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  5. › ABS-Verbesserung: Tesla macht…

Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

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  1. Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: Crossfire579 28.05.18 - 16:20

    Wie kann es bitte sein, dass ein Auto mit 46m Bremsweg ernsthaft seinen Weg in den Verkauf findet der dann plötzlich auf ebenfalls magere 40m reduziert wird?
    Hier hat Tesla offensichtlich bei der Programmierung geschlampt, um nicht noch weitere Verzögerungen in der Produktion hinnehmen zu müssen unter der Gefährdung von Menschenleben.
    Spricht nicht gerade für die Firma...

  2. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: Der Supporter 28.05.18 - 17:24

    Jetzt bleib mal bei der Wahrheit, die erste Vollbremsung ist ja noch ok, erste die zweite wird länger. Das muss gefixt werden und ist es auch schon.

    Es ist einfach komisch, dass du beim Rückruf von VW, wo das ESP beim Notbremsen versagt und das Auto dadurch nicht mehr beherrschbar sein kann, nicht so rumgeschrien hast.

    Aber wenn es um Tesla geht, dann machst du hier auf volles Rohr.

  3. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: nixidee 28.05.18 - 18:37

    Der Supporter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jetzt bleib mal bei der Wahrheit, die erste Vollbremsung ist ja noch ok,
    > erste die zweite wird länger. Das muss gefixt werden und ist es auch
    > schon.
    >

    Wer sagt das? Im Labortest wurden nur Vollbremsungen getest. Wenn du also vorher schon ein paar mal normal gebremst hast, kann es durchaus auch einfach passieren. Und 40m ist für ein so modernes Auto schon ein sehr schlechter Wert.

    > Es ist einfach komisch, dass du beim Rückruf von VW, wo das ESP beim
    > Notbremsen versagt und das Auto dadurch nicht mehr beherrschbar sein kann,
    > nicht so rumgeschrien hast.
    >
    > Aber wenn es um Tesla geht, dann machst du hier auf volles Rohr.

    Bei VW kann unter Umständen bei extremen Situationen das ESP nicht perfekt funktionieren. Beim Tesla bremst die Kiste ohne zu tun nicht vernünftig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.18 18:40 durch nixidee.

  4. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: Quantium40 28.05.18 - 19:43

    nixidee schrieb:
    > Bei VW kann unter Umständen bei extremen Situationen das ESP nicht perfekt
    > funktionieren. Beim Tesla bremst die Kiste ohne zu tun nicht vernünftig.

    Mal davon abgesehen, dass eine Vollbremsung durchaus eine extreme Situation ist, ist es von ABS zu ESP nicht wirklich weit. Beide Systeme greifen in den selben Regelkreislauf ein. Macht eines von beiden Murks, ist auch das andere davon betroffen.

  5. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: Der Supporter 28.05.18 - 22:47

    Das Steuergerät steuert das ABS und das ESP. Und bei VW kann es be Vollbremsungen zu einer "thermomechanischen Überlastung" im diesem Steuergerät kommen. Das bedeutet nichts anders, als dass der Bremsweg länger wird.

    Äh, moment mal, das ist doch wie bei Tesla, oder? Aber bei VW, die 776 000 Fahrzeuge mit einem Software Update versehen müssen, ist das alles in Ordnung. Da schreit hier niemand der Tesl-Basher. Weshalb eigentlich nicht?

    Bei Tesla betrifft es nur wenige Fahrzeuge und das Update kommt OTA.

  6. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: JackIsBlack 28.05.18 - 22:52

    Der Supporter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Steuergerät steuert das ABS und das ESP. Und bei VW kann es be
    > Vollbremsungen zu einer "thermomechanischen Überlastung" im diesem
    > Steuergerät kommen. Das bedeutet nichts anders, als dass der Bremsweg
    > länger wird.
    >
    Nein, das bedeutet es nicht.

