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Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

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  1. Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: nuclear 09.08.21 - 10:37

    Bei dem Strom fehlt aktuell einfach noch massiv Steuern. Denn auch wenn bei uns Strom teuer ist, so erhält der Staat lediglich 6,5% Energiesteuer + 19% MWST. Der Rest sind Umlagen, Netzentgeld und Konzessionsabgabe.

    Heißt von den angenommenen 0,36¤/kWh bekommt der Staat lediglich 0,0576¤/kWh MWST und 0,02304¤/kWh Energiesteuer, also 0,08064¤/kWh.
    Bei dem Diesel und 1.4¤/l sind es hingegen 0,4734¤/l Energiesteuer + 0,224¤/l MWST, gesamt 0,6974¤/l. Bei Benzin: 0,6572¤/l Energiesteuer, 0,256¤/l MWST, gesamt: 0,9132¤/l.

    Vergleichen wir also mal einen Benzin Golf 8 , einen Diesel Golf 8 und einen ID.3 (immer laut Spritmonitor).
    Verbrauch:
    Benzin: 7,44l/100km
    Diesel : 5,54l/100km
    ID.3 : 19,23kWh/100km

    Steuern:
    Benzin: 6,794¤/100km
    Diesel : 3,863¤/100km
    ID.3 : 1,55¤/100km

    Bleibt eine Steuerlücke, nicht berücksichtigt die KFZ Steuer, welche noch bei eAutos entfällt und bei dem Diesel die geringeren Steuern zum Benziner ausgleicht:

    ID.3-Benzin: 5,244¤/100km
    ID.3-Diesel: 2,313¤/100km

    Oder umgerechnet auf die kWh:
    ID.3-Benzin: 0,273¤/kWh
    ID.3-Diesel: 0,12¤/kWh

    Was halt noch fehlt ist die KFZ Steuer, welche bei einem 1,5l TSI Golf 8 100¤ ausmacht, bei einem 2l TDI 218¤. Bei dem ID.3 liegt die bei 50¤, aber erst nach 5 Jahren.

    Rechnen wir mit 10 Jahren durchschnittlicher Lebensdauer, so entsteht da eine Steuerlücke:
    ID.3-Benzin: 750¤
    ID.3-Diesel: 1930¤

    Nehmen wir die durchschnittliche Fahrleistung von knapp 14.000km/a und legen wir das wieder auf die 100km um, so erhalten wir:

    ID.3-Benzin: 0,536¤/100km
    ID.3-Diesel: 1,378¤/100km

    Macht eine gesamte Steuerlücke von:

    ID.3-Benzin: 5,78¤/100km
    ID.3-Diesel: 3,69¤/100km

    bzw.

    ID.3-Benzin: 0,273¤/kWh
    ID.3-Diesel: 0,192/kWh.

    Wer meint, dass der Staat langfristig auf diese Einnahmen verzichtet, der kann gerne zu den eAutos greifen. Das einzige was absehbar ist ist, dass die Mobilität in den nächsten Jahren drastisch teurer werden wird. Bei den Verbrennern dank des CO2 Preises, bei den eAutos weil die aktuell einfach massiv steuerlich begünstigt sind.

  2. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: Drohnald 09.08.21 - 10:49

    Ist alles reines Rätselraten.

    Kerosin ist seit 1944 steuerfrei.
    Obwohl das seit 2003 innerhalb der EU erlaubt wäre, ist es nicht eingeführt worden.

    Klar, kann alles sein was du schreibst.
    Oder halt auch nicht.

  3. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: Private Paula 09.08.21 - 10:56

    nuclear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rechnen wir mit 10 Jahren durchschnittlicher Lebensdauer, so entsteht da
    > eine Steuerlücke:
    > ID.3-Benzin: 750¤
    > ID.3-Diesel: 1930¤
    >
    > Macht eine gesamte Steuerlücke von:
    >
    > ID.3-Benzin: 5,78¤/100km
    > ID.3-Diesel: 3,69¤/100km
    >
    > bzw.
    >
    > ID.3-Benzin: 0,273¤/kWh
    > ID.3-Diesel: 0,192/kWh.
    >
    > Wer meint, dass der Staat langfristig auf diese Einnahmen verzichtet, der
    > kann gerne zu den eAutos greifen. Das einzige was absehbar ist ist, dass
    > die Mobilität in den nächsten Jahren drastisch teurer werden wird. Bei den
    > Verbrennern dank des CO2 Preises, bei den eAutos weil die aktuell einfach
    > massiv steuerlich begünstigt sind.

