Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › André Borschberg: Solar-Impulse…

Aerodynamik

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Aerodynamik

    Autor: mxcd 24.06.19 - 14:07

    Das Flugzeug ist nach der Logik eines Verbrenners konstruiert. Das Betrifft insbesondere die Konstruktion der Nase aber aber auch die Tragflächen.
    Hier darf man von eindeutig für den elektrischen Flug konzipierten Modellen noch Effizeinzsteigerungen erwarten.

  2. Re: Aerodynamik

    Autor: McWiesel 24.06.19 - 16:29

    mxcd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Flugzeug ist nach der Logik eines Verbrenners konstruiert. Das Betrifft
    > insbesondere die Konstruktion der Nase aber aber auch die Tragflächen.
    > Hier darf man von eindeutig für den elektrischen Flug konzipierten Modellen
    > noch Effizeinzsteigerungen erwarten.

    Und welche krassen Effizienssteigerungen sollen das sein, die nun mit dem E-Antrieb plötzlich möglich und (!) sinnvoll wären?

    Man hat wohl in 100 Jahren Luftfahrt so ziemlich alles ausprobiert und teilweise auch eingesetzt: Schwenkflügel, drehbare Triebwerksgondeln, Nur-Flügler, Deltaflügler, Canards, Repeller und Schubvektorsteuerungen ... und nichts davon hat die klassische Cessna oder die 787 entscheidend in ihrem Grunddesign verändert. Das optimale aerodynamische Design für klassische Flugzeuge ist schon lange ausgeforscht, egal ob der Propeller nun elektrisch oder fossil angetrieben wird. Alle extremen Abweichungen von diesen Design verursachen mehr Risiko (z.B. instabile Fluglage), mehr Produktionskosten, mehr Wartungsaufwand oder Effizienznachteile in anderen Eigenschaften (z.B. hohe Wendigkeit, dafür weniger Reichweite).
    Die nächste größere Veränderung dürfte es mit neuartigen, hochflexiblen und beweglichen Materialen geben, die Flugzeuge weiter an ihre Vorbilder der Natur heranbringen. Ansonsten ist der E-Antrieb eher ein massiver Rückschritt .. mehr Gewicht, Propeller statt Düsen, weniger Notfallfunktionen (ein tonnenschwerer Akku kann nun mal nicht abgeworfen werden um z.B. auf einer kleinen Piste notzulanden, sondern das Startgewicht ist stets gleich dem Landegewicht, was in Notlagen unschön werden kann).

    Der E-Antrieb ermöglicht mehrere kleinere Propeller an verschiedensten Stellen, was für kleine Senkrechtstarter u.ä. interessant sein dürfte. Aber das ist für das klassische Flugzeug, was mit viel Nutzlast möglichst schnell und effizient von A nach B kommen soll, mehr oder weniger irrelevant.

    Genauso wie bei Autos meint man wieder nur durch die Verwendung des Elektromotors das komplette Rad neu denken zu können.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.19 16:41 durch McWiesel.

  3. Re: Aerodynamik

    Autor: mxcd 24.06.19 - 17:06

    Das sind ne ganze Menge Aufzählungen. :)
    Tatsächlich kann man bei elektrischen Antrieben die Frontsektion schlanker gestalten, da diese keine Lufteinlässe benötigen.
    Die Tragflächen lassen sich (je nach Modell) schlanker gestalten, da in ihnen keine Tanks untergebracht werden müssen. So kann man den Luftwiderstand nochmals verringern.
    Auch eine Unterbringung der Motoren an anderen Stellen oder eine Aufteilung des Antriebs auf mehrere kleine Motoren ist möglich und oft sinnvoll, was bisher nicht der Fall war.
    Im Bereich bis zu 6 Pax werden wir schin in wenigen Jahren einiges an elektrischen Flugzeugen sehen, da der Betrieb eben deutlich günstiger ist.

    Edit: typos



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.19 17:08 durch mxcd.

  4. Re: Aerodynamik

    Autor: McWiesel 24.06.19 - 17:33

    mxcd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind ne ganze Menge Aufzählungen. :)
    > Tatsächlich kann man bei elektrischen Antrieben die Frontsektion schlanker
    > gestalten, da diese keine Lufteinlässe benötigen.

    Najaa .... vielleicht nicht so große, aber Kühlung dürfte auch bei einer E-Maschine notwendig sein. Und auch die Akkus überhitzen gerne bei Belastung, gerade kleine Propellermaschinen fliegen ja nun nicht so hoch, wo man von -50°C Außentemperatur ausgehen kann. Ich glaube das Kühlungsproblem ist nicht zu unterschätzen (siehe Tesla).

    > Die Tragflächen lassen sich (je nach Modell) schlanker gestalten, da in
    > ihnen keine Tanks untergebracht werden müssen. So kann man den
    > Luftwiderstand nochmals verringern.

    Auch die Akkus müssen irgendwo unterkommen. Und die kann man nicht so schön in Hohlräumen verstecken wie Flügeltanks.

