1. Foren
  2. Kommentare
  3. Audio/Video
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Oscar 2013: Ein künstlicher Tiger…

Künster bezahlen

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Künster bezahlen

    Autor: Endwickler 25.02.13 - 14:22

    Das ist doch ein großes Credo dieser Studios, unter dem sie auch ihre Schutzbemühungen bündeln. Dass ausgerechnet die Künstler bei zwei solch erfolgreichen und bekannten Filmen leer ausgehen, ist extrem bitter und lässt einen diese Studios in einem noch schlechteren Licht sehen.

  2. Re: Künster bezahlen

    Autor: wasabi 25.02.13 - 14:38

    > Das ist doch ein großes Credo dieser Studios, unter dem sie auch ihre
    > Schutzbemühungen bündeln. Dass ausgerechnet die Künstler bei zwei solch
    > erfolgreichen und bekannten Filmen leer ausgehen, ist extrem bitter und
    > lässt einen diese Studios in einem noch schlechteren Licht sehen.

    Es zeigt eigentlich nur deutlich, wie sehr in der Unterhaltungsindustrie eben doch meist die sichtbaren menschen die Stars sind und das meiste Geld bekommen. In der Musik auch so: viele große Popacts schreiben ja nicht unbedingt ihre Musik selbst (oder zumindest nicht vollständig) aber stehen im Rampenlicht, die Kopmonisten/produzent/... kennt man oft nicht. Aber die bekommen zumindest in der Regel genügend Geld :-) Bei einem Film dagegen ist die Diskrepanz zwischen z.B. Schauspielergagen und VFX-Artists-Honoraren.

    Wobei man sagen muss, dass die Oscars dann ja mal zumindest ein Event sind, wo auch mal die Leute im Hintergrund ein gesicht bekommen. Natürlich werden in den Medien meist nur die Sieder für besten Film, Regie und Hauptdaresteller gezeigt (weil die Leutewohl scharf auf " Promi-News" sind) aber bei der Veranstaltung selbst werden ja die Sieger in Bereichen wie "Best make Up" oder "best VFX" genauso gewürdigt wie "Best Actor in a leading Role" (glaub ich zumindest, hab noch nie eine Verleihung in voller Länge gesehen)

  3. Re: Künster bezahlen

    Autor: helgebruhn 26.02.13 - 12:20

    Ja, da werden alle genauso gezeigt und gewürdigt wie die Schauspieler. Davon abgesehen sehe ich einiges etwas anders. In der FIlmbranche kennt "man" sich ziemlich genau, und damit meine ich weniger Regisseure, Produzenten, Schauspieler untereinander, das ist eh der Fall.

    Ich meinte damit eher ALLE maßgeblichen Bereiche, also auch mehr oder weniger angesagte FX-Studios, diverse Mitarbeiter inclusive. Es gibt genug FIlme, HdR ist dafür ein sehr gutes Beispiel, wo der Regisseur direkt mit den Leuten vor Ort Dinge durchgeht usw. und dadurch sich sowas wie ein richtiges Team bildet über die lange Zeit der Dreharbeiten und darüber hinaus. Natürlich kennt man nicht jeden Azubi in der Firma, aber relativ viele. Davon abgesehen haben viele Firmen am Ende ein weit höheres Budget als anfangs veranschlagt und auch die FX-Firma dürfte einiges davon abbekommen, wenn sie nicht ein total unfähiges Management haben sollte :-)

  4. Re: Künster bezahlen

    Autor: kinderschreck 26.02.13 - 14:33

    Ich denke das sieht eher so aus:

    Firma A gibt Angebot über B $ ab für Gewerk C von Studio XYZ.
    Firma A gibt Angebot über D $ ab für Gewerk E von Studio ....
    Firma A gibt Angebot über F $ ab für Gewerk G von Studio ....

    Nun hat Firma A das wohl mehrfach erfolgreich gemacht. Und die Summe aus B, D und F $ reicht wohl nicht. Wessen Schuld ist das nun? Firma A oder Studio ...?

