Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Audio/Video
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Pure Audio: Blu-ray-Audioformate…

Subwoofer direkt ansteuern

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: LordSiesta 17.02.17 - 09:25

    > Auch das direkte Ansprechen eines Subwoofers ist allemal besser, als dies den
    > Verstärker anhand einer Frequenzschwelle übernehmen zu lassen.

    Jetzt bin ich aber neugierig: Warum sollte ein Tontechniker, der meine Laustsprecher nicht kennt, die Frequenzaufteilung besser hinkriegen als eine (digitale) Frequenzweiche, die man bei der Einrichtung genau auf die vorhandenen Lautsprecher einstellen kann? Oder geht's bei dieser Forderung um billige Anlagen mit schlechter bzw. gar keiner Frequenzweiche?

  2. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: Poison Nuke 17.02.17 - 09:35

    Weil die Tontechniker schon immer der Meinung waren alles besser zu können... siehe Totkomprimierung der Tonspuren von Filmen, Frequenzbeschneidung der Surround-Kanäle (insofern überhaupt mal was auf die hinteren Lautsprecher gemischt wird) und Musik so laut abgemisch, das man taub wird.


    Die Tonstudios machen bei der finalen Abmischung halt alles falsch was man falsch machen kann... da wundert mich dieser inkompetente Schwachsinn nicht weiter.

    Denn dass die Hauptzielgruppe von der PureAudio BluRay Besitzer von guten Anlagen sein könnten, die eventuell sogar 5 oder gar 7 Full-Range Lautsprecher stehen haben in einem akustisch dafür optimierten Raum (ok die Zahl dieser Anlagen kann mit den Händen abzählen in Europa), scheint denen wohl entgangen zu sein. Alle anderen holen sich so oder so einen digitalen Download.

  3. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: as (Golem.de) 17.02.17 - 10:12

    Hallo,

    LordSiesta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Auch das direkte Ansprechen eines Subwoofers ist allemal besser, als dies
    > den
    > > Verstärker anhand einer Frequenzschwelle übernehmen zu lassen.
    >
    > Jetzt bin ich aber neugierig: Warum sollte ein Tontechniker, der meine
    > Laustsprecher nicht kennt, die Frequenzaufteilung besser hinkriegen als
    > eine (digitale) Frequenzweiche, die man bei der Einrichtung genau auf die
    > vorhandenen Lautsprecher einstellen kann? Oder geht's bei dieser Forderung
    > um billige Anlagen mit schlechter bzw. gar keiner Frequenzweiche?

    Nehmen wir einen Kontrabass, der nur teilweise sehr tief gespielt wird, die Hauptboxen selbst schaffen die Frequenz aber durchaus. Dann wandert der Ton immer wieder zum SW. Beim Entwurf der Disc kann hingegen entschieden werden: ein Instrument bleibt auf bestimmten Kanälen.

    Halt genauso wie bei Filmen. Auch da lässt man nicht die Anlage entscheiden, was nach hinten geführt wird, auch wenn sie es prinzipiell kann und das mehr Spaß macht als reines Stereo. Aber die Anlage weiß manchmal nicht, wo eine Explosion herkommt, trotz aller Algorithmen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  4. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: PiranhA 17.02.17 - 10:16

    Es geht eher darum, wie der Subwoofer eingesetzt wird. Bei klassischen Stereo-Aufnahmen geht man von Full-Range Stereo-Boxen aus. Entsprechend passt ein Subwoofer da nicht ins Konzept. Es gibt Überlagerungen im Bereich der Trennfrequenz.
    Beim Heimkino geht man von einem Subwoofer aus, entsprechend handelt es sich um separate Tonspuren, die komplett vom Subwoofer getragen werden. Da gibt es dann keine Überlagerung mehr mit dem Bass-Teil der Front.
    Front und Subwoofer sind halt für unterschiedliche Arten von Bass ausgelegt. Selbst wenn deine Front bis 20 Hz gehen, so handelt der Subwoofer das besser und die Front werden auch entlastet. Immerhin haben die noch andere Frequenzen zu tragen.

  5. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: Poison Nuke 17.02.17 - 10:27

    as (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hauptboxen selbst schaffen die Frequenz aber durchaus. Dann wandert der Ton
    > immer wieder zum SW. Beim Entwurf der Disc kann hingegen entschieden
    > werden: ein Instrument bleibt auf bestimmten Kanälen.


