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  5. › ADAC: Privaten Tiefgaragen fehlen…

Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

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  1. Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Fuchur 19.07.19 - 09:43

    Praktisches Beispiel bei uns:
    75 Parkplätze in einer Gemeinschaftstiefgarage.
    Wenn, dann haben alle Anspruch auf eine Lademöglichkeit.
    Wenn nur 50% der Fahrzeuge nachts geladen werden müssen, benötigt man bei nur 5kW pro Fzg. ca. 180kW Gesamtladeleistung.
    In der Garage sind aber nur <20kW übrig.

    Problem 1:
    Aufrüsten? Durch die Stadtwerke? Klar reißen die die ganze Straße bis zum nächsten Hochspannungsverteiler auf, damit in einer TG Elektrofzge geladen werden können! Sicher, ist mit einem Anruf erledigt. Wird natürlich kostenfrei aufgerüstet... NICHT!!!

    Problem 2:
    Da also nicht genug Ladeleistung für alle vorhanden sein wird (auch langfristig nicht) muss das ganze per Lastverteiler verteilt werden.
    Dieser muss sich aufgrund anfallender Wartungen und Reparaturen im Gemeinschaftseigentum befinden.
    Also müssen alle zustimmen und investieren, obwohl einige vielleicht auch in 20 Jahren noch kein Elektrofzg dort laden wollen. Das wird bestimmt eine einfache Abstimmung... NICHT!!!

    Problem 3:
    Wenn der gesamte Strom über den Lastverteiler laufen muss, muss der Strom also auch gemeinschaftlich abgerechnet werden. Aktuelle Lastverteiler bieten aber noch keine Abrechnungsfunktion für die einzelnen Wallboxen. Der Verbrauch wird nur in den Wallboxen erfasst. Damit abgerechnet werden kann, muss die Gemeinschaft also Zugriff auf die Boxen haben. Sie müssen also in Gemeinschaft angeschafft werden.
    Dazu kommt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten an den einzelnen Boxen nicht vom einzelnen Stellplatzbesitzer durchgeführt werden können, da ja ggf. der gesamte Lastverteiler gestört wird und dann ggf. keiner mehr laden kann.
    Also muss die gesamte Infrastruktur in Gemeinschaftshand bleiben.
    Somit ein noch höherer Invest... wird bestimmt ohne Probleme bei der Abstimmung durchgehen... NICHT!!!


    Kein Wunder, dass es nicht voran geht.
    Da ein Großteil der Bevölkerung entweder gar keinen eigenen Stellplatz hat oder einen in Gemeinschaftsgaragen, wird aus der Elektrifizierung des Individualverkehrs auf diesem Wege in den nächsten 20 Jahren nichts.

    Wir schaffen es ja noch nicht mal ein paar Glasfaserkabel zu verbuddeln!

  2. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Eheran 19.07.19 - 09:50

    >Problem 2:
    >Da also nicht genug Ladeleistung für alle vorhanden sein wird (auch langfristig nicht) muss das ganze per Lastverteiler verteilt werden.
    >Dieser muss sich aufgrund anfallender Wartungen und Reparaturen im Gemeinschaftseigentum befinden.

    Man kann sich alles schlechtreden.
    1. Muss man erst ausbauen, wenn es schon so viele Elektroautos gibt, dass es nicht mehr reicht. Die Kosten verteilen sich dann auf alle. Absolut kein Beinbruch, 1x Kupplung machen lassen ist teurer.
    2. Eine einfache Steckdose reicht. Da braucht man auch nicht noch zusätzlich teure Wallboxen oder Lastregler.
    3. Siehe 2., ein Lastregler ist völlig überflüssig.