    Wenn ein Handwerker sich bei mehreren Gewerken verkalkuliert und dann Leute entlassen muss ist auch nicht der Auftraggeber schuld.

  5. Re: Künster bezahlen

    Autor: grimbolt.v7 26.02.13 - 15:37

    Wenn aber die Industrie den Künstler zwingt sich unter Wert zu verkaufen, wer ist dann Schuld? Und gerade die Digitale Industrie scheint mir ein verdammt hartes Geschäft zu sein.. (Ist meine subjektive Auffassung und kann natürlich völlig daneben liegen)
    Ich kenne leider die genauen Hintergründe nicht, aber generell die Schuld bei nur einem der beiden Parteien zu suchen halte ich für falsch.

    Jemand aus der Branche hier, der uns erleuchten kann?

  6. Re: Künster bezahlen

    Autor: helgebruhn 26.02.13 - 15:48

    grimbolt.v7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn aber die Industrie den Künstler zwingt sich unter Wert zu verkaufen,
    > wer ist dann Schuld? Und gerade die Digitale Industrie scheint mir ein
    > verdammt hartes Geschäft zu sein.. (Ist meine subjektive Auffassung und
    > kann natürlich völlig daneben liegen)
    > Ich kenne leider die genauen Hintergründe nicht, aber generell die Schuld
    > bei nur einem der beiden Parteien zu suchen halte ich für falsch.
    >
    > Jemand aus der Branche hier, der uns erleuchten kann?


    WER genau sollte denn die Firmen unter Druck setzen, unter Wert zu verkaufen ?

    Ich bin zwar nicht vom Fach, aber seit Jahrzehnten FIlmfreak und informiere mich hin und wieder schon etwas. Soweit ich weiß, wachsen gute CGI-Firmen nicht auf Bäumen, vor allem in der ersten Liga spielen nur ne handvoll bekannte Firmen mit, Pixar Studios beispielsweise oder die von George Lucas oder seit Jahren die in Neuseeland, die u.a. die Trilogien von HdR und Hobbit gemacht haben, aber auch viele andere Firmen.

    Wenn jetzt natürlich kleine Firmen hier etwas abschöpfen möchten, müssen sie sich sicherlich etwas einfallen lassen, in Sachen Qualität dürfte da kaum was gehen nach oben, also am Preis denk ich mal. Also günstigen Preis anbieten und ähnliche Leistung abliefern.

    Mir kann niemand erzählen, daß der Auftraggeber daran schuld ist, wenn eine CGI-Firma pleite geht. Die aktuellen Big Player in der Szene machen Kohle ohne Ende und haben auch klein angefangen. Wenn die Qualität stimmt, wird auch gut bezahlt. Und was ist mehr Ausdruck von Qualität, als ein Oscar ?

    Irgendwas kann in der Geschichte doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Evtl. hat die Firmenleitung auch die Kohle eingesackt oder veruntreut oder zumindest ihre Angestellten zu Niedrigpreisen arbeiten lassen.

