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Eine ziemlich dürftige Analyse

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  1. Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: Pmknecht 23.02.21 - 08:22

    Ehrlich gesagt wäre das als IMHO auch nicht viel besser. Eine Analyse sollte auch Quellen zitieren und wie das geht müsste man jemanden der doch Elektrotechnik, Theologie, Spanisch, Philosophie und Journalistik "studiert" hat wissen. Also nicht auf das eigene Geschreibsel verweisen sondern echte Quellen. Die angegebenen Artikel sind ebenso ziemlich mau und wirklich jede Passage von Herrn Greis zu zerpflücken ist nicht meine Aufgabe.
    Drei Kleinigkeiten allerdings seien von mir (imho) angemerkt: "Quatsch" und "Herr Lass Hirn regnen" als Scharfe Kritik zu bezeichnen ist genau mein Humor.
    Die Aussage:
    "Es passiert auch eher selten, dass alle 48 Millionen Pkw in Deutschland gleichzeitig an die Tankstelle fahren."
    ist an sich korrekt, aber ein Verbrenner braucht im Normalfall weniger als 10 Minuten vom Einführen des Tankstutzens bis zum Bezahlen an der Kasse. Selbst an einem Schnellader braucht man um 200km Reichweite zu erhalten knapp 30 Minuten. Je mehr Elektroautos auf der Straße sind, desto schwieriger wird die Ladesituation. Dafür braucht es keine höhere Mathematik.
    Wir sind dieses Jahr schon einmal an einem europaweiten Blackout vorbeigeschlittert und unser Stromnetz ist in Europa eh schon an der Grenze des Belastbaren. In Norwegen und Schweden werden immer wieder mal Lasten abgeworfen und bei dem jetzigen Zustand von Elektroautos zu fabulieren ist etwas gewagt.
    So gefahrlos brennen E-Autos übrigens auch nicht ab. https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3907

    "Grundsätzlich ist auch das kontrollierte Brennen lassen des Lithium-Ionen-Akkus im abgelöschten Fahrzeug eine Option. Haben die Batteriezellen ab- reagiert bzw. sind sie verbrannt, reduziert sich auch das Risiko einer Wiederentzündung. Es sind auch Kombinationen aus diesem und dem vorgenannten Punkt denkbar."

    Das nenne ich mal Tiefgaragenapokalypse :)

    Ernsthaft liest denn keiner der fest angestellten Redakteure diese Artikel? Das ganze grenzt ja schon fast an Boulevard-Niveau.

    Peter



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.02.21 08:25 durch Pmknecht.

  2. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: smonkey 23.02.21 - 12:37

    Pmknecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ehrlich gesagt wäre das als IMHO auch nicht viel besser. Eine Analyse
    > sollte auch Quellen zitieren und wie das geht müsste man jemanden der doch
    > Elektrotechnik, Theologie, Spanisch, Philosophie und Journalistik
    > "studiert" hat wissen. Also nicht auf das eigene Geschreibsel verweisen
    > sondern echte Quellen. Die angegebenen Artikel sind ebenso ziemlich mau und
    > wirklich jede Passage von Herrn Greis zu zerpflücken ist nicht meine
    > Aufgabe.
    > Drei Kleinigkeiten allerdings seien von mir (imho) angemerkt: "Quatsch" und
    > "Herr Lass Hirn regnen" als Scharfe Kritik zu bezeichnen ist genau mein
    > Humor.
    > Die Aussage:
    > "Es passiert auch eher selten, dass alle 48 Millionen Pkw in Deutschland
    > gleichzeitig an die Tankstelle fahren."

    Dann lies noch mal die Zeile die vor dem, von dir zitierten Satz stand:

    > Doch ein solches Szenario mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 1 ist völlig unrealistisch.

    Es geht darum, dass es weder bei Verbrennern noch bei Stromern realistisch ist, dass alle Fahrzeuge gleichzeitig betankt bzw. beladen werden. Insofern hat der Satz des Autors im korrekten Kontext seine Gültigkeit.

