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TV-Boykotteure

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  1. TV-Boykotteure

    Autor: Anonymer Nutzer 20.11.14 - 15:02

    Ich persönlich bemitleide die TV-Boykotteure ein wenig. Zumindest die, die bei jeder Gelegenheit stolz verkünden, dass sie es tun; denn dieser Stolz ist dergleiche Stolz, wie der Stolz des trockenen Alkoholikers über seine Abstinenz. Für ihn persönlich sicher der bessere Weg, aber unterm Strich kein Allheilmittel, sondern nur ein persönlicher Notakt, eine Reissleine in Folge eigener Charakterschwäche. Einer Charakterschwäche, die ein normales Mittel zu einem Suchtmittel hat werden lassen, die also den normalen, mündigen Umgang mit etwas für einen selbst verunmöglicht.
    Auch das TV-Programm ist per se harmlos, kann aber gefährlich werden für diejenigen, die damit nicht umgehen können, für diejenigen also, die eine Charakterschwäche haben. Und genau diese Leute prahlen auch noch mit ihrer Schwäche herum, indem sie voller Stolz ihren TV-Boykott verkünden.

    Mündige Menschen können mit dem riesigen Sender- und Sendungsangebot verantwortungsvoll und selektiv umgehen und können weiterhin individuell je nach Situation entscheiden, ob sie eine Sendung gucken, wenn sie gerade läuft oder ob sie den Zeitpunkt via Streamingangebot selbst bestimmen möchten.
    Warum sich von einem Medium ausschliessen, wenn man den persönlichen Profit selbst bestimmen kann? Denn es kommt nicht _nur_ Müll im TV, es kommen auch Sendungen, die man woanders in dieser Form nicht bekommt; es kommen auch Dinge, die man sich aus eigenem Antrieb vielleicht nicht ansehen würde, die sich aber als informativ, interessant oder einfach unterhaltsam herausstellen, wenn man drüber gestolpert ist. (Wie bei einem Kinofilm, den man alleine nie ansehen würde, aber z.B. einem Freund zuliebe mitguckt. Kann durchaus bereichernd für den eigenen Horizont sein.)

    Und diejenigen, die sich z.B. von ARD-Nachrichten manipuliert fühlen, sollten sie doch nicht boykottieren, sondern ganz im Gegenteil ergänzend zu ihren favorisierten Nachrichtenkanälen erst recht konsumieren, um das Ausmass dieser "Manipulation" erfassen und die Mitmenschen konkret davor warnen zu können!!! Boykott bedeutet in diesem Fall, seine Augen von der Gefahr, die aus den manipulierenden ARD-Nachrichten ausgeht, abzuwenden, damit seinen "Feind" aus den Augen zu verlieren und für kommende Gefahren nicht gewappnet zu sein!!! Kennt doch jeder den Ausspruch "Know your enemy", nicht? In dem Fall ist ein TV-Boykott ja sogar dumm. ;-)

  2. Re: TV-Boykotteure

    Autor: lestard 20.11.14 - 15:38

    Manche TV-Boykotteure besitzen einfach kein TV-Gerät. Und sehen auch keinen Bedarf sich eins anzuschaffen. Das trifft z.B. auch auf mich zu und auch auf zahlreiche Leute in meinem Bekanntenkreis. Mit Character-Schwäche und Sucht hat das nichts zu tun, es existiert einfach nicht das Bedürfnis.

  3. Re: TV-Boykotteure

    Autor: TC 20.11.14 - 15:40

    +1

    Ich hab einen DVB-C/T/T2 Hybrid Tuner für USB,
    wenn mal was gutes läuft guck ich es am Laptop

  4. Re: TV-Boykotteure

    Autor: most 20.11.14 - 15:57

    Das mag für einige zutreffen, aber nicht auf alle.
    Ein Grund, warum viele es immer wieder hervorheben, ist die Erkenntnis, wie unsagbar "verrückt" das Konzept Fernsehen mit einem festen Sendeschema ist.

    Warum gibt es 100+ Kanäle, warum einen riesigen Markt für Fernsehzeitschriften, warum gibt es sündhaft teure Rekorderlösungen und HD+, warum hat die Fernbedienung 50 Knöpfe statt nur laut/leise/an/aus, usw, usw?

