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Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: ssssssssssssssssssss 18.05.12 - 10:47

    Wenn ich dort für so ein Projekt bezahle, bekomme ich "rewards".
    Was geschieht mit dem was produziert wird? Wird das 1:1 zu "rewards" umgewandelt und den "Zahlenden" übergeben? Gehört es dann dem Produzenten, der verkauft es normal und gibt den "Zahlenden" irgend einen Firlefanz dafür, dass sie gesagt haben? Gehört das Produzierte automatisch den Zahlenden?

  2. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: ck (Golem.de) 18.05.12 - 11:15

    ssssssssssssssssssss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich dort für so ein Projekt bezahle, bekomme ich "rewards".
    > Was geschieht mit dem was produziert wird? Wird das 1:1 zu "rewards"
    > umgewandelt und den "Zahlenden" übergeben? Gehört es dann dem Produzenten,
    > der verkauft es normal und gibt den "Zahlenden" irgend einen Firlefanz
    > dafür, dass sie gesagt haben? Gehört das Produzierte automatisch den
    > Zahlenden?

    Wirklich finanziell beteiligt ist man bisher an keinem Kickstarter-Projekt. In der Regel läuft es auf einen Vorverkauf heraus, man kommt als einer der ersten an das Produkt, das man unterstützt hat und bleibt über dessen Entwicklung besser informiert als Nicht-Unterstüzer. Und man wird gehört, wie sich gezeigt hat.

    Die Rewards am rechten Rand jeder Kickstarter-Projektseite laufen meist auf virtuelle Auszeichnungen, digitale oder physische Belohnungen wie etwa das Produkt selbst hinaus. Das ist auch kein Problem, man sucht sich das aus, was einen interessiert/was einem als Unterstützter reicht.

    Man kann natürlich auch sagen: Nein danke, eine Belohnung für die Beteiligung brauche ich nicht, ich unterstütze Euch finanziell mit X US-Dollar, weil ich das Projekt toll finde. Das ist aber vermutlich eher etwas, das bei nicht-kommerziellen Projekten der Fall genutzt wird.

    Eine echte Beteiligung ist für mich der nächste Schritt der Crowdfunding-Entwicklung. Bin gespannt, ob und ab wann es bei Kickstarter soweit ist.

    Gruß
    Christian Klaß
    Golem.de

  3. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: DerKleineHorst 18.05.12 - 11:46

    Das ist für mich auch das "Problem" bei Kickstarter.
    Bei einer normalen Investition habe ich auch mal einen Flopp, kann es aber mit "guten" Investitionen ausgleichen. Dadurch ist das Risiko im Grund höher als bei einer "normalen" Investition.
    Es stört wohl viele nicht, da es auch um viel geringere Summen geht.
    Meist zahlt man ja nicht mehr als 15 bis 50 Dollar.

  4. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: derKlaus 18.05.12 - 12:16

    ck (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine echte Beteiligung ist für mich der nächste Schritt der
    > Crowdfunding-Entwicklung. Bin gespannt, ob und ab wann es bei Kickstarter
    > soweit ist.
    Genau das sehe ich als eine große Herausforderung an, eine direkte Beteiligung zu realisieren, die einem Projekt nicht die Dynamik nimmt. Es gibt ja jetzt bereits Rewards, die ein 'Mitspracherecht' zusichern, wobei man da normalerweise nicht das letzte Wort hat. Dadurch lässt sich die Anzahl der Personen mit Einfluss limitieren. Bei einer direkten Beteiligung wird das jedoch bedeutend schwieriger, Stichwort 'Zu viele Köche verderben den Brei,'
    Eine direkte Beteiligung wäre eine spannende Sache, aber ob es dem Prinzip zuträglich wäre steht auf einem anderen Blatt.

