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Genau das macht Rouge One aber aus...

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  1. Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 12:47

    Zitat:
    "Fehlende Originalität und holprige Produktion zum Trotz, bietet auch die zweite Star-Wars-Story zumindest Effekte und Kulissen auf Topniveau und ist mit ihrer lockeren Art gerade für junge Zuschauer etwas nettere Unterhaltung als der vergleichsweise düstere Rogue One."

    Die original StarWars-Filme war nie eine NETTE Unterhaltung. Klar gab es auch dort "relief moments". Aber der Film war für ein erwachsenes Publikum gedacht, die sich eine Prinzessin/Drache/Ritter-Story im Weltraum gewünscht haben.

    RO ist der einzige Film, der in seiner Konzeption den alten Filmen gerecht wird. Es gibt so gut wie keinen billigen Slapstick, das Setting ist düster, die Charaktere ernst. Außerdem gibt es keine Überhelden, die jenseits der Macht physikalisch unmögliches vollbringen (hallo Herr "Fliegerass" Poe). Man hat es schlicht gar nicht auf die zahlungskräftige Schicht der Jugendlichen abgesehen.

    Klar ist RO auch nicht ohne Fehler (man baut einen Knopf für eine Satelliten-Steueranlage mehrere Kilometer vom Hauptgebäude als einzelnen Knopf an den Strand auf eine frei stehende Konsole anstatt dass man als Story-Element dort einen Generator in Betrieb nehmen müsste, um Saft für die Steuerung zu haben), aber RO ist der einzige SW-Film der letzten 30 Jahre, der erwachsene Zuschauer nicht von vornherein zu Zuschauern zweiter Wahl deklassiert.

    Regards.

  2. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: Avarion 22.05.18 - 13:13

    War der einzige Star Wars in den letzten Jahren der wirklich unterhaltsam für mich war.

  3. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: countzero 22.05.18 - 13:52

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Die original StarWars-Filme war nie eine NETTE Unterhaltung. Klar gab es
    > auch dort "relief moments". Aber der Film war für ein erwachsenes Publikum
    > gedacht, die sich eine Prinzessin/Drache/Ritter-Story im Weltraum gewünscht
    > haben.
    >
    Ha, der war gut! Jawas, Ewoks und drollige Droiden sprechen eine andere Sprache. Das selbe gilt für das ganze Drumherum wie Merchandising-Deals oder billigst produzierte TV-Specials. Star Wars war schon immer für Kinder und Jugendliche. Das merkt man schon daran, dass ao gut wie jeder, der bei solchen Diskussionen die Originale Trilogie in den Himmel lobt, selbst noch ein Kind war, als er Star Wars zum ersten Mal gesehen hat.

    Wie jeden guten Jugendfilm zeichnet Star Wars aber aus, dass damit auch Erwachsene Spaß haben können. Auch ohne Nostalgie-Brille wird so ziemlich jeder anerkennen, dass die Episoden 4-6 besser sind als alles was danach kam, aber "das alte Star Wars war für Erwachsene, die neuen Filme sind nur Kinderkram" ist einfach Blödsinn.

  4. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 14:24

    Nun, ich habe StarWars I/IV das erste Mal mit 16 oder 17 gesehen. Die heutigen Filme adressieren aber eher 12-15-jährige. Das ist schon eine andere Kategorie.

    Jawas sind eine Rasse schrottsammelnder, kleiner Wesen. Ich wüsste nicht, welcher Teil da für Kinder gedacht gewesen sei. Bei den Ewoks gehe ich noch ein Stück weit mit. Aber selbst C3PO war zwar gelegentlich nervig, aber nie kindisch, wie in den späteren Filmen. (Sie waren die "tension relieve characters" der ersten beiden Filme.) Selbst Yoda in Teil 2 ergibt insgesamt seinen Sinn. Er hat lange als Einsiedler gelebt. Da wird man schonmal etwas komisch.

    Regards.

