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Überdramatisierung?

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  1. Überdramatisierung?

    Autor: CHU 28.05.18 - 08:49

    Ich fahre nun seit über 20 Jahrenn Auto. Wenn ich überlege, wie oft ich eine Vollbremsung aus Tempo 100 hingelegt habe, komme ich auf eine beeindruckende Zahl:

    0 (in Worten: Null)

    D.h. für mich würde schonn der eine "korrekte" Bremsvorgang des Model 3 ausreichen.

    Was man nicht vergessen darf: Model 3 ist ebenso mit Assistenz-Systemen ausgestattet, wie beispielsweise eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (für alle die, die es nicht Tempomat nennen dürfen). Diese richtig benutzt, wird die Wahrscheinlichkeit einer Vollbremsung nochmal geringer.

    Noch ein wenig Physik: die Geschwindigkeit geht quadratisch in den Bremsweg ein - verdoppelt sich die Geschwindigkeit, vervierfacht sich der Bremsweg. D.h. bei 100 km/h mag 5 m mehr als die Konkurrenz noch viel sein, aber bei 50 km/h ist das nur noch 1 m. Den kann man auch haben, wenn man nicht wie so ein Hirni im Kofferraum des Vorausfahrenden sitzt.

  2. Re: Überdramatisierung?

    Autor: SJ 28.05.18 - 10:25

    CHU schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fahre nun seit über 20 Jahrenn Auto. Wenn ich überlege, wie oft ich
    > eine Vollbremsung aus Tempo 100 hingelegt habe, komme ich auf eine
    > beeindruckende Zahl:
    >
    > 0 (in Worten: Null)

    Bei mir wars 1 :)

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  3. Re: Überdramatisierung?

    Autor: Niaxa 28.05.18 - 10:32

    Schön für dich... was hilft das jetzt denen, die schon in solchen Situationen waren? Und selbst wenn man nicht auf 0 bremsen sollte, so ist der Weg auf 50 ja automatisch auch länger oder auf 20 oder sonst was. Und da unterscheiden ein paar Meter eben teilweise zwischen Auffahrunfall oder heftiger Crash mit evtl. enormen Schäden für Leib usw.

  4. Re: Überdramatisierung?

    Autor: urghss 28.05.18 - 11:03

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schön für dich... was hilft das jetzt denen, die schon in solchen
    > Situationen waren? Und selbst wenn man nicht auf 0 bremsen sollte, so ist
    > der Weg auf 50 ja automatisch auch länger oder auf 20 oder sonst was. Und
    > da unterscheiden ein paar Meter eben teilweise zwischen Auffahrunfall oder
    > heftiger Crash mit evtl. enormen Schäden für Leib usw.

    In dem falle empfehle ich einfach mal einen richtigen sicherheitsabstand einzuhalten, dann klappt es auch bei 50 km/h mit 1m mehr bremsweg ganz gut.

    Ansonsten Auto am besten stehen lassen, den du scheinst deinen texten entnehmend auch jemand zu sein der die grenze zum vordermann ausreizt. Ich hoffe das ich dich in meinem leben nie hinter mir habe.

  5. Re: Überdramatisierung?

    Autor: muhQ 28.05.18 - 11:19

    Schon mal auf einer deutschen Autobahn gewesen?
    Denn nicht immer hat man einen Einfluss auf den Abstand zum Vordermann.
    Erst recht nicht wenn er gerade 5 Meter vor deinem Auto eingeschert ist.

  6. Re: Überdramatisierung?

    Autor: Niaxa 28.05.18 - 11:21

    Hast du deine Fahrerlaubnis auf dem Basar erhalten? Ich frage nur, da du scheinbar nur vorrausfahrende PKW als Vollbremsungsgrund kennst.

  7. Re: Überdramatisierung?

    Autor: Eheran 28.05.18 - 11:28

    Ich hatte noch nie einen Unfall. Gurte, Airbags usw. sind unnützer Schnickschnack die den Preis hoch treiben. Irgendwelche Fehlfunktionen dieser Einrichtungen spielen also zwangsläufig keine Rolle, da sie ohnehin nie genutzt werden.

  8. Re: Überdramatisierung?

    Autor: ChMu 28.05.18 - 11:29

    muhQ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon mal auf einer deutschen Autobahn gewesen?
    > Denn nicht immer hat man einen Einfluss auf den Abstand zum Vordermann.
    > Erst recht nicht wenn er gerade 5 Meter vor deinem Auto eingeschert ist.

    In dem Fall laesst man sich zurueckfallen. Eine Vollbremsung auf 0 ist dann irgendwie nicht angesagt. Die ist bei 100km/h oder mehr eigendlich nie angesagt. Selbst bei Wildwechsel ist draufhalten besser als Vollbremsung, die eh nichts bringen wuerde. Bei 100km/h oder mehr in der Stadt, also wo Fussgaenger vors Auto huepfen, nutzt dann der 35m oder 38m oder 42m Bremsweg auch nichts mehr. Wer so faehrt, hat 15m alleine fuer die Reaktion um aufs Bremspedal zu kommen, verschwendet.