    Das sind doch alles nur Symptome des bald nun auch technisch überholten Konstrukts des Fernsehens.

  5. Re: TV-Boykotteure

    Autor: daarkside 20.11.14 - 16:04

    Eine mal wieder ins Leere gelaufen Generalisierung. Denn viele TV-Boykottuere lassen sich nicht über das was sondern über das wie aus. So wie ICH es will. Uhrzeit, Pausen(zum denken, pissen, Bier holen, googeln oder..), Verschiebungen - der Konsum des Mediums im allgemeinen.
    Warum sollten diese Leute auf ihre neu erlangte Stärke nicht stolz sein? Sie haben diese Stärke gegenüber dem Normalo, gegenüber der vorhergegangenen Generation, sie können hier und heute etwas eindeutig besser, sind mündiger, sind freier. Stolz ist hier durchaus das richtige Gefühl, denn Eigenleistung liegt vor.

  6. Re: TV-Boykotteure

    Autor: Anonymer Nutzer 20.11.14 - 16:15

    >Eine mal wieder ins Leere gelaufen Generalisierung. Denn viele TV-Boykottuere lassen
    >sich nicht über das was sondern über das wie aus. So wie ICH es will. Uhrzeit,
    >Pausen(zum denken, pissen, Bier holen, googeln oder..), Verschiebungen - der
    >Konsum des Mediums im allgemeinen.
    Dagegen spricht nichts! Auch ich freue mich darüber, dass ich diese Möglichkeit habe.

    >Warum sollten diese Leute auf ihre neu erlangte Stärke nicht stolz sein?
    Weil sie die Möglichkeit des klassischen TVs abschütteln, anstatt die Kombination aus TV und Streaming als Stärke betrachten.
    >Sie haben diese Stärke gegenüber dem Normalo, gegenüber der vorhergegangenen Generation,
    Nö, sie schütteln ein Medium samt seiner Vorteile, die das Streaming nicht hat, ab.
    >sie können hier und heute etwas eindeutig besser, sind mündiger, sind freier.
    Auch hier nö aus demselben Grund
    >Stolz ist hier durchaus das richtige Gefühl, denn Eigenleistung liegt vor.
    Eigenleistung liegt nicht vor, wenn ich das klassische TV in meine Möglichkeiten miteinbeziehe?!?

  7. Re: TV-Boykotteure

    Autor: Anonymer Nutzer 20.11.14 - 16:19

    Wenn man nicht weiss, was da ist, weiss man auch nicht, ob man ein Bedürfnis nach dem hat, was einem entgeht. :-)
    Mit anderen Worten: _wirklich_ beurteilen, ob man einen TV braucht oder nicht, kann man nur, wenn man einen hat und ab und zu mal nutzt. Denn auch das TV-Programm samt Senderliste und -Auswahl verändert sich laufend. Ob man also Bedarf hat oder nicht, ist doch intervallweise nachzuprüfen.

  8. Re: TV-Boykotteure

    Autor: most 20.11.14 - 16:37

    Selbst wenn man keinen Fernsehempfang hat, wird es schon noch genug Gelegenheiten geben, den "Bedarf intervallweise zu prüfen".
    Ich mache das sehr regelmäßig im Hotel und merke schnell, dass mir nichts fehlt.

    Im Übrigen muss man ja nicht gleich auf alles verzichten, durchaus kann ich in den Mediatheken das ein oder andere entdecken.

  9. Re: TV-Boykotteure

    Autor: deutscher_michel 20.11.14 - 16:40

    Ganz ehrlich: ist dir klar was du hier gerade verteidigst?

    Es gibt im Fernsehen zu 98% Müll der noch unter Bild-Niveau ist.. ich habe einen TV und zappe ab und an durch - aber ich finde dort nur noch eine Mischung aus Propaganda und Unterhaltung für Gehirntote.. selbst Arte und 3Sat lassen immer mehr nach und scheinen sich ebenfalls gegenseitig unterbieten zu wollen..

    Jeder der beschließt dass er mit seine Lebenszeit besser verbringen kann als vor so einem Verblödungsgerät hat Respekt verdient und keine Kritik dass er was verpassen würde..

