1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ample: Akkutausch-Station für…

Die Gretchenfrage

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Die Gretchenfrage

    Autor: Mel 05.03.21 - 08:48

    Völlig unabhängig von den technischen Problemen bleibt die Gretchenfrage bestehen:

    Wieviel ist der Kunde bereit für einen Akkutausch mehr zu zahlen als für eine Schnellladung?

    Die Stromkosten bleiben die selben, ob schnell geladen oder getauscht. Die Kosten für eine Akkutauschstation sind aber um ein Vielfaches höher als die für mehrere Schnelllader. Man muss Akkus vorhalten, hat aufwendige Mechanik und deutlich aufwendiger Bauliche Maßnahmen. Dieser Mehraufwand muss von jemanden bezahlt werden.
    Als Orientierung würde ich eine Premium Autowäsche hernehmen. Da sind die Kosten für Anlage und Wartung wohl etwa vergleichbar. Also rund 20¤ Aufpreis. Und da wird es dann spannend. 20 ¤ um 15 Minuten Zeit zu sparen? Stolzer Stundensatz.

  2. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: ko0815 05.03.21 - 10:57

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] Die Stromkosten bleiben die selben, ob schnell geladen oder getauscht. [...]

    Für den Anbieter nicht, denn der zahlt nicht nur einen Arbeitspreis in EUR/kWh sondern auch einen Leistungspreis in EUR/kW bei einer registrierende Lastgangmessung. Das heißt: In Schwachlastzeiten die Akkus aufzuladen, spart sehr viel Geld, da der Leistungspreis stets das viertelstündliche Maximum der Jahreshöchstlast ist.
    Wenn in der Urlaubssaison 30 Teslas gleichzeitig Druckbetankung durchführen wollen, dann wird das der Leistungspreis für das gesamte Jahr werden.
    Ein Berechnungsbeispiel der enercity Netze Hannover findet man z.B. hier (bitte Punkt vor de ergänzen, hab noch nicht genügend Beiträge):
    enercity-netz de/pool/downloads/partner/preisblatt-netznutzung-strom-berechnungsbeispiele.pdf

    Edit: Natürlich wird dieser Preisvorteil erst weitergegeben werden, wenn eine Konkurrenzsituation aufgebaut ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.21 11:02 durch ko0815.

  3. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: wurstdings 05.03.21 - 11:28

    Es wäre natürlich blöd jetzt die Selbstladefunktion abzuschaffen, warum nicht das Beste aus beiden Welten? Wenns mal schnell gehen soll, lasse ich die Akkus tauschen für nen paar ¤ Aufpreis vielleicht und wenn ich Zeit hab, dann lade ich halt ne halbe Stunde oder länger.

    Und wie ko0815 schon sagt, man kann wenn man nicht auf bestimmte Zeitpunkte angewiesen ist viel günstiger an Strom kommen, eine unterstüzende Solaranlage auf dem Tankstellendach oder ein Windrad könnten hier auch sehr effektiv mitwirken.

  4. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: ko0815 05.03.21 - 11:31

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wäre natürlich blöd jetzt die Selbstladefunktion abzuschaffen, warum
    > nicht das Beste aus beiden Welten? Wenns mal schnell gehen soll, lasse ich
    > die Akkus tauschen für nen paar ¤ Aufpreis vielleicht und wenn ich Zeit
    > hab, dann lade ich halt ne halbe Stunde oder länger.
    >
    > Und wie ko0815 schon sagt, man kann wenn man nicht auf bestimmte
    > Zeitpunkte angewiesen ist viel günstiger an Strom kommen, eine
    > unterstüzende Solaranlage auf dem Tankstellendach oder ein Windrad könnten
    > hier auch sehr effektiv mitwirken.

    Nicht zu vergessen natürlich, dass reines Wechseln dafür sorgt, dass man als Privatkunde nicht mehr daheim billigen PV-Strom laden kann.