  5. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: DerKleineHorst 18.05.12 - 12:25

    Nur weil du dann Geld zurück bekommst statt es nur zu geben musst du doch nicht plötzlich ein weiteres Mitspracherecht bekommen. Da kann doch alles bleiben wie es ist.
    Man könnte jedoch - inbesondere bei größeren Summen - auch Gewinnanteile in die Rewards einflechten.
    Wäre natürlich ideal wenn Kickstarter das managen würde.
    So könnte der Projektleiter dann später einfach die monatlichen Zahlen eintippen und Kickstarter legt das auf die Backer um, die dann eben x,xx $ auf das Kickstarterkonto gutgeschrieben bekommen.
    Dadurch würde Kickstarter aber auch zum Finanzdienstleister und ich denke das wollen die nicht.

  6. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: ssssssssssssssssssss 18.05.12 - 13:18

    Also zusammengefasst:

    Es ist wie eine größere Auftragsarbeit, bei der man im Voraus bezahlt wird und nicht liefern muss, wenn man Mist gebaut hat?

  7. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: derKlaus 18.05.12 - 15:04

    DerKleineHorst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil du dann Geld zurück bekommst statt es nur zu geben musst du doch
    > nicht plötzlich ein weiteres Mitspracherecht bekommen. Da kann doch alles
    > bleiben wie es ist.
    Das ist logisch, nur was ist, wenn auf einmal viele Backer davon ausgehen, dass Ihnen das zusteht? Und ja, sowas kann meiner Meinung nach tatsächlich passieren.

    > Man könnte jedoch - inbesondere bei größeren Summen - auch Gewinnanteile in
    > die Rewards einflechten.
    Ich meine, dass ich bereits Projekte gefunden hab, bei denen das tatsächlich mit in den Rewards waren. Das waren allerdings sehr ambitionierte Projekte (sowas wie Mondraketen in Massenproduktion) und sehr hohe Pledges (>=10.000 USD).

    > Wäre natürlich ideal wenn Kickstarter das managen würde.
    Ob das das dann noch rentabel ist? Müsste Kickstarter dann nicht vergleichbar mit einem Notar oder zumindest einer Anwaltskanzlei sein?

    > So könnte der Projektleiter dann später einfach die monatlichen Zahlen
    > eintippen und Kickstarter legt das auf die Backer um, die dann eben x,xx $
    > auf das Kickstarterkonto gutgeschrieben bekommen.
    Transparenz und Kontrolle? Ich glaube nicht dass das sinnvoll ist, da könnte man mit geringer krimineller Energie betrügen.

    > Dadurch würde Kickstarter aber auch zum Finanzdienstleister und ich denke
    > das wollen die nicht.
    wie oben geschrieben, das würde über einen Finanzdienstleister schon hinausgehen, so wie ich das sehe.

  8. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: derKlaus 18.05.12 - 15:08

    Zumindest den gebauten Mist kann man dann liefern....

    Aber das ist ja mit ein Grund, warum ein Tim Schäfer 3,3 Mio USD abgreift (nur durch den Hinweis Old-School Adventure) und viele unbekannte kleine Entwickler nicht mal oder nur knapp an Ihr Minimun kommen, obowhl hier Prototypen oder sogar Demos vorliegen (siehe Skyjacker http://www.kickstarter.com/projects/digitilus/skyjacker).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.05.12 15:12 durch derKlaus.

  9. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: irata 18.05.12 - 15:29

    ck (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine echte Beteiligung ist für mich der nächste Schritt der
    > Crowdfunding-Entwicklung.

    Das war doch bei Iron Sky schon so?
    Zum Teil per Crowd-Funding finanziert, konnten sich die Fans auch an der Geschichte beteiligen.
    Stichwort: "Participatory cinema".
    http://en.wikipedia.org/wiki/Participatory_cinema

    Die anderen Filme könnten auch interessant sein: Artemis Eternal, The Cosmonaut, A Swarm of Angels.