    Wenn man beim Internet auch so rechnen würde, dann würde das so aussehen:
    - jeder braucht mind. 200Mbit/s
    - der Hausanschluss kann aktuell nur max. 1Gbit/s
    - wir müssen überall Glasfaser hinlegen, damit in jeder Wohnung auch 1Gbit/s ankommt
    - wir brauchen teure Cisco Geräte, die immer korrekt die Bandbreite auf alle Anwohner verteilen
    - wird bestimmt ohne Probleme bei der Abstimmung durchgehen... NICHT!!!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.19 09:58 durch Eheran.

  3. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Whitey 19.07.19 - 09:57

    Fuchur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Praktisches Beispiel bei uns:
    > 75 Parkplätze in einer Gemeinschaftstiefgarage.
    > Wenn, dann haben alle Anspruch auf eine Lademöglichkeit.
    > Wenn nur 50% der Fahrzeuge nachts geladen werden müssen, benötigt man bei
    > nur 5kW pro Fzg. ca. 180kW Gesamtladeleistung.
    > In der Garage sind aber nur <20kW übrig.
    >
    > Problem 1:
    > Aufrüsten? Durch die Stadtwerke? Klar reißen die die ganze Straße bis zum
    > nächsten Hochspannungsverteiler auf, damit in einer TG Elektrofzge geladen
    > werden können! Sicher, ist mit einem Anruf erledigt. Wird natürlich
    > kostenfrei aufgerüstet... NICHT!!!
    >
    > Problem 2:
    > Da also nicht genug Ladeleistung für alle vorhanden sein wird (auch
    > langfristig nicht) muss das ganze per Lastverteiler verteilt werden.
    > Dieser muss sich aufgrund anfallender Wartungen und Reparaturen im
    > Gemeinschaftseigentum befinden.
    > Also müssen alle zustimmen und investieren, obwohl einige vielleicht auch
    > in 20 Jahren noch kein Elektrofzg dort laden wollen. Das wird bestimmt eine
    > einfache Abstimmung... NICHT!!!
    >
    > Problem 3:
    > Wenn der gesamte Strom über den Lastverteiler laufen muss, muss der Strom
    > also auch gemeinschaftlich abgerechnet werden. Aktuelle Lastverteiler
    > bieten aber noch keine Abrechnungsfunktion für die einzelnen Wallboxen. Der
    > Verbrauch wird nur in den Wallboxen erfasst. Damit abgerechnet werden kann,
    > muss die Gemeinschaft also Zugriff auf die Boxen haben. Sie müssen also in
    > Gemeinschaft angeschafft werden.
    > Dazu kommt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten an den einzelnen Boxen
    > nicht vom einzelnen Stellplatzbesitzer durchgeführt werden können, da ja
    > ggf. der gesamte Lastverteiler gestört wird und dann ggf. keiner mehr laden
    > kann.
    > Also muss die gesamte Infrastruktur in Gemeinschaftshand bleiben.
    > Somit ein noch höherer Invest... wird bestimmt ohne Probleme bei der
    > Abstimmung durchgehen... NICHT!!!
    >
    > Kein Wunder, dass es nicht voran geht.
    > Da ein Großteil der Bevölkerung entweder gar keinen eigenen Stellplatz hat
    > oder einen in Gemeinschaftsgaragen, wird aus der Elektrifizierung des
    > Individualverkehrs auf diesem Wege in den nächsten 20 Jahren nichts.
    >
    > Wir schaffen es ja noch nicht mal ein paar Glasfaserkabel zu verbuddeln!