  5. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: Mel 05.03.21 - 11:51

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wäre natürlich blöd jetzt die Selbstladefunktion abzuschaffen, warum
    > nicht das Beste aus beiden Welten? Wenns mal schnell gehen soll, lasse ich
    > die Akkus tauschen für nen paar ¤ Aufpreis vielleicht und wenn ich Zeit
    > hab, dann lade ich halt ne halbe Stunde oder länger.
    >
    > Und wie ko0815 schon sagt, man kann wenn man nicht auf bestimmte
    > Zeitpunkte angewiesen ist viel günstiger an Strom kommen, eine
    > unterstüzende Solaranlage auf dem Tankstellendach oder ein Windrad könnten
    > hier auch sehr effektiv mitwirken.

    Natürlich. Aber genau hier setzt meine Frage an:
    - Akkutausch binnen 5 min um 45 ¤ oder
    - Schnellladen binnen 20 min um 25 ¤
    (mit je 70 kWh abgegeben Strom zu 0,35 ¤)

    Real wird nur ein Bruchteil aller potentiellen Kunden bereit sein den Aufpreis zu zahlen. Damit stürzt aber die Auslastung und damit deine Kostenrechnung ab.
    Zu dem Zeitpunkt wo der Akkuwechsel fällig wird bist du ja schon 2-3 Stunden Unterwegs. Da ist die Aussicht darauf in Ruhe einen Kaffee trinken zu können schon recht verlockend.

    (Und natürlich Murphy: Wenn du dich entschließt den teuren Premiumtausch zu buchen brauchen deine Kinder/Frauen/Hund 20 min auf der Toilette....)

  6. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: Mel 05.03.21 - 11:54

    ko0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > [...] Die Stromkosten bleiben die selben, ob schnell geladen oder
    > getauscht. [...]
    >
    > Für den Anbieter nicht, denn der zahlt nicht nur einen Arbeitspreis in
    > EUR/kWh sondern auch einen Leistungspreis in EUR/kW bei einer
    > registrierende Lastgangmessung. Das heißt: In Schwachlastzeiten die Akkus
    > aufzuladen, spart sehr viel Geld, da der Leistungspreis stets das
    > viertelstündliche Maximum der Jahreshöchstlast ist.
    > Wenn in der Urlaubssaison 30 Teslas gleichzeitig Druckbetankung durchführen
    > wollen, dann wird das der Leistungspreis für das gesamte Jahr werden.
    > Ein Berechnungsbeispiel der enercity Netze Hannover findet man z.B. hier
    > (bitte Punkt vor de ergänzen, hab noch nicht genügend Beiträge):
    > enercity-netz
    > de/pool/downloads/partner/preisblatt-netznutzung-strom-berechnungsbeispiele
    > .pdf
    >
    > Edit: Natürlich wird dieser Preisvorteil erst weitergegeben werden, wenn
    > eine Konkurrenzsituation aufgebaut ist.

    Ein Pufferakku lässt sich allerdings auch problemlos in den Schnellladepark einbinden. Wenn man die Möglichkeit von Anfang an miteinplant kann man das jederzeit nachrüsten falls die Auslastungsdaten zeigen das sich das Ding rentiert.

  7. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: chefin 05.03.21 - 12:16

    Immer das selbe wenn man sich ein Verhalten der Konsumenten an ein Projekt anpasst. Konsumenten werden sich nicht so verhalten, das es zum Projekt passt. So ein Wechselakku wird ca 20-30 Euro pro Ladung an Mehrkosten verursachen zusätzlich zum Strom.

    Schonmal das ein Mitarbeiter vor Ort sein sollte um Fahrzeuge schnell flott zu machen wenn die Anlage mal spinnt, kostet ca 10 Euro Pro Akku, wenn ich von 100 Wechsel pro Tag im Schnitt ausgehe. Man muss dabei berücksichtigen das dafür schon 100 Akkus gestapelt liegen müssen. Zu Schwachlastzeiten laden, bedeutet das man Nachts laden muss, da aber am wenigsten Leute kommen. Tagsüber eher weniger laden kann.