    > Auch eine Unterbringung der Motoren an anderen Stellen

    Ein Schwenkrotor ist ja nun keine Domäne des E-Antriebes. Auch gibt es einige Flugzeuge, die Triebwerke oberhalb der Flügel haben oder hinten am Heck ein Repeller besitzen, etc. pp. .. am Ende scheint es alles nichts zu bringen, weil es meistens bei paar Modellen bleibt und nicht neuer "Standard" wird. Mag sein dass Themen wie Wartungszugänglichkeit beim E-Motor unwichtiger werden, aber auch das wäre kein Grund ein E-Triebwerk nun oberhalb der Flügel aufzuhängen.

    >oder eine Aufteilung
    > des Antriebs auf mehrere kleine Motoren ist möglich und oft sinnvoll, was
    > bisher nicht der Fall war.

    Ja, für mehr Wendigkeit im Langsamflug. Dafür (vermutlich) geringere Endgeschwindigkeit, da mehr Reibungspunkte. Auch das hätte man mit konventionellen Antrieben schon realisiert, wenn es denn tatsächlich aerodynamisch vollumfänglich was bringen würde.

    > Im Bereich bis zu 6 Pax werden wir schin in wenigen Jahren einiges an
    > elektrischen Flugzeugen sehen, da der Betrieb eben deutlich günstiger ist.
    >
    > Edit: typos

    Weiß ich nicht, zum Teil sicherlich ja. Aber es ist immerhin die Luftfahrt und da gibt es so viele Vorschriften und Voraussetzungen, dass ich da irgendwie weiterhin nicht von einer Heerschar von E-Flugzeugen "für den Privatmann" ausgehe. Das wird ein Luxus bleiben, es sind ja nicht nur die Wartungs- und Kerosinkosten, gerade bei so viel mehr Flugzeugen braucht es noch mehr Sicherheitstechniken, Luftraumüberwachung, Flugplatzgebühren und PiPaPo. Ich glaube nicht, dass mein nächstes Auto ein Flugzeug wird. Tatsächlich wäre das cool, aber man tut sich ja schon mit einfachen Drohnen beim Privatmann sooo schwer... und wenn erstmal massig Privatkleinflugzeuge oder Helikoptertaxis abstürzen .... es sind sicher nicht nur die Wartungskosten des Triebwerks und das nötige Kerosin, warum Hubschrauber, die schon heute "Lufttaxis" sein könnten, seit je her unendlich teuer sind.



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.19 17:41 durch McWiesel.

  5. Re: Aerodynamik

    Autor: Grender87 25.06.19 - 00:08

    Ja der umgebaute Verbrenner springt einem sofort ins Auge noch bevor man den Text liest.
    Da sind andere Firmen schon einen Schritt weiter.

    Golem hat selbst mal über die Sun Flyer 2 berichtet (wurde wohl umbennant in eFlyer 2), dessen Konzept sehr viel durchdachter wirkt.
    Dagegen wirkt die Bristell Energic jetzt schon veraltet.
    Auch wen erst die Praxiserfahrungen zeigen müssen, wie es mit beiden Modellen bestellt ist.

    https://www.golem.de/news/sun-flyer-2-das-elektroflugzeug-wird-serienreif-1710-130461.html

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg
  2. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  3. Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Wiesbaden
  4. Interhyp Gruppe, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 219,99€
  2. 279€ (Bestpreis!)
  3. 279€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis!)
  4. Aktionsprodukt ab 399€ kaufen und Coupon erhalten


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
    Erneuerbare Energien
    Die Energiewende braucht Wasserstoff

    Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
    Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

    1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
    2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
    3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

    Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
    Erasure Coding
    Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

    In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
    Eine Analyse von Oliver Nickel

    1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
    2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    1. Windows 10: Windows-Defender-Dateien werden als fehlerhaft erkannt
      Windows 10
      Windows-Defender-Dateien werden als fehlerhaft erkannt

      Der System File Checker in Windows 10 markiert neuerdings Dateien des Windows Defender als fehlerhaft. Der Bug ist auch Microsoft bekannt. Das Problem: Die neue Version des Defenders verändert im Installationsimage verankerte Dateien. Der Hersteller will das mit einem Update von Windows 10 beheben.

    2. Keystone: Mechanische Tastatur passt Tastendruckpunkte den Nutzern an
      Keystone
      Mechanische Tastatur passt Tastendruckpunkte den Nutzern an

      Die auf Kickstarter finanzierte Keystone ist eine mechanische Tastatur mit Hall-Effekt-Schaltern. Diese können die Druckstärke registrieren. Eine Software ermöglicht es der Tastatur, das Tippverhalten der Nutzer zu analysieren und Druckpunkte entsprechend anzupassen.

    3. The Witcher: Erster Netflix-Trailer mit Geralt, Ciri, Triss und Striegen
      The Witcher
      Erster Netflix-Trailer mit Geralt, Ciri, Triss und Striegen

      Netflix stellt den ersten Trailer seiner Serie The Witcher vor. Henry Cavill als Geralt von Riva kämpft dabei gegen Monster und Menschen und verwendet Hexerzeichen, Pirouettenkampf und Zaubertränke. Einige Szenen erinnern an Passagen aus den Büchern.


    1. 13:00

    2. 12:30

    3. 11:57

    4. 17:52

    5. 15:50

    6. 15:24

    7. 15:01

    8. 14:19