    Ich teile einige deiner Einwände allerdings sehe ich das Kostenproblem nicht in dieser Weise als Problem. Gesellschaft entwickelt sich und ist immer auf einem Solidarprinzip gegründet. Das gilt auch jetzt schon im Kontext der Nebenkosten die ja auch jetzt schon auf alle Parteien anteilig umgelegt werden. Wieso also sollte das nicht mit einem zusätzlichen Posten für Strom/Wartung etc. der Fall sein? Anschaffungs- und Wartungskosten tragen die Vermietenden bzw. die Besitzenden, die das in die Miete einpreisen während der tatsächliche Stromverbrauch auf die unmittelbaren Nutzenden umgelegt wird.
    Die Kosten verteilen sich ja auch über die Gemeinschaft, das gilt für andere Dinge eben auch jetzt schon. Das Argument, dass jemand ggf. kein E-Kfz besitzt, ist für mich insofern hinfällig, da es auch jetzt schon so ist, dass bpsw. zu einer Mietwohnung ein Stellplatz gehören kann und bezahlt werden muss, selbst wenn ich kein Kfz besitze. Es steht mir dabei frei, den Platz bspw. zu vermieten und mir meine Ausgaben (ggf. mit einem kleinen Gewinn) wieder reinzuholen indem ich meinen Platz vermiete. Es wird ja auch in Zukunft so sein, dass Leute ggf. mehrere Autos besitzen, da nicht überall in jedem Szenario ÖPNV mobilitätsrentabel ist.

  4. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Fuchur 19.07.19 - 10:01

    > Man kann sich alles schlechtreden.
    > 1. Muss man erst ausbauen, wenn es schon so viele Elektroautos gibt, dass es nicht mehr
    > reicht.

    Ob man mit 5 oder 2kW lädt ist völlig egal.
    Die Hausversorgung gibt es nicht her, dass alle laden können!
    Ohne Lastverteiler geht da nix.

    Dann müsste man also alles vorhandene wieder abreißen, weil dann ja doch wieder ein Lastverteiler ran muss.

  5. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Fuchur 19.07.19 - 10:06

    Richtig!
    Um die Abrechnung der Verbrauchs-, Wartungs- und Reparaturkosten mache ich mir auch keine Sorgen. Das kann man alles regeln.

    Aber:
    Die Investitionskosten liegen pro Stellplatz mind. im mittleren 4 stelligen Bereich, wenn der Hausanschluss nicht ausgebaut werden muss; was er definitiv muss.
    Diese höhe Umlagefinanzierung der Anfangsinvestition möchten / können viele (insbes. ältere) Garagenplatz-Besitzer nicht leisten.

    Wenn der Staat da mit entsprechenden Fördermitteln helfen würde, .... wer weiß.

  6. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Eheran 19.07.19 - 10:09

    >Die Hausversorgung gibt es nicht her, dass alle laden können!

    In welcher Tiefgarage stehen denn nur Eelektroautos? Quelle bitte.

  7. Dass dein Argument schlecht ist merkst du daran,

    Autor: Joey5337 19.07.19 - 11:15

    dass man zum Beleg auch unrealistische Annahmen treffen muss.

    Eine private Tiefgarage mit 75 Stellplätzen ist nicht gerade klein. Wir reden dann auch über 40 oder mehr Wohneinheiten. Und da soll es dann nur 20 kW geben? Lol.

    Die frei verfügbaren 20 kW passen vielleicht zu einem Wohnhaus mit 8 Parteien und sagen wir 15 Stellplätzen.

    Zu deinen anderen Argumenten:
    1. Aufrüsten des Stromanschlusses ist (bis auf ganz wenige Ausnahmen) nicht notwendig.
    2. Ja, der Lastverteiler wäre Gemeinschaftseigentum. Aber es müssen nicht alle dafür zahlen. Mit einer Kostentragungsregelung kann auch eine andere Verteilung festgelegt werden.
    3. Siehe 2. Dann werden eben auch die Wallboxen Gemeinschaftseigentum. Kostentragungsregelung jeder zahlt seine. Kein Problem.

    Mal davon abgesehen, dass eine Lastverteilung im Moment nicht nötig ist, und wir auch noch weit von 100% Elektroautos entfernt sind.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.19 11:18 durch Joey5337.

  8. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Fuchur 19.07.19 - 11:20

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In welcher Tiefgarage stehen denn nur Eelektroautos? Quelle bitte.