  10. Re: TV-Boykotteure

    Autor: lestard 20.11.14 - 17:37

    Wenn ich nichts davon weiß habe ich auch kein Bedürfnis danach. Das ist ja mit sehr vielen Dingen so. Ich kenne Tausend Dinge aus allen möglichen Ländern nicht, und trotzdem verspüre ich danach kein Verlangen. Erst in dem Moment, wenn ich davon erfahre, könnte ein Bedürfnis daraus erwecken.

  11. Re: TV-Boykotteure

    Autor: most 20.11.14 - 18:00

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich nichts davon weiß habe ich auch kein Bedürfnis danach. Das ist ja
    > mit sehr vielen Dingen so. Ich kenne Tausend Dinge aus allen möglichen
    > Ländern nicht, und trotzdem verspüre ich danach kein Verlangen. Erst in dem
    > Moment, wenn ich davon erfahre, könnte ein Bedürfnis daraus erwecken.

    So ist es und wenn man keinen TV hat, dann muss man sich erst recht nicht fragen, ob man doch ein Bedürfnis haben könnte.
    Das sind nun mal unsere Zeiten, so viele Möglichkeiten überall Überfluss und dennoch muss man sich aus Zeit- und Geldgründen auf wenige beschränken.

  12. Re: TV-Boykotteure

    Autor: Clooney_Jr 20.11.14 - 18:30

    ich habe auch eine großen LCD Fernseher, aber trotzdem keinen Anschluss. Am TV hängt die AppleTV Box und darüber wird Netflix gestreamt.

  13. Re: TV-Boykotteure

    Autor: muhzilla 20.11.14 - 20:16

    Jetzt bin ich mal gespannt auf die Liste der Vorteile die Fernsehen haben soll.

  14. Re: TV-Boykotteure

    Autor: muhzilla 20.11.14 - 20:18

    Irgendwie lustig, wie du hier die Rollen vertauschst und den Nichttv-Guckern die Sucht unterschiebst, die aber eher bei den ganzen Stumpfglotzerm zu suchen ist :D

  15. Re: TV-Boykotteure

    Autor: Koto 20.11.14 - 20:29

    >Manche TV-Boykotteure besitzen einfach kein TV-Gerät. Und sehen auch keinen Bedarf sich eins anzuschaffen. Das trifft z.B. auch auf mich zu und auch auf zahlreiche Leute in meinem Bekanntenkreis. Mit Character-Schwäche und Sucht hat das nichts zu tun, es existiert einfach nicht das Bedürfnis.

    Mal eine Frage, Besitz Du auch keinen PC oder anderes?

    Bei der Diskussion habe ich immer den Eindruck, es ist eine semantische Spitzfindigkeit, dass man zwar keinen TV im klassischen Sinne hat, aber dennoch wie auf einem TV am PC mit Monitor guckt.

    Das man Film und Serien nicht mehr im TV guckt klar, da kommt ja auch kaum noch was. Und wenn mit so viel Werbung das es keiner aushält. Dennoch gibt es da genug Inhalt.

    Ich finde was die Bitkom da macht einfach Bullshit. Als bestehe TV Konsum nur aus Filme und Serien. Außerdem tut man immer so, als kann man alles, zu jeder Zeit sehen. Diesen Anbieter gibt es aber nicht. Auch das Streaming ist sehr eingeschränkt.

    Vor allem Streaming hat doch ein ganz anderes Angebot als TV. Wo gibt es den Panorama oder Kabarett oder Sport Sendungen oder was auf Phönix kommt im Stream.

    Sicher man muss das Zeug nicht mögen aber wie gesagt das nur auf Serien und Filme zu reduzieren und zu sagen deswegen geht das TV unter. Finde ich echt etwas kurios.

    Weil das TV besteht bzw bestand, nie nur aus Serien und Filme und gerade heute tut es das immer weniger.

    Ich sehe eine wunderbare Co Existenz von Streaming und TV. Beides deckt einen Bereich und einen Markt ab.

    Und jeder schaut das was er gerne ansehen möchte. Ich selber bin zb ÖR Seher und schaue Filme und Serien von DVD.

