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Unidirektionale Funkverbindungen

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  1. Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: tommihommi1 06.08.19 - 08:08

    Die meisten Keyless-Go-Systeme funktionieren extrem primitiv: Der Schlüssel sendet ein Signal, wenn das Signal stark genug am Auto ankommt, macht es auf. Das kann man trivial mit ner Relay attack austricksen, die Hardware kostet wenige Euro.

    Eine Alternative ist, dass das Auto ein Signal sendet, auf das der Schlüssel antwortet. Wenn die Laufzeit passt, geht das Auto auf/an.

    Dazu braucht man natürlich in jedem Fall gute Crypto, sonst gehen simple replay attacks.

    Die Problematik ist seit über 10 Jahren bekannt, aber die Hersteller interessiert es nicht. Die Versicherung zahlt, und jedes geklaute Luxusauto ist ein extra verkauftes Luxusauto.

  2. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: migrosch 06.08.19 - 08:24

    yippie - ich fahre ein Luxusauto (Mazda 3)

  3. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: Captain 06.08.19 - 09:13

    Und für jedes geklaute Auto, aus Faulheit oder Unvermögen der Hersteller lasse ich jetzt mal offen, zahlt die Versicherung, die es natürlich auf alle Kunden umlegt. So gesehen sparen die Hersteller zu Lasten und Schaden der Kunden...

    Solange das so bleibt, kommt mir Keyless go nicht ins Auto

  4. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: DooMMasteR 06.08.19 - 10:30

    Die meisten Hersteller nutzen heute schon bidirektionale Protokolle, aber das macht die Relay-Attacke mit nem Nordic-Chipset leider gar nicht aufwendiger, die Firmware wird angepasst und fertig.

  5. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: Olliar 06.08.19 - 10:42

    migrosch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > yippie - ich fahre ein Luxusauto (Mazda 3)
    Ist es Dir denn schon geklaut worden?

    dann ist es auch kein Luxusauto :-)

  6. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: tommihommi1 06.08.19 - 10:49

    DooMMasteR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die meisten Hersteller nutzen heute schon bidirektionale Protokolle, aber
    > das macht die Relay-Attacke mit nem Nordic-Chipset leider gar nicht
    > aufwendiger, die Firmware wird angepasst und fertig.

    Moment, die nutzen bidirektionale Protokolle, waren aber zu faul die Entfernung des Schlüssels per Laufzeit zu messen?

  7. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: DooMMasteR 06.08.19 - 11:18

    jupp, ich denke das wird sich langsam erledigen, Bluetooth 5.0 kann das nun brauchbar und damit werden wohl vieler Hersteller langfristig zu BT wechseln.

    Aber ja, meist sind die Teile wie aktive RFID-Tags....

  8. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: EWCH 06.08.19 - 22:15

    > Moment, die nutzen bidirektionale Protokolle, waren aber zu faul die
    > Entfernung des Schlüssels per Laufzeit zu messen?

    Zu faul wohl eher nicht, das ist alles andere als trivial. Ja, ein Multimillionen teurere GPS Satellit kann das, aber der 10 Euro teure Empfaengerchip kann es nicht. Der vergleicht nur die Differenz mehrerer Signale.
    Unabhaengig z.B. von der Temperatur mit immer der exakt gleichen Verzoegerung zu antworten (inkl. Ent/Verschluesselung) ist schwierig, wir sprechen hier von Laufzeitunterschieden von einer 1/3000000 Sekunde bei 100m.

  9. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: ChrisE 06.08.19 - 23:11

    Bisschen mehr Zeit ist es schon. Die Reichweitenverlängerer sind nicht einfach analoge Signalverstärker. Das sind Chips die das Signal auffangen, kurz puffern, über einen zweiten Kanal weiterleiten, am zweiten Gerät wieder puffern und aussenden. Da kommt schon bisschen was an zusätzlicher Latenz drauf.

  10. Re: Unidirektionale Funkverbindungen

    Autor: Teeklee 07.08.19 - 12:33

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Moment, die nutzen bidirektionale Protokolle, waren aber zu faul die
    > > Entfernung des Schlüssels per Laufzeit zu messen?
    >
    > Zu faul wohl eher nicht, das ist alles andere als trivial. Ja, ein
    > Multimillionen teurere GPS Satellit kann das, aber der 10 Euro teure
    > Empfaengerchip kann es nicht. Der vergleicht nur die Differenz mehrerer
    > Signale.
    > Unabhaengig z.B. von der Temperatur mit immer der exakt gleichen
    > Verzoegerung zu antworten (inkl. Ent/Verschluesselung) ist schwierig, wir
    > sprechen hier von Laufzeitunterschieden von einer 1/3000000 Sekunde bei
    > 100m.

    Wo ist das Problem Es gibt Laser Distanz Messgeräte für unter 100 Euro, die dir die Distanz auf 2 mm genau anzeigt, und da wird ja auch nur gemessen, wie lange der Laser zur Wand braucht.
    Verstehe jetzt das Problem nicht? Muss auch nicht mm genau sein, eine Genauigkeit im CM Bereich reicht locker aus.

    Ent-/Verschlüsselung ist kein Problem, einfach die maximale Zeit, zur Berechnung bestimmen, und das Antwort Signal immer mit dieser festen Verzögerung absenden, auch wenn die Berechnung kürzer dauert. Somit kann die Berechnung aus der Antwortzeit herausgerechnet werden und die Distanz bestimmt werden. Wenn man da einen Kristall einbaut, der mit ca 1GHz schwingt kann man die Distanz schon auf einem halben Meter genau bestimmen.

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