    Ich sag schon seit Jahren, dass man nicht davon ausgehen sollte, dass eAutos so guenstig bleiben, wenn die Steuereinnahmen durch den Verkauf von Benzin und Diesel wegfallen...die 40 Milliarden fehlen in der Staatskasse, da koennen die nicht drauf verzichten. Entweder schlagen die beim Strom drauf, oder der Mehrwertsteuer, oder irgendwo anders.

    --
    Warum UNIX/Linux schaedlich ist:
    'kill' macht Menschen zu brutalen, blutruenstigen Bestien,
    'killall' zuechtet regelrecht Massenmoerder,
    'whoami' loest bei psychisch labilen Personen Existenzkrisen aus!

  4. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: nuclear 09.08.21 - 11:02

    Wenn es nicht kommt, dann ist das einfach nur eine Förderung der wohlhabenderen Menschen durch die anderen. Gerade weil aktuell ein eAuto eigentlich nur sinnvoll ist, wenn man ein Eigenheim hat wo man dieses leicht aufladen kann.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies innerhalb der nächsten Jahre sich ändern wird.

    Aber ja wie du sagst, wir werden sehen. Hängt auch stark von der nächsten Regierung ab.

  5. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: lestard 09.08.21 - 11:54

    Da fehlt aber ein Faktor: Die CO2-Emission der Verbrenner kostet den Staat auch jede Menge Geld und das wird in Zukunft auch noch teurer werden. Mag ja sein, dass man mit Verbrennern mehr einnimmt aber wenn dadurch auch höhere Kosten entstehen (Strafzahlungen an die EU, Klimafolgeschäden, Kosten im Gesundheitssystem usw.) lohnt es sich am Ende nicht. Der einzige Grund, warum das bisher scheinbar noch aufgeht ist, weil die Kosten aus anderne Töpfen bezahlt werden. Das wird aber auch nicht ewig so bleiben, wie man ja jetzt bereits an den aktuellen Debatten sieht.

    Was wohl stimmen wird ist: Individualverkehr wird teurer. Aber hier geht es ja um die Frage, welche Form von Individualverkehr man nutzen will: Elektro oder Verbrenner. Und selbst wenn es Steuererhöhungen beim Strom geben wird (da bin ich übrigends skeptisch), sehe ich überhaupt nicht, dass Verbrenner jemals wieder günstiger werden als E-Autos. Vielleicht wird beides teurer aber Verbrenner viel schneller als Elektro. Verbrenner-Fahren wird irgendwann nur noch etwas für Liebhaber sein, die ihren Oldtimer am Wochenende nochmal ausfahren wollen.

  6. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: ad (Golem.de) 09.08.21 - 13:16

    Private Paula schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nuclear schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Rechnen wir mit 10 Jahren durchschnittlicher Lebensdauer, so entsteht da
    > > eine Steuerlücke:
    > > ID.3-Benzin: 750¤
    > > ID.3-Diesel: 1930¤
    > >
    > > Macht eine gesamte Steuerlücke von:
    > >
    > > ID.3-Benzin: 5,78¤/100km
    > > ID.3-Diesel: 3,69¤/100km
    > >
    > > bzw.
    > >
    > > ID.3-Benzin: 0,273¤/kWh
    > > ID.3-Diesel: 0,192/kWh.
    > >
    > > Wer meint, dass der Staat langfristig auf diese Einnahmen verzichtet,
    > der
    > > kann gerne zu den eAutos greifen. Das einzige was absehbar ist ist, dass
    > > die Mobilität in den nächsten Jahren drastisch teurer werden wird. Bei
    > den
    > > Verbrennern dank des CO2 Preises, bei den eAutos weil die aktuell
    > einfach
    > > massiv steuerlich begünstigt sind.
    >
    > Ich sag schon seit Jahren, dass man nicht davon ausgehen sollte, dass
    > eAutos so guenstig bleiben, wenn die Steuereinnahmen durch den Verkauf von
    > Benzin und Diesel wegfallen...die 40 Milliarden fehlen in der Staatskasse,
    > da koennen die nicht drauf verzichten. Entweder schlagen die beim Strom
    > drauf, oder der Mehrwertsteuer, oder irgendwo anders.

