1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Akkus: Quantumscape präsentiert eine…

Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: TomTomTomTom 14.12.20 - 14:09

    ... wie es uns die Werbung einschlägiger Anlageberater mit kernigen Sprüchen wie "Tschüss Tesla" oder "Tesla taumelt" verrät ist Wasserstoff the next big thing!

    In wenigen Jahren brauchen wir alle keine Batterien mehr. Wahrscheinlich wird dann sogar jedes Handy mit Wasserstoff betrieben! Und dann kräht kein Hahn mehr danach ob Tesla radial oder diagonal integriert ist...

    Sicherheitshalber der Hinweis: Das ist kein Anlagetip ;)

  2. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: Eheran 14.12.20 - 17:42

    >In wenigen Jahren brauchen wir alle keine Batterien mehr.
    Also abgesehen davon, dass man auch mit Brennstoffzellen immer auch Akkus braucht: Wasserstoff ist in den alltäglichen Dingen schlicht massiv unterlegen. Nur da, wo man unbedingt die hohe Energiedichte und/oder schnelles Tanken braucht, wäre Wasserstoff im Vorteil. Also bei Flugzeugen oder LKW beispielsweise. Bei beiden Punkten werden Akkus immer besser, bei der "Tankgeschwindigkeit" sogar extram. Wasserstoff ist nicht die Zukunft, sondern war eine "versuchte Vergangenheit" bei PKW.

  3. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: TomTomTomTom 14.12.20 - 18:45

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also abgesehen davon, dass man auch mit Brennstoffzellen immer auch Akkus
    > braucht: Wasserstoff ist in den alltäglichen Dingen schlicht massiv
    > unterlegen. Nur da, wo man unbedingt die hohe Energiedichte und/oder
    > schnelles Tanken braucht, wäre Wasserstoff im Vorteil. Also bei Flugzeugen
    > oder LKW beispielsweise. Bei beiden Punkten werden Akkus immer besser, bei
    > der "Tankgeschwindigkeit" sogar extram. Wasserstoff ist nicht die Zukunft,
    > sondern war eine "versuchte Vergangenheit" bei PKW.

    Um so unverständlicher finde ich es, dass Wasserstoff von Seiten der Politik und Teilen der Industrie immer noch als "Die Zukunft" in der Mobilität dargestellt wird. Solange mit batterieelektrischen Transportmitteln eine akzeptable Leistung erreicht werden kann ist Wasserstoff immer die wirtschaftlich (und wohl auch ökologisch) unterlegene Lösung. Selbst dann wenn man die Probleme bei Haltbarkeit und Wartungsaufwand von Brennstoffzellen in den Griff bekommen sollte, so bleiben noch immer der drastische Nachteil beim Wirkungsgrad und die ungleich aufwendigere benötigte Infrastruktur.

    Der vielbeschworene Zeitvorteil beim Tanken zum Beispiel schrumpft schon ein ganzes Stück wenn gerade vor dir schon einer getankt hat. Dann dauert es auch erst einmal bis das Betankungssystem wieder einsatzbereit ist. Und Leute mit einer Lademöglichkeit zu Hause und/oder am Arbeitsplatz haben heute schon praktisch einen Zeitvorteil gegenüber Verbrennerfahrzeugen.

  4. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: MarcusK 14.12.20 - 19:55

