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den Arbeitsmarkt wird es "freuen"

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  1. den Arbeitsmarkt wird es "freuen"

    Autor: pk_erchner 02.10.15 - 23:55

    oder die SPD führt ein Gesetz ein, dass LKWs nicht ohne Aufseher fahren dürfen ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.15 23:57 durch pk_erchner.

  2. Re: den Arbeitsmarkt wird es freuen

    Autor: Mingfu 03.10.15 - 00:15

    Realistisch gesehen ist es noch eine ganze Weile hin, bis ein autonomes Fahren ohne Aufsicht überhaupt denkbar ist. Wir reden hier momentan gerade einmal von den Standardfällen innerhalb der primitivsten Straßensituationen. Autobahnen sind vollständig durch Datenmaterial erfasst, verfügen über den besten Ausbauzustand, haben (im Regelfall) keinen Gegenverkehr, Fußgänger, Radfahrer, parkende Autos, die durch Sichtbehinderung gefährliche Situationen erzeugen können und sobald auch nur irgendwas von diesem Standardfall abweicht, soll sofort der Fahrer eingreifen. Der Untergang des Berufskraftfahrertums scheint also nicht unmittelbar bevorzustehen.

    Ganz nebenbei zeigt das doch eher ein Problem gesellschaftlicher Arbeitsorganisation auf. Statt sich zu freuen, dass wir durch Fortschritt menschliche Arbeitsleistung einsparen können und zu schauen, wie davon die Gesellschaft insgesamt profitieren kann, machen wir einen Verteilungskampf daraus. Wie asozial kann eine Wirtschaftsordnung eigentlich sein, die eine begrüßenswerte Entwicklung in ihr perverses Gegenteil verkehrt, weil sie Menschen damit gleich auch die Existenzberechtigung entzieht? Wenn die Wirtschaftsordnung nicht mehr dem Menschen dient, sondern umgekehrt, läuft etwas schief - da braucht man sich auch nicht dafür einsetzen, dass jeder Fahrersitz unnötig mit einem Hintern besetzt ist, sondern dann muss man sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaftsordnung an die Bedürfnisse angepasst wird.

  3. Re: den Arbeitsmarkt wird es freuen

    Autor: Aslo 03.10.15 - 01:31

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Realistisch gesehen ist es noch eine ganze Weile hin, bis ein autonomes
    > Fahren ohne Aufsicht überhaupt denkbar ist. Wir reden hier momentan gerade
    > einmal von den Standardfällen innerhalb der primitivsten
    > Straßensituationen. Autobahnen sind vollständig durch Datenmaterial
    > erfasst, verfügen über den besten Ausbauzustand, haben (im Regelfall)
    > keinen Gegenverkehr, Fußgänger, Radfahrer, parkende Autos, die durch
    > Sichtbehinderung gefährliche Situationen erzeugen können und sobald auch
    > nur irgendwas von diesem Standardfall abweicht, soll sofort der Fahrer
    > eingreifen. Der Untergang des Berufskraftfahrertums scheint also nicht
    > unmittelbar bevorzustehen.
    >
    > Ganz nebenbei zeigt das doch eher ein Problem gesellschaftlicher
    > Arbeitsorganisation auf. Statt sich zu freuen, dass wir durch Fortschritt
    > menschliche Arbeitsleistung einsparen können und zu schauen, wie davon die
    > Gesellschaft insgesamt profitieren kann, machen wir einen Verteilungskampf
    > daraus. Wie asozial kann eine Wirtschaftsordnung eigentlich sein, die eine
    > begrüßenswerte Entwicklung in ihr perverses Gegenteil verkehrt, weil sie
    > Menschen damit gleich auch die Existenzberechtigung entzieht? Wenn die
    > Wirtschaftsordnung nicht mehr dem Menschen dient, sondern umgekehrt, läuft
    > etwas schief - da braucht man sich auch nicht dafür einsetzen, dass jeder
    > Fahrersitz unnötig mit einem Hintern besetzt ist, sondern dann muss man
    > sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaftsordnung an die Bedürfnisse
    > angepasst wird.


    Vollkommen richtig. Aber wehe man erwähnt etwas wie bedingungsloses Grundeinkommen, da steht das Pack schon wieder auf den Barrikaden.

  4. Re: den Arbeitsmarkt wird es "freuen"

    Autor: Akron 03.10.15 - 09:52

    Ich würde sagen da kann so ein LKW Fahrer jetzt mal einen Remote-Job angehen z.B in der Entwicklung..... Oder nein besser noch er wird sein Auto active vor Hackern absichern.... Weil die Zulieferer bzw die Autoindustrie sich dadrüber ja keine Gedanken machen.

