nicht können sollen! Sie sind werden niemals so universell ausgerichtet
    > sein, weil die Zielgruppe eine ganz andere ist.
    Es reicht mir ja schon aus wenn ich das ding mit mein Samsung S8 bedienen kann. Von Spotify oder Music Unlimited kann man bei bedarf auf Apple Musik wechseln. Zumindest wenn Apple da nichts anderes unterstützen will.

    > Im Übrigen ist es fast schon Frevel, LG-Technik mit LOEWE zu vergleichen.
    1. Ich wollte nur zeigen was für Probleme es gibt wenn man auf Insellösungen setzt.
    Hätte LG 08/15 Lautsprecherkabel verwendet, könnte ich den BD-Player (oder auch mal das Kabel an sich) leicht austauschen.
    2. Wenn du LG nicht magst ist das so, aber nicht vergessen woher Loewe seine OLED Panels bekommt. ;-)

    > Denn LOEWE liefert auch nach 10 Jahren noch Ersatzteile für die Fernseher
    > und Lautsprecher. Selbst für meinen 3 Jahre alten 4K TV, der kein UHD via
    > Sat kann weil die UHDTV Spezifikation damals noch nicht fertig war, könnte
    > ich heute noch ein aktualisiertes Mainboard nachrüsten lassen, welches
    > UHDTV via Sat unterstützt wenn ich es denn bräuchte.
    So ein Service sieht man aber auch am (UVP) Preis. Neu kosten die Fernseher deutlich mehr als die Konkurrenz. LG 55" OLED ab 1600¤ die besseren Versionen 2000¤, bei Loewe 2500¤, zugegeben der Loewe hat besseren Sound eingebaut aber bei dem Preisbereich würde ich mir immer noch ein zusätzlichen (besseren) Lautsprecher holen, idealerweise 5.1 oder gleich 9.1

    Interessehalber, wäre der Mainboard tausch kostenlos?

  13. Re: Meine Güte...

    Autor: erzgebirgszorro 20.02.18 - 17:53

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe ein iPad mini 2 und bin daher ebenfalls ein Apple Nutzer ich wäre
    > auch ein Potentieller Pod Nutzer aber wenn ich mal mein iPad verschrotte
    > müsste ich mir zwangsweise ein neues kaufen nur um den Pod bei bedarf neu
    > zu konfigurieren.
    > Klar kann man den Pod auch einfach als Zubehör sehen wie eine iPhone Hülle
    > aber das ist einfach eine Verschwendung an potenzielle Kunden.

    Naja, ich glaube dass ein Nutzer mit nur einem Apple Device eher weniger die Zielgruppe ist. Ich denke es geht um jene, die ohnehin im kompletten Universum hängen. Die enge Bindung an das Apple Ökosystem muss da nicht bedeuten, dass das Teil nicht erfolgreich ist. Siehe Apple Watch.

    > Es reicht mir ja schon aus wenn ich das ding mit mein Samsung S8 bedienen
    > kann. Von Spotify oder Music Unlimited kann man bei bedarf auf Apple Musik
    > wechseln. Zumindest wenn Apple da nichts anderes unterstützen will.

    Vielleicht kommt es ja noch. Das iPhone hatte zu Beginn ja auch keinen App Store ;).

    > 1. Ich wollte nur zeigen was für Probleme es gibt wenn man auf
    > Insellösungen setzt.
    > Hätte LG 08/15 Lautsprecherkabel verwendet, könnte ich den BD-Player (oder
    > auch mal das Kabel an sich) leicht austauschen.
    > 2. Wenn du LG nicht magst ist das so, aber nicht vergessen woher Loewe
    > seine OLED Panels bekommt. ;-)

    War etwas drastisch dargestellt, natürlich weiß ich woher LOEWE die Panels bekommt und dass LG nicht nur Murks baut ;). Wollte nur zeigen, dass es auch woanders Insellösungen gibt, die für sich genommen auch gut funktionieren können.