    Des weiteren wird sich keiner erlauben können einen Akku einzubauen der dann abfackelt. Also müssen dauernd Kontrollen gemacht werden. Auch das kostet und man muss immer Reserven dafür lagern. Mein eigener Akku der abfackelt ist mein Problem. Der Wechselakku der abfackelt wird sofort ein neues Auto für mich bedeuten, das die Firma bezahlen muss. Und nun rate mal, woher die das Geld nehmen. Jep...das steckt in den Wechselgebühren mit drin. Und trotzdem muss geprüft werden, jedesmal wenn der AKku angenommen wird, ob der nicht einen Treffer bekommen hat.

    Man wird bei diesem Preis sicher keine Massen an Abnehmer finden. Und ohne diese Massen funktioniert das mit den Personalkosten und Abschreibung für Gebäude und Infrastruktur nicht besonders gut.

    Das hat tesla schon aufgegeben und das wird auch dieses Startup aufgeben. Weil es an zuvielen Dingen scheitert. Schon das die Autohersteller ihre Akkus entnehmbar machen, muss mit einer Kontaktierungseinrichtung und einer Entnahmeöffnung genormt werden. Aktuell wird der Akku selbst zum tragenden Element. Das spart Gewicht. Und alle müssen mehr oder weniger sich an dieser Modulgröße orientieren. Damit sind Einschränkungen zb in der Beschleunigung einhergehend. Ein VW Up mit seinem 100KW Motor braucht viel weniger Stromstärke als wenn ein tesla mal eben 1000KW zieht. Dementsprechend kann dieser Akku billiger gemacht werden als der Tesla Akku. Beim Wechsel müssen alle Akkus aber die hohen Stromstärken liefern können.

    Das war nie eine gute idee und wird es auch nie

  8. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: Mel 05.03.21 - 12:27

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer das selbe wenn man sich ein Verhalten der Konsumenten an ein Projekt
    > anpasst. Konsumenten werden sich nicht so verhalten, das es zum Projekt
    > passt. So ein Wechselakku wird ca 20-30 Euro pro Ladung an Mehrkosten
    > verursachen zusätzlich zum Strom.
    >
    > Schonmal das ein Mitarbeiter vor Ort sein sollte um Fahrzeuge schnell flott
    > zu machen wenn die Anlage mal spinnt, kostet ca 10 Euro Pro Akku, wenn ich
    > von 100 Wechsel pro Tag im Schnitt ausgehe. Man muss dabei berücksichtigen
    > das dafür schon 100 Akkus gestapelt liegen müssen. Zu Schwachlastzeiten
    > laden, bedeutet das man Nachts laden muss, da aber am wenigsten Leute
    > kommen. Tagsüber eher weniger laden kann.
    >
    > Des weiteren wird sich keiner erlauben können einen Akku einzubauen der
    > dann abfackelt. Also müssen dauernd Kontrollen gemacht werden. Auch das
    > kostet und man muss immer Reserven dafür lagern. Mein eigener Akku der
    > abfackelt ist mein Problem. Der Wechselakku der abfackelt wird sofort ein
    > neues Auto für mich bedeuten, das die Firma bezahlen muss. Und nun rate
    > mal, woher die das Geld nehmen. Jep...das steckt in den Wechselgebühren mit
    > drin. Und trotzdem muss geprüft werden, jedesmal wenn der AKku angenommen
    > wird, ob der nicht einen Treffer bekommen hat.
    >
    > Man wird bei diesem Preis sicher keine Massen an Abnehmer finden. Und ohne
    > diese Massen funktioniert das mit den Personalkosten und Abschreibung für
    > Gebäude und Infrastruktur nicht besonders gut.
    >
    > Das hat tesla schon aufgegeben und das wird auch dieses Startup aufgeben.
    > Weil es an zuvielen Dingen scheitert. Schon das die Autohersteller ihre
    > Akkus entnehmbar machen, muss mit einer Kontaktierungseinrichtung und einer
    > Entnahmeöffnung genormt werden. Aktuell wird der Akku selbst zum tragenden
    > Element. Das spart Gewicht. Und alle müssen mehr oder weniger sich an
    > dieser Modulgröße orientieren. Damit sind Einschränkungen zb in der
    > Beschleunigung einhergehend. Ein VW Up mit seinem 100KW Motor braucht viel
    > weniger Stromstärke als wenn ein tesla mal eben 1000KW zieht.
    > Dementsprechend kann dieser Akku billiger gemacht werden als der Tesla
    > Akku. Beim Wechsel müssen alle Akkus aber die hohen Stromstärken liefern
    > können.
    >
    > Das war nie eine gute idee und wird es auch nie