    ÖR für Information und Bildung und das andere eben für Unterhaltung. Da ist für mich gar kein wiederspruch. Auch wenn Filme & Serien irgendwann mal aus den Netz kommen sollten.

    Und ob das nun ein TV ist oder ein LCD Monitor ist doch auch egal.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.14 20:39 durch Koto.

  16. Re: TV-Boykotteure

    Autor: The_Soap92 20.11.14 - 20:48

    Parlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man nicht weiss, was da ist, weiss man auch nicht, ob man ein
    > Bedürfnis nach dem hat, was einem entgeht. :-)
    > Mit anderen Worten: _wirklich_ beurteilen, ob man einen TV braucht oder
    > nicht, kann man nur, wenn man einen hat und ab und zu mal nutzt. Denn auch
    > das TV-Programm samt Senderliste und -Auswahl verändert sich laufend. Ob
    > man also Bedarf hat oder nicht, ist doch intervallweise nachzuprüfen.

    Ich hab ein TV Gerät samt Empfang. Mittags (also da wo die meisten Leute wohl Zeit haben) läuft fast nur Schund. Und vom Rest der nicht Schund ist, sinds die Serien, die ich per Streaming in ein paar Tagen fertig gucken kann und nicht bis zum nächsten Tag warten muss bis es weiter geht. Abends laufen hauptsächlich Filme. Aber will ich einen Film der 90 Minuten geht auf 150 Minuten gestreckt bekommen? Ganz sicherlich nicht. Werbung nervt und dauert zu lang. Also guck ich mir den Film anders an. Nachts läuft noch mehr Schund und wenn man mal Glück hat, der John Wayne Western den man nirgends sonst bekommt. Aber dafür dann jeden Tag das Programm zu checken lohnt sich nicht.

  17. Re: TV-Boykotteure

    Autor: Garius 20.11.14 - 21:46

    Parlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich bemitleide die TV-Boykotteure ein wenig. Zumindest die, die
    > bei jeder Gelegenheit stolz verkünden, dass sie es tun; denn dieser Stolz
    > ist dergleiche Stolz, wie der Stolz des trockenen Alkoholikers über seine
    > Abstinenz. Für ihn persönlich sicher der bessere Weg, aber unterm Strich
    > kein Allheilmittel, sondern nur ein persönlicher Notakt, eine Reissleine in
    > Folge eigener Charakterschwäche. Einer Charakterschwäche, die ein normales
    > Mittel zu einem Suchtmittel hat werden lassen, die also den normalen,
    > mündigen Umgang mit etwas für einen selbst verunmöglicht.
    > Auch das TV-Programm ist per se harmlos, kann aber gefährlich werden für
    > diejenigen, die damit nicht umgehen können, für diejenigen also, die eine
    > Charakterschwäche haben. Und genau diese Leute prahlen auch noch mit ihrer
    > Schwäche herum, indem sie voller Stolz ihren TV-Boykott verkünden.
    Dein Vergleich mit Suchtmittel hinkt (ist aber kein Wunder, du bist ja scheinbar noch "süchtig" ^^). Denn im Gegensatz zu einer Abhängigkeit, verspürte ich nicht einmal mehr den Drang, das Fernsehen erneut zu benutzen.

    > Mündige Menschen können mit dem riesigen Sender- und Sendungsangebot
    > verantwortungsvoll und selektiv umgehen und können weiterhin individuell je
    > nach Situation entscheiden, ob sie eine Sendung gucken, wenn sie gerade
    > läuft oder ob sie den Zeitpunkt via Streamingangebot selbst bestimmen
    > möchten.
    Alles was für mich im klassischen TV noch übrig ist, bekomme ich auch im Netz. Das sind ausschließlich Dokus und zwei Satiresendungen von den ÖR.
    Warum fällt es dir so schwer einzubeziehen, dass einige einfach festgestellt haben, dass ihnen ohne TV nichts fehlt?