    TomTomTomTom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also abgesehen davon, dass man auch mit Brennstoffzellen immer auch
    > Akkus
    > > braucht: Wasserstoff ist in den alltäglichen Dingen schlicht massiv
    > > unterlegen. Nur da, wo man unbedingt die hohe Energiedichte und/oder
    > > schnelles Tanken braucht, wäre Wasserstoff im Vorteil. Also bei
    > Flugzeugen
    > > oder LKW beispielsweise. Bei beiden Punkten werden Akkus immer besser,
    > bei
    > > der "Tankgeschwindigkeit" sogar extram. Wasserstoff ist nicht die
    > Zukunft,
    > > sondern war eine "versuchte Vergangenheit" bei PKW.
    >
    > Um so unverständlicher finde ich es, dass Wasserstoff von Seiten der
    > Politik und Teilen der Industrie immer noch als "Die Zukunft" in der
    > Mobilität dargestellt wird. Solange mit batterieelektrischen
    > Transportmitteln eine akzeptable Leistung erreicht werden kann ist
    > Wasserstoff immer die wirtschaftlich (und wohl auch ökologisch) unterlegene
    > Lösung. Selbst dann wenn man die Probleme bei Haltbarkeit und
    > Wartungsaufwand von Brennstoffzellen in den Griff bekommen sollte, so
    > bleiben noch immer der drastische Nachteil beim Wirkungsgrad und die
    > ungleich aufwendigere benötigte Infrastruktur.
    >
    > Der vielbeschworene Zeitvorteil beim Tanken zum Beispiel schrumpft schon
    > ein ganzes Stück wenn gerade vor dir schon einer getankt hat. Dann dauert
    > es auch erst einmal bis das Betankungssystem wieder einsatzbereit ist. Und
    > Leute mit einer Lademöglichkeit zu Hause und/oder am Arbeitsplatz haben
    > heute schon praktisch einen Zeitvorteil gegenüber Verbrennerfahrzeugen.
    merkwürdiges Argument, nur weil es an den vorhanden Tankstellen aktuell so ist, bedeutet das noch lange nicht das man keine Tankstelle bauen kann die ein Auto nach dem anderen Betankt. Nur ist das aktuell nicht notwendig aber nicht technisch unmöglich.

    Und wenn zu Zeiten wo PV Module gedrosselt werden, H2 erzeugt wird - spielt der Wirkungsgrad auch keine rolle. Je mehr wie PV und Wind haben desto mehr Energie Überschuss wird es zu gewissen zeit geben. Klar könnte man den auch in Akkus speichern - aber davon haben wir aktuell nicht genug.

  5. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: TomTomTomTom 14.12.20 - 20:53

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > merkwürdiges Argument, nur weil es an den vorhanden Tankstellen aktuell so
    > ist, bedeutet das noch lange nicht das man keine Tankstelle bauen kann die
    > ein Auto nach dem anderen Betankt. Nur ist das aktuell nicht notwendig aber
    > nicht technisch unmöglich.
    >
    > Und wenn zu Zeiten wo PV Module gedrosselt werden, H2 erzeugt wird - spielt
    > der Wirkungsgrad auch keine rolle. Je mehr wie PV und Wind haben desto mehr
    > Energie Überschuss wird es zu gewissen zeit geben. Klar könnte man den auch
    > in Akkus speichern - aber davon haben wir aktuell nicht genug.

    Kann ich nun so nicht ganz nachvollziehen. Nicht dass ich die Fähigkeit der Industrie bezweifle zukünftig bessere Betankungsanlagen zu bauen. Aber dann könnte man auch wiederum anführen, dass in naher Zukunft wohl Akkus soweit entwickelt sind, dass Vehicle To Grid ein Thema wird.

    Auch dann wird es bestimmt noch Zeiten mit Energie Überschuss geben und es spricht nichts dagegen diesen zur Herstellung von Treibstoffen zu nutzen. Aber diese dann wieder in Einsatzgebieten zu verpulfern in denen es zumindest ähnlich gute batteriegestützte Alternativen gibt halte ich nicht für sinnvoll.

    Ohne hier jetzt handfeste Zahlen zu haben bezweifle ich auch, dass man allein mit diesem Überschuss Wasserstoff in einem Umfang erzeugen könnte um damit einen signifikanten Teil unserer Mobilität zu versorgen.