    Ich habs aufgegeben bei Wechselakku Themen technisch zu argumentieren. Dir, mir und vielen anderen sind die technischen Limitationen bekannt. Es laufen dann aber doch recht viele "BWLer" herum die das für unwichtige Details halten.

    Die kann man aber über die Kostenschiene recht gut ansprechen. Bist du bereit 100 ¤ mehr zu zahlen um eine Stunde eher in Italien zu sein? Auch eigentlich sehr wohlhabende Menschen sind in solchen Situationen dann doch überraschend Sparsam.

  9. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: ChMu 05.03.21 - 14:21

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Völlig unabhängig von den technischen Problemen bleibt die Gretchenfrage
    > bestehen:
    >
    > Wieviel ist der Kunde bereit für einen Akkutausch mehr zu zahlen als für
    > eine Schnellladung?
    >
    > Die Stromkosten bleiben die selben, ob schnell geladen oder getauscht. Die
    > Kosten für eine Akkutauschstation sind aber um ein Vielfaches höher als die
    > für mehrere Schnelllader. Man muss Akkus vorhalten, hat aufwendige Mechanik
    > und deutlich aufwendiger Bauliche Maßnahmen. Dieser Mehraufwand muss von
    > jemanden bezahlt werden.
    > Als Orientierung würde ich eine Premium Autowäsche hernehmen. Da sind die
    > Kosten für Anlage und Wartung wohl etwa vergleichbar. Also rund 20¤
    > Aufpreis. Und da wird es dann spannend. 20 ¤ um 15 Minuten Zeit zu sparen?
    > Stolzer Stundensatz.

    Also je nach Groesse sind 6-7 Stellige Betraege noetig, nur um die Batterien auf Vorrat zu kaufen und vorzuhalten.
    Und dann kommt keiner. Warum auch? Schon die Supercharger sind nur zu 64% ausgelastet und das sind doch zu wenig?
    Fakt ist, das e-Auto Fahrer, jedenfalls momentan und fuer die naechste Million Autos, NICHT teuer am Schnell Lader oder einer noch viel teureren Wechselstation laden, sondern zu Hause fuer einen Bruchteil des Preises, beim Supermarkt for free oder am Arbeitsplatz.
    Am Supercharger zahlt praktisch niemand, entweder man hat eine Flat oder noch inclusiv kWh, es wird einfach zu wenig gefahren. Wer fahrt denn wirklich 500km umd mehr? Wie oft?
    Wenn es ueber die 10Mio Zulassung geht (Deutschland) und damit e-Autos zum Mainstream werden, in 10 oder mehr Jahren, kann man im Mieterparadies Deutschland mal wieder schauen. Bis dahin koennen die Leute welche sich HEUTE einen electrischen Wagen kaufen, den auch laden. Und zwar in 20 Sekunden. Der Zeit die es braucht den Stecker abends einzustecken.
    Spass Mobile (Motorraeder, AMGs and friends) werden auch weiter fuer eine lange Zeit rumroehren, denen sind auch 5Euro/l und Fahrverbote in Staedten egal, solche saison zugelassenen Autos, zwei und Drei Raeder oder antiques, sind fuer anderes gedacht.
    Aber das Auto, also die 12000-15000km Schuesseln, werden eben electrisch werden, momentan sind die Preise nur noch unerheblich hoeher als die Verbrenner Geraete (auch noch Dank Subventionen) aber sie werden rasant guenstiger und wenn das electro Teil ohne Subventionen gleich viel kostet wie der Verbrenner aber einen Bruchteil des Unterhalts, sind den Leuten auf einmal 1000km Reichweite gar nicht mehr so wichtig.
    Das geht nur mit Masse. Weswegen die grossen Hersteller ihre Plaene Verbrenner einzustellen immer weiter vorziehen. Von 2050 auf 2040, 2035 auf nun 2030, wenn viele Hersteller nur noch electrisch bauen wollen. Schon vorher duerfen in immer mehr Laendern keine Verbrenner mehr zugelassen werden.
    Man kann das sehen wie man will, man kann nichts dagegen machen. Und ja, es macht Spass in meinen alten Autos mal rumzugurken, als man Autos noch selber gefahren hat, wo Airbags, ABS, EPS, Kopfstuetzen oder Sicherheits Gurte science fiction waren, eher wuerden die Autos fliegen. Und das wird auch noch bis an mein Lebensende so weiter gehen. Trotzdem ist es irgenwie toll danach dann electrisch weiter zu duesen, da wartet man dann schon realistischer aufs Abheben.

