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Spreu und Weizen

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Spreu und Weizen

    Autor: chefin 14.12.20 - 11:34

    Nicht immer einfach zu trennen. Zumindest nicht wenns um Technologien geht.

    vor 40 Jahren fingen die Autos mit 100PS an sportlich zu sein, weil sie auch nur 650-900kg gewogen haben. Das war die Verbesserung gegenüber den US-Fahrzeugen die damals noch um die 2t wogen. Und nur langsam leichter wurden. Deutschland hat da aufgrund des Krieges und der Notwenigkeit wenig Ressourcen zu benutzen den Leichtbau verbessert und dann nach dem krieg konsequent bis in die 70er auf Minimalblechstärken reduziert.

    Aber da merkte man auch, das diese Autos zwar immer schneller werden, aber nicht sicherer. Das führte zu Schutzbeplankung und inwzsichen zu Fahrzeugen von 1200-1500kg. Und damit waren Leistungen von 200PS nötig um wieder etwas Sportlichkeit zu bieten.

    Nun gehts zum Elektro, wir kommen auf 1500-2500kg, benötigen 300KW Peak um gescheit voran zu kommen. Bereits 150KW gilt als untermotorisiert. Will ich aber 2,5t sportlich bewegen, reichen 100kWh noch für 300km oder weniger und das ist zuwenig. Natürlich kann ich damit auch 500km weit kommen. Nur will das keiner. Rechte Spur, LKW Windschatten nutzen, Tempomat auf 85 und halt rumgondeln. Ja, so schaff ich dann sogar 700km.

    Um aber die breite Masse zum Umstieg zu bewegen, muss man mehr bieten.

    Dran denken, jeden Monat werden ungefähr 300.000 Autos zu gelassen in Deutschland. Und davon sind 20.000 Elektro und 280.000 Verbrenner. Aktuell. Letztend November waren es keine 10.000 und 290.000 Verbrenner. Heist das wir immer noch 95% Menschen haben, die mit Elektrofahrzeugen ihre Bedürfnisse nicht erfüllen können und sich deswegen für Verbrenner entscheiden

  2. Re: Spreu und Weizen

    Autor: tovi 14.12.20 - 11:40

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht immer einfach zu trennen. Zumindest nicht wenns um Technologien geht.
    >
    > vor 40 Jahren fingen die Autos mit 100PS an sportlich zu sein, weil sie
    > auch nur 650-900kg gewogen haben. Das war die Verbesserung gegenüber den
    > US-Fahrzeugen die damals noch um die 2t wogen. Und nur langsam leichter
    > wurden. Deutschland hat da aufgrund des Krieges und der Notwenigkeit wenig
    > Ressourcen zu benutzen den Leichtbau verbessert und dann nach dem krieg
    > konsequent bis in die 70er auf Minimalblechstärken reduziert.
    >
    > Aber da merkte man auch, das diese Autos zwar immer schneller werden, aber
    > nicht sicherer. Das führte zu Schutzbeplankung und inwzsichen zu Fahrzeugen
    > von 1200-1500kg. Und damit waren Leistungen von 200PS nötig um wieder etwas
    > Sportlichkeit zu bieten.
    >
    > Nun gehts zum Elektro, wir kommen auf 1500-2500kg, benötigen 300KW Peak um
    > gescheit voran zu kommen. Bereits 150KW gilt als untermotorisiert. Will ich
    > aber 2,5t sportlich bewegen, reichen 100kWh noch für 300km oder weniger und
    > das ist zuwenig. Natürlich kann ich damit auch 500km weit kommen. Nur will
    > das keiner. Rechte Spur, LKW Windschatten nutzen, Tempomat auf 85 und halt
    > rumgondeln. Ja, so schaff ich dann sogar 700km.
    >
    > Um aber die breite Masse zum Umstieg zu bewegen, muss man mehr bieten.
    >
    > Dran denken, jeden Monat werden ungefähr 300.000 Autos zu gelassen in
    > Deutschland. Und davon sind 20.000 Elektro und 280.000 Verbrenner. Aktuell.
    > Letztend November waren es keine 10.000 und 290.000 Verbrenner. Heist das
    > wir immer noch 95% Menschen haben, die mit Elektrofahrzeugen ihre
    > Bedürfnisse nicht erfüllen können und sich deswegen für Verbrenner
    > entscheiden

    Man kann daraus aber auch lesen, das der Anteil von E-Fahrzeugen sich jährlich verdoppelt.

    also nächstes Jahr 40.000
    übernächstes 80.000
    2023 dann 160.000
    2024 300.000 dann sind Verbrenner bei 0

    exponentielles Wachstum geht ganz schön schnell oder?

