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Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

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  1. Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: Auric 09.01.18 - 13:59

    Die ECE-R100 definiert dass alles über 48V für den Ölwechsler vom ATU viel zu gefährlich ist.

    Warum diese ECE-R100 geschrieben wurde?
    Nun ein Schelm wer dabei an die europäischen Autohersteller und die asiatischen Hybridfahrzeuge denkt.....

    Wenn das keine Autos wären... dann würde die DIN VDE 0105 zur Anwendung kommen, und in der steht:

    Zitat:

    >In der Nähe unter Spannung stehender Teile mit Nennspannungen über AC 50 V oder >DC 120 V darf nur gearbeitet werden, wenn durch geeignete Maßnahmen >sichergestellt ist, dass unter Spannung stehende Teile nicht be­rührt werden können >oder die Gefahrenzone nicht erreicht werden kann.

    Mein kleiner Honda Hybrid hat ganz zufällig eine 84 zellige NiMH Batterie die eine Ladeschlusspannung von 120V hat....



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.01.18 14:00 durch Auric.

  2. Re: Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: Eheran 09.01.18 - 16:48

    48V sind die logische Steigerung von 12V bzw. 24V (und 36V), was jeweils aktuelle Standards sind. Das war auch mal als Ersatz für normale Autos (Boardnetz) gedacht, kam aber nicht. Vermutlich zu inkompatibel/großer Aufwand, vergleichbar mit 240V 50Hz <-> 120V 60Hz Stromnetz.

  3. Re: Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: tonictrinker 09.01.18 - 19:22

    Das stimmt so nicht. 48V-Bordnetze - auch für den Antrieb - haben Vorteile für Kleinfahrzeuge.
    Für leistungsstarke Fahrzeuge gilt das nicht. Es gibt also weiter Hochvoltfahrzeuge. 120V sind da übrigens noch vergleichweise niedrig.

  4. Re: Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: Auric 10.01.18 - 08:31

    Ja sicher haben 48 Volt Bordnetze Vorteile gegenüber 47 Volt Bordnetze (das Ohmsche Gesetz lässt grüssen) aber sie haben aber auch Nachteile gegenüber 49 Volt Bordnetze (das Ohmsche lässt grüssen)

    Angekommen?

    Also nochmal für die nicht Elektriker, je geringer die Spannung desto grösser der Strom bei gleicher Leistung, oder
    mit 48 V kann man nur bescheidene Leistung fahren weil sonst die Ströme astronomisch hoch werden und man z.B. zentnerweise Kupfer verlegen müsste.

    Und nochmal für die Nichtelektriker, eine Gleichspannung von unter 120V lässt durch einen Menschen der einen Kurzschluss verursacht einen derart geringen Strm fliessen das keine gesundheitlichen Probleme entstehen (siehe VDE 0105). Das trifft auf Automechaniker nicht zu, da werden die ersten der seltenen kleinen grauen Zellen schon bei 49 Volt Gleichstrom gekillt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.18 08:31 durch Auric.

  5. Re: Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: netvergrampfn 10.01.18 - 11:05

    Danke für den Post, daß bei dem Thema auch die europäischen Hersteller 'mitgearbeitet' haben, war mir neu, ich dachte bislang, daß das quasi ein 'Abfallprodukt' der Weiterentwicklung des Bordnetzes für Verbrenner wäre (damit u.a. auch komplette Sofas im Innenraum verschoben werden können...) und es so von Zulieferern und Stadtfahrzeugentwicklern genutzt wurde...

    Paßt aber exakt ins Bild: Ich verfolge die Entwicklung bei kleineren Stadtfahrzeugen genau, habe selbst 2011/12 ein Konzept entwickelt und zucke immer noch, wenn ich nur an Änderungen denke, die noch kommen könnten:
    Die L7e wurde ja 'neu gefaßt' mit drei Unterklassen, dabei wurde nur die verkleidete Version auf 90km/h (aus 'Sicherheitsgründen'...) limitiert und außerdem wurde für die gleiche Subklasse die maximale Länge und Breite verringert (war mal 4,00m Länge, nun 3,70m), so daß man damit eben nur noch ein unattraktives Hupferchen bauen kann.
    Die unverkleideten Quads dürfen fahren so schnell sie können und die Länge ausnutzen.