  10. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: wurstdings 05.03.21 - 14:51

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer das selbe wenn man sich ein Verhalten der Konsumenten an ein Projekt
    > anpasst. Konsumenten werden sich nicht so verhalten, das es zum Projekt
    > passt. So ein Wechselakku wird ca 20-30 Euro pro Ladung an Mehrkosten
    > verursachen zusätzlich zum Strom.
    >
    > Schonmal das ein Mitarbeiter vor Ort sein sollte um Fahrzeuge schnell flott
    > zu machen wenn die Anlage mal spinnt, kostet ca 10 Euro Pro Akku, wenn ich
    > von 100 Wechsel pro Tag im Schnitt ausgehe. Man muss dabei berücksichtigen
    > das dafür schon 100 Akkus gestapelt liegen müssen. Zu Schwachlastzeiten
    > laden, bedeutet das man Nachts laden muss, da aber am wenigsten Leute
    > kommen. Tagsüber eher weniger laden kann.
    Das bedeutet, wenn an der Benzintankstelle kein Personal wäre, würde mich Tanken nur halb so viel kosten?
    > Des weiteren wird sich keiner erlauben können einen Akku einzubauen der
    > dann abfackelt. Also müssen dauernd Kontrollen gemacht werden.
    Schonmal was von intelligenten Ladegeräten gehört? Selbst in den jetzigen E-Autos ist jede Zelle mit Temperatursensor und Notabschaltung versehen.
    > jedesmal wenn der AKku angenommen
    > wird, ob der nicht einen Treffer bekommen hat.
    Hä? Lebst du im Ghetto wo täglich Schießereien stattfinden?
    > Man wird bei diesem Preis sicher keine Massen an Abnehmer finden. Und ohne
    > diese Massen funktioniert das mit den Personalkosten und Abschreibung für
    > Gebäude und Infrastruktur nicht besonders gut.
    Ist ja nicht so, dass es bereits millionen Tankstellen gäbe die sich freuen würden nahtlos ins E-Zeitalter zu wechseln.
    > Das hat tesla schon aufgegeben und das wird auch dieses Startup aufgeben.
    Tesla hat ein Konzept vorgestellt aber niemals bis zur Tankstelle weiterentwickelt. Außerdem wäre das nur für ihre eigenen Fahrzeuge gewesen. Und das war sogar vollautomatisch ohne Personal.
    > Schon das die Autohersteller ihre
    > Akkus entnehmbar machen, muss mit einer Kontaktierungseinrichtung und einer
    > Entnahmeöffnung genormt werden.
    Oh endlich mal ein wirklicher Grund, ich dachte schon es bleibt bei: "Geht nicht weil ich Phantasiekosten hingeschmissen habe!"
    > Aktuell wird der Akku selbst zum tragenden
    > Element.
    Was? Wo hast du dass den her?
    > Beim Wechsel müssen alle Akkus aber die hohen Stromstärken liefern
    > können.
    Müssen? Wie schaffen es die Leute denn nur zwischen Diesel und Benzin zu entscheiden?
    > Das war nie eine gute idee und wird es auch nie
    Aha, du findest es scheiße, deshalb darf es nicht funktionieren.