    Wollen wir die Trendwende und planen langfristig mit der vollständigen Umstellung oder sind Elektroautos nur ein Hobby für Besserverdienende?
    Wenn wir eine langfristige Umstellung möchten, müssen an ALLEN Stellplätzen auch Ladepunkte vorhanden sein.
    Btw. kann auch mal der Besitzer / Mieter wechseln. Der neue hat dann entsprechend ein Elektroauto und möchte plötzlich an dem Stellplatz laden oder eben nicht und das Ding hängt nutzlos an der Wand...

    Einfach mal weiter denken...

  9. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Eheran 19.07.19 - 11:22

    >Wenn wir eine langfristige Umstellung möchten, müssen an ALLEN Stellplätzen auch Ladepunkte vorhanden sein.
    Ja, wenn es soweit ist. Aber nicht wenn es nicht mal 1 Elektroauto gibt und für 5 Kapazitäten wären, dass man sofort alle 20 Parkplätze umbaut.

  10. Re: Dass dein Argument schlecht ist merkst du daran,

    Autor: Fuchur 19.07.19 - 11:32

    Joey5337 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass man zum Beleg auch unrealistische Annahmen treffen muss.
    >
    > Eine private Tiefgarage mit 75 Stellplätzen ist nicht gerade klein. Wir
    > reden dann auch über 40 oder mehr Wohneinheiten. Und da soll es dann nur 20
    > kW geben? Lol.

    In einer normalen Tiefgarage, wie der unseren (Es handelt sich um ein ECHTES Besipiel aus dem realen Leben!!!), wurde beim Bau ein Anschluss entsprechend der benötigten Leistung verbaut.
    Die Leistung reicht für die Beleuchtung, die Notfallentlüftung, das elektrische Rolltor und die Rampenheizung. Darüberhinaus gibt es einen Puffer von 20kW, der nun für Elektrofahrzeuge zum Laden zur Verfüfgung steht.
    Was heißt da LoL. Geh mal raus und guck Dir mal die ECHTE Welt an. Ist viel krasser, als im Forum rumzutrollen.
    Unsere TG ist übrigens Baujahr 1997! Also beleibe kein Uralt-Bau. Es sollte daher in den meisten TGen ähnlich sein.


    > Zu deinen anderen Argumenten:
    > 1. Aufrüsten des Stromanschlusses ist (bis auf ganz wenige Ausnahmen) nicht
    > notwendig.

    Wieso ist der nicht notwendig? Meinen Thread nicht gelesen?
    75Stellplätze mal 2-5kW Ladeleistung >> 20kW zur Verfügung stehende Leistung.
    Wo soll die Leistung her kommen? Aus der Luft?


    > 2. Ja, der Lastverteiler wäre Gemeinschaftseigentum. Aber es müssen nicht
    > alle dafür zahlen. Mit einer Kostentragungsregelung kann auch eine andere
    > Verteilung festgelegt werden.
    > 3. Siehe 2. Dann werden eben auch die Wallboxen Gemeinschaftseigentum.
    > Kostentragungsregelung jeder zahlt seine. Kein Problem.

    Es muss schon ein großer Idealist sein, dass er die komplette Installation und die Gerätekosten alleine trägt. Das sind kosten im 5stelligen Bereich! Lasst Euch mal Angebote geben!
    Vor allem würde er das Ganze für die Gemeinschaft finanzieren. Es würde danach noch nichtmal ihm gehören.
    Wenn Du so einen kennst, kann er bei uns gerne losfinanzieren...