    > So ein Service sieht man aber auch am (UVP) Preis. Neu kosten die Fernseher
    > deutlich mehr als die Konkurrenz. LG 55" OLED ab 1600¤ die besseren
    > Versionen 2000¤, bei Loewe 2500¤, zugegeben der Loewe hat besseren Sound
    > eingebaut aber bei dem Preisbereich würde ich mir immer noch ein
    > zusätzlichen (besseren) Lautsprecher holen, idealerweise 5.1 oder gleich
    > 9.1

    Da zeigen sich die Parallelen zu Apple. Ist auch nicht das Günstigste.

    > Interessehalber, wäre der Mainboard tausch kostenlos?

    Nein, natürlich nicht. Aber mit 350 ¤ (bei einem Neuwert von 2600 ¤ für das komplette Gerät) ist es aber noch verschmerzbar.

  14. Re: Meine Güte...

    Autor: erzgebirgszorro 20.02.18 - 17:57

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist ja geradezu, dass Apple mit der Beschränkung auf
    > proprietäre Apple-Technik die Möglichkeiten einer eigenen Weiternutzung
    > nach einem Systemwechsel verhindert. Dies ist bei der Apple Watch nicht
    > anders und kann/wird deshalb ebenso kritisiert.

    Ich mache es mal kurz. Danke erst einmal für die sachliche Diskussion, das ist selten. Und dazu lassen wir obiges Zitat doch einfach mal als Fazit stehen. Ich finde nur nach wie vor, dass genau dieser Systemwechsel für die Zielgruppe, die Apple aller Wahrscheinlichkeit mit dem Home Pod anpeilt, einfach nicht relevant ist und demnach keinen so hohen Stellenwert in der Kritik haben sollte.

  15. Re: Meine Güte...

    Autor: Kondratieff 21.02.18 - 09:57

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondratieff schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Problem ist ja geradezu, dass Apple mit der Beschränkung auf
    > > proprietäre Apple-Technik die Möglichkeiten einer eigenen Weiternutzung
    > > nach einem Systemwechsel verhindert. Dies ist bei der Apple Watch nicht
    > > anders und kann/wird deshalb ebenso kritisiert.
    >
    > Ich mache es mal kurz. Danke erst einmal für die sachliche Diskussion, das
    > ist selten. Und dazu lassen wir obiges Zitat doch einfach mal als Fazit
    > stehen. Ich finde nur nach wie vor, dass genau dieser Systemwechsel für die
    > Zielgruppe, die Apple aller Wahrscheinlichkeit mit dem Home Pod anpeilt,
    > einfach nicht relevant ist und demnach keinen so hohen Stellenwert in der
    > Kritik haben sollte.

    So wie ich die Diskussion bislang verstehe, unterscheiden sich unsere Positionen vor allem in einer Sache:

    Ich sage: Wer weiß, was "die Zielgruppe" in einem 5 Jahren denkt. Oder in einem Jahr. Oder in 6 Monaten. Du hingegen gehst von einer zeitlichen Invarianz aus: Einmal Apple, immer Apple.

    Ich finde diese Sicht zu dogmatisch. Es soll ja durchaus Menschen gegeben haben, die zunächst voll im Apple-Ökosystem aufgegangen sind, aber nach einer Weile doch eine Kehrtwende hingelegt haben. Diese Kehrtwende wird heute mehr denn je durch Transaktionskosten und tatsächliche Neuanschaffungskosten sanktioniert und dadurch möglicherweise in einigen Fällen effektiv verhindert. Das ist der Kern meiner Kritik.

    Um diese Kritik auf mich zu personalisieren:
    Ich besitze ein iPhone 6S (nach 5S, 4S, 3Gs), ein iPad Pro 10.5 (nach iPad 2 und iPad 1), ein Macbook Pro 13 mid 2017 und ein Macbook Pro 13 mid 2012.

    Meine Frau besitzt ein iPhone SE, ein iPad Pro 10.5 und ein Macbook Air 11.

    Nach deiner Logik gehöre ich also durchaus zur anvisierten Zielgruppe - Ich bewege mich mit mehreren Geräten im Ökosystem und habe die nötigen finanziellen Ressourcen.

    Ich besitze allerdings eine Pebble 2 und keine Apple Watch. Und ich werde mir auch keinen HomePod anschaffen (allerdings zunächst auch keinen anderen "smarten" Lautsprecher).

