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Zu spät kommen

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  1. Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 12:13

    "Tesla habe diese rückdatiert und Mitarbeitern, wenn sie zu spät kamen oder abwesend waren, Strafpunkte gegeben. Daraufhin habe er sich mit Kollegen getroffen, um sich zu organisieren."

    Also wenn ich das richtig verstehe, dann ist der Typ mehrfach zu spät oder gar nicht gekommen. Das hat Strafpunkte gegeben. Dieses Strafpunkte haben ihm nicht gefallen und er wollte Tesla dann einen Denkzettel mittels Gewerkschaft verpassen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  2. Re: Zu spät kommen

    Autor: Eheran 12.09.18 - 12:22

    Ich verstehe das etwas anders...
    Die Mitarbeiter haben sich korrekt verhalten. Dieses Verhalten wurde rückwirkend als falsch umbetitelt und dafür wurden dann (unter anderem?) diese "Strafpunkte" vergeben.
    Ich kann natürlich nicht rückwirkend irgendwas verbieten. Das ist absurd. In Deutschland würde soetwas NIE durchgehen.

  3. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 12:28

    Das mit dem rückwirkend ist zuerst mal eine unbewiesene Behauptung dieses Typen.

    Fakt ist jedoch, er ist offensicht mehrfach zu spät oder gar nicht gekommen. Das gibt er ja selbst zu.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  4. Re: Zu spät kommen

    Autor: lear 12.09.18 - 12:47

    Lesen ist nicht eben Deine Stärke, oder?

    Es geht ganz allgemein darum, daß Tesla eine neue Regel eingeführt hat und diese dann rückwirkend angewandt hat.
    Ersteres ist ok, letzteres ist ein dreister Schlag gegen ein fundamentales Rechtsprinzip (nulla poena sine lege/ex post facto) in allen zivilisierten Gesellschaften (und auch den USA) - sprich: eine Frechheit sondergleichen.
    Daraufhin hat der Typ angefangen eine Gewerkschaft zu organisieren.
    Ob er selbst von dieser Regelung betroffen gewesen wäre, ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Seine vorgelegten Beurteilungen sprechen erstmal dagegen. Und selbst falls, legitimiert das keine ex post facto Regelungen. Tesla wird dann ja demnächst klarstellen können, daß es sowas nicht gegeben hat, aber status quo ist: ex post facto => Gewerkschaft => Gefeuert, sein Fehlverhalten hast Du da reininterpretiert.

    Darüber hinaus haben Tesla und seien Herrlichkeit Musk eine echt traurige Historie im Umgang mit Gewerkschaften. Such Dir besser was anderes um ihn zu preisen.

  5. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 12:55

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lesen ist nicht eben Deine Stärke, oder?
    >
    > Es geht ganz allgemein darum, daß Tesla eine neue Regel eingeführt hat und
    > diese dann rückwirkend angewandt hat.

    Lesen ist nicht eben Deine Stärke, oder?

    Der Typ behauptet lediglich, dass das rückwirkend angewendet worden ist. Er behauptet sogar, dass Tesla hier Dokumente rückdatiert habe. Das sind wir schon im Bereich Urkundenfälschung und Betrug. Da glaube ich eher nicht daran.

    Viel eher hat der Typ gemeint, weil er in der Vergangenheit gute Qualis erhalten hat, könne er sich mehr erlauben. Er ist dann zu spät oder gar nicht mehr gekommen. Und als er von Tesla abgemahnt wurde, hat er angefangen zu stänkern.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  6. Re: Zu spät kommen

    Autor: sinner89 12.09.18 - 13:15

    Ich habe den Artikel noch mal gelesen und leider muss ich @lear recht geben.

    Der Abschnitt aus dem Artikel:
    "Anlass für sein Engagement sei die Einführung einer neuen Anwesenheitsrichtlinie gewesen, erzählte Vaughn der britischen Tageszeitung The Guardian. Tesla habe diese rückdatiert und Mitarbeitern, wenn sie zu spät kamen oder abwesend waren, Strafpunkte gegeben. Daraufhin habe er sich mit Kollegen getroffen, um sich zu organisieren."

  7. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 13:27

    Nochmals: "Tesla habe diese rückdatiert" --> Nichts als eine Behauptung von diesem Typen, der selbst zugegeben hat zu spät gekommen zu sein. Und da Urkundenfälschung und allenfalls sogar Betrug hier massive Auswirkungen haben kann, dann brauch ich etwas mehr als nur eine Behauptung, bevor ich diese Äusserungen ernst nehmen.

    Das klingt eher nach Schutzbehauptungen um seine schlechter gewordene Leistung zu rechtfertigen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  8. Re: Zu spät kommen

    Autor: franzbauer 12.09.18 - 13:34

    Irgendwie habe ich den Teil mit dem "er hat zugegeben" überlesen. Oder existiert dieser gar nicht?
    Im Gegenteil: Dass er zu spät kam, ist nirgends zu lesen. Er wurde ja sehr gut bewertet - bis plötzlich das mit der Gewerkschaft aufkam. Und diese Gewerkschaftliche Aktion nahm Tesla um ihm eine schlechte Leistung zu attestieren - woraufhin sie ihn feuerten.

    Er hat wohl das System - bzw. das Rückdatieren - nicht als gerecht empfunden und wollte sich gewerkschaftlich organisieren.
    Nicht mehr, nicht weniger.

  9. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 13:44

    Stimmt. Ich habe gelesen er hat auch Strafpunkte erhalten und hat dann angefangen die Gewerkschaft zu orientieren.