    Das grundsätzliche Problem bei der Sache ist, dass bei vielen das klassische Tankverhalten eines Verbrenners im Kopf haben und das versuchen auf ein Eauto zu projizieren.

    Man muss sich mal darüber klar werden, dass dies ein Manko des Verbrenners darstellt, überhaupt eine Tankstelle aufsuchen zu müssen. Es hat nun mal wohl kaum jemand einen großen unterirdischen Benzintank samt zugehöriger Pumpanlage zu Hause. Deshalb müssen wir mit einem Verbrenner ja überhaupt erst extra wohin fahren, wo man seinen Auto betanken lassen kann. Daraus resultiert auch die gängige Praxis einen Tank erst fast leer zu fahren, bevor ich mich des "Aufwandes" bemühe diesen zu betanken.

    Bei einem batterieelektrischen Fahrzeug ist das eben ganz anders. Ich kann ihn jederzeit an der heimischen Ladesäule aufladen. Man muss dazu nur ein Stecker anschließen. Egal, ob ich jetzt nur 10, 50 oder 300 Kilometer runter habe. Folglich starte ich von zu Hause zumeist mit einem vollen Akku und nicht mit einem halbvollen oder fast leeren Tank.

  3. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: LohnEx 23.02.21 - 15:17

    > Bei einem batterieelektrischen Fahrzeug ist das eben ganz anders. Ich kann
    > ihn jederzeit an der heimischen Ladesäule aufladen. Man muss dazu nur ein
    > Stecker anschließen. Egal, ob ich jetzt nur 10, 50 oder 300 Kilometer
    > runter habe. Folglich starte ich von zu Hause zumeist mit einem vollen Akku
    > und nicht mit einem halbvollen oder fast leeren Tank.

    Und so eine Aussage kommt leider meist von Personen die nicht über den Zaun Ihres Einfamilienhauses schauen :D

    Heimische Ladesäule? Nur möglich bei Eigentum. Man könnte noch sagen es geht ja auch an der Steckdose, ABER auch dies setzt voraus das man im EG wohnt oder einen Keller hat der gut liegt.
    Bei allem anderen ist dies nicht möglich zuhause zu laden. Ich müsste auch entweder ausm 2 Stock nen Kabel runter werfen oder durch das Haus legen. Zeigen mir die Nachbarn auch einen Vogel :D

    Aber mit dem Laden der Autos zur selben Zeit ist nicht ganz falsch. Akkus brauchen länger zum laden und damit man mit einem vollen Akku wie besagt zuhause starten kann, muss dieser nach Feierabend geladen werden. Und der Feierabend fällt einfach für den Großteil der Bevölkerung in die Nachmittag/Abendstunden. Folglich wird es in der Zeit (Winterzeit wo es früher dunkel wird noch mehr) zu den Spitzen im E-Netz kommen.

    Um das zu vermeiden müsste jeder während der Arbeit sein Auto laden können.

  4. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: Salzbretzel 23.02.21 - 15:25

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei einem batterieelektrischen Fahrzeug ist das eben ganz anders. Ich kann
    > ihn jederzeit an der heimischen Ladesäule aufladen. Man muss dazu nur ein
    > Stecker anschließen. Egal, ob ich jetzt nur 10, 50 oder 300 Kilometer
    > runter habe. Folglich starte ich von zu Hause zumeist mit einem vollen Akku
    > und nicht mit einem halbvollen oder fast leeren Tank.
    Nur ein Gedanke - das könnte man wieder als Nachteil auslegen. Ich muss mir Zuhause eine eigene Infrastruktur aufbauen. Das sind kosten - und ich brauch das Ding nicht einmal so oft.