  5. Re: den Arbeitsmarkt wird es "freuen"

    Autor: scr1tch 05.10.15 - 07:36

    pk_erchner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder die SPD führt ein Gesetz ein, dass LKWs nicht ohne Aufseher fahren
    > dürfen ;-)
    Klar, sollte vollautonomes Fahren irgendwann soweit sein, und das wird es, kostet es erstmal augenscheinlich Arbeitsplätze (z. B. LKW-Fahrer). Auf der anderen Seite werden aber ja auch wieder neue Arbeitsplätze geschaffen (Konstruktion, Forschung für das autonome Fahren etc.).

  6. Re: den Arbeitsmarkt wird es freuen

    Autor: matok 05.10.15 - 11:11

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz nebenbei zeigt das doch eher ein Problem gesellschaftlicher
    > Arbeitsorganisation auf. Statt sich zu freuen, dass wir durch Fortschritt
    > menschliche Arbeitsleistung einsparen können und zu schauen, wie davon die
    > Gesellschaft insgesamt profitieren kann, machen wir einen Verteilungskampf
    > daraus. Wie asozial kann eine Wirtschaftsordnung eigentlich sein, die eine
    > begrüßenswerte Entwicklung in ihr perverses Gegenteil verkehrt, weil sie
    > Menschen damit gleich auch die Existenzberechtigung entzieht? Wenn die
    > Wirtschaftsordnung nicht mehr dem Menschen dient, sondern umgekehrt, läuft
    > etwas schief

    Besser kann man es nicht sagen. +1

  7. Re: den Arbeitsmarkt wird es "freuen"

    Autor: Eisboer 05.10.15 - 11:28

    scr1tch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > pk_erchner schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Auf der
    > anderen Seite werden aber ja auch wieder neue Arbeitsplätze geschaffen
    > (Konstruktion, Forschung für das autonome Fahren etc.).

    Bei weitem aber nicht so viele, wie entfallen. Und das ist auch gut so! Wir sollten eingesparte Arbeitszeit begrüßen und uns auf die 20 Stundenwoche als Standard freuen.

    Sehr interessant zu dem Thema. Humans need not apply https://www.youtube.com/watch?v=7Pq-S557XQU

  8. Re: den Arbeitsmarkt wird es "freuen"

    Autor: matok 05.10.15 - 14:33

    Eisboer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir
    > sollten eingesparte Arbeitszeit begrüßen und uns auf die 20 Stundenwoche
    > als Standard freuen.

    Eben. Zumal wir uns dann u.a. auch keine Gedanken mehr um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf machen müssten.

    Allerdings müsste man dafür zu einer wirklichen Bildungsgesellschaft werden. Automatisiert werden vor allem anspruchslose Tätigkeiten, liegt in der Natur der Sache. Wenn du weniger Arbeitszeit für alle erreichen willst, müssten Menschen, die bislang anspruchslosere Tätigkeiten machen, dann anspruchsvollere Tätigkeiten machen. Ob das so funktioniert? Ich bin skeptisch, ob man Menschen, die heute LKW Fahrer oder Fließbandarbeiter sind, zukünftig zu Ärzten oder Ingenieuren machen kann.

  9. Re: den Arbeitsmarkt wird es freuen

    Autor: Clown 05.10.15 - 15:12

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Realistisch gesehen ist es noch eine ganze Weile hin, bis ein autonomes
    > Fahren ohne Aufsicht überhaupt denkbar ist. Wir reden hier momentan gerade
    > einmal von den Standardfällen innerhalb der primitivsten
    > Straßensituationen. Autobahnen sind vollständig durch Datenmaterial
    > erfasst, verfügen über den besten Ausbauzustand, haben (im Regelfall)
    > keinen Gegenverkehr, Fußgänger, Radfahrer, parkende Autos, die durch
    > Sichtbehinderung gefährliche Situationen erzeugen können und sobald auch
    > nur irgendwas von diesem Standardfall abweicht, soll sofort der Fahrer
    > eingreifen. Der Untergang des Berufskraftfahrertums scheint also nicht
    > unmittelbar bevorzustehen.
    >
    > Ganz nebenbei zeigt das doch eher ein Problem gesellschaftlicher
    > Arbeitsorganisation auf. Statt sich zu freuen, dass wir durch Fortschritt
    > menschliche Arbeitsleistung einsparen können und zu schauen, wie davon die
    > Gesellschaft insgesamt profitieren kann, machen wir einen Verteilungskampf
    > daraus. Wie asozial kann eine Wirtschaftsordnung eigentlich sein, die eine
    > begrüßenswerte Entwicklung in ihr perverses Gegenteil verkehrt, weil sie
    > Menschen damit gleich auch die Existenzberechtigung entzieht? Wenn die
    > Wirtschaftsordnung nicht mehr dem Menschen dient, sondern umgekehrt, läuft
    > etwas schief - da braucht man sich auch nicht dafür einsetzen, dass jeder
    > Fahrersitz unnötig mit einem Hintern besetzt ist, sondern dann muss man
    > sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaftsordnung an die Bedürfnisse
    > angepasst wird.

    +1
    Sauber!

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

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