    Wahrscheinlich eher unbekannt, lief schon Anfang letzten Jahres eine Tiroler Produktion in den ansässigen Kinos: 1810 – Für einen Handvoll Kaspressknödl.
    Kaum zu glauben, aber auch dieser Film war durch Sponsoren und Crowd-Funding finanziert.

    Der erste crowd-funded Film dürfte wohl "The Age of Stupid" sein.

  10. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: Trockenobst 19.05.12 - 16:52

    ck (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wirklich finanziell beteiligt ist man bisher an keinem Kickstarter-Projekt.

    Das wäre dann Crowd-Investing, nur nicht Crowd-Financing. Im Prinzip
    haben wir hier rechtlich eine Spende. Theoretisch kann jemand mit der
    Kohle davonlaufen - wer wird wegen $10 oder $25 den Anwalt einschalten?

    Selbstverständlich gäbe es einen Shitstorm, aber dagegen tun könnte man
    wenig.

    Die Amis haben schnell reagiert und Crowd-Investing vereinfacht. D.h.
    dort kann man inzwischen $1000 in ein Projekt stecken und sollte es
    sich sehr gut verkaufen könnten aus den $1000 auch >$5000 werden.

    Das geht aber in DE soweit ich weiß noch nicht. Da gibt es so Anleihe-
    Modelle bei Börsen, aber im Netz?

    > Beteiligung brauche ich nicht, ich unterstütze Euch finanziell mit X
    > US-Dollar, weil ich das Projekt toll finde. Das ist aber vermutlich eher
    > etwas, das bei nicht-kommerziellen Projekten der Fall genutzt wird.

    Oh, ich habe schon einige $5 gezahlt, weil ich auch diese neue Welt
    haben will. Da sind mir zu viele dabei, die ständig in Foren erklären
    "Ja, da spendet man halt was". Aber tun sie dass dann? Meistens nicht.

    > Eine echte Beteiligung ist für mich der nächste Schritt der
    > Crowdfunding-Entwicklung. Bin gespannt, ob und ab wann es bei Kickstarter
    > soweit ist.

    Ich bezweifle das Kickstarter die notwendigen rechtliche Basis für Crowd-
    Investing hat. Das ist dann schon eine andere Kante, mit eigener Finanz-
    abteilung, Screening der Anbieter etc. Seit der Bankenkrise frisst dich die
    US-Finanzverwaltung bei lebendigen Leibe auf, wenn man da halbgar ran geht.

    Der Vorteil von Crowd-Investing wäre jedoch, dass man sehr viel größere
    Projekte stemmen könnte. 10.000 mal 1.000¤ und man hat 10 Millionen.
    Damit lässt sich einiges anstellen.

  11. Re: Ich hab das noch nicht so ganz verstanden...

    Autor: derKlaus 20.05.12 - 14:50

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Amis haben schnell reagiert und Crowd-Investing vereinfacht. D.h.
    > dort kann man inzwischen $1000 in ein Projekt stecken und sollte es
    > sich sehr gut verkaufen könnten aus den $1000 auch >$5000 werden.
    > Das geht aber in DE soweit ich weiß noch nicht. Da gibt es so Anleihe-
    > Modelle bei Börsen, aber im Netz?
    Also übers Internet hab ich noch nichts gefunden. Es gibt aber AGs, die nicht an Börsen wie Frankfurt oder München oder Berlin gehandelt werden, sondern rein privat.
    Dann gibts natürlich Genossenschaften, die ja auch ein ähnliches Prinzip haben.
    Interessanterweise sind da Sportvereine schon einen Schritt weiter: Fananleihen bei Schalke 04, die jedoch eher wie ein Bundesschatzbrief funktioniert.


    Noch was an Golem: Über die ePaper Uhr gibts gar keinen Bericht mehr? Die haben über 10 Mio USD gesammelt und können nicht mehr unterstützs werden. Die nehmen tatsächlich keine Pledges mehr an. Das verwundert mich dann doch ein wenig, das lässt Tim Schafer quasi wie einen Amateur erscheinen :)

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