  3. Re: Spreu und Weizen

    Autor: thinksimple 14.12.20 - 11:46

    So wirds aber nicht laufen.....

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  4. Re: Spreu und Weizen

    Autor: orsg2 14.12.20 - 11:55

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um aber die breite Masse zum Umstieg zu bewegen, muss man mehr bieten.

    Genau daran arbeitet man ja, das ist der Punkt. Und was QuantumScape macht ist sicher nett, aber in seinen Versprechungen eher unter dem was andere im selben Zeitrahmen anzubieten haben werden.

  5. Re: Spreu und Weizen

    Autor: Kondratieff 14.12.20 - 11:56

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht immer einfach zu trennen. Zumindest nicht wenns um Technologien geht.
    >
    > vor 40 Jahren fingen die Autos mit 100PS an sportlich zu sein, weil sie
    > auch nur 650-900kg gewogen haben. Das war die Verbesserung gegenüber den
    > US-Fahrzeugen die damals noch um die 2t wogen.
    > Und nur langsam leichter wurden.

    Das ist nicht richtig. Die "sportlichen" US-Fahrzeuge wogen auch vor 40 Jahren keine 2 Tonnen ;-)

    Siehe z.B. die Corvette, die in den 50ern unter 1,4t wog und selbst in den 60ern und 70ern nicht auf 1,5t kam. Aber selbst große Muscle Cars wie der Dodge Challenger wogen deutlich unter 2 Tonnen.

    > Deutschland hat da aufgrund des Krieges und der Notwenigkeit wenig
    > Ressourcen zu benutzen den Leichtbau verbessert und dann nach dem krieg
    > konsequent bis in die 70er auf Minimalblechstärken reduziert.

    Minimalblechstärken und -qualität (vor allem Qualität...) ist auch eine Sache, die die Amerikaner beherrschten.

    >
    > Aber da merkte man auch, das diese Autos zwar immer schneller werden, aber
    > nicht sicherer. Das führte zu Schutzbeplankung und inwzsichen zu Fahrzeugen
    > von 1200-1500kg. Und damit waren Leistungen von 200PS nötig um wieder etwas
    > Sportlichkeit zu bieten.
    >
    > Nun gehts zum Elektro, wir kommen auf 1500-2500kg, benötigen 300KW Peak um
    > gescheit voran zu kommen. Bereits 150KW gilt als untermotorisiert. Will ich
    > aber 2,5t sportlich bewegen, reichen 100kWh noch für 300km oder weniger und
    > das ist zuwenig. Natürlich kann ich damit auch 500km weit kommen. Nur will
    > das keiner. Rechte Spur, LKW Windschatten nutzen, Tempomat auf 85 und halt
    > rumgondeln. Ja, so schaff ich dann sogar 700km.

    Ich würde das nicht so verallgemeinern. Schon heute sieht man sehr viele stark motorisierte Fahrzeuge auf der Autobahn, die nicht nur ihr Leistungspotenzial nicht nutzen, sondern regelrecht gemächlich unterwegs sind, teilweise unter 100km/h (natürlich gibt es auch Gegenbeispiele). Ich habe zwar überhaupt nichts gegen den Fahrstil, aber ich frage mich dann gerne, wieso z.B. jemand dabei den 200+-PS-Motor und nicht den 150PS-Motor wählt, wenn man die Leistung sowieso nicht abruft. Bei den Geschwindigkeiten ist nämlich der leistungsschwächere Motor tatsächlich verbrauchsärmer... (aber das ist jetzt OT)

  6. Re: Spreu und Weizen

    Autor: SM 14.12.20 - 11:56

    "exponentielles Wachstum geht ganz schön schnell oder?"