    Wobei ich mich eh immer wieder darüber ärger das die Autos nicht einfach den Spannungswandler verbaut haben und einen Stecker zum herausführen dabei haben. Ich fahre nicht so viel. Ich pendel in der Kurzstrecke und für 99% meines Alltages bräuchte es keinen Schnelllader - sondern die Spannung aus einer normalen Steckdose würde da ausreichen um mein Auto zu "betanken".
    Aber die Menschen haben - wie du schon gesagt hast - eben das Tankverhaltens eines Benziners im Kopf. Wenn man den nicht innerhalb einer Spanne X voll hat ist alles ein Problem.
    Wobei ich behaupten würde das es vielen ähnlich wie mir geht und auch bei denen das Auto meist nur steht. Da würde es schon ausreichen eine normale Steckdose zu haben und Schnelllader wären dann nicht notwendig.

    Worauf wollte ich hinaus? Achso, du hast recht. Nur finde ich den Tankstellen Aspekt für Zuhause für viele Menschen viel. Wenn mehr Elektroautos an normale Steckdosen angeschlossen werden könnten, wäre schon viel gebracht. Und Schnelllader als Plan B wäre ja auch eine Option. Aber wenn ich auf die Pendlerstatistik schaue sollte für die meisten diese nicht notwendig sein.

  5. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: smonkey 23.02.21 - 15:40

    LohnEx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bei einem batterieelektrischen Fahrzeug ist das eben ganz anders. Ich
    > kann
    > > ihn jederzeit an der heimischen Ladesäule aufladen. Man muss dazu nur
    > ein
    > > Stecker anschließen. Egal, ob ich jetzt nur 10, 50 oder 300 Kilometer
    > > runter habe. Folglich starte ich von zu Hause zumeist mit einem vollen
    > Akku
    > > und nicht mit einem halbvollen oder fast leeren Tank.
    >
    > Und so eine Aussage kommt leider meist von Personen die nicht über den Zaun
    > Ihres Einfamilienhauses schauen :D

    Tatsächlich war ich mir dieser Einschränkung beim Schreiben bewusst und habe sie daher bewusst so formuliert.

    Man muss aber dazusagen, dass das Einfamilienhaus in ländlichen Gegenden, also dort wie in der Summe die meisten Menschen leben, die dominierte Wohnform ist. In urbanen Gegenden hingegen ist man wiederum Danke gutem ÖPNV weniger stark auf einen privaten PKW angewiesen.

    Außerdem kann ich mir vorstellen, dass dies bei kleineren Mehrfamilienhäusern mit festen Stellplätzen auch nicht das Riesenproblem sein dürfte.

    Aber ja, wer keinen eigenen Stellplatz sein eigenen nennen kann, für den sieht es etwas schwieriger aus. Es gibt aber auch bereits viele Arbeitgeber die Lademöglichkeiten auf dem Firmengelände anbieten. Möglichkeiten gibt es zumindest.

    > Heimische Ladesäule? Nur möglich bei Eigentum. Man könnte noch sagen es
    > geht ja auch an der Steckdose, ABER auch dies setzt voraus das man im EG
    > wohnt oder einen Keller hat der gut liegt.
    > Bei allem anderen ist dies nicht möglich zuhause zu laden. Ich müsste auch
    > entweder ausm 2 Stock nen Kabel runter werfen oder durch das Haus legen.
    > Zeigen mir die Nachbarn auch einen Vogel :D
    >
    > Aber mit dem Laden der Autos zur selben Zeit ist nicht ganz falsch. Akkus
    > brauchen länger zum laden und damit man mit einem vollen Akku wie besagt
    > zuhause starten kann, muss dieser nach Feierabend geladen werden. Und der
    > Feierabend fällt einfach für den Großteil der Bevölkerung in die
    > Nachmittag/Abendstunden. Folglich wird es in der Zeit (Winterzeit wo es
    > früher dunkel wird noch mehr) zu den Spitzen im E-Netz kommen.