  11. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: wurstdings 05.03.21 - 15:02

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich. Aber genau hier setzt meine Frage an:
    > - Akkutausch binnen 5 min um 45 ¤ oder
    Wo hast du den Preis her?
    > Real wird nur ein Bruchteil aller potentiellen Kunden bereit sein den
    > Aufpreis zu zahlen. Damit stürzt aber die Auslastung und damit deine
    > Kostenrechnung ab.
    Welche Kostenrechnung?
    > Zu dem Zeitpunkt wo der Akkuwechsel fällig wird bist du ja schon 2-3
    > Stunden Unterwegs. Da ist die Aussicht darauf in Ruhe einen Kaffee trinken
    > zu können schon recht verlockend.
    Nein bestimmt nicht, ich trinke nen Schluck Wasser, aber das kann ich auch in 2 Minuten beim Benzintanken oder Akkutauschen tun.

  12. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: wurstdings 05.03.21 - 15:13

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also je nach Groesse sind 6-7 Stellige Betraege noetig, nur um die
    > Batterien auf Vorrat zu kaufen und vorzuhalten.
    Was sind denn so die Initialkosten für ne klassische Tankstelle?
    > Am Supercharger zahlt praktisch niemand, entweder man hat eine Flat oder
    > noch inclusiv kWh, es wird einfach zu wenig gefahren. Wer fahrt denn
    > wirklich 500km umd mehr? Wie oft?
    Garnicht mal so wenige (Urlaub, Kundenbesuche, Lieferfahrzeuge), aber die haben genau aus diesen Gründen auch noch Verbrenner. Wer E-Auto fährt hat im Allgemeinen keine großen Reichweitenanforderungen (oder er hat nen Fehlkauf getätigt).
    > Wenn es ueber die 10Mio Zulassung geht (Deutschland) und damit e-Autos zum
    > Mainstream werden, in 10 oder mehr Jahren, kann man im Mieterparadies
    > Deutschland mal wieder schauen.
    Jupp gerade in Deutschland ist die Verbreitung noch zu gering, wenn erst mal ein relevanter Anteil an E-Autos fährt, wird das Problem "Wartezeiten an der Säule" nämlich auch den 30 min Kaffetrinkern zu bunt.

  13. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: ChMu 06.03.21 - 01:12

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also je nach Groesse sind 6-7 Stellige Betraege noetig, nur um die
    > > Batterien auf Vorrat zu kaufen und vorzuhalten.
    > Was sind denn so die Initialkosten für ne klassische Tankstelle?

    Du meinst diese Dinger welche man obligatorisch anfahren muss? Denen man viel Geld jede Woche geben muss? Weil man keine Wahl hat? Eine garantierte Gelddruck Maschine? Sowas kostet erheblich weniger.
    Schlecht vergleichbar da oeffentliche Lader oder Wechselstationen optional sind. Man ist als e-Auto fahrer nicht darauf angewiesen, daher duerfte das Geschaeftmodel nicht laufen. Andere haben es versucht und sind gloreich untergegangen.

    > > Am Supercharger zahlt praktisch niemand, entweder man hat eine Flat oder
    > > noch inclusiv kWh, es wird einfach zu wenig gefahren. Wer fahrt denn
    > > wirklich 500km umd mehr? Wie oft?
    > Garnicht mal so wenige (Urlaub, Kundenbesuche, Lieferfahrzeuge), aber die
    > haben genau aus diesen Gründen auch noch Verbrenner. Wer E-Auto fährt hat
    > im Allgemeinen keine großen Reichweitenanforderungen (oder er hat nen
    > Fehlkauf getätigt).