    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > passt ein Subwoofer da nicht ins Konzept. Es gibt Überlagerungen im Bereich
    > der Trennfrequenz.




    bitte nicht zuviel Halbwissen hier. Es kann keine Überlagerungen geben, wenn die Frequenzen sauber abgetrennt werden. Das funktioniert bei Stereo und Surround gleichermaßen sauber und einwandfrei. zu Überlagerungen kommt es nur, wenn man fälschlicherweise die Front als FullRange betreibt und zusätzlich den Bass noch auf die Subwoofer leitet. Aber wer so ein schwachsinniges Setup fährt (das geht nicht ohne weiteres), ist selbst am Gedröhne schuld.

    und des weiteren KANN der Ton nicht zum Subwoofern wandern. Das Hörereignis kommt immer von den Hauptlautsprechern. Das Ohr kann die tiefen Frequenzen nunmal nicht orten. Bei richtiger Einstellung kommt dann auch noch der Haas-Effekt hinzu, sodass auch bei einem schrottigen Subwoofer mit vielen Verzerrungen trotzdem der Kontrabass vom Hauptlautsprecher kommt.


    Wenn jetzt irgendein Tonmensch daherkommt und will bestimmte Basseffekte von vornherein auf bestimmte Lautsprecher legen, dann bringt er einfach nur jegliche Raumeinmessung und Einstellung durcheinander. Denn wie oben schon geschrieben wurde: er KANN nicht wissen was wohin gehört.


    Und ein ganz wichtigen Punkt vergessen alle: in einem normalen Raum ist bei richtiger Aufstellung und Einstellung ein Subwoofer den Hauptlautsprechern in Sachen Tieftonwiedergabe haushoch überlegen. Denn den/die Subs kann man entsprechend der akustischen Gegebenheiten platzieren und somit Raummoden und Dröhnen usw ausbügeln. Die Hauptlautsprecher müssen zwangsweise an einem Platz stehen, der für die Tieftonwiedergabe durchaus erhebliche Nachteile mit sich bringen kann.



    Also kurz: egal ob Stereo oder Surround: die eigene heimische Anlage ist die einzige die richtig entscheiden kann, ob ein Schallereignis auf dem Subwoofer oder dem Hauptlautsprecher wiedergeben werden soll. Denn es ist egal was es für ein Schallereignis es ist, wenn man keinen groben Fehler gemacht hat, dann kommt das Hörereignis immer aus der Richtung, aus der es kommen soll, egal ob der Subwoofer beteiligt ist oder nicht.


    Das gesamte Konzept des LFE Kanals ist so oder so Schwachsinn und es wäre schön wenn das endlich mal abgeschafft werden würde. Dann würden viele Probleme erspart bleiben.

  6. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: as (Golem.de) 17.02.17 - 10:50

    Hallo,

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und des weiteren KANN der Ton nicht zum Subwoofern wandern.

    technisch gesehen wandert der Ton da durchaus hin. Und das meine ich. Und ja, ich weiß, dass die Verkabelung sternförmig ist und das Signal nicht hin und zurück wandert.

    Das ein Subwoofer nicht verortbar ist setze ich als Wissen voraus, das erwähne ich explizit nicht. Und der Subwoofer hat anderen "wumms", das merkt man dann schon, wenn die Hauptboxen das nicht vergleichbar beherrschen.

    In den letzten Jahren hat sich das ja alles stark geändert. Viele Anwender, so auch ich, haben vorne schlanke Boxen mit kleinen (Doppel-)Tieftönern. Das mag bei einer perfekt abgestimmten Anlage vielleicht anders sein.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  7. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: PiranhA 17.02.17 - 11:03

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kann keine Überlagerungen geben,
    > wenn die Frequenzen sauber abgetrennt werden.

    Werden sie nur nicht. Ist ja nicht so, als würde 39 Hz zu 100% aus dem Sub kommen und 40 Hz zu 100% aus der Front. Jede Frequenzweiche hat einen gewissen Verlauf. So kommt dann 45 Hz eben zu 30% aus Sub und zu 70% von der Front.

