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GEMA Vermutung ...

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  1. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: dit 21.09.15 - 12:08

    Stimmt schon aber das ist nur mal sein Job, dann muss er halt was dafür tun. Und wenn er Recherche betreiben muss, dann bitte sehr. Was können wir dafür? Er verdient Geld mit fremden Musik, also ist es schon angebracht einbisschen was dafür zu tun...

  2. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 21.09.15 - 12:09

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deshalb sagte ich ja kleine Radiostationen da können ja durchaus
    > Spartensender Entstehen. Und wenn die andere Verwertungssegelschaft
    > günstigere Lieder hat kann es sich Finanziell evtl. schon lohnen gerade mit
    > der potentiellen Steigerung bei der Anzah

    Wir haben mit Streaming schon gesehen, das mit mehr Angebot eigentlich genau das Gegenteil eintritt: Entscheidungsparalyse.

    Die Leute hören dann vorgefertigte Channels, der Rest verzieht sich frustiert. Taylor Swift kills the Radiohead :^/

    Das ist dann ein selbstverstärkender Effekt. Man kann Radiohead auch an 10 anderen Plätzen/Channels/Radiosendern hören, aber das tut dann kaum einer.

    Ich bin lange in der Kreativbranche unterwegs. Das Problem ist meistens, dass die Leute nie in die Zone kommen (aus welchen Gründen auch immer) das sie ihre kreativen Outlet (hier: Musik) auf einer Ebene betreiben können dass dies ernst genug angesehen wird. (Ich beziehe mich ganz bewusst nicht auf Qualität oder Vermarktbarkeit).

    Mit gutem Mikro, 400¤ Laptop, 100¤ Software, Soundcloud und Youtube ist der Weg zum Öffentlichkeit "kostenfrei". *Wenn* man Talent hat. C3S wird an diesen Mechaniken nichts ändern.

    Ein Kumpel hat sich extra 2 Monate freistellen lassen um seinen Krimi endlich fertigzuschreiben. Das Buch war langatmig und eher belanglos. In dem Ebook-Müllhaufen von Amazon ist es Restlos untergegangen. Er hats dann rausgenommen.

    Die Mechanismen haben sich grundsätzlich geändert. Freier Zugang zum Markt bedeutet eben auch viel Mittelmaß, mit dem man nur mit viel Verständnis der Mechanismen noch was verdient. C3S *kann* für gewisse Leute eine Option sein.

    Für die Top 20% der GEMA wahrscheinlich nicht.

  3. Korrupte Politik

    Autor: elgooG 21.09.15 - 12:13

    Wie korrupt muss eine Politik sein um so etwas anti-demokratisches und mafiöses wie die GEMA-Vermutung zu beschließen? Wie hoch wird wohl die Chance sein, dass sich da jemals eine Alternative durchsetzen kann?

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  4. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 21.09.15 - 12:22

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > passiert jetzt wenn die C3S zu dem Fitnessclub geht und fragt ob Lieder von
    > denen gespielt wurden? Hat der Fitnessclub Komplette Listen aller
    > gespielten Songs? bzw. hat der Fitnessclub vor dem Abspielen sich von jedem
    > Song bestätigen Lassen das der zur GEMA gehört?

    Erstmal: wo kein Richter keine Sorgen. Wer das Risiko tragen will kann das machen. Ich kenne Clubs die lassen auch mal World Webradio oder CDs spielen, da ist die Lizenzfrage total ungeklärt. Wen interessierts :^D

    Wenn die Location deutches Radio spielt und die Lizenz bezahlt hat, kann sie sich zurückziehen. Es ist dann an der C3S das Gegenteil zu beweisen, was u.U. bei sehr vielen Locations erstmal teuer im Nachweis sein wird.

    Ich kenne keinen Ort wo man Sticks mitbringen kann, das ist dann wahrscheinlich von der DJ-Thematik her gedeckelt. Wie gesagt: Nachweis ist schwierig.

    > die C3S zahlen muss weil die Radiosender evtl. sogar deren Musik spielen würden?

    Das wird sich dann alles zeigen, wenn die C3S 100te von Anwälten mit Mikros in die Locations schickt oder tatsächlich C3S Songs in Massen im Radio gespielt werden.