  7. Re: Künster bezahlen

    Autor: Endwickler 26.02.13 - 16:16

    helgebruhn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > grimbolt.v7 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn aber die Industrie den Künstler zwingt sich unter Wert zu
    > verkaufen,
    > > wer ist dann Schuld? Und gerade die Digitale Industrie scheint mir ein
    > > verdammt hartes Geschäft zu sein.. (Ist meine subjektive Auffassung und
    > > kann natürlich völlig daneben liegen)
    > > Ich kenne leider die genauen Hintergründe nicht, aber generell die
    > Schuld
    > > bei nur einem der beiden Parteien zu suchen halte ich für falsch.
    > >
    > > Jemand aus der Branche hier, der uns erleuchten kann?
    >
    > WER genau sollte denn die Firmen unter Druck setzen, unter Wert zu
    > verkaufen ?
    >
    > Ich bin zwar nicht vom Fach, aber seit Jahrzehnten FIlmfreak und informiere
    > mich hin und wieder schon etwas. Soweit ich weiß, wachsen gute CGI-Firmen
    > nicht auf Bäumen, vor allem in der ersten Liga spielen nur ne handvoll
    > bekannte Firmen mit, Pixar Studios beispielsweise oder die von George Lucas
    > oder seit Jahren die in Neuseeland, die u.a. die Trilogien von HdR und
    > Hobbit gemacht haben, aber auch viele andere Firmen.
    >
    > Wenn jetzt natürlich kleine Firmen hier etwas abschöpfen möchten, müssen
    > sie sich sicherlich etwas einfallen lassen, in Sachen Qualität dürfte da
    > kaum was gehen nach oben, also am Preis denk ich mal. Also günstigen Preis
    > anbieten und ähnliche Leistung abliefern.
    >
    > Mir kann niemand erzählen, daß der Auftraggeber daran schuld ist, wenn eine
    > CGI-Firma pleite geht. Die aktuellen Big Player in der Szene machen Kohle
    > ohne Ende und haben auch klein angefangen. Wenn die Qualität stimmt, wird
    > auch gut bezahlt. Und was ist mehr Ausdruck von Qualität, als ein Oscar ?
    >
    > Irgendwas kann in der Geschichte doch nicht mit rechten Dingen zugehen.
    > Evtl. hat die Firmenleitung auch die Kohle eingesackt oder veruntreut oder
    > zumindest ihre Angestellten zu Niedrigpreisen arbeiten lassen.

    Ja, wenn man sich einmal anschaut, für welche Filme die Effekte gemacht haben, dann ist fast alles dabei, was man kennt. Irgend etwas scheint da in der Firmenleitung oder beim personalmanagement schief gelaufen zu sein. Da sie momentan neue Personalmanagerassistenten suchen, wurden da wohl ebenfalls ein paar Streichungen vorgenommen.

  8. Re: Künster bezahlen

    Autor: Gruselgurke 26.02.13 - 16:26

    "WER?"
    Die Studios wie Fox und Universal. Es ist seit Jahren Praxis in der Industrie das Aufträge an den billigsten vergeben werden und es einfach kein limit nach unten gibt und was von den großen Studios natürlich ohne Ende ausgenutzt wurde. Deshalb haben sich Giganten wie Digital Domain die ebenfalls banktrott angemeldet haben wie R&H gegenseitig runtergehandelt um über Wasser bleiben zu können. Digital Domain wurde nun von Chinesen aufgekauft, R&H wird wohl von irgend einer indischen Firma aufgekauft werden.
    Das Problem ist wirklich das es keine Gewerkschaft gibt und es einfach keinerlei Regelungen für Mindestlöhne gibt in meiner Branche. Man ist da ziemlich dem willen des Kunden ausgeliefert.

  9. Re: Künster bezahlen

    Autor: teslar2 26.02.13 - 16:34

    Die grossen Studios nutzen aus das die Effects Firmen und Artists nicht zu einer Gewerkschaft zusammen schliessen.
    in diesem Artikel
    http://m.deadline.com/2013/02/documents-new-zealand-hobbit-peter-jackson-union-dispute-fran-walsh-warner-bros/

    kann sehen das Neuseeland gezungen sah, 56 Million an die Film Firma zu zahlen damit der Hobbit -Dreh im Landbleibt. Das Probem ist das niemand gegen die Prakiten der Film Firmen wehrt bis jetzt.
    Es gibt viele Artikel im Netz (meistens in english) die uber das Thema berichten.
    bisher war immer so das eine Effects Firma immer Bankrott gehen oder haarscharf daran vorbei geschlittert.
    vor 10 Monaten hat es Digital Domain erwischt. Die hatten Oscar gewonnen fur Benjanmin Botton, Titanic etc. Eine Studios mussten in Indien und Canada Zeigstellen aufmachen auf Druck Filmstudios in Hollywood. Viele Mitarbeiter wurde dann nahe "gelegt" umzuziehen.

