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Aus Sicht der Industrie

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  1. Aus Sicht der Industrie

    Autor: AllDayPiano 24.01.20 - 15:46

    Ist das verständlich.

    Vor 11 Jahren auf den Markt gebracht heißt vor 12-14 Jahren entwickelt. Damals war Speicher und Prozessoren im allgemeinen teurer und weniger Leistungsstark. Man hat also eine Firmware entwickelt, und geguckt, wo die draufpasst. Etwas Leistungsreserve wird draufgegeben und dann steht die Hardware.

    Die Kalkulation sagt klar, dass man keine beliebig große Hardware verwenden kann. Also wird halt wenig Puffer eingebaut. Zur Erinnerung: Speicher war damals noch teurer! Oder man hätte externen (S/M)RAM / Flash gebraucht. Noch teurer.

    Wenn sich im Laufe der Jahre die Protokolle ändern, dann muss der alte Käse halt weiter in einem Kompatibilitätslayer drinnen bleiben. Man wird aber jetzt nicht für jedes Gerät eine eigene Firmware schreiben, sondern aus gemeinsamen Bibliotheken abstrahieren. Die Codebasis bleibt gleich. Mit anderen Worten: Das Zeug wird immer größer.

    Die Probleme fangen halt dann schon an, wenn für die ersten Controller der Speicher nicht mehr reicht. Was will man dann machen? Man kann den Code nicht beliebig beschneiden, ohne Inkompatibilitäten zu verursachen. Optimieren ginge, aber dafür müsste man Entwickler abstellen, die nichts mehr anderes machen für Produkte, an denen der Hersteller nichts mehr verdient.

    Das nächste Problem ist dann aber auch, wenn die Protokollabhandlung so umfangreich wird (weil immer mehr unterstützung von den Nutzern erwartet wird), dass die Benutzung zu langsam und unzulänglich wird. Hat auch keiner was davon.

    Und dann gibt's Technologiewechel. Man hat heute andere Prozessoren / Controller, als noch vor 15 Jahren. Die Toolchains sind mittlerweile andere. Das kann sowas primitives sein, wie der Wechsel von einer Cortex-M0 auf eine Cortex-M5 Architektur. Der Hersteller müsste hier viel Geld investieren, um Entwicklungsumgebungen und Lizenzen zu behahlen, mit denen er hinterher keinen Euro mehr verdient.

    Ein ebenso häufiges Problem ist, wenn Hersteller Elektronik abkündigen, und es keine Alternativen mehr gibt. Das zwingt dann zu einem radikalen Bruch. Klar wird man immer versuchen, halbwegs kompatible Ersatztypen zu finden, aber auf Dauer heißt es: Wir brauchen was neues.

    Irgendwann ist also der Tag gekommen, an dem der alte Käse nicht mehr supportet werden kann. Und mit diesem Tag wird ein Schnitt gemacht.

    Dass das vor allen den Kunden sauer aufstößt, kann ich bestens verstehen. Aber ich denke, ein Hersteller würde sich diese negativ-Publicity sofort ersparen, wenn es mit vertretbarem Aufwand möglich wäre.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.01.20 15:49 durch AllDayPiano.

  2. Re: Aus Sicht der Industrie

    Autor: Hotohori 24.01.20 - 17:16

    +1

    Besser hätte man es wohl nicht erklären können.

    So ist das eben bei Geräten mit Firmware, die ständig erweitert wird. Irgendwann sind die alten Geräte einfach zu alt und die dort verbauten Reserven aufgebraucht und dann bremsen die alten Produkte die neuen Produkte ein, was kein Unternehmen lange mit ansieht, da es u.a. auch die Chance für die Konkurrenz ist aufzuholen.

  3. Re: Aus Sicht der Industrie

    Autor: Gregorius 24.01.20 - 19:02

    und deswegen darf man dann Schallwandler, die einige Jahre mehr abkönnen dürften, gleich mit entsorgen. Denen muss tatsächlich erst die Fabrik absaufen, bis sie den Schuß hören.

  4. Re: Aus Sicht der Industrie

    Autor: zenker_bln 24.01.20 - 21:26

    Was hält aber die Entwickler der neuen Zuspieler ab, alte Standards auswählbar zu machen, das man mit neuen z.B. Handies, die alten Sonos benutzen kann?
    Speicher kostet nicht mehr die Welt...

  5. Re: Aus Sicht der Industrie

    Autor: AllDayPiano 24.01.20 - 21:48

    Das ist doch alles nicht so einfach, wie sich das anhört.

    Wir haben wegen des alten scheiß nur Probleme, aber wir MÜSSEN kompatibel bleiben. Das bedeutet eine Krücke nach der nächsten.

    Die oben genannten Probleme sind keine Erfindung von mir, sondern Alltag.

    Das Problem ist dann auch oft nicht, den alten Standard mitzuziehen, sondern das neues auf dem alten festgenagelt wird. Aber wer hat noch Lust, neues zu kaufen, wenn es nichts besser kann, als das alte?

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