    Wieso?
    Sollte ich irgendwann ein Android-Smartphone benutzen wollen, funktioniert meine Smartwatch weiterhin. Meine Notebooks und das iPad können ebenso weiterverwendet werden - mit der Einschränkung, dass Apple-eigene Dienste wie Handoff, Airplay etc. nicht mehr mit dem Smartphone funktionieren.

    Grundsätzlich würde ich mir mit dem Wechsel zur Konkurrenz, egal bei welcher Geräteklasse, also gewisse Nachteile bzgl. des Zusammenspiels dieser Geräte erkaufen. Aber die Geräte an sich erfüllen weiterhin ihre Kernfunktionen. Dies ist bei der Apple Watch und dem HomePod nicht mehr der Fall und ich kann deshalb nicht ausschließen, dass diese Geräte nicht die gefühlten Wechselkosten für deren Besitzer erhöhen und für eine stärkere unfreiwillige Markenbindung sorgen.

  16. Re: Meine Güte...

    Autor: Dwalinn 21.02.18 - 13:35

    erzgebirgszorro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, ich glaube dass ein Nutzer mit nur einem Apple Device eher weniger
    > die Zielgruppe ist. Ich denke es geht um jene, die ohnehin im kompletten
    > Universum hängen. Die enge Bindung an das Apple Ökosystem muss da nicht
    > bedeuten, dass das Teil nicht erfolgreich ist. Siehe Apple Watch.
    Mag durchaus sein das Apple diese Strategie verfolgt. Es bleibt aber dabei das Apple sich dadurch Kunden durch die Lappen gehen lässt.

    > Vielleicht kommt es ja noch. Das iPhone hatte zu Beginn ja auch keinen App
    > Store ;).
    Natürlich kann das noch kommen dennoch ist es ganz gut das man diese zurzeit bemängelt, gerade dann wenn die Konkurrenz bereits auf den Markt ist.

    > War etwas drastisch dargestellt, natürlich weiß ich woher LOEWE die Panels
    > bekommt und dass LG nicht nur Murks baut ;). Wollte nur zeigen, dass es
    > auch woanders Insellösungen gibt, die für sich genommen auch gut
    > funktionieren können.
    Naja so wie das klang sind deine Boxen nicht mehr ideal wenn du von Loewe auf beispielsweise LG wechseln willst. Ist natürlich ideal wenn der Loewe lange hält und es dann einen guten Nachfolger gibt aber mir wäre das zu unsicher.

    > Da zeigen sich die Parallelen zu Apple. Ist auch nicht das Günstigste.
    Wobei der Mehrwert bei Apple ja die Software ist. Loewe kann da zwar auch punkten die ist bei einem TV aber nicht ganz so wichtig.

    > > Interessehalber, wäre der Mainboard tausch kostenlos?
    >
    > Nein, natürlich nicht. Aber mit 350 ¤ (bei einem Neuwert von 2600 ¤ für das
    > komplette Gerät) ist es aber noch verschmerzbar.
    Naja nach 3 Jahre sowas kostenpflichtig zu wechseln ist jetzt aber nun auch keine Kunst. Wie das bei LG und co. ist kann ich nicht sagen aber ich kann mir nicht vorstellen das es da gar keine Möglichkeit gibt.

    Wobei das natürlich auch eine Preisfrage ist für 350¤ bekommt man sicherlich auch 4k Reciver

  17. Re: Meine Güte...

    Autor: intnotnull12 21.02.18 - 14:07

    Sehr gut dargestellt!

    Man darf übrigens auch Folgendes nicht vergessen. Der HomePod könnte theoretisch ja auch Leute ins Apple-System *locken*. Etwa wenn jemand in der Android/Microsoft-Welt zu Hause ist, dann zusammen mit anderen - Freunden, Partner - Musik hört, und sich denkt: das ist ja gut mit diesen smarten Lautsprechern, damit fange ich jetzt mal an mit Apple. Gerade Musik, also was Emotionales, könnte da ein Game-Changer sein.

    Diese Chance verschenkt Apple, wenn man dann gleich auch schon Smartphone, Tablet oder sonst was auf iOS dazu benötigt.

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