    http://mobile.theverge.com/2013/2/25/4028014/why-are-digital-video-effects-artists-angry-at-hollywood

    oder hier:

    http://www.hitfix.com/motion-captured/the-visual-effects-community-sees-red-in-the-wake-of-oscar-protest-and-on-air-snub

    Um Preis weiter zu druecken werden "Zulieferfirmen" in indien aufgemacht. Leute die dort arbeiten wollen muessen erstmal ein 4 Monats-Gehalt als Security-Deposit hinterlegen. Und das ist nur die Spitze des Eisberges

    http://vfxsoldier.wordpress.com/2011/01/11/vfx-soldiers-in-india/

  10. Re: Künster bezahlen

    Autor: teslar2 26.02.13 - 16:39

    Teilweise wurde die Krankenversicherung nicht mehr bezahlt und die Kunstler und deren Familien stehen ohne Absicherung da.

    guter Artikel: When winning an Oscar menas Bankruptcy:

    http://www.fastcocreate.com/1682488/when-winning-an-oscar-means-bankruptcy-vfx-artists-protest-the-academy-awards#1

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), Berlin
  2. KACO new energy GmbH, Neckarsulm
  3. CITTI Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Kiel
  4. Interhyp Gruppe, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Die Sims 4 für 9,99€, Inselleben für 19,99€, An die Uni! für 19,99€, Vampire für...
  2. 23,99€
  3. (u. a. Far Cry 5 für 14,99€, Far Cry New Dawn für 17,99€, Far Cry für 3,99€)
  4. 3,74€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Faltbares Smartphone Schutzfasern des Galaxy Z Flip möglicherweise wenig wirksam
  2. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  3. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+

Login-Dienste: Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte
Login-Dienste
Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte

Immer wieder bringen Politiker einen Klarnamenzwang oder eine Identifizierungspflicht für Nutzer im Internet ins Spiel. Doch welche Anbieter könnten von dieser Pflicht am ehesten einen Vorteil erzielen?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Europäische Netzpolitik Die Rückkehr des Axel Voss
  2. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  3. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

Generationenübergreifend arbeiten: Bloß nicht streiten
Generationenübergreifend arbeiten
Bloß nicht streiten

Passen Generation Silberlocke und Generation Social Media in ein IT-Team? Ganz klar: ja! Wenn sie ihr Wissen teilen, kommt am Ende sogar Besseres heraus. Entscheidend ist die gleiche Wertschätzung beider Altersgruppen und keine Konflikte in den altersgemischten Teams.
Von Peter Ilg

  1. Frauen in der Technik Von wegen keine Vorbilder!
  2. Arbeit Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
  3. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann

  1. Konsolen: Microsoft bestätigt 12 Teraflops für Xbox Series X
    Konsolen
    Microsoft bestätigt 12 Teraflops für Xbox Series X

    Nun ist es offiziell: Die GPU der Xbox Series X schafft eine Leistung von 12 Teraflops - ungefähr das Doppelte der Xbox One X. Damit treffen einige Leaks zu, außerdem stellte der zuständige Manager Phil Spencer eine Reihe weiterer Neuheiten vor.

  2. Telefónica: Open RAN wird in den nächsten vier Jahren nicht helfen
    Telefónica
    Open RAN wird in den nächsten vier Jahren nicht helfen

    Bei 5G dürfte Open RAN noch keinen Nutzen bringen. Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas erwartet erst ab dem Jahr 2025 damit mehr Optionen.

  3. Atom P5900: Intels 10-nm-5G-Basisstation-CPU ist da
    Atom P5900
    Intels 10-nm-5G-Basisstation-CPU ist da

    Mit dem Atom P5900 alias Snow Ridge hat Intel einen Prozessor für 5G-Basisstationen entwickelt. Das 10-nm-Design nutzt bis zu 24 Tremont-Kerne, also die nächste Generation der Low-Power-Atom-Architektur.


  1. 16:54

  2. 16:32

  3. 16:17

  4. 15:47

  5. 15:00

  6. 15:00

  7. 14:30

  8. 14:19