  8. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: wasabi 17.02.17 - 11:34

    > Wenn jetzt irgendein Tonmensch daherkommt und will bestimmte Basseffekte
    > von vornherein auf bestimmte Lautsprecher legen, dann bringt er einfach nur
    > jegliche Raumeinmessung und Einstellung durcheinander. Denn wie oben schon
    > geschrieben wurde: er KANN nicht wissen was wohin gehört.

    Damit stellst du ein bei Filmen normales Konzept in Frage. Was glaubst du denn, wofür "5.1" steht? Es steht NICHT einfach für die Anzahl der Lautsprecher (das ist nur die Mindestanzahl), sondern für die Anzahl der Kanäle.

    Verwirrenderweise hat sich die Bezeichnung "2.1" für diese typische PC-Lautsprecher, bestehen aus zwei Kleinen Boxen auf dem Schreibtisch und einem Subwoofer durchgesetzt, und wird auch von den Herstellern teils so bezeichnet. Falls die Bezeichnung aber eben das gleiche wie das sonst genutzte "5.1" ausdrücken soll, dann ist sie falsch. Denn das sind alles 2.0-Systeme. Die bekommen nur ein 2.0 Signal - also klassisches Stereo. Nur weil ich mir zu nutze mache, dass man tiefe Frequenzen weniger orten kann und daher nur einen Subwoofer habe, den ich dann räumlich auslagern kann (und somit die beiden Frontboxen kleiner machen kann), hab ich nicht plötlzlich einen dritten Kanal. Ich könnte auch meine Studiomonitore zersägen , dann hätte ich vier Boxen. Hätte ich dann etwa plötzlich ein 4.0 oder ein 2.2-System? Natürlich nicht.

    Bei 5.1 aber hat man tatsächlich sechs diskrete Kanäle. Der Subwoofer bekommt dort ein eigenes Signal, kann also vom Tonmischer gezielt und separat ein Signal zugewiesen bekommen. Dass bei den meisten Menschen zuhause über den Subwoofer aber außerdem auch die tiefen Frequenzen der anderen Kanäle kommen, ist unabhängig davon.

    Ob ein Bass-Effekt-Kanal bei Musik-Abmischungen sinnvoll ist, ist dann wieder ein anderen Thema...

  9. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: chefin 17.02.17 - 11:39

    LordSiesta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Auch das direkte Ansprechen eines Subwoofers ist allemal besser, als dies
    > den
    > > Verstärker anhand einer Frequenzschwelle übernehmen zu lassen.
    >
    > Jetzt bin ich aber neugierig: Warum sollte ein Tontechniker, der meine
    > Laustsprecher nicht kennt, die Frequenzaufteilung besser hinkriegen als
    > eine (digitale) Frequenzweiche, die man bei der Einrichtung genau auf die
    > vorhandenen Lautsprecher einstellen kann? Oder geht's bei dieser Forderung
    > um billige Anlagen mit schlechter bzw. gar keiner Frequenzweiche?

    Deine Anlage teilt die Stereofrequenzen auf und entscheidet wo ein Musikinstrument sein muss. Mangels Vergleich nimmst du das hin und empfindest es als Korrekt.

    Wenn ich aber weis, das der Bass eben NICHT mittig sitzt, sondern links im Orchester teile ich das auch passend auf die Kanäle auf. Dann gibts trotzdem Bass auf dem linken Kanal. Den dein Ohr arbeitet nicht digital sondern analog. Es hat nicht plötzlich ab 80Hz eine Eigenschaft die es vorher nicht hat. Dein Ohr unterscheidet Laufzeiten, kann die aber immer schwerer untrscheiden, je größer die Wellenlänge. Wenn ein Bass mit 40Hz und damit einer Wellenlänge von 8,25m von Links kommt mit einem Laufzeitunterschied von 10cm ist Ohr eben nicht mehr in der Lage das zu unterscheiden. Weil die Amplitudenhöhe der Welle an deinen Ohren zu wenig differiert.

    Nur wird dieser Vorgang fliesend in Ortung übergehen. Nicht schlagartig. Und dazu noch abhängig von der Umgebungslautstärke (also dem Grundrauschen). Du kannst den Unterschied also wahrnehmen und orten, auch ohne die Oberwellen die dazu gehören. Und zwar schon etwas früher als die Trennfrequenz der Weiche.