    > Warum sich von einem Medium ausschliessen, wenn man den persönlichen Profit
    > selbst bestimmen kann?
    Weil man sich an Komfort gewöhnt und ihn nicht missen will. Im Netz bin ich wesentlich flexibler. Ich kann mir aussuchen WAS ich WANN schauen will. Das ist wesentlich komfortabler, als mein Leben nach Sendezeiten auszurichten. Allein wenn ich die (mir damals schon zu langwidrige) Werbeblocks heutzutage anschaue, könnt ich ausflippen. 10 Minuten doppelt so laute Werbung. Werbung während der Sendungen als Fließband mit einem lauten *BING*, dass man sie auch ja nicht übersieht. Werbung und Sendung im Doppelbild. Miniwerbung mit Countdown vor und nach Sendungen (zugegeben, die gibts im Netz auch).
    Der einzige Vorteil den ich dem klassichen Fernsehen noch abgewinnen kann ist, dass man alles quasi serviert bekommt. Wenn einem das Menü nicht schmeckt, zappe ich weg und gucke, ob das nächste Menü mir mehr zusagt. Da muss man im Internet schon mehr Initiative zeigen (obwohl man sich auch hier von einem Vorschlag zum nächsten klicken kann).

    > Denn es kommt nicht _nur_ Müll im TV, es kommen auch
    > Sendungen, die man woanders in dieser Form nicht bekommt;
    Kommt auf den Geschmack an. Wenn ich auf Pseudo Reality Kram (Super Nanny, Gerichtssendungen etc.), Quiz Shows oder Daily Soaps stehe, okay.

    > es kommen auch
    > Dinge, die man sich aus eigenem Antrieb vielleicht nicht ansehen würde, die
    > sich aber als informativ, interessant oder einfach unterhaltsam
    > herausstellen, wenn man drüber gestolpert ist. (Wie bei einem Kinofilm, den
    > man alleine nie ansehen würde, aber z.B. einem Freund zuliebe mitguckt.
    > Kann durchaus bereichernd für den eigenen Horizont sein.)
    Kann aber auch ('auch' im Sinne von: wie im Netz) ziemlich oft schief gehen. Zumal das kein exklusives Argument für's Fernsehen ist.
    >
    > Und diejenigen, die sich z.B. von ARD-Nachrichten manipuliert fühlen,
    > sollten sie doch nicht boykottieren, sondern ganz im Gegenteil ergänzend zu
    > ihren favorisierten Nachrichtenkanälen erst recht konsumieren, um das
    > Ausmass dieser "Manipulation" erfassen und die Mitmenschen konkret davor
    > warnen zu können!!!
    Quatsch. Ich ess doch nicht extra bei McDonalds, damit ich deren Angebot kenne und andere warnen kann, wie ungesund das Zeug ist. Zumal das gar nicht meine Aufgabe ist. Zumindest nicht meine einzige. Wenn's mir auffällt ist es völlig in Ordnung darauf hinzuweisen. Aber deshalb suche ich doch jetzt nicht danach.

    > Boykott bedeutet in diesem Fall, seine Augen von der
    > Gefahr, die aus den manipulierenden ARD-Nachrichten ausgeht, abzuwenden,
    > damit seinen "Feind" aus den Augen zu verlieren und für kommende Gefahren
    > nicht gewappnet zu sein!!! Kennt doch jeder den Ausspruch "Know your
    > enemy", nicht? In dem Fall ist ein TV-Boykott ja sogar dumm. ;-)
    So ein Unsinn. Ich habe doch die ARD Nachrichten bereits "genossen" und meine Erfahrung gemacht. Das ist ja so, als ob du
    (ACHTUNG: AUTOVERGLEICH!)
    drei Autos von Toyota gekauft hättest, alle drei nach kurzer Zeit kaputt gingen und du aber weiter zu Toyota greifst, weil du ja wissen willst, ob sie weiterhin Tüniff produzieren.
    Die ÖR haben ihre Absichten und Methoden dargelegt und hatten ihre Chance von mir gekriegt. Diese Chance haben sie nun verspielt. Ich lass mich doch nicht immer wieder vom gleichen Halunken über's Ohr hauen, nur um anderen beweisen zu können, dass der immer noch ein Halunke ist.

