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Deutsch vs. English
Autor: TrudleR 11.07.15 - 10:28
Hier wird sogar diskutiert, wieso man deutsches Material dem Englishen vorziehen soll.
Ich gehöre auch zu der Gruppe, die sich immer mehr auf Englishes Material fokussiert (Bücher, Filme, Spiele, Lernmaterial). Der Grund ist sehr simpel: Man findet für jedes noch so kleine Randthema Material.
Wer sich nur auf den deutschen Markt beschränkt, schränkt sich selber MASSIV ein. Wer mit English umgehen kann, sollte das auch nutzen IMHO. Über kurz oder lang wird sowieso jeder English können. Wenigstens in der Hinsicht haben sich die Schulen massiv verbessert.
PS: Synchros gibt es nur für ausgewählte Sprachen. Ich kommuniziere International mit anderen Leuten, die English nicht als Muttersprache haben und es trotzdem mehr oder weniger fliessend können. Die schauen JEDEN Film auf English, weil es den in ihrer Muttersprache gar nicht erst gibt.
...Und dann fragen sich alle, wieso hierzulande im Kern von Europa English eher nicht so sattelfest ist. :) Eigentlich kann man aus heutiger Sicht fast schon sagen, dass Hollywood-Filmsynchros der Krebs der Bildung sind. Das würde so viel mehr bringen, wenn es diese nicht gäbe. -
Re: Deutsch vs. English
Autor: Butterkeks 11.07.15 - 12:08
TrudleR schrieb:
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> ...Und dann fragen sich alle, wieso hierzulande im Kern von Europa English
> eher nicht so sattelfest ist. :) Eigentlich kann man aus heutiger Sicht
> fast schon sagen, dass Hollywood-Filmsynchros der Krebs der Bildung sind.
> Das würde so viel mehr bringen, wenn es diese nicht gäbe.
Naja, das finde ich jetzt etwas übertrieben. Ich wäre schon zufrieden, wenn man mehr Filme auf Englisch im Kino sehen könnte und/oder Fernsehsender auch mal die englische Tonspur mitsenden könnten. Dann würde ich vielleicht wieder ab und zu fernsehen... -
Re: Deutsch vs. English
Autor: Tannenzapfen 11.07.15 - 13:39
TrudleR schrieb:
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> Hier wird sogar diskutiert, wieso man deutsches Material dem Englishen
> vorziehen soll.
Falsch erkannt. Hier wird nur diskutiert, dass es englisches und deutsches "Material" gibt, und einer hatte seine Meinung kund getan, dass es doch ok ist, dass Gronkh als Deutscher auch deutsch spricht, weil ein anderer meinte, dass Gronkh mit englischer Sprache noch mehr follower haben könnte.
Der Rest Deines Beitrages ist sehr engstirnig und zu sehr auf "Englisch als Weltsprache" fixiert. IMHO gehört zu Multikulturell auch Multilingualität.
P.S.: Ich denke, es geht nicht drum, sich auf den dt. Markt zu beschränken. Das macht im Internet eh keiner mehr. Sondern es geht darum, dass man sich auch freuen kann, wenn es NEBEN englischsprachigen Angeboten auch deutsche gibt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.15 13:42 durch Tannenzapfen. -
Re: Deutsch vs. English
Autor: porceleiner 11.07.15 - 21:19
Ich finde deutsche Synchros in Filmen oft besser als das Original. Vielleicht nicht in den Witzen, die man nicht übersetzen kann. Aber in der Charakterstimme, die oft einprägsamer ist, und in der Emotionalität. Da ich eher auf alte Filme stehe, und die Synchro dort besser finde, nenne ich als Paradebeispiel Big Lebowski, Terminator. Die deutsche Stimme von Woody Allen, Robin Williams, Schwarzenegger sowieso, Stallone(ist der gleiche), Jack Nicholson, Anthony Hopkins. Bin begeistert davon!
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Re: Deutsch vs. English
Autor: TrudleR 12.07.15 - 10:57
Tannenzapfen schrieb:
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> TrudleR schrieb:
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> > Hier wird sogar diskutiert, wieso man deutsches Material dem Englishen
> > vorziehen soll.
>
> Falsch erkannt. Hier wird nur diskutiert, dass es englisches und deutsches
> "Material" gibt, und einer hatte seine Meinung kund....
Es entstand eine Diskussion daraus.
> Der Rest Deines Beitrages ist sehr engstirnig und zu sehr auf "Englisch als
> Weltsprache" fixiert. IMHO gehört zu Multikulturell auch Multilingualität.