    Ich bezweifle aktuell dass diese Situationen die nächsten Jahre eintreten :D

  5. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 21.09.15 - 12:22

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja und genau das ist ja schon der Punkt, der vielen nicht passt und der eben ungerecht > ist.

    Nur das hier das Rechtsverständnis fehlt. Die Vermutung ist eine Verpflichtung der GEMA erstmal nachzufragen und du kannst sicher sein dass Du alle Lizenzen mit einer Zahlung bezahlt hast. Die könnte es auch wie in den USA machen: einmal Nachfragen, keine Antwort, sofort(!) klagen. Das ist dort Tagesgeschäft.

    Vor Gericht müsstest du dann dann Nachweisen dass die GEMA falsch liegt. Dann zahlt sie deine Anwaltskosten etc. Das verlieren ist ihr egal, weil ihr Job eben das prüfen ist. Aber du hast immensen Ärger. Nach dem dritten Song hörst du entweder auf oder sagst was Sache ist. Deswegen schicken Theater etc. die Liste regelmäßig weg.

    Die Wahrscheinlichkeit wird in sehr vielen Fällen hoch sein, gerade in den Fällen von anonymen Musikern, dass diese noch einen Labenvertrag mit Altlizenzen haben die noch ein paar 1000¤ im Jahr abwerfen. Genau deswegen wollen sie ja Anonym bleiben.

    Vor Gericht wirds dann hässlich, wegen offensichtlichen Vorsatz zum Vertragsbruch. Somit ändert sich hier nichts. Die C3S kann bei komplett labelfreien Musikern "cherrypicking" erlauben. Sollte sich das aber in Europa weit finanziell durchsetzen, wird die GEMA dies auch anbieten, somit sollte man sich hier keine Hoffnungen machen. Die Labelverträge werden das wahrscheinlich nie erlauben, warum sollten sie auch.

  6. Re: Korrupte Politik

    Autor: Trockenobst 21.09.15 - 12:24

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie korrupt muss eine Politik sein um so etwas anti-demokratisches und
    > mafiöses wie die GEMA-Vermutung zu beschließen? Wie hoch wird wohl die
    > Chance sein, dass sich da jemals eine Alternative durchsetzen kann?

    Die Top 20% der GEMA werden dir wiedersprechen und wärst du in den Top 20% der GEMA würdest du auch nicht ein anderes System wollen.

  7. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: DER GORF 21.09.15 - 13:34

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, man sollte sich eben mal überlegen welche Auswikungen das in der Praxis
    > hat.

    Ganz ehrlich, in anderen Ländern funktioniert das auch, mein Mitleid hält sich also in Grenzen.

    - Es gibt nichts das eine million Chinesen nicht billiger tun könnten.

    - Alle Verdächtigen sind schuldig, sonst wären sie ja keine Verdächtigen.

  8. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Wechselgänger 21.09.15 - 16:40

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Wahrscheinlichkeit wird in sehr vielen Fällen hoch sein, gerade in den
    > Fällen von anonymen Musikern, dass diese noch einen Labenvertrag mit
    > Altlizenzen haben die noch ein paar 1000¤ im Jahr abwerfen. Genau deswegen
    > wollen sie ja Anonym bleiben.

    Ein paar tausend Euro im Jahr durch Verwertungsrechte?
    Das schaffen nur einige wenige Musiker hier in Deutschland.
    Du hast m.E. eine sehr verquere Ansicht, wie die Einnahmen der meisten Musiker aussehen.

  9. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 21.09.15 - 17:51

    Wechselgänger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein paar tausend Euro im Jahr durch Verwertungsrechte?
    > Das schaffen nur einige wenige Musiker hier in Deutschland.
    > Du hast m.E. eine sehr verquere Ansicht, wie die Einnahmen der meisten
    > Musiker aussehen.

    Dann sind die Zahlen dort wohl falsch?
    https://de.wikipedia.org/wiki/GEMA#Umsatz

    Wenn man nur Krümel im Jahr macht, sollte man aber schleunigst GEMA-freier Musiker werden. Es gibt dann noch mehr Grund dort nicht mehr Mitglied zu sein.

    Bei >2000¤ im Jahr wird der eine oder andere eben doch dabei bleiben.

  10. tja...nicht ganz...