    Allerdings nimmt diese Eigenschaft im Laufe der Jahre ab, weil das Ohr verschleisst. Und je mehr verschleiss, desdo höher die Frequenz ab der ich orten kann. Daher sagen manche: ich hör keinen Unterscheid, andere hingegen hören jede Kleinigkeit. Weil eben das ganze Analog und fliesende Übergänge.

  10. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: bccc1 17.02.17 - 11:52

    Der Satz ist unglücklich formuliert, da er suggeriert es ginge darum, den Job der Frequenzweiche an den TonIng zu übertragen. Das ist aber nicht der Sinn des LFE Kanals. Eingeführt wurde er, um lauten Bass wiedergeben zu können, ohne die Qualität der anderen Kanäle zu beeinträchtigen. Und wie der Name schon sagt, ging es um Effekt-Geräusche. Bei einem 5.1 System mit Fullrange LS ohne Bassweiterleitung kann es schon sinn ergeben, sehr laute und tiefe Basseffekte auf einem extra Kanal von einem Subwoofer erledigen zu lassen. Nicht nur, weil der das evtl. besser kann, sondern auch um die HauptLS zu entlasten, welche bei so hohem Pegel im Bass evtl hörbare Intermodulationsverzerrungen produzieren könnten.

  11. in meinem Freundeskreis gibt es mehrere dieser Wiedergabeketten :-)

    Autor: jo-1 18.02.17 - 11:26

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Denn dass die Hauptzielgruppe von der PureAudio BluRay Besitzer von guten
    > Anlagen sein könnten, die eventuell sogar 5 oder gar 7 Full-Range
    > Lautsprecher stehen haben in einem akustisch dafür optimierten Raum (ok die
    > Zahl dieser Anlagen kann mit den Händen abzählen in Europa), scheint denen
    > wohl entgangen zu sein. Alle anderen holen sich so oder so einen digitalen
    > Download.

    Also in meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es einige Wiedergabeketten, die Du beschrieben hast.

    Geh mal auf einschlägige Foren und Du findest unzählige Freaks mit derlei Equipment und die können das auch bedienen.

    Meine bescheidenen vollaktiv symmetrisch angesteuerten Lautsprecher lassen kaum Wünsche offen - und das für bezahlbares Geld.

    Nettes Forum: aktives-hören

    Eher die Fraktion der mittelmäßig auch sgestatteten stirbt nach meiner Erfahrung aus.

    Sooundbars ersetzen sukzessive gute Lautsprecher. Exquisite Latsprecher (wie meine) nehmen eher zu weil es Sinn macht.

  12. Re: in meinem Freundeskreis gibt es mehrere dieser Wiedergabeketten :-)

    Autor: bccc1 18.02.17 - 13:06

    Wie weit geht bei denen die akustische Optimierung? Mein Eindruck ist bisher, das verhältnismäßig viele sich teure Stereolautsprecher hinstellen, einige wenige auch ein hochwertiges Surround Set, aber die wenigsten ausreichend in Raumakustik investieren. Wenn man kein dedizierten Musikraum hat ist das ja auch verständlich, da die Raumakustikkonzepte die Optik des Wohnzimmers schon stark beeinträchtigen können. Es sei denn, man empfindet Diffusoren und Absorber als Verschönerung ;)
    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die meisten mit hochwertigen Surroundsets aus der Heimkinoecke kommen und daher oft Kompromisse beim Sound zugunsten des Bilds machen, wird klar, dass die Zahl wirklich hochwertiger Wiedergabeketten nicht besonders hoch sein wird.

  13. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: Berner Rösti 18.02.17 - 13:26

    as (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > LordSiesta schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Auch das direkte Ansprechen eines Subwoofers ist allemal besser, als
    > dies
    > > den
    > > > Verstärker anhand einer Frequenzschwelle übernehmen zu lassen.
    > >
    > > Jetzt bin ich aber neugierig: Warum sollte ein Tontechniker, der meine
    > > Laustsprecher nicht kennt, die Frequenzaufteilung besser hinkriegen als
    > > eine (digitale) Frequenzweiche, die man bei der Einrichtung genau auf
    > die
    > > vorhandenen Lautsprecher einstellen kann? Oder geht's bei dieser
    > Forderung
    > > um billige Anlagen mit schlechter bzw. gar keiner Frequenzweiche?
    >
    > Nehmen wir einen Kontrabass, der nur teilweise sehr tief gespielt wird, die
    > Hauptboxen selbst schaffen die Frequenz aber durchaus. Dann wandert der Ton
    > immer wieder zum SW. Beim Entwurf der Disc kann hingegen entschieden
    > werden: ein Instrument bleibt auf bestimmten Kanälen.