    Zu dem "Großteil der Bevölkerung" hatte ich an anderer Stelle bereits etwas geschrieben, weshalb ich mir erlaube mich selbst zu zitieren:

    Von den rund 83 Mio. Deutschen sind 44,6 Mio erwerbstätig (Destatis, Dez 2020).
    Wovon wiederum allerdings "nur" 19,3 Mio. Menschen täglich pendeln (Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, 2018).
    Von denen aber auch nur 68% (Destatis, 2016) das Auto zum Pendeln verwenden, verbleiben rund 13 Mio Menschen.
    Nun muss man natürlich noch die rund 15% der Beschäftigten abziehen die in Schichtarbeit arbeiten (Eurostat, 2019).
    Bleiben gerade mal noch rund 11 Mio Menschen die täglich mit dem PKW pendeln und nicht in Schichten arbeiten.
    Bei angenommenen 40% Quote an E-Fahrzeugen in 2050 (McKinsey) wären das noch 4,42 Mio. eautos.

    > Um das zu vermeiden müsste jeder während der Arbeit sein Auto laden können.

    Halte ich für einen vernünftigen Vorschlag. Die durchschnittliche Pendelstrecke liegt übrigens bei 17 km - "stundelang" müsste man dazu nicht unbedingt laden.

  6. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: smonkey 23.02.21 - 15:47

    Ich bin leider selbst kein Stromer, daher kann ich nicht aus eigener Erfahrung berichten.

    Aber meinem bescheidenen Kenntnis-Stand sollte sich nahezu jeder Stromer am einer Haushaltssteckdose geladen werden können:
    https://www.ratgeber-elektroautos.de/elektroautos-laden-zu-hause-und-unterwegs.php
    Ich lasse mich aber gerne korrigieren.

    Und ja, ich bin der gleichen Meinung wie Du. 90% der Autos werden zu 99% im Jahr nur auf Kurzstrecken bewegt, auf denen man keinerlei Reichweitenangst haben müsste und das Thema selbst mit Haushaltsstrom völlig ausreichend ist.

  7. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: LohnEx 23.02.21 - 15:59

    > Tatsächlich war ich mir dieser Einschränkung beim Schreiben bewusst und
    > habe sie daher bewusst so formuliert.
    >
    > Man muss aber dazusagen, dass das Einfamilienhaus in ländlichen Gegenden,
    > also dort wie in der Summe die meisten Menschen leben, die dominierte
    > Wohnform ist. In urbanen Gegenden hingegen ist man wiederum Danke gutem
    > ÖPNV weniger stark auf einen privaten PKW angewiesen.

    Da muss ich leider Widersprechen. Die meisten Menschen in Deutschland leben nicht ländlich. Diese Zeit ist schon lange vorbei. Ich selbst komme aus dem Ruhrpott. Nicht ohne Grund größte Ballungsgebiet Deutschlands. Und selbst hier ist der ÖPNV kaum genutzt da er ein größerer und unzuverlässigerer Flickenteppich ist als das Vodafone Netz :D

    > Außerdem kann ich mir vorstellen, dass dies bei kleineren
    > Mehrfamilienhäusern mit festen Stellplätzen auch nicht das Riesenproblem
    > sein dürfte.

    Doch. Wohne in einem kleinen sogar ländlichen Mehrfamilienhaus. Aber wer zahlt so eine Ladesäule? Der Hausbesitzer? Nein, der sicher nicht. Der Staat? Auch der nicht. Und selbst wenn man sagt man zahlt es selbst, muss das nicht heißen das man dies darf. Ich darf mein Bad mit Omas braunen fliesen die locker von 1970 sind nicht mal auf eigene kosten renovieren.

    > Aber ja, wer keinen eigenen Stellplatz sein eigenen nennen kann, für den
    > sieht es etwas schwieriger aus. Es gibt aber auch bereits viele Arbeitgeber
    > die Lademöglichkeiten auf dem Firmengelände anbieten. Möglichkeiten gibt es
    > zumindest.

    Ja da müsste es mehr geben, dann wäre das wirklich ne Lösung aber auch selten. Sehr selten.