  11. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: robinx999 19.07.19 - 13:09

    Fuchur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Praktisches Beispiel bei uns:
    > 75 Parkplätze in einer Gemeinschaftstiefgarage.
    > Wenn, dann haben alle Anspruch auf eine Lademöglichkeit.
    > Wenn nur 50% der Fahrzeuge nachts geladen werden müssen, benötigt man bei
    > nur 5kW pro Fzg. ca. 180kW Gesamtladeleistung.
    > In der Garage sind aber nur <20kW übrig.
    >
    Ja das ist ein großes Problem, wobei die Ladeleistung mit 5kW etwas hoch angesetzt ist ;)
    https://www.newcarz.de/2017/12/01/elektroauto-zuhause-laden-wir-klaeren-die-wichtigsten-fragen/
    An einer normalen Haushaltssteckdose wird mit 2,3kW geladen, das halbiert das Problem zwar aber es fehlt natürlich immer noch so einiges. In der Praxis könnte man bei dieser Tiefgarage ohne größere Umbauarbeiten wohl 8 Parkplätze für E-Autos mit einer Haushaltssteckdose installieren.
    Lastenverteiler bringen leider nicht viel. Wie soll man sich das vorstellen die eine hälfte der Steckdosen ist zu graden Stunden mit Strom und die andere Hälfte zu ungeraden Stunden? Will man es noch intelligenter und an dem Bedarf messen? Wen schaltet man ab? Je nach Modell sieht man in dem obigen Link dass das Laden an einer Haushaltssteckdose zwischen 8 und 13 Stunden dauert bei einem komplett leeren Fahrzeug. Aber selbst wenn man nur von einem Bedarf von 6 Stunden ausgeht so muss das Auto mindestens zu 50% Strom bekommen wenn es über Nacht 12 Stunden steht.
    Ansonsten müssten vermutlich die Stadtwerke beurteilen wie gut die Kabel sind die schon verlegt worden sind und ob man mit diesen evtl. sogar etwas mehr liefern könnte (mit Anpassung der Haussicherung)

    Hier ist halt die spannende Frage wie groß der Bedarf bei dieser Tiefgarage ist und ob evtl. 10% Parkplätze mit Lademöglichkeiten erst ein mal reichen oder nicht.

    Ob es evtl. andere Lösungen gibt wie Akkus die zwischenspeichern und die 24 Stunden pro Tag mit Strom versorgt werden müsste man vermutlich im Einzelfall beurteilen, wobei es natürlich dann auch zusätzlich Verluste gibt



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.19 13:09 durch robinx999.

  12. Re: Dass dein Argument schlecht ist merkst du daran,

    Autor: Eheran 19.07.19 - 13:38

    >Darüberhinaus gibt es einen Puffer von 20kW, der nun für Elektrofahrzeuge zum Laden zur Verfüfgung steht.
    Reicht ja dann erstmal für ~10 Elektroautos. Also mittelfristig null Probleme.

  13. Re: Dass dein Argument schlecht ist merkst du daran,

    Autor: ThorstenMUC 19.07.19 - 13:55

    Fuchur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Joey5337 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > dass man zum Beleg auch unrealistische Annahmen treffen muss.
    > >
    > > Eine private Tiefgarage mit 75 Stellplätzen ist nicht gerade klein. Wir
    > > reden dann auch über 40 oder mehr Wohneinheiten. Und da soll es dann nur
    > 20
    > > kW geben? Lol.
    >
    > In einer normalen Tiefgarage, wie der unseren (Es handelt sich um ein
    > ECHTES Besipiel aus dem realen Leben!!!), wurde beim Bau ein Anschluss
    > entsprechend der benötigten Leistung verbaut.
    > Die Leistung reicht für die Beleuchtung, die Notfallentlüftung, das
    > elektrische Rolltor und die Rampenheizung. Darüberhinaus gibt es einen
    > Puffer von 20kW, der nun für Elektrofahrzeuge zum Laden zur Verfüfgung
    > steht.
    > Was heißt da LoL. Geh mal raus und guck Dir mal die ECHTE Welt an. Ist viel
    > krasser, als im Forum rumzutrollen.
    > Unsere TG ist übrigens Baujahr 1997! Also beleibe kein Uralt-Bau. Es sollte
    > daher in den meisten TGen ähnlich sein.