    Man kauft doch kein Auto weil man vieleicht mal damit in den Urlaub faehrt? Nicht mal 10% aller Autos fahren in den Urlaub. Das sind zwar immer noch ueber 4Mio Fahrzeuge aber gegenueber 45Mio PKW alleine in Deutschland eine kleine Minderheit. Lieferfahrzeuge sind praedistiniert fuer electric, leiser, nicht stinkend und sehr kurze Strecken fahrend. Deshalb werden die Flotten der grossen (Amazon, UPS, DHL ect) ja auch gerade umgestellt. Amazon alleine hat 100000 Fahrzeuge geordert. Staubsaugervertreter sicher nicht, diese Leute die im Auto leben und hunderte oder tausende km am Tag abreissen, koennen einem nur leid tun. Aber mit Sicherheit keine groessere Gruppe.

    > > Wenn es ueber die 10Mio Zulassung geht (Deutschland) und damit e-Autos
    > zum
    > > Mainstream werden, in 10 oder mehr Jahren, kann man im Mieterparadies
    > > Deutschland mal wieder schauen.
    > Jupp gerade in Deutschland ist die Verbreitung noch zu gering, wenn erst
    > mal ein relevanter Anteil an E-Autos fährt, wird das Problem "Wartezeiten
    > an der Säule" nämlich auch den 30 min Kaffetrinkern zu bunt.

    Nein, Du scheinst nicht electrisch zu fahren. Ich habe in 11Jahren electrisch noch nie, NIE eine oeffentliche Ladestation gesucht. Ich habe sie teilweise genutzt, hauptsaechlich in Parkhaeusern wenn man eh in der Stadt ist und die Ladung ist ja gratis, aber gebraucht habe ich sie nie. Und da macht es auch keinen Unterschied ob eine oder 10Mio mehr e-Autos unterwegs sind.
    Es ist schwer von der Tanke Mentalitaet weg zu kommen, aber Du vergisst das einfach.
    Es war der Haupt Punkt mir meinen ersten e-Wagen zu holen, nicht mehr und nie mehr tanken fahren zu muessen. Eine reine Kostenfrage. Ich habe immer groessere Autos gefahren welche entsprechend Benzin zu sich genommen haben.
    Bei den electrischen scheint die Groesse und der Comfort keine grosse Rolle zu spielen, egal ob frueher mein experimentaler e-Twingo, mein Model S oder jetzt das Model 3, verbrauchen bei gleicher Nutzung mehr oder weniger den gleichen Strom.
    Und der kommt von meinem Dach.
    Warum also sollte ich Geld fuer einen Batterie Welchsel Service ausgeben?

  14. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: Jossele 08.03.21 - 08:35

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ein Pufferakku lässt sich allerdings auch problemlos in den Schnellladepark
    > einbinden. Wenn man die Möglichkeit von Anfang an miteinplant kann man das
    > jederzeit nachrüsten falls die Auslastungsdaten zeigen das sich das Ding
    > rentiert.

    Dann hast aber wie beim Wechselakku einen Teil der Kapazität vorzuhalten und die Kosten für Errichtung/Wartung der Ladestation steigen auch um etliches an.

    Privatsphäre ist normal. Überwachung ist verdächtig.

  15. Re: Die Gretchenfrage

    Autor: wurstdings 09.03.21 - 11:06

    Ups, hab deine Antwort nicht mitbekommen.