    > Zu dem "Großteil der Bevölkerung" hatte ich an anderer Stelle bereits etwas
    > geschrieben, weshalb ich mir erlaube mich selbst zu zitieren:
    >
    > Von den rund 83 Mio. Deutschen sind 44,6 Mio erwerbstätig (Destatis, Dez
    > 2020).
    > Wovon wiederum allerdings "nur" 19,3 Mio. Menschen täglich pendeln
    > (Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, 2018).
    > Von denen aber auch nur 68% (Destatis, 2016) das Auto zum Pendeln
    > verwenden, verbleiben rund 13 Mio Menschen.
    > Nun muss man natürlich noch die rund 15% der Beschäftigten abziehen die in
    > Schichtarbeit arbeiten (Eurostat, 2019).
    > Bleiben gerade mal noch rund 11 Mio Menschen die täglich mit dem PKW
    > pendeln und nicht in Schichten arbeiten.

    Also die Zahl kann ich nicht ganz glauben. Dann müssten von den 11mio ja mehr als die Hälfte alleine hier im Pott pendeln :D

    > Bei angenommenen 40% Quote an E-Fahrzeugen in 2050 (McKinsey) wären das
    > noch 4,42 Mio. eautos.

    > Halte ich für einen vernünftigen Vorschlag. Die durchschnittliche
    > Pendelstrecke liegt übrigens bei 17 km - "stundelang" müsste man dazu nicht
    > unbedingt laden.

    Leider sind die Firmen meist Schuld das man pendelt. Derzeit fahre ich jeden Tag 22km eine Strecke. Für Nüsse da nichtmal in Zeiten von Corona was zu tun ist.

    Habe Heute nen andern Posten angeboten bekommen. ABER kein Homeoffice erwünscht. Nichtmal teils teils. Ich soll jeden Tag 70km bzw 140km hin und zurück pendeln für Aufgaben die von überall erledigt werden können.

    Mit einem E Auto nicht möglich ohne eigene Schnelladesäule.

    PS wegen ÖVPN nochmal. Wenn man innerhalb einer Stadt pendelt 0 Problem. Ob Dortmund Köln, Wuppertal usw. Aber sobald man über die Städtegrenzen muss ist es ein Horror.
    Kostet mehr teils als wenn ich mit nem Porsche fahren würde der sich 15l auf 100 gönnt :D

  8. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: smonkey 23.02.21 - 16:01

    Fahrgemeinschaften habe ich vergessen zu berücksichtigen, zumindest 12% nehmen mindestens eine weitere Person mit. Deswegen sind so Überschlagsrechnungen und Bauchgefühle schwierig, und man sollte lieber auf Experten hören, die sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Übrigens, kommen diese überwiegend zur Erkenntnis, dass das Spannungsproblem lösbar sei.

    Nur mal zu Orientierung:

    17 km * 2 * großzügige 20kWh/100 km = 6,8 KWh * 4,4 Mio = ~30GWh oder rund 2% des Tagesstrombedarfs sollten glaube ich kurzzeitig abrufbar sein ohne das Stromnetz zu Grunde zu richten.

  9. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: Pmknecht 23.02.21 - 16:15

    Das mag sein, aber ich wohne in einem Mietshaus und die Parkplätze sind vor der Tür keiner Wohneinheit zugeordnet und im ungünstigsten Fall steht das Auto 3 Straßen weiter. Die Annahme überall eine Steckdose zum Laden zu haben finde ich etwas zu optimistisch.

  10. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: smonkey 23.02.21 - 16:19

    LohnEx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da muss ich leider Widersprechen. Die meisten Menschen in Deutschland leben
    > nicht ländlich. Diese Zeit ist schon lange vorbei. Ich selbst komme aus dem
    > Ruhrpott. Nicht ohne Grund größte Ballungsgebiet Deutschlands. Und selbst
    > hier ist der ÖPNV kaum genutzt da er ein größerer und unzuverlässigerer
    > Flickenteppich ist als das Vodafone Netz :D

    Das ist immer so eine Definitionsfrage, was man als Stadt und was man als Land definiert. Daher gebe ich Dir in dem Punkt auch gerne Recht.