    Der e.Go war auf L7e konstruiert, dann ab Dez 16 in zwei Monaten auf M umgebaut worden, wodurch er auch deutlich schwerer wurde, wurde aber auf der HannoverMesse noch mit 'altem' 15kW-Antrieb samt 48V-Netz präsentiert. Mit sehr wenig Gewicht sind 15kW Nenn noch machbar, aber mit M-Zulassung eben nicht mehr.
    Deshalb war es dann nur konsequent, daß die Motoren stärker werden und das Bordnetz auch umgebaut wurde.

    Es ist nur genau das ein Paradebeispiel dafür, daß jeder andere 'normale' Existenzgründer mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bei der Umbauorgie von seinen Geldgebern gekillt worden wäre.

    Halt alles Marktzugangshürden par excellence.
    Deshalb thematisiert das die 'lean-FDP reloaded' mit ihrem Wettbewerbshüter Lindner auch dauernd...

  6. Re: Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: Eheran 10.01.18 - 16:14

    >mit 48 V kann man nur bescheidene Leistung fahren weil sonst die Ströme astronomisch hoch werden und man z.B. zentnerweise Kupfer verlegen müsste.
    Für 15kW aus 48V entsprechend ~300A. Bei einem Kabel von 2m Länge muss für 1% Spannungsabfall (=0.48V) ein Querschnitt von 35mm² verwendet werden, was mit 250g/m nicht ins Gewicht fällt. Mit 70mm² wären 3 Runden ums Auto vom Spannungsabfall noch kein Problem bei einem Gewicht von (für 10m) grob 6kg. Nicht "zentnerweise". Eine normale Autobatterie wiegt hingegen schon >10kg.

  7. Re: Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: Auric 10.01.18 - 22:54

    Mein kleiner Honda hat einen 10 kW Elektromotor, und der ist stark genug den kleinen Benzinmotor zu starten, zu rein elektrischen Fahren reicht der nur wenn es ganz leicht bergab geht. 10 kW ist als Antrieb für einen Twizzy (der hat tatsächlich 13 kW) gerade so ausreichend, und das ist ein Crashtest-freies Quad, und hat eine brutalgefährliche 60 V Batterie!

    Was ich schon mal geschrieben hab, die 48 V Beschränkung ist eine politische Entscheidung der Europäischen Automobilindustrie GEGEN die Japanischen Hybridfahrzeuge.

    Sicherheitstechnisch reicht eine Beschränkung auf 120V (so wie die VDE Vorschriften das beschrieben)

    Ich hab nichts gegen die 48V, um all die Großverbraucher in Luxuskutschen (wie Anlasser, Zuheizer, el. Turbolader, el. Klimaanlagen etc. zu betreiben, aber um die Räder drehen zu lassen sind 48 V die falsche Betriebsspannung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.18 22:57 durch Auric.

  8. Re: Der 48V Irrweg aber alles im Namen der Sicherheit,

    Autor: Eheran 11.01.18 - 01:41

    >10 kW Elektromotor [...] zu rein elektrischen Fahren reicht der nur wenn es ganz leicht bergab geht.
    Bei welchem Tempo?
    Ein Tesla fährt 65mph mit 20kW, macht fast genau 20kW für 100km/h. Was mit den Daten bei Wikipedia übereinstimmt. Da wird ein entsprechend kleines Auto wohl innerorts mit 10kW fahren können... etwa ein BMW i3, der auch kombiniert nur knapp über 10kWh/100km kommt und damit innerorts deutlich unter 10kW verbraucht. Du benennst dein Auto aber nicht genauer... also keine Ahnung was du fährst, kann schon sein.
    Da dein vorheriges Argument aber widerlegt ist und in Anbetracht der viel höheren Boardspannungen von Tesla und co. auch hier die 48V einfach kein Limit darstellen... worauf genau willst du hinaus?

    In einem Auto müssen nicht überall nur Schutzkleinspannungen anliegen. So wie zuhause in der Wand auch nicht. Muss eben vor Berührung geschützt sein und bei einem Auto sicherlich auch noch ggü. Unfällen.

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