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Kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf...

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  1. Kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf...

    Autor: Cavaron 18.02.20 - 11:43

    Eins vorweg: ein sehr guter Artikel!

    Zum Zitat: "Obwohl die Technik funktioniert, wird wohl auch in den nächsten Jahren noch kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf sein."

    Kennt der Auto schon diese Batterie?
    https://www.bluesky-energy.eu/greenrock-home/

    Ist das nicht eine Natrium-Ionen-Batterie?

  2. Re: Kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf...

    Autor: chefin 18.02.20 - 11:52

    Das ist kein Natriumionen Akku, sondern ein Salzwasserakku. Salz besteht aus Natrium-Chlorid, aber nicht aus Natrium-Ionen. Hier wird nichts anderes gemacht als zwischen zwei Metallen Salzwasser zu bringen, das den Ionenaustausch bewirkt. Bekommt man auch als Kinderspielzeug. Glaube das eine Metall ist Magnesium, das andere weis ich nicht. Kind macht Salzwasser, füllt es ein und das Auto fährt.

    Die Energiedichte pro Kg ist gering, aber das spielt keine Rolle im Haus. Ob nun im Keller 500Kg oder 3 Tonnen stehen ist egal. Und statt Gefahrguttransport Salzsäure oder Schwefelsäure, muss man nur Streusalz und Wasser haben. Keine Frage, das es funktioniert, aber ist kein Natrium-Ionen Akku.

    Die Energiemenge pro Volumeneinheit ist ordentlich, weil die Materialien schwer sind. Bleiakkus wären auch ganz gut im Haus, weil sie wenig Fläche brauchen. Aber im Auto mit dem hohen Gewicht untauglich. Und mit einigen anderen Nachteilen behaftet. Aber im Grundsatz sind Bleiakkus die am längsten etablierten Langzeitakkus. Notstromversorgungen bei Kraftwerken sind immer noch Blei. Weil Unbrennbar, robust und der große Nachteil Gewicht spielt keine Rolle. Moderne Pufferakkus schaffen inzwischen auch 1500 Zyklen bei Blei.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.20 11:56 durch chefin.

  3. Re: Kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf...

    Autor: Cavaron 18.02.20 - 11:56

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist kein Natriumionen Akku, sondern ein Salzwasserakku. Salz besteht
    > aus Natrium-Chlorid, aber nicht aus Natrium-Ionen.

    Ah, danke. Dann ist dieser Text auf der Webseite sachlich falsch?
    "Die GREENROCK Salzwasser Batterie ist technisch gesehen ein Natrium-Ionen Akkumulator und basiert auf der Natrium-Ionen Batterietechnologie (englisch Sodium-Ion). Die Natrium-Ionen Batterietechnologie wurde ziemlich zeitgleich zur Lithium-Ionen Batterietechnologie erfunden. Innerhalb der Natrium-Ionen Technologie gibt es verschiedene Ausprägungsarten, die von GREENROCK verwendete Technologie ist die wässrige Natrium-Ionen Technologie, mit einem wässrigen Elektrolyten, bestehend aus Natriumsulfat (Glaubersalz) und Wasser (H2O)."

  4. Re: Kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf...

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 18.02.20 - 12:04

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eins vorweg: ein sehr guter Artikel!
    >
    > Zum Zitat: "Obwohl die Technik funktioniert, wird wohl auch in den nächsten
    > Jahren noch kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf sein."
    >
    > Kennt der Auto schon diese Batterie?
    > www.bluesky-energy.eu
    >
    > Ist das nicht eine Natrium-Ionen-Batterie?

    Kannte ich noch nicht. Aber eine Firma die einerseits auf der Webseite unter "Mehr Wissen" etwas über Kostenvergleiche schreibt und dabei andererseits die Kosten der eigenen Produkte hinter einem "Konfigurator" versteckt, schätze ich nicht unbedingt als seriös ein und würde das auch nicht als allgemeinen (offenen) Verkauf bezeichnen. Bei den Natrium-Ionen-Akkus gilt derzeit ähnliches.

    Auch die Tatsache, dass auf der Webseite ein Beispiel mit 800 Euro pro kWh gerechnet wird, lässt mich nicht daran denken, dass dahinter einer kostengünstige Lösung steckt. Zumal bei einer Masse von etwa 100kg pro kWh (Ein Drittel der Energiedichte eines Bleiakkus. - Es können nach Firmenangaben nur 70% der nominalen Kapazität ausgenutzt werden, wenn man eine lange Lebensdauer haben will.). Auch die Transport- und Installationskosten dürften wegen der großen Masse einen ungewöhnlich großen Anteil haben.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast (nach einem Jahr Zwangspause wieder da!) http://countdown-podcast.de/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.20 12:13 durch Frank Wunderlich-Pfeiffer.

  5. Re: Kein Natrium-Ionen-Akku im allgemeinen Verkauf...

    Autor: chefin 18.02.20 - 13:24

    Naja...Grundlegend transportieren Ionen den Strom, umgangssprachlich gesagt. Ionen sind Atome denen Elektronen fehlen. Elektronen die fliesen sind Strom. Wenn ich also Links fehlende Elektronen habe und rechts Überschuss und dann Links mit rechts leitend Verbinde habe ich eine Stromquelle.

    An beiden Seiten sind nun Ionen am chemischen Prozess beteiligt.

    https://www.eon.de/de/eonerleben/solarspeicher-alternative--batterie-aus-salz-und-wasser.html

    Hier eine neutrale Quelle für den Ablauf, weniger marketingverliebt. Aber es ist auch kein Natriumcholrid, wie man bei Salzwasser meinen könnte. Und bei weitem noch nicht ausgereift

    Nachtrag: 90kg/kwh entspricht 11Wh pro kg, Lithium hat heute 180Wh/kg. Blei immerhin noch 30Wh/kg. Und gute Bleiakkus gibts von Hoppecke mit bis zu 3000 Ladezyklen für brauchbares Geld. Aber man muss Säure transportieren und das kostet etwas mehr. Und man muss den Aufstellungsort schützen, wegen der Säure im Falle eines Unfalls. Man müsste sich also den Preis anschauen, ob das was taugt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.20 13:36 durch chefin.

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