    > Doch. Wohne in einem kleinen sogar ländlichen Mehrfamilienhaus. Aber wer
    > zahlt so eine Ladesäule? Der Hausbesitzer? Nein, der sicher nicht. Der
    > Staat? Auch der nicht. Und selbst wenn man sagt man zahlt es selbst, muss
    > das nicht heißen das man dies darf. Ich darf mein Bad mit Omas braunen
    > fliesen die locker von 1970 sind nicht mal auf eigene kosten renovieren.

    Schließe ich richtig daraus, dass Du dort zur Miete wohnst?

    > > Aber ja, wer keinen eigenen Stellplatz sein eigenen nennen kann, für den
    > > sieht es etwas schwieriger aus. Es gibt aber auch bereits viele
    > Arbeitgeber
    > > die Lademöglichkeiten auf dem Firmengelände anbieten. Möglichkeiten gibt
    > es
    > > zumindest.
    >
    > Ja da müsste es mehr geben, dann wäre das wirklich ne Lösung aber auch
    > selten. Sehr selten.
    >
    > > Zu dem "Großteil der Bevölkerung" hatte ich an anderer Stelle bereits
    > etwas
    > > geschrieben, weshalb ich mir erlaube mich selbst zu zitieren:
    > >
    > > Von den rund 83 Mio. Deutschen sind 44,6 Mio erwerbstätig (Destatis, Dez
    > > 2020).
    > > Wovon wiederum allerdings "nur" 19,3 Mio. Menschen täglich pendeln
    > > (Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, 2018).
    > > Von denen aber auch nur 68% (Destatis, 2016) das Auto zum Pendeln
    > > verwenden, verbleiben rund 13 Mio Menschen.
    > > Nun muss man natürlich noch die rund 15% der Beschäftigten abziehen die
    > in
    > > Schichtarbeit arbeiten (Eurostat, 2019).
    > > Bleiben gerade mal noch rund 11 Mio Menschen die täglich mit dem PKW
    > > pendeln und nicht in Schichten arbeiten.
    >
    > Also die Zahl kann ich nicht ganz glauben. Dann müssten von den 11mio ja
    > mehr als die Hälfte alleine hier im Pott pendeln :D

    Das wird hinkommen. :-)

    > > Bei angenommenen 40% Quote an E-Fahrzeugen in 2050 (McKinsey) wären das
    > > noch 4,42 Mio. eautos.
    >
    > > Halte ich für einen vernünftigen Vorschlag. Die durchschnittliche
    > > Pendelstrecke liegt übrigens bei 17 km - "stundelang" müsste man dazu
    > nicht
    > > unbedingt laden.
    >
    > Leider sind die Firmen meist Schuld das man pendelt. Derzeit fahre ich
    > jeden Tag 22km eine Strecke. Für Nüsse da nichtmal in Zeiten von Corona was
    > zu tun ist.

    Bedauerlicherweise wird da von der Politik zu wenig getan. Nicht nur während Corona. Ich war auch in einer Firma die kaum Homeoffice ermöglichen wollte, der rennen aber scharenweise die guten Leute weg. Zum Glück ist da die Mehrheit der Firmen offener.

    > Habe Heute nen andern Posten angeboten bekommen. ABER kein Homeoffice
    > erwünscht. Nichtmal teils teils. Ich soll jeden Tag 70km bzw 140km hin und
    > zurück pendeln für Aufgaben die von überall erledigt werden können.
    >
    > Mit einem E Auto nicht möglich ohne eigene Schnelladesäule.
    >
    > PS wegen ÖVPN nochmal. Wenn man innerhalb einer Stadt pendelt 0 Problem. Ob
    > Dortmund Köln, Wuppertal usw. Aber sobald man über die Städtegrenzen muss
    > ist es ein Horror.
    > Kostet mehr teils als wenn ich mit nem Porsche fahren würde der sich 15l
    > auf 100 gönnt :D

    Das kann ich bestätigen. Die Preise, gerade bei der Bahn sind exorbitant hoch. Da ist manchmal sogar ein Inlandsflug günstiger. Wobei ich das entspannte reisen mit der Bahn mag, aber leisten mag ich mir es dennoch nicht.