    Ja, vor allem wenn die Rohstoffe vom Himmel fallen und die Autos in Modellrechnungen immer und problemlos lieferbar sind.

  7. Re: Spreu und Weizen

    Autor: Bernd Bandekow 14.12.20 - 11:57

    Doch, genauso wird es laufen, wenn auch nicht soo schnell.
    Dass derzeit "nur" 10% der Verkäufe reine BEV sind, liegt nicht daran, dass die Bedürfnisse nicht erfüllt werden können sondern schlicht daran, dass man keine bekommt.
    Und daran, dass es immer noch genug Verkäufer in den Autohäusern gibt, die ihre Kunden auf Biegen und Brechen von BEV abbringen wollen...kein Wunder, am Verbrenner kann man auf Dauer mehr verdienen.
    Und nicht zuletzt am Preis, denn DAS ist das entscheidende Kriterium. Mit fallenden Akkukosten und anlaufender Massenproduktion sind gleichwertige BEV 2025 günstiger als Verbrenner, dann ist die Sache durch. Schon jetzt wäre das fast möglich...wenn der Akku eines eUp VW im EK ungefähr 3500,-¤ kostet und Getriebe und Verbrennungsmotor wegfallen (dafür eMotor, der günstiger sein sollte), dann sind die 10k¤ Unterschied zum normalen Up im Prinzip nicht durch Fertigungskosten erklärbar sondern nur damit, dass VW möglichst viel der staatlichen Prämie für sich abzwacken will.

  8. Re: Spreu und Weizen

    Autor: nuclear 14.12.20 - 12:01

    Aus zwei Datenpunkte eine Entwicklung ableiten zu wollen ist gewagt. Um es mal freundlich zu formulieren.

  9. Re: Spreu und Weizen

    Autor: Jossele 14.12.20 - 12:06

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun gehts zum Elektro, wir kommen auf 1500-2500kg, benötigen 300KW Peak um
    > gescheit voran zu kommen. Bereits 150KW gilt als untermotorisiert. Will ich
    > aber 2,5t sportlich bewegen, reichen 100kWh noch für 300km oder weniger und
    > das ist zuwenig.

    Das schöne ist, das jenseits deiner doch recht absurden Einschätzung was ein Auto können muss - (nicht gänzlich Unernst gemeint) also jenseits der deutschen Grenzen - 1,5to schwere E-Autos bin 150kW durchaus normal bis flott zu bewegen sind. Dieses hirnlosen Hochgeschwindigkeitsreichweitenphantasien sind im Rest der Welt absolut unnötig und haben den deutschen FZ-Herstellern jenen gewaltigen Rückstand eingebracht, den sie halt momentan haben.
    Aber da ich sowieso keine Sympathien für die in der Vergangenheit an Arroganz nicht zu überbietenden Firmen (persönlich bei BMW und VW erlebt. Mercedes hab ich keine Erfahrungen) hege, geht mir deren Zukunft komplett am Arsch vorbei.

    Privatsphäre ist normal. Überwachung ist verdächtig.