    Wenn die Hauptboxen den vollständigen Frequenzbereich abdecken können, dann ist ein Subwoofer per Definition obsolet.
    Wenn nicht, dann können sie in deinem Beispiel den Kontrabass nicht in seiner vollständigen Klangfülle wiedergeben.

    Des weiteren weiß der Tontechniker eben nicht, welchen Frequenzgang mein Subwoofer und meine Hauptboxen haben.

    > Halt genauso wie bei Filmen. Auch da lässt man nicht die Anlage
    > entscheiden, was nach hinten geführt wird, auch wenn sie es prinzipiell
    > kann und das mehr Spaß macht als reines Stereo. Aber die Anlage weiß
    > manchmal nicht, wo eine Explosion herkommt, trotz aller Algorithmen.

    Die Existenzberechtigung eines Subwoofer besteht allein aus der Tatsache, dass auf ihm nur die tiefsten Töne wiedergegeben werden, die aufgrund des langwelligen Signals von den Ohren nicht mehr im Raum verortet werden können.

    Somit kann man dort einen entsprechend kräftigen, aber eben großen und schweren Lautsprecher verbauen, während man in den übrigens Boxen mit kleineren Lautsprechern arbeiten kann, die diesen Frequenzbereich nicht mit abdecken müssen.

    Insofern hat das herzlich wenig mit den Kanälen für den Raumklang beim normalen Surround-Sound zu tun.

  14. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: as (Golem.de) 18.02.17 - 16:35

    Hallo,

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Hauptboxen den vollständigen Frequenzbereich abdecken können, dann
    > ist ein Subwoofer per Definition obsolet.

    Das ist doch durchaus häufiger der Fall. Das heißt aber nicht, dass der Subwoofer obsolet ist. Nehmen wir ein Extrembeispiel: Ein kleiner 3-cm-Quäker schafft die Frequenzen des Subwoofers. Heißt das, dass der 3-cm-Quäker eine Explosion darstellen kann und den ganzen Raum vibrieren lassen kann? Ja, kann er rein technisch, mit allen Frequenzen. Das Ergebnis ist gefühlt aber ein anderes. Die Vibrationen sind da, aber für den Anwender kaum spürbar.

    Wenn man eine große 3-Wege-Box hat, mag das durchaus gehen, aber der Vorteil des Subwoofers ist ja auch die Designänderung im Heimkino. Das macht ihn IMHO nicht per Definition (welche?) obsolet.

    Ton braucht in der Regel auch einen gewissen Raum. Sonst könnten wir alle mit nicht sichtbaren Lautsprechern arbeiten. Das ist durchaus ein Trend, den Sony auf der CES gezeigt hat oder auch Apple beweisen. Aber noch sind wir nicht soweit und ich weiß nicht, ob die Physik dem nicht irgendwann Grenzen setzt.

    > Des weiteren weiß der Tontechniker eben nicht, welchen Frequenzgang mein
    > Subwoofer und meine Hauptboxen haben.

    Er kann aber gewisse Annahmen vornehmen. Er weiß beim Surround-Sound auch nicht, wo die Boxen hinten stehen, trotzdem nimmt er etwas ohne jedes exakte Wissen an und mischt entsprechend. Natürlich weiß der Tontechniker nicht, das der Subwoofer beispielsweise schwächer und weniger tief kommt als die Hauptboxen. Solche Setups gibt es durchaus, sie sind aber selten. Aber wenn der Tontechniker einen Rumms-Effekt auslösen will, dann wird er dies sicherlich nicht dediziert auf den vorderen Boxen durchführen, auch wenn die das abgeschwächt können und man bei vielen Heimkinos davon ausgehen kann, dass es geht. Er geht trotzdem davon aus, dass es da einen fähigeren Kanal gibt.

    Davon abgesehen, dass ein Kontrabass auf einem Subwoofer schon seltsam klingt und Lautstärkeanpassungen mitunter notwendig sind. Schlaginstrumente hingegen durchaus gut. Aber das ist Geschmackssache und hängt sicher vom Subwoofer ab.