    Ok - das "lol" am Ende des Kommentars von Joey deutet ja schon an, dass seine Aussage nicht unbedingt mit Wissen untermauert ist - aber ich antworte trotzdem mal, weil heute Freitag ist:

    Evtl. parke ich in der gleichen Garage, wie Fuchur - aber auch hier (Norden von München) gibt es an die 100 Parkplätze - und die einzelnen Stellplätze haben nicht mal eine einfache Steckdose für einen Staubsauger.
    Die Tiefgarage wird von mehreren Hausgemeinschaften geteilt genutzt und deren Stromversorgung ist getrennt von den Häusern - entsprechend relativ bescheiden ausgelegt und nicht mal eben um ein paar hundert kW zu erweitern. Hinzu kommt die komplizierte Situation, dass sich die Eigentumsverhältnisse der Stellplätze in 30 Jahren so durch-gemischt haben, dass viele Eigner nicht mal mehr Anwohner sind, sondern den Stellplatz nur noch vermieten.. und die Tiefgarage von mindestens drei Eigentümervereinigungen gemeinschaftlich genutzt wird.

    Hier muss eine Regelung gefunden werden, dass Neubauten und Sanierungen künftig eine ausreichende Stromversorgung berücksichtigen müssen - sonst wird das gerade in den Ballungszentren nichts mit deutlich steigender E-Mobilität.

    Klar haben nicht alle ab Tag 1 ein Elekto-Kfz... aber wenn ich mir ein neues Auto kaufe und dann erstmal 2 Jahre warten müsste, bis mein Stellplatz dann ausreichend versorgt ist wird es halt wieder ein Verbrenner.

  14. Re: Dass dein Argument schlecht ist merkst du daran,

    Autor: Eheran 19.07.19 - 14:03

    Ja, berechtigte Kritik - was hier unter dem Artikel glaube ich erst das 2. mal ist, dass jemand sinnvolle Kritik äußert.
    Aber so kompliziert es auch sein mag, eins muss man im Auge behalten:
    - Es gab eine Zeit vor dem Parkhaus. Da hatten auch schon "alle" Autos und mussten irgendwo parke und es ging.
    - Irgendwie konnten sich all die Personen dann auf ein Parkhaus einigen.
    - Wir sind uns hoffentlich einig, dass ein bisschen Leitung legen (inkl. Straße aufbuddeln) VIEL günstiger ist als ein ganzes neues Parkhaus.

    Warum sollte das eine gehen (was viel teurer und aufwändiger ist), das andere aber nicht?

  15. Re: Die ganze Diskusion ist doch Mumpitz

    Autor: mark.wolf 19.07.19 - 15:22

    weil sowieso alle Stellplätze in der TG belegt sind und die zusätzlichen e-Autos gar keinen Platz mehr haben. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass jemand vom verbrenner auf Elektro umsteigt. Die werden zusätzlich angeschafft entweder von verbrenner Besitzern oder von bislang nicht Auto Besitzern.

  16. Re: Die ganze Diskusion ist doch Mumpitz

    Autor: tonictrinker 19.07.19 - 18:29

    Ich würde sagen, wir schaffen das nicht. Weil, das geht nicht. Man muss so viel machen und buddeln und tun und die Last und dann die kW die einfach zu viel sind... ach komm, lass doch einfach sein.

    Mich würde es nicht wundern, wenn ich in zehn Jahren ins europäische Ausland fahre und ich gar nicht weiß, wo ich zuerst laden soll. Wie oft war's schon so, dass in Deutschland mit einer bewundernswerten Ausdauer gejammert und lammentiert wurde und andere haben es einfach gemacht. natürlich wird das nicht leicht, aber wenn man den Spaten nicht aufhebt, kann man ihn nicht mal fallen lassen.