    Autor: Rulf 21.09.15 - 18:18

    denn die gema vertritt auch so gut wie alle ausländischen urheber aufgrund von internationalen kooperationsverträgen mit fast allen ähnlichen orgs in aller welt... und du kannst dir sicher sein, daß sich die gema auch dieses gute geschäft nicht vermiesen lassen wird...

  11. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Wechselgänger 21.09.15 - 18:37

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wechselgänger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein paar tausend Euro im Jahr durch Verwertungsrechte?
    > > Das schaffen nur einige wenige Musiker hier in Deutschland.
    > > Du hast m.E. eine sehr verquere Ansicht, wie die Einnahmen der meisten
    > > Musiker aussehen.
    >
    > Dann sind die Zahlen dort wohl falsch?
    > de.wikipedia.org#Umsatz

    Nein, aber du interpretierst sie seltsam.

    > Bei >2000¤ im Jahr wird der eine oder andere eben doch dabei bleiben.

    Mehr als 2000 Euro/Jahr machen nur die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sowie die Rechtsnachfolger. Das sind ca. 11.000 von 67.000 (oder 11.000 von 63.000, je nachdem, ob die Rechtsnachfolger in den anderen Gruppen schon drin sind oder nicht).
    Die breite Masse macht also IM DURCHSCHNITT 1.400 Euro. Und auch bei den angeschlossenen Mitgliedern dürfte die Verteilung wie eine Pyramide aussehen: Eine, die viel verdienen, und viele, die deutlich unter dem Durchschnitt liegen.


    Und dein Argument, daß man halt nicht in dem GEMA gehen soll, wenn es einem nichts bringt, ist auch blauäugig.

    Angefangen damit, daß es sehr schwer ist, seine Tantiemen zu bekommen, wenn man nicht von der GEMA vertreten wird, führt das aktuelle System auch dazu, daß GEMA-Mitglieder Geld bekommen, wenn Musik von nicht-GEMA-Mitgliedern gespielt wird. Denn dank GEMA-Vermutung wird erstmal für alles an die GEMA gezahlt. Klar, man kann versuchen, nachweisen, daß ein Stück nicht von einem GEMA-Künstler ist. Aber der Aufwand rechnet sich für kleine Künstler und Musikbuden kaum.

    Und dann gibt es Labels, die nur Künstler nehmen, die GEMA-Mitglieder sind, etc.

    Da die GEMA ein Monopol hat, gibt es in der Praxis kaum einen Weg an ihr vorbei.
    Das ist das grundsätzliche Problem mit Monopolen: Sie haben zu viel Kontrolle.

  12. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 22.09.15 - 00:45

    Wechselgänger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dein Argument, daß man halt nicht in dem GEMA gehen soll, wenn es einem
    > nichts bringt, ist auch blauäugig.
    <...>>
    > Angefangen damit, daß es sehr schwer ist, seine Tantiemen zu bekommen, wenn
    > man nicht von der GEMA vertreten wird,

    Das ist nicht blauäugig. Die Tantiemen sind ja das Geld. Wenn man all-in <2000 oder 5000¤ macht kann ja beschließen dass die Freiheit alles auf Youtube zu schmeißen mehr Wert ist. Man kann z.B. die Onlinevertretung herausnehmen. Die entsprechenden Anti-GEMA Blogs sind voller Rechtshilfen wie man sowas macht.

    Freiheit vom Hundehalsband war immer teuer, egal ob Label, GEMA, Google, Amazon, whatever.

    > einem GEMA-Künstler ist. Aber der Aufwand rechnet sich für kleine Künstler
    > und Musikbuden kaum.

    Auch bei einem 2h Vorstellung im Musik oder Tanztheater hat man gut und gerne 40-50 Tracks und Remixes. Wenn die sich jedes mal die Mühe machen jeden einzelnen Track aufzuschreiben damit sie keine GEMA abführen müssen, kann das jeder andere auch. Anders geht es auch nicht.

    Sonst schickt dir die GEMA einen vorbei und bei jedem "peinlichen" Fund sind es dann 1500¤ für den Aufwand (siehe USA). Das ist weit ekeliger als eine Email.