  9. Re: Überdramatisierung?

    Autor: SJ 28.05.18 - 11:30

    Richtig!

    "Make cars affordable again" :)

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  10. Re: Überdramatisierung?

    Autor: Niaxa 28.05.18 - 11:31

    Und bei uns ist nie Winter, also müssen Winterreifen nicht zwingend ihren Zweck erfüllen. Das ewige Reifenwechseln ist nur unnötiges Geldverbrennen.

  11. Re: Überdramatisierung?

    Autor: ChMu 28.05.18 - 11:49

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte noch nie einen Unfall. Gurte, Airbags usw. sind unnützer
    > Schnickschnack die den Preis hoch treiben. Irgendwelche Fehlfunktionen
    > dieser Einrichtungen spielen also zwangsläufig keine Rolle, da sie ohnehin
    > nie genutzt werden.

    Na ja, man muesste mal rausfinden, wie viele Leute durch fehlerhafte Airbags zu Schaden gekommen sind gegenueber denen, welche ohne nicht ueberlebt haetten.
    Keiner meiner privat Wagen hat Airbags, gab es schlicht nicht als die rauskamen (mein neuester ist von 1983, alles andere ist aelter)
    Unsere Firmenautos haben all den Schnickschnack natuerlich drin aber wenn ich ueberlege das man mit 4 Mann ueber die Alpen, in Sommerreifen, zu Ostern, gefahren ist, ohne ABS, EPS, Airbags, Kopfstuetzen, Gurt, mit 12V Drahtbirnen im Scheinwerfer, mit zwei Bremslichtern, ohne Computer, ohne LED, ohne Assistenten, ohne Verbundglas und mit Trommelbremsen, so kommt einem das heute wie ein Lotterie Gewinn vor das man noch lebt. Schon damals, in den 60ern des letzten Jahrhunderts, war die haeufigste Todesursache uebrigends ueberhoehte Geschwindigkeit, oft auch im Zusammenhang mit Alkohol. Die Industrie hat sich dazu entschlossen, die Autos “sicherer” zu machen anstatt die Geschwindigkeit zu drosseln oder die Strafen fuer Alkohol am Steuer zu erhoehen.
    Ich habe in dem Wagen (Kadett der Firma Opel) uebrigends 580000km quer durch Europa zurueckgelegt in den 11 Jahren den ich ihn aktiv gefahren habe. Er faehrt natuerlich heute noch, ist aber momentan abgemeldet. Aber der duerfe kaum nach 30,40 oder 50m zum Stillstand kommen aus 100km/h.

  12. Re: Überdramatisierung?

    Autor: SJ 28.05.18 - 11:52

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder die Strafen fuer Alkohol am Steuer zu erhoehen.

    In der Schweiz n icht empfehlenswert mit Alkohol am Steuer zu fahren (der Alkohol natürlich im Fahrer drinnen).

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  13. Re: Überdramatisierung?

    Autor: Eheran 28.05.18 - 12:06

    >so kommt einem das heute wie ein Lotterie Gewinn vor das man noch lebt. Schon damals, in den 60ern des letzten Jahrhunderts, war die haeufigste Todesursache uebrigends ueberhoehte Geschwindigkeit, oft auch im Zusammenhang mit Alkohol.
    Da sich an der Hauptursache wohl nichts geänder hat, die Anzahl der Todesopfer jedoch von 1980 (13'000) auf 3'200 (2017) reduziert haben... ja, scheint alles gut zu funktionieren und das Risiko ist pauschal um 75% reduziert.
    Verkehrstote in D

    Wenn man dann noch anschaut, dass es heute deutlich mehr KFZ gibt: 1980 gab es 71 Todesopfer pro 100'000 KFZ, 2017 nur noch 6. Das Risiko ist also um 92% gesunken bzw beträgt nur noch 8,5% vom damaligen Wert. Wenn man jetzt noch die gefahrenen Strecken hätte, könnte man sogar noch bessere Werte sehen, die Daten habe ich jetzt aber nicht. Jedenfalls ist es offensichtlich, dass die Technik extrem viele Todesfälle verhindert.

  14. Re: Überdramatisierung?

    Autor: ChMu 28.05.18 - 12:13

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > oder die Strafen fuer Alkohol am Steuer zu erhoehen.
    >
    > In der Schweiz n icht empfehlenswert mit Alkohol am Steuer zu fahren (der
    > Alkohol natürlich im Fahrer drinnen).

    Es ist in den meissten Laendern nicht empfehlenswert. Deutschland sieht das anders. Volltrunken jemanden zu ueberfahren wird als Unfall gewertet, ja noch besser, der Fahrer war ja gar nicht zurechnungsfaehig.
    Also, wenn man jemanden beseitigen will, ne halbe Flasche Burbon kippen, draufhalten und bis die Polizei da ist hat man, wenn der Test dann mal kommt, so viel Alkohol im Blut das man nicht zurechnungsfaehig war.
    Erst mal ne Kur zum Entzug verschreiben lassen.
    Alles um das heilige Auto zu schuetzen.