    Ich denke es ist unsinnig davon auszugehen, dass sich die Batterietechnik plötzlich nicht mehr rasant weiterentwickeln wird. Auch aus der Sicht wäre Wasserstoff wohl nur eine Übergangslösung im Fernverkehr. Und für wenige Jahre eine wirklich aufwendige Infrastruktur zu installieren?

  6. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: schueppi 15.12.20 - 09:23

    Also der Post wär mir ein Fisch wert...

  7. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: Ach 15.12.20 - 18:17

    Der Hammer bei Wasserstoff ist doch, dass wir bei einer H2 Herstellung im ganz großen Still um einen überdimensionalen V2G Puffer überhaupt nicht herum kämmen. Die Wasserstoffverfechter müssten sich, falls sie es wirklich ernst meinten, also voll zur Elektromobilität bekennen, um die für ihren Traum unverzichtbaren Grundlagen zu schaffen.

  8. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: TomTomTomTom 15.12.20 - 19:28

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Hammer bei Wasserstoff ist doch, dass wir bei einer H2 Herstellung im
    > ganz großen Still um einen überdimensionalen V2G Puffer überhaupt nicht
    > herum kämmen. Die Wasserstoffverfechter müssten sich, falls sie es wirklich
    > ernst meinten, also voll zur Elektromobilität bekennen, um die für ihren
    > Traum unverzichtbaren Grundlagen zu schaffen.

    Naja, das Argument ist eher, dass gerade wegen mangelnder Speichermöglichkeit man quasi mit dem Energieüberschuss preiswert bis kostenlos Wasserstoff produzieren könnte. Was elegant klingt würde aber wohl nicht mal ansatzweise ausreichen wenn Brennstoffzellen in größerem Umfang für die Mobilität eingesetzt würden.

    Wenn wir schon befürchten, dass morgen die Lichter ausgehen wenn plötzlich alle E-Autos nutzen würden, dann sollte man sich das Szenario mal mit Wasserstoff vorstellen. Hier würde ein Vielfaches an Energie benötigt. Bei auto motor und sport wurde mal ein Faktor 4 oder 5 genannt. Soviel Sturm bleibt uns hoffentlich erspart. Im stationären Einsatz mag Wasserstoff eine sinnvolle Option sein, In der Mobilität wohl bestenfalls eine Übergangslösung (zumindest solange wir nicht grünen Wasserstoff als Abfallprodukt im Überfluss haben).

  9. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: Ach 16.12.20 - 02:37

    > Naja, das Argument ist eher, dass gerade wegen mangelnder Speichermöglichkeit man quasi
    > mit dem Energieüberschuss preiswert bis kostenlos Wasserstoff produzieren könnte. Was
    > elegant klingt würde aber wohl nicht mal ansatzweise ausreichen wenn Brennstoffzellen
    > in größerem Umfang für die Mobilität eingesetzt würden.

    Das ist weniger ein Argument und eher das Märchen des so einfach anzuzapfenden Wasserstoffüberschuss. Tatsächlich sind Elektrolyseure aber echte Divas. Die hätten gerne eine immer konstante, ganz bestimmte Spannung, bei welcher sie am effizientesten und am verschleißärmsten arbeiten.

    Es ist glaube ich nicht so schwer nachzuvollziehen, dass Je höher die nationale H2 Produktion desto mehr Erneuerbaren müssen die Energien dafür liefern. H2 für den Verkehr auf See, in der Luft und auf der Straße, H2 als Öl- und Kohleersatz zur Produktion organischer Gütern (von der Plastiktüte bis zum Qualitätsstahl), sowie für die Hauswärme im Winter, um einige Beispiele zu nennen. Die dafür benötigten Mengen H2 wird auf mindestens eine Verdoppelung wahrscheinlicher aber eher auf einer Verdrei- oder sogar -mehrfachung unseren aktuellen Deutschlandweiten Stromerzeugung hinauslaufen. Das kommt halt dabei raus, wenn man eine ganze Wirtschaft von den hoch konzentrierten Energiträgern Kohle- und Ölbrennstoffen auf Strom und H2 umstellt.