  5. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: theFiend 22.05.18 - 14:30

    Diese Frage welche "Jugendgruppe" jetzt adressiert wird, ist doch auch völliger Mumpitz.
    In den 70er und 80ern hat man Filme einfach anders gedreht. Da gab es noch den Mut Schauplätze und Charaktere mal etwas "dreckig" wirken zu lassen, und so wirkt das ganze halt etwas "erwachsener".

    Heute haste halt massenkonforme Charaktere vor Playmobillandschaften mit glattgeleckter CGI Atmosphäre... und vor dem Hintergrund fällt einfach schlicht noch deutlich auf, das die Drehbücher oft wirr, aber höchstens auf Kinderbuchniveau liegen.

    Zumal man halt danach auch mehr bieten musste, als Homers Heldenreise ins Weltall zu verlegen...

  6. noch immer nicht dreckig genug

    Autor: LiPo 22.05.18 - 14:42

    ich wünschte mir mehr grausamen realismus bei solchen (baller)filmen. sozusagen "die brücke" als space opera.
    abschreckend müssen die kämpfe sein, so das klar wird das derjenige der böse ist der gewalt und krieg will.

  7. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 14:42

    Ich halte die Zielgruppenfrage so gar nicht für Mumpitz sondern für essentiell. Bei einem ab 12 Jahre vorgesehenen/freigegebenen Film hätte es in Episode 1/4 z.B. keine Aufnahme mit den klar sichtbaren Skeletten von Lukes Eltern gegeben. Diese Altersklasse war da schlicht nicht Zielpublikum. In den neuen Filmen wird deutlich, wohin die Reise geht. Einen Jarjar Binks hätte es in der Einstiegszielklasse "15+" nicht mehr über die Eintrittshürde geschafft. (Lucas wollte das wohl tatsächlich auch für die alten Episoden, wurde dann aber von den Verantwortlichen zurückgepfiffen, weil es einfach viel zu kitschig war. Also wurden in den späten Nachbearbeitungen nur ein paar Szenen eingefügt, wo Reiter von Tieren fallen und andere in Fladen treten, weil man keine komplett neuen Charatere hätte einführen können.)

    Regards.

  8. Re: noch immer nicht dreckig genug

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 14:47

    Tja, Disney ist zwar kein unbedingter Kriegstreiber wie die Macher der Transformers-Reihe, aber wohl dennoch eher nicht in diesem Umfang mit Disney. Und erst Recht nicht mit dem SW-Franchise. Selbst bei RO wurde klargestellt, dass das mit der düsteren Athmo ein EINMALIGES Experiment wäre.

    Regards.

  9. Re: noch immer nicht dreckig genug

    Autor: Muhaha 22.05.18 - 15:06

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, Disney ist zwar kein unbedingter Kriegstreiber wie die Macher der
    > Transformers-Reihe, aber wohl dennoch eher nicht in diesem Umfang mit
    > Disney. Und erst Recht nicht mit dem SW-Franchise. Selbst bei RO wurde
    > klargestellt, dass das mit der düsteren Athmo ein EINMALIGES Experiment
    > wäre.

    Es gibt Gerüchte, nach denen manche Disney-Manager RO gerne NOCH düsterer haben wollten.

  10. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: countzero 22.05.18 - 15:14

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte die Zielgruppenfrage so gar nicht für Mumpitz sondern für
    > essentiell. Bei einem ab 12 Jahre vorgesehenen/freigegebenen Film hätte es
    > in Episode 1/4 z.B. keine Aufnahme mit den klar sichtbaren Skeletten von
    > Lukes Eltern gegeben.

    Die Episoden 4 und 6 sind übrigens ab 6 Jahren freigegeben, nur Das Imperium schlägt zurück ist ab 12, da deutlich düsterer.

    Ich gebe theFiend da schon Recht. In den 70ern und 80ern wurden einfach andere Filme gedreht. Schau dir z.B. Die Unendliche Geschichte an. Eindeutig ein Kinderfilm aber zum Teil sehr düster und unheimlich.

  11. Re: noch immer nicht dreckig genug

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 15:17

    Die gab es. Es war tatsächlich im Original noch düsterer. Bis Disney die Notbremse gezogen hat und nach dem eigentlichen Abschluss der Produktion nochmal angefangen hat, Szenen nachzudrehen. Im Internet kursiert z.B. eine alternative Strandkampfszene und selbst im Trailer gibt es Momente, die es nicht in den finalen Film geschafft haben.