    Bei mir in den USA sagt der Richter, das Du als Du in die Bar gefahren bist, nuechtern, wissend das Du zurueck fahren musst, durchaus zurechnungsfaehig warst. Mit Pech war es dann Vorsatz.
    Bei einem minderjaehrigen Opfer kann das dann capital punishment bedeuten. Das Resultat ist, das besoffene Fahrer nicht nur geaechtet sind (ist wirklich nicht cool) aehnlich wie Raucher, sondern auch mit keinerlei Mitleid rechnen koennen. Und sehr selten sind.
    Hier in Spanien verlierst Du nicht nur den Fuehrerschein (fuer immer, ohne Ausnahme) sondern bist auch finanziell ziemlich ruiniert da die Strafen nach Monats und Jahreseinkommen kalkuliert werden.

  15. Re: Überdramatisierung?

    Autor: JackIsBlack 28.05.18 - 12:22

    Was du heute wieder von dir gibst ist ja sowas von daneben. In Deutschland gibt es ab 1,1 Promille schon Freiheits oder Geldstrafen inklusive Fahrverbot/Führerscheinentzug und das ganze wird als Straftat behandelt. Bei einem Unfall wird nochmal härter geurteilt.
    Die Blutalkoholkonzentration lässt sich heutzutage sehr gut zu jedem Zeitpunkt bestimmen. Da bringt es dir deine Theorie die Flasche kurz vorher zu trinken gar nichts.

  16. Re: Überdramatisierung?

    Autor: SJ 28.05.18 - 12:24

    erst ab 1,1 Promille?

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  17. Re: Überdramatisierung?

    Autor: ChMu 28.05.18 - 12:26

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >so kommt einem das heute wie ein Lotterie Gewinn vor das man noch lebt.
    > Schon damals, in den 60ern des letzten Jahrhunderts, war die haeufigste
    > Todesursache uebrigends ueberhoehte Geschwindigkeit, oft auch im
    > Zusammenhang mit Alkohol.
    > Da sich an der Hauptursache wohl nichts geänder hat, die Anzahl der
    > Todesopfer jedoch von 1980 (13'000) auf 3'200 (2017) reduziert haben... ja,
    > scheint alles gut zu funktionieren und das Risiko ist pauschal um 75%
    > reduziert.
    > Verkehrstote in D
    >
    > Wenn man dann noch anschaut, dass es heute deutlich mehr KFZ gibt: 1980 gab
    > es 71 Todesopfer pro 100'000 KFZ, 2017 nur noch 6. Das Risiko ist also um
    > 92% gesunken bzw beträgt nur noch 8,5% vom damaligen Wert. Wenn man jetzt
    > noch die gefahrenen Strecken hätte, könnte man sogar noch bessere Werte
    > sehen, die Daten habe ich jetzt aber nicht. Jedenfalls ist es
    > offensichtlich, dass die Technik extrem viele Todesfälle verhindert.

    Nun, das stimmt natuerlich, ist aber auch auf eine andere Zaehlung von Unfall Opfern zurueck zu fuehren und natuerlich der Tatsache, das die Zahl der Verletzten sehr viel hoeher ist. Aber Du hast insofern Recht, das mehr ueberleben. Ob das immer erstrebenswert ist, sei mal dahin gestellt.
    Dazu kommt, das die Verkehrsdichte natuerlich extreem gestiegen ist, zwar hat sich auch das Strassen Netz verdreifacht, trotzdem sind mehr Autos unterwegs was die durchschnitts Geschwindigkeit extreem verlangsamt hat.
    Die absoluten Unfaelle sind zwar stark gestiegen, aber eben mit weniger Opfern. Auch die gefahrenen km pro Auto sind staendig am sinken. 30000km/a war in den 60ern und 70ern normal, heute liegt man bei 15000, Tendenz sinkend. Damals ist man mit dem Auto in den Urlaub gefahren, heute machen das unter 10% der Autos, 4% Langstrecke (ueber 1000km einfach)
    Da 70% aller PKW in Deutschland im urbanen Betrieb sind wobei kaum ueber 45km/h im Schnitt erreicht wird (sehr viel in Deutschland, in London zB liegt die Durchschnitts Geschwindigkeit bei 18km/h) ist es eigendlich erstaunlich das immer noch tausende sterben.

  18. Re: Überdramatisierung?

    Autor: JackIsBlack 28.05.18 - 12:27

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erst ab 1,1 Promille?

    0,5-1,09 Promille sind 2 Punkte, 500¤ und 1 Monat Fahrverbot. Bei Wiederholungstätern mehr.
    Baut man mit weniger als 0,5 einen Unfall hat man auch schon deutlich mehr Probleme am Hals.

  19. Re: Überdramatisierung?

    Autor: Eheran 28.05.18 - 12:29

    Die Versicherung zahlt im Zweifel doch auch schon bei 0,1 Promille nicht mehr?

  20. Re: Überdramatisierung?

    Autor: SJ 28.05.18 - 12:32

    AB 0,8 Promille kann es schon Gefängnisstrafe bis 3 Jahren geben und min. 3 Monate Fahrverbot - in der Schweiz

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.18 12:32 durch SJ.

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