    Deine ganze Argumentation erinnert mich an die ganzen Fleischfresser, die mich höflich nach dem Grund meines Vegetarismus fragen um dann wie aus der Pistole geschossen Argumente bringen, die ihren eigenen Fleischkonsum verteidigen und dann auch noch mir erklären wollen, warum es Blödsinn ist, dass ich ja auf Fleisch verzichte. Obwohl sie doch niemand angegriffen hat. (Die beste Frage bisher war: "Du rauchst doch auch, wieso isst du also kein Fleisch?") Was soll dieses Verhalten? Der ARD Nachrichtengucker wird also vom Nicht-ARD Nachrichtengucker gewarnt, es sei alles Propaganda. Soweit so gut. Mündigkeit heißt, dass der ARD Gucker mit diesen Infos nun recherchiert und entscheidet, ob er weiterguckt oder verzichtet. Warum kann man sich nicht auf diesen Konsens einigen?

    Sagt doch einfach: "Mir schmeckt Fleisch aber zu gut." Fertig ist die Kiste.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.14 21:59 durch Garius.

  18. Re: TV-Boykotteure

    Autor: Kevin17x5 21.11.14 - 03:40

    wer schaut heute noch TV? Die meisten haben Freunde, Hobbys oder arbeiten zu lange. TV ist nicht mehr im Mittelpunkt und muss mit der Zeit im Einklang sein. TV fällt in der Regel hinten runter...

  19. Re: TV-Boykotteure

    Autor: Daxter666 21.11.14 - 04:05

    Also ich schau sehr viele Filme und Serien.

    1. Was im TV läuft ist meist schon lange veraltet.
    2. Es läuft nur zu bestimmten Urzeiten und wenn man keine Zeit hat, hat man entweder Pech oder muss nervig einen Festplattenrekorder Programmieren.
    3. Viele Dinge laufen nie im deutschen Fernsehen.
    4. Für jemand der Serien gerne im Orginal kuckt, gibt es keine Optionen im TV.
    5. Es laufen eh kaum noch Serien oder Filme, sondern hauptsächlich billig produziertes Trash-TV.
    6. Elendig lange Werbeblöcke oder sehr hohe Kosten.
    7. Extrem lange Wartezeiten zwischen zB. US-Release und ausstrahlung in Deutschland.
    8. Starke Zensur von vielen Filmen/Serien.
    9. Man kann nicht kucken was man will, sondern muss kucken was läuft.
    ...

    Ich könnte die Liste noch ewig weiter führen, aber das sind so die auffälligsten Gründe warum ich kein Fernseh mehr schaue. Keine Ahnung wer noch Spaß am heutigen TV hat, ich jedenfalls nicht. Die Male die ich den letzten 3 Jahren fern gesehen habe, kann ich an 2 Händen abzählen und ich vermisse es kein Stück. Es fühlt sich sogar richtig gut an, nicht 100mal am Tag vvon den immerselben Werbespot genervt zu werden. Für meine visuelle Unterhaltung sorgt heute das Internet und das besser als es das TV je konnte. Mir tun eher die Leute Leid die heute noch Fernseh kucken.

  20. Re: TV-Boykotteure

    Autor: tezmanian 21.11.14 - 09:47

    Parlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man nicht weiss, was da ist, weiss man auch nicht, ob man ein
    > Bedürfnis nach dem hat, was einem entgeht. :-)
    > Mit anderen Worten: _wirklich_ beurteilen, ob man einen TV braucht oder
    > nicht, kann man nur, wenn man einen hat und ab und zu mal nutzt. Denn auch
    > das TV-Programm samt Senderliste und -Auswahl verändert sich laufend. Ob
    > man also Bedarf hat oder nicht, ist doch intervallweise nachzuprüfen.

    Ich habe Intervallweise nachgeprüft ob ich das Bedürfnis an einem Ferrari habe. Feststellung... Nein.

    Wieso sollte ich das bitte beim Fernsehen tun? Ich vermisse nichts, was Sie mir bieten kann ich mir auch in der Programmzeitschrift bzw. den Wochenblättchen die einem immer in den Briefkasten gesteckt werden anschauen. Mein bisheriges Ergebnis für die möglichen 1-2 Sendungen im Monat lohnt es nicht sich drauf einzulassen. Um diese zu sehen müsste noch weiteres Equipment wie Festplattenrecorder angeschafft werden, welche im Standby ebenfalls noch mal Strom ziehen. Kosten die ich so gerne vermeide.

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