    Regards.

    PS: Spoiler RO: Gemäß Gerüchten hätten sogar einige prominente Protagonisten die Schlacht im Original überlebt. Das hätte aber der "Einmaligkeit" des Experimentes widersprochen, weswegen letztlich dann doch das Finale gewählt wurde, welches jetzt existiert.

  12. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 15:20

    Moment... I/IV ist ab 6 Jahren freigegeben? Haben die in der Freigabestelle den Film überhaupt gesehen? o.0

    Die unendliche Geschichte ist tatsächlich düster. Aber eben auch kindnah erzählt. Das kann man von Episode I/IV jetzt nicht unbedingt behaupten...

    Regards.

  13. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: Lapje 22.05.18 - 16:39

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die original StarWars-Filme war nie eine NETTE Unterhaltung. Klar gab es
    > auch dort "relief moments". Aber der Film war für ein erwachsenes Publikum
    > gedacht, die sich eine Prinzessin/Drache/Ritter-Story im Weltraum gewünscht
    > haben.

    Und was kommt bei den Wünschen raus? Richtig! Einfach nur eine NETTE Unterhaltung. Wenn man die Effekte der ersten Filme weg lässt, bleibt eben auch hier nur ein durchschnittliches Drehbuch. Wenn man mal die rosarote Brille auszieht und ehrlich zu sich selbst ist, dann sollte das einem klar werden.

    > Es gibt so gut wie keinen billigen Slapstick, das Setting ist düster,

    Bitte? Also wenn ich mir die Szenen mit K-2SO anschaue erkenne ich da ganz viel Slapstick.

    > Außerdem gibt es keine Überhelden, die jenseits der
    > Macht physikalisch unmögliches vollbringen (hallo Herr "Fliegerass" Poe).

    Jaja, aber die Macht....

  14. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 19:43

    Lapje schrieb:

    > Und was kommt bei den Wünschen raus? Richtig! Einfach nur eine NETTE
    > Unterhaltung. Wenn man die Effekte der ersten Filme weg lässt, bleibt eben
    > auch hier nur ein durchschnittliches Drehbuch. Wenn man mal die rosarote
    > Brille auszieht und ehrlich zu sich selbst ist, dann sollte das einem klar
    > werden.

    Immerhin bleiben durchschnittliche Drehbücher. Das hat man bei den neuen Filmen dann auch noch durch unterirdische Drehbücher und eben die Effekthascherei durch CGI ersetzt.

    > Bitte? Also wenn ich mir die Szenen mit K-2SO anschaue erkenne ich da ganz
    > viel Slapstick.

    Keins auf Kindergartenniveau.

    >
    > > Außerdem gibt es keine Überhelden, die jenseits der
    > > Macht physikalisch unmögliches vollbringen (hallo Herr "Fliegerass"
    > Poe).
    >
    > Jaja, aber die Macht....

    Die Macht ist das, was die Menschen zu mehr befähigt. Aber auch sie können die Physik eines X-Wing nicht austricksen, wie Poe das bei so ziemlich jedem Gefecht macht. Auch sind die TIE-Fighter nicht in Atmosphären manövrierbar. Alles völliger Blödsinn. Die Macht ist ein Element, welches wir nicht kennen und dem wir durchaus mit der dem Menschen inhärenten Logik Fähigkeiten zuschreiben können, die es in unseren realen Bezugssystemen nicht gibt. Aber Physik gibt es überall im Universum. - Auch in denen "weit, weit weg".

    Regards.

  15. Re: Genau das macht Rouge One aber aus...

    Autor: violator 22.05.18 - 20:09

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitte? Also wenn ich mir die Szenen mit K-2SO anschaue erkenne ich da ganz
    > viel Slapstick.

    Es gab witzige Szenen, aber keinen lächerlichen Slapstick wie bei Last Jedi. Da hab ich ja nur drauf gewartet, dass Finn irgendwann auf ner Banane ausrutscht.