  11. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: smonkey 23.02.21 - 16:21

    Pmknecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mag sein, aber ich wohne in einem Mietshaus und die Parkplätze sind vor
    > der Tür keiner Wohneinheit zugeordnet und im ungünstigsten Fall steht das
    > Auto 3 Straßen weiter. Die Annahme überall eine Steckdose zum Laden zu
    > haben finde ich etwas zu optimistisch.

    Nein, das ist natürlich nicht so. Dafür sind schon entsprechende Wohnverhältnisse (Eigentum, Stellplatz...) vorausgesetzt.

  12. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: LohnEx 23.02.21 - 16:25

    > Nur mal zu Orientierung:
    >
    > 17 km * 2 * großzügige 20kWh/100 km = 6,8 KWh * 4,4 Mio = ~30GWh oder rund
    > 2% des Tagesstrombedarfs sollten glaube ich kurzzeitig abrufbar sein ohne
    > das Stromnetz zu Grunde zu richten.

    Nicht ganz richtig die Rechnung :D Ihrer Aussage zufolge sind es ja nur 11Mio Menschen die durchschnittlich 17km pendeln. Und davon nehmen 12% jemanden mit.

    Um das noch einfacher zu rechnen sagen wir es sind nur 10Mio menschen. Abzüglich 12% bleiben 8,8 Mio Fahrzeuge/Fahrgemeinschaften über die diese 17km einfache Strecke pendeln.

    Rechnung also nicht mit 4,4 sondern 8,8 Mio und wir kämen auf round about 60 GWh. Und diese Zahlen sind verschönt. Noch machbar da ja ca. 80-85 GWh Spitze abgerufen werden können, aber dies sind ja dann alleine nur 75% des möglichen Verbrauchs für Autos.

    Und wie gesagt mit geschönten Zahlen. Alles sehr schwammig.

    Ich würde einfach mal sagen alles kann nichts muss. Leider würde man erst sehen ob es wirklich klappt oder halt nicht wenn wir an so einem Punkt angekommen sind.

  13. Re: Eine ziemlich dürftige Analyse

    Autor: smonkey 23.02.21 - 19:18

    LohnEx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Nur mal zu Orientierung:
    > >
    > > 17 km * 2 * großzügige 20kWh/100 km = 6,8 KWh * 4,4 Mio = ~30GWh oder
    > rund
    > > 2% des Tagesstrombedarfs sollten glaube ich kurzzeitig abrufbar sein
    > ohne
    > > das Stromnetz zu Grunde zu richten.
    >
    > Nicht ganz richtig die Rechnung :D Ihrer Aussage zufolge sind es ja nur
    > 11Mio Menschen die durchschnittlich 17km pendeln. Und davon nehmen 12%
    > jemanden mit.
    >
    > Um das noch einfacher zu rechnen sagen wir es sind nur 10Mio menschen.
    > Abzüglich 12% bleiben 8,8 Mio Fahrzeuge/Fahrgemeinschaften über die diese
    > 17km einfache Strecke pendeln.
    >
    > Rechnung also nicht mit 4,4 sondern 8,8 Mio und wir kämen auf round about
    > 60 GWh. Und diese Zahlen sind verschönt. Noch machbar da ja ca. 80-85 GWh
    > Spitze abgerufen werden können, aber dies sind ja dann alleine nur 75% des
    > möglichen Verbrauchs für Autos.
    >
    > Und wie gesagt mit geschönten Zahlen. Alles sehr schwammig.
    >
    > Ich würde einfach mal sagen alles kann nichts muss. Leider würde man erst
    > sehen ob es wirklich klappt oder halt nicht wenn wir an so einem Punkt
    > angekommen sind.

    Mit den 4,4 Mio. bezog ich mich auf die obige Rechnung:

    > Bei angenommenen 40% Quote an E-Fahrzeugen in 2050 (McKinsey) wären das noch 4,42 Mio. eautos.

    Die Fahrgemeinschaft swaren da noch gar nicht abgezogen. Dürfte man wenn überhaupt auch nur zur Hälfte abziehen, also mit 6% dann.

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