    > Und dann gibt es Labels, die nur Künstler nehmen, die GEMA-Mitglieder sind,

    Gehen wir doch einen Schritt zurück:
    Es geht doch bei den Musikern um eine rein-kapitalistische Umsatzoptimierung, in dem man einen Vertragsmix schafft der dem Urheber mehr Umsatz-Chancen gibt. Nichts was hier in den Threads diskutiert wird kommt dem nur Nahe. Cherrypicking via C3S ist eine Chimäre. Da werden nicht plötzlich 10.000 Songs aus den Schubladen in die Hitparaden landen.

    Es gibt genügend Leute in den Hitparaden, wie z.B. Milow,
    https://en.wikipedia.org/wiki/Milow
    der macht alles selbst. Eigenes Label etc. Lässt die Rechte aber von einem professionellen Team managen. Kriegt davon 70% statt 20%:
    https://de.wikipedia.org/wiki/BMG_Rights_Management

    Es gibt immer alternativen Wege zu mehr Geld, zu mehr Kontrolle. Die Diskussion hier dreht sich um 5% oder 10% der Nutzer der Musik oder juristischen Feinheiten. Das bringt den Musikern aber erst mal keine müde Dublone mehr.

  13. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: crazypsycho 22.09.15 - 22:39

    > Der einzige Grund warum überhaupt diese Diskussion aufgekommen ist: es gibt
    > und gab Leute mit alten Label-Verträgen, die längst keine Alben mehr
    > schreiben können und lieber "andere" Musik machen wollen. Aber anstelle den
    > Vertrag aufzulösen (der vielleicht noch ein paar 1000¤ durch
    > Radioplay/Lizenzen bringt), verstecken sie sich hinter dem Pseudonym.

    Meines Wissens gibts es bei der GEMA nur Knebelverträge. Einmal bei der GEMA immer bei der GEMA.
    Das kann man nicht einfach kündigen und seine Songs zukünftig selbst vermarkten. Hat man einmal unterschrieben, dann beansprucht die GEMA alle Songs für sich.
    Somit bleibt einem nichts anderes übrig als unter einen Pseudonym zu veröffentlichen.
    Die GEMA vertritt einen ja auch nicht richtig, siehe Youtube, da wird viel Geld verschenkt.

  14. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: robinx999 23.09.15 - 06:18

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der einzige Grund warum überhaupt diese Diskussion aufgekommen ist: es
    > gibt
    > > und gab Leute mit alten Label-Verträgen, die längst keine Alben mehr
    > > schreiben können und lieber "andere" Musik machen wollen. Aber anstelle
    > den
    > > Vertrag aufzulösen (der vielleicht noch ein paar 1000¤ durch
    > > Radioplay/Lizenzen bringt), verstecken sie sich hinter dem Pseudonym.
    >
    > Meines Wissens gibts es bei der GEMA nur Knebelverträge. Einmal bei der
    > GEMA immer bei der GEMA.
    > Das kann man nicht einfach kündigen und seine Songs zukünftig selbst
    > vermarkten. Hat man einmal unterschrieben, dann beansprucht die GEMA alle
    > Songs für sich.
    > Somit bleibt einem nichts anderes übrig als unter einen Pseudonym zu
    > veröffentlichen.
    > Die GEMA vertritt einen ja auch nicht richtig, siehe Youtube, da wird viel
    > Geld verschenkt.
    Doch also eine Kündigung ist durchaus Möglich https://www.wbs-law.de/urheberrecht/die-mitgliedschaft-in-der-gema-eine-verbindung-auf-ewig-21564/
    3 Jahre Vertragslaufzeit die sich dann automatisch jeweils wieder um 3 Jahre Verlängern. 6 Monate vor Ablauf muss gekündigt werden.

  15. Re: GEMA Vermutung ...

    Autor: Icestorm 23.09.15 - 14:27

    Die GEMA-Vermutung wird wohl kaum fallen.
    Man wird trotzdem an die GEMA zahlen müssen (es könnte ja trotzdem EIN GEMA-Song darunter sein) und seine Songliste an C3S schicken müssen, die dann das Geld von der GEMA fordern müssen. Die Liste abzuarbeiten (wie ich las, kann man nicht seine Liste digital einreichen) dauert natürlich etwas, wodurch C3S und die Komponisten natürlich nicht gerade dringlichst auf Tantiemen warten müssen.

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