    So schnell fallen die ja nicht weg. Die Altbestände werden jetzt erst mal durch CO2-Einnahmen ordentlich (aus Sicht des Staates) versilbert. Erst einmal entstehen jetzt mehr Einnahmen, eine Partei will ein bisschen was von diesen Einnahmen als eine Art Umverteilung an alle ausschütten, aber letztlich ist das nichts neues. Der Staat hat schon immer umverteilt.

  7. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: nehana 09.08.21 - 13:22

    Das Auto produziert jährlich 88 Milliarden Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article113888320/Jedes-Auto-verursacht-2100-Euro-ungedeckte-Kosten.html?fbclid=IwAR0HFu86mvty5874Vx-h1fVRqJh72wy-C3_boivWRVwuaP8uZjg_PsyrOqQ

    Leider unterscheidet die Studie nicht zwischen Verbrenner und E-Auto. Kriege um Öl und sämtliche Umweltkatastrophen mit gleichem Kontext die nirgends als Kosten auftauchen, sondern auf Natur, Umwelt und folgende Generationen abgewälzt werden, helfen aber bei der Differenzierung.

  8. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: Knuspermaus 09.08.21 - 13:30

    Die Selektierung via Smartmeter wird zunehmen, Haushaltsgeräte = Normaltarif, E-Auto = "Autostromtarif" und klar, da wird es Schwankungen und preisunterschiede geben, aber insgesamt wird es nicht so günstig bleiben wie bisher!
    ... oder du tarnst dein Auto quasi als Kühltruhe...

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  9. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: xSureface 09.08.21 - 17:31

    Ich hab kein Eigenheim und fahre 900km+ in der Woche. Wo ist das E-Auto jetzt Speziell nur für Eigenheimbesitzer gut?

  10. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: xSureface 09.08.21 - 17:31

    Wie dem Kerosin?

  11. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: xSureface 09.08.21 - 17:34

    Also wird der Holzspalter dann als E-Auto eingestuft?
    Nen Smartmeter kann viel interpretieren, aber letztlich nie 100% genau sein.
    Und nen E-Auto spart dem Energieversorger sogar Geld, wenn dieses in der zeit der Überproduktion geladen wird. Da wird ein E-Auto plötzlich vom Stromtarif günstiger als das Haus.

  12. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: Knuspermaus 09.08.21 - 18:37

    Ja klar, wenn du die Vereinbarung mit dem EVU hast und das es zumindest Kostenneutral bleibt.
    Leider ist bidirektionales Laden in Deutschland noch in der "Erprobungsphase", während es anderen Ländern schon etabliert ist und ein Modus Operandi gefunden wurde.

    Jedes Netzteil hat andere Frequenzen, die kann man sogar herauspuzzeln und einige Smart Meter haben aufgrund dessen schon falsch "gezählt", wobei ich nicht verstehe, wie sich da ein digitaler Zähler "verzählen" kann...
    https://www.deutschlandfunk.de/smarte-stromzaehler-forscher-ertappen-smartmeter-beim.684.de.html?dram:article_id=381030
    https://www.diepresse.com/5181420/intelligente-stromzahler-fallen-im-test-durch

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    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.21 18:41 durch Knuspermaus.

  13. Re: Wieder leider die Steuer nicht berücksichtigt

    Autor: Dwalinn 10.08.21 - 12:09

    Zum Glück hat die Regierung versprochen das beim Verbrenner alle Kosten in den nächsten Jahren nicht steigen werden...

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