  10. Re: Spreu und Weizen

    Autor: subjord 14.12.20 - 12:09

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chefin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nicht immer einfach zu trennen. Zumindest nicht wenns um Technologien
    > geht.
    > >
    > >
    > > vor 40 Jahren fingen die Autos mit 100PS an sportlich zu sein, weil sie
    > > auch nur 650-900kg gewogen haben. Das war die Verbesserung gegenüber den
    > > US-Fahrzeugen die damals noch um die 2t wogen. Und nur langsam leichter
    > > wurden. Deutschland hat da aufgrund des Krieges und der Notwenigkeit
    > wenig
    > > Ressourcen zu benutzen den Leichtbau verbessert und dann nach dem krieg
    > > konsequent bis in die 70er auf Minimalblechstärken reduziert.
    > >
    > > Aber da merkte man auch, das diese Autos zwar immer schneller werden,
    > aber
    > > nicht sicherer. Das führte zu Schutzbeplankung und inwzsichen zu
    > Fahrzeugen
    > > von 1200-1500kg. Und damit waren Leistungen von 200PS nötig um wieder
    > etwas
    > > Sportlichkeit zu bieten.
    > >
    > > Nun gehts zum Elektro, wir kommen auf 1500-2500kg, benötigen 300KW Peak
    > um
    > > gescheit voran zu kommen. Bereits 150KW gilt als untermotorisiert. Will
    > ich
    > > aber 2,5t sportlich bewegen, reichen 100kWh noch für 300km oder weniger
    > und
    > > das ist zuwenig. Natürlich kann ich damit auch 500km weit kommen. Nur
    > will
    > > das keiner. Rechte Spur, LKW Windschatten nutzen, Tempomat auf 85 und
    > halt
    > > rumgondeln. Ja, so schaff ich dann sogar 700km.
    > >
    > > Um aber die breite Masse zum Umstieg zu bewegen, muss man mehr bieten.
    > >
    > > Dran denken, jeden Monat werden ungefähr 300.000 Autos zu gelassen in
    > > Deutschland. Und davon sind 20.000 Elektro und 280.000 Verbrenner.
    > Aktuell.
    > > Letztend November waren es keine 10.000 und 290.000 Verbrenner. Heist
    > das
    > > wir immer noch 95% Menschen haben, die mit Elektrofahrzeugen ihre
    > > Bedürfnisse nicht erfüllen können und sich deswegen für Verbrenner
    > > entscheiden
    >
    > Man kann daraus aber auch lesen, das der Anteil von E-Fahrzeugen sich
    > jährlich verdoppelt.
    >
    > also nächstes Jahr 40.000
    > übernächstes 80.000
    > 2023 dann 160.000
    > 2024 300.000 dann sind Verbrenner bei 0
    >
    > exponentielles Wachstum geht ganz schön schnell oder?

    Das problem ist, das solche Verläufe eigentlich mit einer Sigmoid Funktion und nicht mit einer Exponentiellen Funktion beschrieben werden.
    Und ja, eine Sigmoid Funktion sieht über einen kurzen Zeitraum gesehen linear aus, über einen weiteren Zeitraum siehts aus wie eine exponential Funktion und erst wenn man über die 30% hinaus geht sieht man die Sigmoid Funktion.
    Allerdings zählen auch noch besondere Events da mit rein. Du hast mit deiner Annahme, dass sich die Verkaufszahlen jedes Jahr verdoppeln recht, wenn du die Annahme hinzufügst, dass jedes Jahr der Umweltbonus um 3000 Euro erhöht wird :P
    Ich denke wir werden dieses Steile Stück der Funktion erst so 2027 erreichen. dann gehts von 2027 bis 2030 von 40% auf 80% hoch. Aber natürlich nur, wenn in Deutschland ab 2030 auch noch Verbrenner neu zugelassen werden.

  11. Re: Spreu und Weizen

    Autor: Bernd Bandekow 14.12.20 - 12:23

    subjord schrieb:
    > Ich denke wir werden dieses Steile Stück der Funktion erst so 2027
    > erreichen. dann gehts von 2027 bis 2030 von 40% auf 80% hoch. Aber
    > natürlich nur, wenn in Deutschland ab 2030 auch noch Verbrenner neu
    > zugelassen werden.

    Warum sollte man sich 2027 noch ein Auto kaufen, dass teurer ist und Krach macht, wenn auch ohne Umweltprämie ein BEV preiswerter ist. Ich denke, VW wird zu diesem Zeitpunkt schon keine Verbrenner für den Massenmarkt mehr produzieren...einfach zu teuer.

  12. Re: Spreu und Weizen

    Autor: EWCH 14.12.20 - 12:36

    > Man kann daraus aber auch lesen, das der Anteil von E-Fahrzeugen sich
    > jährlich verdoppelt.
    >
    > also nächstes Jahr 40.000
    > übernächstes 80.000
    > 2023 dann 160.000
    > 2024 300.000 dann sind Verbrenner bei 0
    >
    > exponentielles Wachstum geht ganz schön schnell oder?

    ja, und in 10 Jahren sind es 20480000 E-Autos pro Monat und in 20 Jahren
    kauft Mensch ueber 30 E-Autos pro Jahr.
    Und das Wetter wird auch besser, gestern gab's nur eine Stunde Sonne und heute 8.
    Fuer Morgen erwarte ich dann 64 Sonnenstunden.

