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  5. › Arbeitsbedingungen: Der Krankenwagen…

Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

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  1. Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: ibecf 19.05.17 - 13:08

    100 Einsätze seit 2014 das wären ca. alle 10-12 Tage ein Einsatz bei einer Firma mit 10.000 Mitarbeiter.

    Wenn man bedenkt, das ein Produktionsbetrieb ist, wo körperlich gearbeitet wird sind die Zahlen ok.

  2. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: pumok 19.05.17 - 13:22

    Jeder Verletzte ist einer zuviel, trotzdem habe ich was ähnliches gedacht.
    Interessant wären Zahlen von anderen Autoherstellern.

  3. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: Baumfreund 19.05.17 - 13:25

    Hab es gerade für meinen ehemaligen Arbeitgeber (Industriebetrieb) mal auf die Anzahl der Mitarbeiter hochgerechnet. Da komme ich auch auf ca. 100 in drei Jahren.

    Ohne das ganze jetzt gutheißen zu wollen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.17 13:25 durch Baumfreund.

  4. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: Raistlin 19.05.17 - 13:25

    Sind es 10k Mitarbeiter vor Ort? Müsste man bei 10k nicht eine Krankenstation haben um allen Ohnmächtigen Herr zu werden?

  5. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: Tonestarr 19.05.17 - 13:26

    Seit 2014 sei rund 100 Mal der Krankenwagen zu Tesla gerufen worden, weil Mitarbeiter in Ohnmacht gefallen seien, Schwindel- oder Krampfanfälle bekommen, unter Atembeschwerden oder Brustschmerzen gelitten hätten. Hinzu kämen viele Notrufe wegen Verletzungen und anderer medizinischer Probleme. Das geht aus den Meldungen über die Vorfälle hervor, die der Guardian eingesehen hat.

    also die 100 Einsätze betreffen ja nur Ohnmacht Schwindel Krampf Atembeschwerden und Brustschmerzen. Das ist sehr hoch da es nur auf Verletzungsgruppen bezogen ist.

    Weiter wird geschrieben viele Notrufe wegen Verletzungen und anderem Zeug.

    Wenn man am Ende 200 Unfälle hat ist das immer noch ziemlich enorm. Besonders weil bei allem noch die Folgekosten für das Unternehmen hinzu kommen. Aktuelle Zahlen von einem grossen Pharmaunternehmen mit >10000 MA die ich kenne an einem Standort sind bei 30 - 40 in den letzten Jahren. Und da sind auch Selbstgeklebte Pflaster erfasst.

  6. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: Gaga85 19.05.17 - 13:52

    Tonestarr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn man am Ende 200 Unfälle hat ist das immer noch ziemlich enorm.
    > Besonders weil bei allem noch die Folgekosten für das Unternehmen hinzu
    > kommen. Aktuelle Zahlen von einem grossen Pharmaunternehmen mit >10000 MA
    > die ich kenne an einem Standort sind bei 30 - 40 in den letzten Jahren. Und
    > da sind auch Selbstgeklebte Pflaster erfasst.

    Unabhängig davon ob Tesla nun zu viele Unfälle hat oder nicht (will da nichts verteidigen), meinst du nicht der Vergleich zwischen den Unfallraten eines Pharmaunternehmens und den Unfallraten in einer Fahrzeugproduktion ist etwas unfair? Angenommen sie wären vergleichbar, ich würde schon schon beim Pharmaunternehmen nachfragen, warum sie ähnliche Zahlen haben, obwohl die geleistet Arbeit grundsätzlich eine deutlich sicherere ist (Labor/Schreibtisch vs. körperliche Arbeit, schwere Maschinen und Werkzeug).

  7. Mir fehlt ein Vergleichswert

    Autor: dabbes 19.05.17 - 14:48

    wie oft kommt das z. B. bei VW in Deutschland vor?

