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Warum brauchen micros überhaupt eigene Frequenzen?

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  1. Warum brauchen micros überhaupt eigene Frequenzen?

    Autor: meav33 14.04.17 - 03:42

    Die Funkmikrofone könnten doch genau so gut via Bluetooth apt-x /WLAN-Direkt o.ä funken.
    Inzwischen ist das doch (nahezu) verzögerungsfrei möglich und für reden etc wäre die Verzögerung ja sogar völlig egal.

  2. Re: Warum brauchen micros überhaupt eigene Frequenzen?

    Autor: The_Angel 14.04.17 - 07:40

    Verzögerung beim Reden geht gar nicht.
    Wenn du dich selbst verzögert hörst, dann kannst du nicht reden.
    Hatte das mal in TeamSpeak, als ich mich von einem anderen Client, der die Boxen zu laut hatte, gehört habe.
    Verzögert sollte es auch nicht sein bei Bands.
    Der Gesang passt dann einfach nicht mehr.

  3. Re: Warum brauchen micros überhaupt eigene Frequenzen?

    Autor: Youssarian 14.04.17 - 07:41

    meav33 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > für reden etc
    > wäre die Verzögerung ja sogar völlig egal.

    Wenn man schalldichte Kabinen für die
    Redner hat, mag das sein.

  4. Re: Warum brauchen micros überhaupt eigene Frequenzen?

    Autor: brainslayer 14.04.17 - 08:51

    im liveeinsatz ist geringe latenz ein absolutes muss für den sänger. da er seine eigene stimme über monitore oder inear ja hört und er irre werden würde. genauso können andere instrumente die kabelgebunden abgenommen werden dann nicht mehr synchronisiert werden. es gibt übrigens funkmicros im 2.4 band aber die werden durch wlan und bluetooth enorm gestört so das die reichtweite viel zu eingeschränkt ist. beachtet das bluetooth das komplett 2.4 spektrum auf einmal verwendet. es ist ein mistiges protokoll

  5. Re: Warum brauchen micros überhaupt eigene Frequenzen?

    Autor: wanne 14.04.17 - 19:25

    Ja. geringe Latenz ist bei ein absolutes muss.Aber die ~3ms die bluetooth an sich verursacht liegen um den Faktor 10 unter dem was ein Durchschnittsmensch wahrnehmen kann.
    Und nein. Bluetooth verwendet 1MHz des 82MHz breiten 2.4GHz spektrum. Entsprechend gut können andere Geräten, die ansatzweise Fehlerkorrektur haben neben bluetooth leben. Es nutzt lediglich wie jedes vernünftige Sprachübertragungsprotokoll Frequency-hopping spread spectrum um einigermaßen zuverlässig gegen Störungen zu sein.

    Ich will nicht sagen, dass Bluetooth jetzt perfekt für Veranstaltungstechnik ist. Ein Sänger ist bezüglich seiner Audioempfindlichkeit eher kein Durchschnittsmensch und die Anforderungen an ein Konzert sind andere als an eine Telefonkonferenz.

    Aber wenn man sich anguckt, dass 95% der Menschen mit ~80MHz für alle Zwecke (Inklusive Video, Downloads, Funkschlüssel, Mikrowellen, Bewegungsmelder, Hausautomation) weitestgehend auskommen aber den 0.5% Veranstaltungstechniker, die alle paar Tage wirklich im Einsatz sind ~100MHz nicht reichen sollte man ernsthaft überlegen ob vielleicht daran liegt, dass die unbedingt ihre Steinzeit Analogtechnik nutzen und ob die sich vielleicht mal ein bissen was von der Technik des 21. Jahrhunderts abschauen sollten. Frequency-hopping spread spectrum oder Forward error correction wären einige ganz nette Sachen. Von Kompression (Das geht mit Hardware mittlerweile auch in Bruchteilen von millisekunden, wenn man das in HW macht.) will ich gar nicht anfangen.

  6. Re: Warum brauchen micros überhaupt eigene Frequenzen?

    Autor: snyxq 15.04.17 - 11:25

    Es ist immer wieder toll Blinden beim Diskutieren über Farben zuzusehen.

    Die erwähnten 3ms Delay auf einem Mikrofon, dessen Position man nicht festlegen kann sind tödlich für die Veranstaltung, weil damit die erste Frequenz der Rückkopplung bei 333hz mitten im hörbaren Bereich liegt, wo die Lautsprecher auch noch ordentlich Leistung übertragen können. Selbst, wenn der Feedback-Destroyer da 20dB rausnehmen kann, ist die Verstärkung bei üblichen Anlagen in diesem Frequenzbereich höher und es würde eben die Filterbreite im Ton fehlen.

    Alle Systeme mit Time-Domain-Sharing (weder Bluetooth noch b/g/n-wifi nutzen echtes Frequency-Hopping) puffern mindestens eine Datenwortlänge des Trägers, also bei g-Wifi etwa 30ms. Womit man dann bei der Rückkopplung mit weiteren Harmonischen der Grundfrequenz zu kämpfen hätte.

    Außer von Aufnahmen und im Filmbereich haben sich digitale Systeme kaum durchgesetzt, weil sie entweder doch eigene Frequenzen aber aufgrund der QAM-Modulation breite Kanalbandbreiten brauchen, womit die Genehmigung teurer wird, oder weil sie bei höheren Preisen deutlich schlechter sind, als NFM-Systeme mit digitalen Hilfssignalen.

    Von Artefakt-Bildung durch ADADA-Wandlung will ich gar nicht erst anfangen.

    Tendenziell ist es aber die Regierungsblindheit gegenüber den Elefanten im Raum. Die Industrie ist durchautomatisiert, der Dienstleistungsbereich auch und die Medien- vor allem die Musikbranche partitioniert sich gerade mit mehr Umsatzanteilen näher am Verbraucher (live und Verkauf haben die Wichtigkeit getauscht). Gleichzeitig sickern aus vorgenannten Gründen immer mehr Branchen in den Bereich, der früher immer unter "szenische Darstellung" fiel, das heißt: große Teile der Wirtschaft mit viel Personal sind auf Funkmikrofone angewiesen und denen wurde nun drei mal in Folge ihre Investitionen entwertet (LTE, DVB-T2, 5G). Da kann man eine gewisse Dünnhäutigkeit mehr als nachvollziehen.

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