  13. Re: Spreu und Weizen

    Autor: tralalala 14.12.20 - 13:13

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde das nicht so verallgemeinern. Schon heute sieht man sehr viele
    > stark motorisierte Fahrzeuge auf der Autobahn, die nicht nur ihr
    > Leistungspotenzial nicht nutzen, sondern regelrecht gemächlich unterwegs
    > sind, teilweise unter 100km/h (natürlich gibt es auch Gegenbeispiele). Ich
    > habe zwar überhaupt nichts gegen den Fahrstil, aber ich frage mich dann
    > gerne, wieso z.B. jemand dabei den 200+-PS-Motor und nicht den 150PS-Motor
    > wählt, wenn man die Leistung sowieso nicht abruft. Bei den
    > Geschwindigkeiten ist nämlich der leistungsschwächere Motor tatsächlich
    > verbrauchsärmer... (aber das ist jetzt OT)

    Ist tatsächlich etwas off topic, aber das liegt sicher daran, dass man ja nicht automatisch *immer* schnell fahren will, bloß weil man es *ab und zu* gerne können möchte :)

    Außerdem hat ein stärkerer Motor vielleicht auch andere Vorteile (Beschleunigung, Drehmomentverlauf besser, Klang, ...). Oder man will halt einfach, weil man kann.

  14. Re: Spreu und Weizen

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 14.12.20 - 13:19

    tralalala schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Außerdem hat ein stärkerer Motor vielleicht auch andere Vorteile
    > (Beschleunigung, Drehmomentverlauf besser, Klang, ...). Oder man will halt
    > einfach, weil man kann.

    Bei Elektroautos hauptsächlich Rekuperation beim Bremsen, damit die kinetische Energie des Autos wenigstens zum größten Teil wieder in der Batterie landet. Denn das Ding, das an jedem Auto mit Abstand die meisten PS hat, ist immernoch die Bremse. ;) Und die sollte der Effizienz zuliebe möglichst vollständig vom Motor ersetzt werden.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  15. Re: Spreu und Weizen

    Autor: arthurdont 14.12.20 - 13:56

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > exponentielles Wachstum geht ganz schön schnell oder?

    Fang schon mal an zu graben...

  16. Re: Spreu und Weizen

    Autor: ConstantinPrime 14.12.20 - 14:20

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Man kann daraus aber auch lesen, das der Anteil von E-Fahrzeugen sich
    > > jährlich verdoppelt.
    > >
    > > also nächstes Jahr 40.000
    > > übernächstes 80.000
    > > 2023 dann 160.000
    > > 2024 300.000 dann sind Verbrenner bei 0
    > >
    > > exponentielles Wachstum geht ganz schön schnell oder?
    >
    > ja, und in 10 Jahren sind es 20480000 E-Autos pro Monat und in 20 Jahren
    > kauft Mensch ueber 30 E-Autos pro Jahr.
    > Und das Wetter wird auch besser, gestern gab's nur eine Stunde Sonne und
    > heute 8.
    > Fuer Morgen erwarte ich dann 64 Sonnenstunden.

    +1
    YMMD :D

  17. Re: Spreu und Weizen

    Autor: Kondratieff 14.12.20 - 16:04

    tralalala schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondratieff schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich würde das nicht so verallgemeinern. Schon heute sieht man sehr viele
    > > stark motorisierte Fahrzeuge auf der Autobahn, die nicht nur ihr
    > > Leistungspotenzial nicht nutzen, sondern regelrecht gemächlich unterwegs
    > > sind, teilweise unter 100km/h (natürlich gibt es auch Gegenbeispiele).
    > Ich
    > > habe zwar überhaupt nichts gegen den Fahrstil, aber ich frage mich dann
    > > gerne, wieso z.B. jemand dabei den 200+-PS-Motor und nicht den
    > 150PS-Motor
    > > wählt, wenn man die Leistung sowieso nicht abruft. Bei den
    > > Geschwindigkeiten ist nämlich der leistungsschwächere Motor tatsächlich
    > > verbrauchsärmer... (aber das ist jetzt OT)
    >
    > Ist tatsächlich etwas off topic, aber das liegt sicher daran, dass man ja
    > nicht automatisch *immer* schnell fahren will, bloß weil man es *ab und zu*
    > gerne können möchte :)
    >
    > Außerdem hat ein stärkerer Motor vielleicht auch andere Vorteile
    > (Beschleunigung, Drehmomentverlauf besser, Klang, ...). Oder man will halt
    > einfach, weil man kann.