    Dazu gibt es natürlich noch klimatische Unterschiede, dort ist es ja nunmal sehr heiß, d.h. es könnten auch grundsätzlich mehr Leute Kreislaufprobleme haben, was dann nur bedingt was mit Tesla zu tun hat.

  8. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: Nullmodem 19.05.17 - 14:52

    ibecf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 100 Einsätze seit 2014 das wären ca. alle 10-12 Tage ein Einsatz bei einer
    > Firma mit 10.000 Mitarbeiter.
    >
    > Wenn man bedenkt, das ein Produktionsbetrieb ist, wo körperlich gearbeitet
    > wird sind die Zahlen ok.

    Mal Artikel und Originalquelle lesen.
    Die 100 Einsätze sind nur die vor Erschöpfung umgekippten und überarbeiteten. D.h. das sind 100 Fälle, die absolut vermeidbar waren (bessere Belüftung, genug zu trinken, genug Pausen)
    O-Text: "Ambulances have been called more than 100 times since 2014 for workers experiencing fainting spells, dizziness, seizures, abnormal breathing and chest pains, according to incident reports"

    Dazu kommen nochmal mehrere hundert "richtige" Arbeitsunfälle, die sind bei den 100 nämlich nicht dabei.
    O-Text: "Hundreds more were called for injuries and other medical issues."

    D.h. es geht insgesamt um mehrere hundert Fälle.

    Aber das ist ja gut, denn die Arbeiter leisten nach einem Unfall ja nicht mehr so gute Arbeit, kann man ja den Lohn kürzen. Da krieg ich echt das Kotzen.
    O-text: "If workers are assigned to “light duty” work because of an injury, they are paid a lower wage as well as supplemental benefits from workers’ compensation insurance, a practice that Tesla said was in line with other employers and California law. "

    Ich wette, die Dunkelziffer wird riesig sein.


    nm

  9. Re: Mir fehlt ein Vergleichswert

    Autor: Nullmodem 19.05.17 - 14:55

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wie oft kommt das z. B. bei VW in Deutschland vor?
    >
    > Dazu gibt es natürlich noch klimatische Unterschiede, dort ist es ja nunmal
    > sehr heiß, d.h. es könnten auch grundsätzlich mehr Leute Kreislaufprobleme
    > haben, was dann nur bedingt was mit Tesla zu tun hat.

    Klimatisierung, Pausen, genug zu Trinken, Arbeitspensum. Auf Arbeitsbedingungen hat Tesla sehr wohl Einfluß.
    Aber wenn man 6 Tage Woche mit 12 Stundenschichten ansetzt, nimmt man das wohl in Kauf.


    nm

  10. Re: Mir fehlt ein Vergleichswert

    Autor: dabbes 19.05.17 - 15:47

    Wie gesagt, mir fehlt der Vergleichswert.

  11. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: JTR 19.05.17 - 16:23

    Stimmt mit Chemikalien zu hantieren ist soviel sicherer als ein bischen Mechanik und ich komme aus der Maschinen- und Anlageindustrie. Gerade bei den Fliessbändern von Autoproduktionen sollte es eigentlich sehr sicher zu und her gehen, da nirgends soviel Vorabklärungen zu den Produktionsabläufen geleistet wird wie dort.

  12. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: Muhaha 19.05.17 - 17:16

    JTR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade bei
    > den Fliessbändern von Autoproduktionen sollte es eigentlich sehr sicher zu
    > und her gehen, da nirgends soviel Vorabklärungen zu den Produktionsabläufen
    > geleistet wird wie dort.

    Ja, normalerweise. Die Jungs hier sind jedoch Frischlinge in der Branche und haben mit Sicherheit an der Sicherheit und den Arbeitsplatzbedingungen gespart. Kann ja nicht angehen, dass das Jahresergebnis durch zu hohe Ausgaben geschmälert wird, nicht?

  13. Re: Mir fehlt ein Vergleichswert

    Autor: skanister 19.05.17 - 23:35

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie gesagt, mir fehlt der Vergleichswert.