  7. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: iCmdr 29.05.18 - 05:36

    Der Rückruf bei VW bezog sich auf das Steuergerät für das ABS. In Situationen, wo die Steuerung feststellt, dass Eingriffe in den Bremsvorgang notwendig sind und diese dann auch durchführt, kann es zu einer Überhitzung einiger Bauteile im Steuergerät kommen. Das wiederum kann auf längere Zeit Kontaktstellen schädigen. In diesem Fall käme es zu einer Unterbrechung des Stroms im Steuergerät und somit zum Ausfall des Systems. Da es sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil handelt, muss der Hersteller einen Rückruf durchführen. Prinzipiell gab es für VW 2 Möglichkeiten das Problem zu beheben. Entweder man ersetzt das betroffene Steuergerät mit einem neuen Steuergerät, dessen Kontaktstellen höhere Temperaturen aushalten bzw. man verbessert die Kühlung der betroffenen Komponenten. In diesem Fall lag es an einem fehlerhaften Lötmittel, das durch die im Eingriffsfall gestiegene Temperatur der Komponenten Risse bekommen kann und dementsprechend zu wenig oder gar keinen Strom mehr leitet. Oder man entscheidet sich für die günstigere Variante. Man fügt eine Softwareroutine hinzu, die die besagte Lötstelle überwacht und den Fahrer schnellstmöglich alarmiert. Wenn das passiert, wird das Steuergerät getauscht. Aufgrund der großen Anzahl an betroffenen Autos, wäre ein pauschaler Tausch der Steuergeräte zwar besser, aber deutlich teuer gewesen. Richtig behoben ist das Problem dadurch also nicht. Besser wäre es natürlich gewesen, wenn man die Kontaktstellen im Steuergerät von Anfang an für die Verlustwärme der Bauteile ausgelegt hätte bzw. regelmäßige Qualitätskontrollen bezüglich des Lötmaterials durchgeführt hätte. Gerade bei sicherheitsrelevanten Bauteilen darf das nicht passieren. Insofern käme es im worst case zum Totalausfall des ABS-Systems, worüber der Fahrer nach dem Softwareupdate benachrichtigt würde. Bei einer Vollbremsung könnte man ohne diese Vorwarnung die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren. Probleme mit Lötmaterial sind in elektronischen Systemen nicht unüblich. Apple und NVIDIA hatten ein Problem mit Lötzinn, dass die GPU mit dem Logicboard verbunden hat. Nach einiger Zeit sind diese Laptops dann je nach Nutzung und thermischer Beanspruchung reihenweise ausgefallen, weil die Lötverbindung spröde geworden ist. Allerdings stellen diese Laptops im Gegensatz zu ABS-/ESP-Steuergeräteb keine sicherheitsrelevanten Geräte dar.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.18 05:55 durch iCmdr.

  8. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: donadi 29.05.18 - 09:15

    Eine Qualitätskontrolle ist an dieser Stelle unmöglich.
    Zulieferer A baut die Steuergeräte und bezieht sein Lötzinn von Zulieferer B. Dieser ändert ohne Absprache die Rezeptur oder hat sonst irgend eine Schwankung. Warum? Weil er es kann und irgendwo in einem Loch in Asien sitzt. Kontrolle - Unmöglich.

    Gerade auch aus erster Hand von einem Fall mit Anhängerkupplungen für ein neues Fahrzeugs mitbekommen. Zulieferer vom Zulieferer hat eigenmächtig ein Bauteil geändert, da es besser in sein Prozess gepasst hat. Folge ist, dass nun, nach dem sich Fehler am Bauteil zeigten, alle Kupplungen an bereits Produzierten Fahrzeugen noch vor der Auslieferung korrigiert werden müssen.

    Gut, das kann Tesla bei der Produktionsgeschwindigkeit nicht passieren, da kann man noch nebenherlaufen und nachlöten ;-)

  9. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: Der Supporter 29.05.18 - 09:49

    Doch wird er und dazu kann man das Fahrzeug nicht mehr steuern und einem Hinderniss ausweichen.

  10. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: redmord 29.05.18 - 10:46

    Du hast Recht. Ein deutlicher Abfall der Bremsleistung ist gar nicht so schlimm, wenn du mit deinem Auto in eine C-Klasse rast, die schon nach 32m [sic!] steht. Da haben doch die anderen das Problem.

  11. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: Psy2063 29.05.18 - 11:33

    Crossfire579 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kann es bitte sein, dass ein Auto mit 46m Bremsweg ernsthaft seinen Weg
    > in den Verkauf findet der dann plötzlich auf ebenfalls magere 40m reduziert
    > wird?

    Die StVZO schreibt eine Bremsleistung von mindestens 5m/s² vor. Der Tesla verzögert also noch immer mehr als doppelt so stark wie vom Gesetzgeber gefordert. Es gibt einige deutlich schlechtere Fahrzeuge und auch wenn Tesla nicht grade günstig ist muss man ihn nicht in allen belangen mit den Top10 vergleichen.

  12. Re: Katastrophale Bremswerte dank unausgereifter Software

    Autor: redmord 29.05.18 - 13:09

    Was sagt der ADAC zum Thema?

    "Das Gesamtniveau der erzielten Bremswege hat sich im letzten Jahrzehnt kontinuierlich verbessert und ist mittlerweile auf einem guten Durchschnittswert von 36,4 m (Auswertung von über 500 getesteten Fahrzeugen im ADAC Autotest) angelangt. [...] Denn vor 10 Jahren lag der durchschnittliche Bremsweg noch bei etwa 40 m, ältere Fahrzeuge haben also einen Nachteil gegenüber aktuellen. Das könnte bei einer Vollbremsung in einer Kolonne zum Problem werden – eine gute Wartung und genug Sicherheitsabstand lassen einen hier aber auf der sicheren Seite fahren.
    Der große Vorteil ständig verbesserter Bremswege liegt aber in der Gesamtreduzierung der Unfälle und Unfallfolgen. Immer häufiger kommt es erst gar nicht zur Kollision oder die Kollisionsgeschwindigkeiten sind deutlich geringer und damit auch die mögliche Verletzungsschwere."
    - https://www.adac.de/infotestrat/tests/auto-test/bremswege_2016/default.aspx


    Teslas Auto liegt mit 40 m 11 % über den Durchschnitt. Oder etwas böswillig ausgedrückt: Teslas Auto hängt bei diesem Punkt dem Markt 10 Jahre hinterher.

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