Logo, aber "Multilingualität" ist nirgends festgelegt. Ich sagte z.B. nirgends, dass man alle deutschen Theater und Opern abschaffen soll. Bei wissensbezogenen Dingen sollte man meiner Meinung nach einen Konsens finden über kurz oder lang. Nicht so wie bei Wikipedia, wo Beiträge in unterschiedlichen Sprachen teilweise unterschiedlichen Content haben. Einmal schreiben, und dann vielleicht automatisch übersetzen lassen in andere Sprachen (die Übersetzungs-Algorithmen werden immer besser, auch wenn sie nie perfekt sein werden).
> P.S.: Ich denke, es geht nicht drum, sich auf den dt. Markt zu beschränken.
> Das macht im Internet eh keiner mehr. Sondern es geht darum, dass man sich
> auch freuen kann, wenn es NEBEN englischsprachigen Angeboten auch deutsche
> gibt.
Kuturelle Angebote ja, ansonsten sollte man sich auf das Material fokussieren, das den besten Content hat. -
Re: Deutsch vs. English
Autor: Tannenzapfen 12.07.15 - 12:48
TrudleR schrieb:
> Kuturelle Angebote ja, ansonsten sollte man sich auf das Material
> fokussieren, das den besten Content hat.
Wieder zu engstirnig nur auf "Kultur" fixiert. Was ist mit Sprachkultur und Webkultur? Was ist mit Material, welches in deutsch oder einer anderen Sprache den besten Content hat? Was mir bei Dir aufstößt, ist einfach die Pauschalaussage "Englisch > all, außer Kultur". Das ist so, wie "Alle doof, außer Mutti." -
Re: Deutsch vs. English
Autor: TrudleR 12.07.15 - 15:57
Mann, ich habe mich doch hautpsächlich auf die Medien (und Wissensquellen) bezogen. :( So schwer zu verstehen?
Willst du mir erzählen, dass die Schweden und Holländer keine Kultur haben?
Sicher mehr als Deutschland... und die haben keine muttersprachigen Hollywood-Synchros. Die einzige Kultur die man von Deutschland her kennt, ist die Bayrische Bierkultur.
Nein, ich will nicht, dass Goethes Bücher nur noch in English zu haben sind. Ich glaube du denkst, das wäre meine Idee. Und wenn es sonstiges Wissen besser gibt auf Deutsch, sollte man das konsumieren. Meine Aussage war, dass es in English mehr gibt. Wer seinen Horizont auf English erweitert, findet einfach mehr Inhalt. Ich habe nirgends gesagt, dass man auf deutsches Material SCHEISSEN sollte und nur noch englishes konsumieren soll. Man soll sich nur nicht unnötig vor der Welt verschliessen und alles Englishe verdeutschen, damit es hier auch der faulste Trottel verstehen kann.
PS:
> Wieder zu engstirnig nur auf "Kultur" fixiert. Was ist mit Sprachkultur und Webkultur?
Sieht für mich so aus, als ob du das Wort "Kultur" in "Sprachkultur und Webkultur" nicht gefunden hättest, von daher muss das wohl nicht weiter kommentiert werden. Wenn du glaubst, ich möchte die deutsche Sprache abschaffen, liegst du zu 100% daneben. -
Re: Deutsch vs. English
Autor: beaglow 13.07.15 - 04:02
"Eigentlich kann man aus heutiger Sicht fast schon sagen, dass Hollywood-Filmsynchros der Krebs der Bildung sind. Das würde so viel mehr bringen, wenn es diese nicht gäbe."
Das halte ich für absolut falsch.
Möglicherweise würden dadurch ein paar mehr Leute Englisch verstehen. Man kann dann aber davon ausgehen, dass diese Leute auch sonst keine gute Bildung genossen haben oder kein Interesse an Bildung haben.
Für fast alle Anderen ist das Schulenglisch absolut ausreichend.
Wer studiert und entsprechend sein Abitur gemacht hat, der hatte in der Schule ausreichend Englisch, um alles an wissenschaftlichen Texten zu verstehen und hat sich darüber hinaus auch schon mit anspruchsvollem englischsprachigen Material beschäftigt. Der Konsum englischsprachiger Unterhaltungsmedien nutzt einem da nichts. Den jeweiligen Spezialwortschatz bekommt man so oder so nicht durch das schauen von Filmen. Da schlägt man die Begriffe (wie zum Beispiel Adiabatenkoeffizient) nach und damit hat sich das erledigt.