    > Die Existenzberechtigung eines Subwoofer besteht allein aus der Tatsache,
    > dass auf ihm nur die tiefsten Töne wiedergegeben werden, die aufgrund des
    > langwelligen Signals von den Ohren nicht mehr im Raum verortet werden
    > können.

    Was ist mit Designgründen? Ist das keine Existenzberechtigung für Subwoofer? Man schaue sich die Bose-Systeme an oder viele PC-Speaker-Setups. Da geht es um das Sparen von Platz weil man sich keine riesigen Boxen neben den Monitor stellen will. Ja, eigentlich sind solche Setups unnötig und hätten damit keine Existenzberechtigung. Vor allem, weil in solchen Fällen die Subwoofer oft nicht besonders tief kommen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  15. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: LordSiesta 18.02.17 - 20:55

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [Frequenzen werden nicht sauber abgetrennt] Ist ja nicht so, als würde 39 Hz zu 100%
    > aus dem Sub kommen und 40 Hz zu 100% aus der Front. Jede Frequenzweiche hat
    > einen
    > gewissen Verlauf. So kommt dann 45 Hz eben zu 30% aus Sub und zu 70% von
    > der Front.

    Und wenn man dafür einen DSP einsetzt? Der dürfte ja theoretisch die Frequenztrennung beliebig steil hinbekommen, oder irre ich mich da?

  16. Re: Subwoofer direkt ansteuern

    Autor: bccc1 19.02.17 - 00:39

    Nur wenn man FIR Filter einsetzt, was mehrere Nachteile mit sich bringt und selten eingesetzt wird. Im Bassbereich noch weniger als sonst, da es dort eine hohe Latenz mit sich bringt. FIR Filter sind auch deutlich rechenintensiver als die üblicherweise eingesetzten IIR Filter. IIR Filter wiederum verhalten sich wie analoge Filter, nur ohne die blöden Bauteiltoleranzen und mit weniger Aufwand ;)

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim
  2. SAPCORDA SERVICE GmbH, Hannover
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
  4. ERGO Group AG, Düsseldorf

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 204,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
Probefahrt mit Mercedes EQC
Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf
  3. Elektro-SUV Produktion des Mercedes-Benz EQC beginnt

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

Google Game Builder ausprobiert: Spieldesign mit Karten statt Quellcode
Google Game Builder ausprobiert
Spieldesign mit Karten statt Quellcode

Bitte Bild wackeln lassen und dann eine Explosion: Solche Befehle als Reaktion auf Ereignisse lassen sich im Game Builder relativ einfach verketten. Der Spieleeditor des Google-Entwicklerteams Area 120 ist nicht nur für Einsteiger gedacht - sondern auch für Profis, etwa für die Erstellung von Prototypen.
Von Peter Steinlechner

  1. Spielebranche Immer weniger wollen Spiele in Deutschland entwickeln
  2. Aus dem Verlag Neue Herausforderungen für Spieler und Entwickler

  1. Routerfreiheit: Vodafone will noch keine eigenen Glasfasermodems zulassen
    Routerfreiheit
    Vodafone will noch keine eigenen Glasfasermodems zulassen

    Vodafone streitet sich mit der Bundesnetzagentur, ob die Routerfreiheit in Glasfasernetzen auch für das Glasfasermodem (ONT) gilt. Ein Nutzer argumentiert dagegen, das öffentliche Glasfasernetz ende an der Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose, wo man als Endkunde sein ONT verbinden kann.

  2. Mercedes EQV: Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
    Mercedes EQV
    Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine

    Stilvoll elektrisch shuttlen: Daimler hat für die IAA die serienreife Version des Mercedes EQC angekündigt. In dem Elektro-Van haben sechs bis acht Insassen Platz.

  3. Fogcam: Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet
    Fogcam
    Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet

    Die Webcam Fogcam nimmt seit 1994 Bilder vom Gelände der San Francisco State University aus auf. Nach 25 Jahren wird die Kamera nun abgeschaltet, laut den Machern unter anderem wegen fehlender guter Aussicht.


  1. 18:01

  2. 17:40

  3. 17:03

  4. 16:41

  5. 16:04

  6. 15:01

  7. 15:00

  8. 14:42