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du meinst diese Dinger welche man obligatorisch anfahren muss? Denen man
    > viel Geld jede Woche geben muss? Weil man keine Wahl hat? Eine garantierte
    > Gelddruck Maschine? Sowas kostet erheblich weniger.
    Ne du, da muss nen riesiger Tank in den Boden gesetzt werden, der muss regelmäßig mit Tanklastern befüllt werden, diverse Sicherheitsanforderungen, regelmäßiges Eichen der Zapfsäulen und ein Mitarbeiter rund um die Uhr anwesend. Das kostet schon ordentlich Geld.
    > Schlecht vergleichbar da oeffentliche Lader oder Wechselstationen optional
    > sind.
    Solange keine größere Infrastruktur vorhanden ist und nur vereinzelte reiche Menschen E-Auto fahren, die sowieso zuhause laden können ist das richtig. Das soll sich ja aber in Zukunft ändern. Wenn alle E-Autos fahren, haben wir nicht genug Kraftwerke und viel zu dünne Stromleitungen, sowie öffentliche Parkplätze ohne Ladestation, dass die alle geladen werden könnten.
    > Man kauft doch kein Auto weil man vieleicht mal damit in den Urlaub faehrt?
    Nicht? Dann wundert mich die regelmäßige Überfüllung der Autobahnen zu Beginn der Schulferien.
    > Nicht mal 10% aller Autos fahren in den Urlaub.
    Klingt für mich sehr wenig, woher nimmst du die Zahlen? Ist da auch der typische Wochenendausflug eingerechnet?
    > Lieferfahrzeuge sind praedistiniert fuer electric,
    Es gibt diverse LKWs, die fahren über Ländergrenzen hinweg, ich spreche nicht von Postautos im Stadtverkehr.
    > Aber mit Sicherheit keine groessere Gruppe.
    Aber es läppert sich, ich habe bestimmt nicht alle Erwähnt die lange Strecken fahren müssen/wollen.
    > Nein, Du scheinst nicht electrisch zu fahren.
    Ich tue was für die Umwelt und besitze daher gar kein Auto.
    > Ich habe in 11Jahren
    > electrisch noch nie, NIE eine oeffentliche Ladestation gesucht.
    Das sagt hauptsächlich etwas über deine Fahrgewohnheiten aber du solltest die nicht auf alle projizieren.
    > Ich habe
    > sie teilweise genutzt, hauptsaechlich in Parkhaeusern wenn man eh in der
    > Stadt ist und die Ladung ist ja gratis
    Und du glaubst, wenn 50% aller Deutschen E-Auto fahren, gibt es immer noch kostenlose Ladestationen und auch noch so viele, das man nicht der 5. in der Schlange ist?
    > Und da macht es auch keinen Unterschied ob eine oder 10Mio mehr e-Autos
    > unterwegs sind.
    Ok erkläre mal?
    > Es ist schwer von der Tanke Mentalitaet weg zu kommen, aber Du vergisst das
    > einfach.
    Was für eine Tankementalität? Ich habe gar kein Auto.
    > Und der kommt von meinem Dach.
    Und die armen Schlucker aus den Wohnblöcken sollen halt Bahn fahren, gelle?
    > Warum also sollte ich Geld fuer einen Batterie Welchsel Service ausgeben?
    Und warum sollte irgendwer ander Lebensbedinngungen als du haben? Immer diese Sozialschmarotzer, die sich nicht mal nen eigenes Haus mit Solardach leisten können.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Systemingenieur (m/w/d) IT Systeme
    Scheidt & Bachmann System Technik GmbH, Kiel
  2. Professur (W2) für "Digitale Gesundheitsanwendungen und Medical Apps"
    Fachhochschule Dortmund, Dortmund
  3. SAP-Systemanalytiker*in
    UNI ELEKTRO Fachgroßhandel GmbH & Co. KG, Eschborn
  4. Domänenarchitekt (w/m/d) Komposit
    W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Civilization VI - Platinum Edition für 13,99€, Chivalry 2 - Epic Games Store Key für 14...
  2. (u. a. Flash-Deals mit Control - Ultimate Edition für 11€, Ghostrunner für 11€, Assetto Corsa...
  3. 1.019€ (Bestpreis)
  4. (u. a. Netgear GS305 5-Port-Switch für 16,89€, Netgear Nighthawk LAX20 4G LTE- & WiFi-6-Router...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de