    PS: Am Ende ist es eine Geldfrage. Entweder soll der Mieter das bezahlen und dafür gefoerdert werden (der Mieter zahlt) oder der Staat soll es der Immobilienwirtschaft in den Arsch blasen (der Mieter zahlt übrigens).
    Wenn ich mir eine neue Butze suchen müsste, würde ich schon schauen, ob ich da vielleicht die Moeglichkeit hätte laden zu koennen. Wäre ein straffes Kriterium und ich würde auch ne hoehere Miete (lel) in Kauf nehmen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.19 18:36 durch tonictrinker.

  17. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: Jakelandiar 19.07.19 - 18:37

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wenn wir eine langfristige Umstellung möchten, müssen an ALLEN
    > Stellplätzen auch Ladepunkte vorhanden sein.
    > Ja, wenn es soweit ist. Aber nicht wenn es nicht mal 1 Elektroauto gibt und
    > für 5 Kapazitäten wären, dass man sofort alle 20 Parkplätze umbaut.

    Korrekt so wird das auch gemacht hier bei uns beim neuen Parkhaus. Einer der gründe kein Elektroauto zu besorgen. Es gibt 4 Ladeplätze und nachdem der Wagen voll ist hat man 30 min. den dort zu entfernen.... ne Danke. Dann scheiß ich auf einen Elektrowagen.

    Kann es einfach nicht verstehen warum so etwas nicht gleich vernünftig gemacht wird.

  18. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: E-Mover 19.07.19 - 23:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Problem 2:
    > >Da also nicht genug Ladeleistung für alle vorhanden sein wird (auch
    > langfristig nicht) muss das ganze per Lastverteiler verteilt werden.
    > >Dieser muss sich aufgrund anfallender Wartungen und Reparaturen im
    > Gemeinschaftseigentum befinden.
    >
    > Man kann sich alles schlechtreden.
    > 1. Muss man erst ausbauen, wenn es schon so viele Elektroautos gibt, dass
    > es nicht mehr reicht. Die Kosten verteilen sich dann auf alle. Absolut kein
    > Beinbruch, 1x Kupplung machen lassen ist teurer.
    > 2. Eine einfache Steckdose reicht. Da braucht man auch nicht noch
    > zusätzlich teure Wallboxen oder Lastregler.
    > 3. Siehe 2., ein Lastregler ist völlig überflüssig.
    >
    > Wenn man beim Internet auch so rechnen würde, dann würde das so aussehen:
    > - jeder braucht mind. 200Mbit/s
    > - der Hausanschluss kann aktuell nur max. 1Gbit/s
    > - wir müssen überall Glasfaser hinlegen, damit in jeder Wohnung auch
    > 1Gbit/s ankommt
    > - wir brauchen teure Cisco Geräte, die immer korrekt die Bandbreite auf
    > alle Anwohner verteilen
    > - wird bestimmt ohne Probleme bei der Abstimmung durchgehen... NICHT!!!

    +1

  19. Re: Die ganze Diskusion ist doch Mumpitz

    Autor: E-Mover 19.07.19 - 23:24

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > weil sowieso alle Stellplätze in der TG belegt sind und die zusätzlichen
    > e-Autos gar keinen Platz mehr haben. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass
    > jemand vom verbrenner auf Elektro umsteigt. Die werden zusätzlich
    > angeschafft entweder von verbrenner Besitzern oder von bislang nicht Auto
    > Besitzern.

    Was träumst Du eigentlich nachts? :-0

  20. Re: Da waren sie wieder, meine 3 Probleme...

    Autor: E-Mover 19.07.19 - 23:32

    Also wenn wir das jetzt hier für Eure Tiefgaragen nicht umgehend regeln können dann lassen wir es halt mit der E-Mobilität!

    Habt Ihr das wirklich geschrieben? Ihr habt beispielsweise 75 Stellplätze und 20 kW Potential, aber könnt Euch nicht einigen, wer von den 74 Verbrennerfahrern als Erster auf seine rechnerischen 0,26kW verzichtet? Armes Deutschland. Und Scheiß Politik, dass die nicht alles für Euch vorab geregelt haben! ...

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