    Jetzt kann man sich sicher ebenso gut vorstellen, dass eine aufkommende Wolkenbildung bei der entsprechend ausgebauten Photovoltaik, bzw. eine Flaute bei einer entsprechend ausgebauten Windstromproduktion ganz erhebliche und wahrscheinlich nie gekannte Stromlöscher/-spitzen nach sich ziehen würde, wobei Brennstoffzellen mit diesen Schwankungen am aller wenigsten anfangen können. Vermeintliche H2 Freunde, die von den für die H2 Produktion "eingefangenen Überschussschwankungen" sinnieren, welche sie zur Treibstoffproduktion nutzen wollten, die haben alle nicht ansatzweise verstanden worum es geht und was es physikalisch kostet. Brennstoffzellen brauchen eine präzise und konstante Energieversorgung, fertig, und die einzige derzeit vorstellbare Möglichkeit zur Vergleichmäßigung derart mächtiger Strommengen ist die V2G Technik, weshalb das V2G Netz von jeher fester Bestandteil jeder der von der Politik in Auftrag gegebenen Erneuerbaren-Entwicklungspläne ist. Keine Wasserstoffwirtschaft ohne V2G.

  10. Re: Im Grunde ist es doch auch egal, denn...

    Autor: TomTomTomTom 16.12.20 - 19:43

    Ja, sollten hier nicht noch einige technologische Durchbrüche um die Ecke kommen kann ich keinen Grund erkennen der für die Nutzung von Wasserstoff in großem Umfang spricht (Teilbereiche mögen aktuell sinnvoll sein). Die Energiedichte ist zwar verlockend hoch, aber bei dem aktuellen Wirkungsgrad der Technik wird das sehr teuer erkauft.

    Wenn man die Milliarden die allein der Aufbau des Versorgungsnetzes kosten würde in den Ausbau des Stromnetzes stecken würde, so hätte man am Ende des Tages wohl die deutlich leistungsfähigere und zukunftssichere Lösung. Nebenbei wohl auch mit deutlich niedrigeren Unterhaltskosten.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. über duerenhoff GmbH, Stuttgart
  3. Knappschaft Kliniken Service GmbH, Bottrop
  4. NEW AG, Mönchengladbach

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IT-Unternehmen: Die richtige Software für ein Projekt finden
IT-Unternehmen
Die richtige Software für ein Projekt finden

Am Beginn vieler Projekte steht die Auswahl der passenden Softwarelösung. Das kann man intuitiv machen oder mit endlosen Pro-und-Contra-Listen, optimal ist beides nicht. Ein Praxisbeispiel mit einem Ticketsystem.
Von Markus Kammermeier

  1. Anzeige Was ITler tun können, wenn sich jobmäßig nichts (mehr) tut
  2. IT-Jobs Lohnt sich ein Master in Informatik überhaupt?
  3. Quereinsteiger Mit dem Master in die IT

Star auf Disney+: Erstmal sollten Fehler korrigiert werden
Star auf Disney+
Erstmal sollten Fehler korrigiert werden

Statt zunächst Fehler zu beheben, bringt Disney+ lieber neue Inhalte - und damit auch neue Fehler.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Zwei Star-Wars- und fünf Marvel-Serien kommen 2021
  2. Neue Profile von Disney+ im Hands-on Gelungener PIN-Schutz und alte Fehler
  3. Netflix-Konkurrenz Disney+ noch zum günstigeren Abopreis zu bekommen

Videokonferenzen: Bessere Webcams, bitte!
Videokonferenzen
Bessere Webcams, bitte!

Warum sehen in Videokonferenzen immer alle schlecht aus? Die Webcam-Hersteller sind (oft) schuld.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. Webcam im Eigenbau Mit wenigen Handgriffen wird die Pi HQ Cam zur USB-Kamera