  16. Re: noch immer nicht dreckig genug

    Autor: violator 22.05.18 - 20:10

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst bei RO wurde
    > klargestellt, dass das mit der düsteren Athmo ein EINMALIGES Experiment
    > wäre.

    Warum experimentiert man, wenn man vorher schon sagt, dass das Experiment keine Konsequenzen hat?

  17. Re: noch immer nicht dreckig genug

    Autor: Bigfoo29 22.05.18 - 22:17

    Frag das Disney und nicht mich... Ein entsprechendes Computerspiel wurde durch Disney ja auch wieder eingestampft... Vermutlich einfach nur, damit man irgendwann mal sagen kann "ham wa doch jemacht! Wollte keena koofn".
    Und im Vergleich zu Episode 7 gab es "auch nur" die halben Umsätze. (Wobei allerdings gesagt werden muss, dass RO mit gut einer Milliarde Umsatz noch immer auf Level von Episode 1 liegt. - Zu der damaligen Zeit durchaus ein erfolgreicher Film.)

    Disney hat halt kaum echte dunkle Filme auf Lager. Es passt nicht ins "lustige" Geschäftsmodell.- Und nein, Fluch der Karibik ist alles, aber nicht düster.

    Regards.

  18. Re: noch immer nicht dreckig genug

    Autor: Umaru 23.05.18 - 01:00

    Rogue One hat die peinlichsten Dialoge aller SWs. Auf Englisch sogar noch schlimmer (Jyns Akzent). Aber auf Deutsch schlimm genug. MEIN KIND!
    Jyn ist ja sehr niedlich mit ihrem Schmollmund, aber ich kaufe ihr nichts ab. Ihre Mitstreiter waren nur Klischees. Kitschiges Gelaber ohne Pfeffer im Arsch.

    Der verdammte Droide kann was, und die Militärs, Darth Vader (geil synchronisiert). Die Raumschlacht am Ende, die aussieht wie Ep 6 (mit den Sternenzerstörern, die etwas zu weiß sind, aber dank der Beleuchtung aussehen wie Modelle). Super Techdemo, aber viel Potenzial verschenkt, wie die Stadt zwischen den zwei Asteroiden oder der Gefängnisplanet. Die sind viel zu schnell gesprungen und haben sich für keine Welt wirklich Zeit genommen.
    Ich verstehe immer noch nicht, warum man keine Serienschreiberlinge an SW setzt. Einfach wie Westworld inszenieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.18 01:01 durch Umaru.

  19. Re: noch immer nicht dreckig genug

    Autor: Bigfoo29 24.05.18 - 07:39

    Wirklich gestört haben mich primär die Dialoge mit Saw Gerrera. Ansonsten kann man Jyn durchaus abkaufen, dass sie bzgl. ihres Vaters hin und hergerissen ist. Ich kenne entsprechend entwurzelte Leute. Das ist halbwegs schlüssig.

    Was die Geschwindigkeit angeht: Klar hätte man vieles verlängern können. Aber es ging eher darum, dass das alles eben nicht auf einem Planeten spielt. Das passte für mich ebenfalls halbwegs.
    Bei der Serie rund um das RougeOne-Universum wäre ich sogar bei Dir. Wobei mich an den meisten Serien stört, dass die Bezugs-Charaktere in diesen Serien so schnell wegsterben, dass man entweder gar keine Beziehung erst aufbauen kann oder man es als gebranntes Kind schlicht nicht tut - sterben ja eh wahrscheinlich. Und ohne Bezugspersonen ist eine Story oft kaum halb so viel wert. Geht mir zumindest so. Z.B. bei "The Expanse". Eigentlich ein gut gemachtes Universum, was sogar mal etwas Science (mit ein paar Lösungsideen für techische Probleme) ins Fiction bringt. Aber da schon in Staffel 1 so ziemlich jeder zeitnah draufgeht, der einem sympathisch werden könnte, kein Genuss zu schauen. :/

    Und wenn das bei einer StarWars-Adaption genauso liefe...

    Regards.

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