    Um weiter OT zu bleiben: Das habe ich zwar nicht expliziert, aber implizit habe ich diese Punkte mitgedacht.

    Klar kann es sein, dass einzelne Menschen die Leistung in Beschleunigung aber nicht in besonders hohe Endgeschwindigkeit umsetzen. Was ich in meinem 58-PS-Daihatsu auf der Autobahn erlebe - z.B. wenn eben genannte 200PS+-Fahrzeuge mich zum Abbremsen zwingen, weil ihre Fahrer es nicht schaffen, auf dem Beschleunigungsstreifen vernünftig zu beschleunigen - lässt mich trotz der kleinen Stichprobengröße daran zweifeln, dass die Masse überhaupt die vorhandene Leistung jemals einsetzt.

    Da das Marketing in den 2000er Jahren den Diesel (besonders den 2l-Reihenvierer) so Populär gemacht hat, klingen leistungsfähigere Fahrzeuge i.d.R. auch nicht besser als ihre schwächeren Artgenossen. Commonrail-Einspritzung, Turbolader, Ladeluftkühler, ECU etc. werden häufig nur auf unterschiedliche Leistungen ausgelegt. Ob man den 2l TDI mit 150 oder 190PS fährt, macht sich im Klang nicht bemerkbar.

    Selbst wenn es Hubraumunterschiede gibt, resultieren diese heutzutage nicht mehr in einen Klangunterschied. Zum einen, weil die Fahrzeuge heute sehr gut gedämmt sind, sodass Geräusche erst beim Abrufen höherer Leistungen (höhere Drehzahl) zum Fahrer durchdringen (womit wir wieder beim Thema wären...). Zum anderen werden im Sinne der Ressourceneffizienz immer mehr Zylinderkonfigurationen eingestampft. Gab es früher auch bei nicht ganz exotischen Herstellern noch 10 und 12 Zylinder, wird sogar der 6-Zylinder richtig selten - am ehesten ist diese Entwicklung bei BMW zu sehen. Mehr Hubraum heißt also nicht mehr zwingend mehr Zylinder, wodurch sich Klangunterschiede also in Grenzen halten (oder künstlich erzeugt werden).

    Long story short: Ich denke, dass Marketing und Verkaufstalent auf der einen Seite und das eigene Ego auf der anderen Seite in einigen Fällen sehr gut zusammenarbeiten, wenn es darum geht, die Motorisierung zu wählen. Mit einem starken Motor geht nicht automatisch einher, dass dieser auch nur ansatzweise ausgeschöpft wird. Ich gehe deswegen davon aus, dass gemütliches Fahren beim Autokauf nicht unbedingt abschreckend wirkt. Man muss nur in die Niederlande schauen: Ja, es gibt schon Fahrer, die sich nicht an die 100 km/h-Begrenzung halten. Allerdings gibt es in meiner Wahrnehmung noch viel mehr Fahrer, die ihre hochmotorisierten Fahrzeuge mit 100km/h spazieren führen.

  18. Re: Spreu und Weizen

    Autor: Copper 16.12.20 - 16:40

    Wobei der Preis als Argument keins ist.
    Denn zählen tut am Ende nur die TCO. Nur das können oder wollen die wenigsten begreifen.

    Eigentlich gibt es in der Richtung nur zwei Probleme:
    - es gibt noch keine ausreichende Anzahl an gebrauchten BEV. Und die "leiden" dann an relativ geringem Wertverlust
    - wer das Auto finanzieren muss, dem sagt die Bank, wieviel er kriegen kann. Und für die Bank bzw. den Kreditrahmen ist dann nur der Anschaffungspreis relevant. Der Bank ist ja wurscht, ob man noch Geld für Sprit+Wartung+Versicherung hat

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