    Laut t3n:
    "Im VW-Werk Kassel gab es 2016 beispielsweise 106 Arbeitsunfälle. Das Werk zählt 16.000 Mitarbeiter."

  14. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: luzipha 20.05.17 - 00:08

    Gaga85 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tonestarr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wenn man am Ende 200 Unfälle hat ist das immer noch ziemlich enorm.
    > > Besonders weil bei allem noch die Folgekosten für das Unternehmen hinzu
    > > kommen. Aktuelle Zahlen von einem grossen Pharmaunternehmen mit >10000 MA
    >
    > > die ich kenne an einem Standort sind bei 30 - 40 in den letzten Jahren.
    > Und
    > > da sind auch Selbstgeklebte Pflaster erfasst.
    >
    > Unabhängig davon ob Tesla nun zu viele Unfälle hat oder nicht (will da
    > nichts verteidigen), meinst du nicht der Vergleich zwischen den Unfallraten
    > eines Pharmaunternehmens und den Unfallraten in einer Fahrzeugproduktion
    > ist etwas unfair? Angenommen sie wären vergleichbar, ich würde schon schon
    > beim Pharmaunternehmen nachfragen, warum sie ähnliche Zahlen haben, obwohl
    > die geleistet Arbeit grundsätzlich eine deutlich sicherere ist
    > (Labor/Schreibtisch vs. körperliche Arbeit, schwere Maschinen und
    > Werkzeug).

    Ein Werk der Pharmaindustrie hast du auch noch nicht von innen gesehen, oder? Nur so nebenbei, solche Betriebe haben idR mehr Chemikanten als Laboranten. Dazu kommen noch Schlosser, andere Handwerker, Lagerarbeiter, Werksfeuerwehr usw...
    Klar, Autos sind groß und dreckig, da wird dran geschuftet. Die kleinen Pillen werden im Labor gebastelt und an Schreibtischen verpackt. ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.05.17 00:09 durch luzipha.

  15. Re: Die Zahlen klingen jetzt nicht spektakulär

    Autor: ML82 20.05.17 - 00:29

    So sieht es aus im Land der unbegrenzten Ausbeutung vom Rohstoff Mensch, Du bist als Lohnarbeiter halt nur wenig mehr wert als ein Stück Vieh, da man Dich noch nicht schlachten und portionsweise verkaufen darf. Wenn Du nicht mehr der beste Milchgeber bist ... nun ja, so darfst Du dennoch irgendwie weggehen, denn das Märchen von der Leistungsgerechtigkeit muss ja aufrecht erhalten werden für die, die schon viel haben und noch mehr wollen ... wo kämen wir denn hin, wenn wir einfach so Teilen, dann wären alle gleich arm, und dann wäre niemand reich ... so haben wenigstens wenige eine Chance ... ist doch besser so, oder nicht?

  16. Re: Mir fehlt ein Vergleichswert

    Autor: ML82 20.05.17 - 00:40

    Dann muss der Arbeitsrhythmus den klimatischen Bedingungen angepasst sein, z.B. das Siesta halten in mittleren Gefilden wie Spanien und Mexico hat seinen ganz natürlichen guten Grund, das machen die Menschen dort nicht aus Spaß am Mittagsschlaf sondern weil es notwendig ist.

  17. Re: Mir fehlt ein Vergleichswert

    Autor: John2k 20.05.17 - 23:24

    skanister schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dabbes schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie gesagt, mir fehlt der Vergleichswert.
    >
    > Laut t3n:
    > "Im VW-Werk Kassel gab es 2016 beispielsweise 106 Arbeitsunfälle. Das Werk
    > zählt 16.000 Mitarbeiter."

    Dazu müsste man noch wissen was hier meldepflichtig ist und was dort. Sind es arbeitsunfälle mit ausfalltagen oder ohne etc...

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