    Gut bewertet wurde er bis Juni 2016. Entlassung fand Oktober 2017 statt. Nach Juni 2016 gabs offensichtlich keine gute Bewertung mehr:

    "Das galt für die Leistungsbeurteilungen für die Zeiträume Juli bis Dezember 2016 sowie Januar bis Juni 2017 - eine Kopie seiner Mitarbeiterakte hat Vaughn dem Guardian vorgelegt.

    In drei Leistungsbewertungen davor, von Januar 2015 bis Juni 2016, wurden Vaughn immer sehr gute Leistungen attestiert."

    Über einen Zeitraum von 1 1/2 Jahren kann die Leistung schon nachlassen, auch wenn vorher gut war.

    Er behauptet nun diesbezüglich einen Zusammenhang, aber es liegt nichts vor, was seine Behauptungen untermauern würden. Ebenso wenig, dass angeblich rückdatiert worden sei.

    --
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  10. Re: Zu spät kommen

    Autor: franzropen 12.09.18 - 13:49

    Zu übersiehst den Teil :
    "Dem entgegen stehen jedoch die positiven Beurteilungen, die sein direkter Vorgesetzter über Vaughn abgegeben hat. Sie sind auch in der Akte nachzulesen. Der Vorgesetzte bestätigte dem Guardian, dass an Vaughns Leistungen nichts auszusetzen gewesen sei."
    während Tesla in schlecht bewertet hat sein Vorgesetzter ihn gut bewertet.

  11. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 13:53

    Das habe ich nicht übersehen. In welchem Zeitraum war er denn der Vorgesetzte?

    --
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  12. Re: Zu spät kommen

    Autor: Brainfreeze 12.09.18 - 13:55

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt. Ich habe gelesen er hat auch Strafpunkte erhalten und hat dann
    > angefangen die Gewerkschaft zu orientieren.
    >
    > Gut bewertet wurde er bis Juni 2016. Entlassung fand Oktober 2017 statt.
    > Nach Juni 2016 gabs offensichtlich keine gute Bewertung mehr:
    >
    > "Das galt für die Leistungsbeurteilungen für die Zeiträume Juli bis
    > Dezember 2016 sowie Januar bis Juni 2017 - eine Kopie seiner
    > Mitarbeiterakte hat Vaughn dem Guardian vorgelegt.
    >
    > In drei Leistungsbewertungen davor, von Januar 2015 bis Juni 2016, wurden
    > Vaughn immer sehr gute Leistungen attestiert."
    >
    > Über einen Zeitraum von 1 1/2 Jahren kann die Leistung schon nachlassen,
    > auch wenn vorher gut war.
    >
    > Er behauptet nun diesbezüglich einen Zusammenhang, aber es liegt nichts
    > vor, was seine Behauptungen untermauern würden. Ebenso wenig, dass
    > angeblich rückdatiert worden sei.
    Es erscheint aber schon merkwürdig, wenn sein direkter Vorgesetzte, der auch die Beurteilungen verfasst hat, sehr positiv über ihn schreibt. Und dann aber die Unternehmensleitung die Bewertung verschlechtert. Der Grund für die Kündigung widerspricht sogar aus meiner Sicht mehr oder weniger der Beurteilung vom Vorgesetzten.
    Laut verlinktem Artikel (https://www.theguardian.com/technology/2018/sep/10/tesla-workers-union-elon-musk):
    "In the reviews, his supervisor calls Vaughn an employee who “does what’s right for the company as a whole” and “can always be counted on by team members to both show up (attendance) and get the job done”"

    "He provided his separation agreement with Tesla, which cited “failure to meet performance expectations” as the sole reason for termination."

    "The supervisor who conducted Vaughn’s last two performance reviews (July to December 2016 and January to June 2017), Tarus Starks, confirmed the review scores were lowered by upper management."



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.18 13:55 durch Brainfreeze.

  13. Re: Zu spät kommen

    Autor: lear 12.09.18 - 14:37

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nochmals: "Tesla habe diese rückdatiert" --> Nichts als eine Behauptung von
    > diesem Typen

    Wir reden hier über Deine Lesekompetenz. Was Du da reinlesen willst, ist hier wirklich jedem klar; nur stehen tut in den Artikeln nunmal was anderes.
    Also tu bitte nicht so als seien *Deine* völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen sowas wie ein Argument. Es ist, wie Du Dir die Sache wünscht. Nicht mehr.

  14. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 14:38

    Da steht "Tesla habe diese rückdatiert" - also ein Konjunktiv. Also keine Tatsache sondern eine Behauptung.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  15. Re: Zu spät kommen

    Autor: lear 12.09.18 - 14:51

    Damit hat dieser Thread aber nicht angefangen. Und der Guardian schreibt "He cited a strict attendance policy Tesla implemented and backdated", dh. er wird denen vermutlich ein Papier unter die Nase gehalten haben (ja, *meine* Interpretation ;-)

    Klar *kann* das alles erstunken und erlogen sein. Klar *kann* er selbst dauernd zu spät gekommen sein.
    Davon wissen wir aber nichts. Daß sind und bleiben *Deine* völlig unbegründeten Behauptungen, sonst nichts.

    Also zum mitmeißeln:
    Seine Geschichte ist, daß Tesla eine ex post facto Regel geschaffen hat, deswegen wollte er eine Gewerkschaft um sich sowas nicht bieten lassen zu müssen und daraufhin wurde ihm gekündigt.
    Teslas Geschichte ist, daß er einfach plötzlich schlecht geworden ist und sein Vorgesetzter das nicht bemerkt hat.

    Das schöne ist, daß, sofern dieser Widerspruch gelöst wird, wir sicher Fakten zu sehen kriegen werden.

    Können wir uns bis dahin bitte darauf einigen, daß wir nicht wissen, ob er lügt, aber daß, sofern er nicht lügt, Tesla hier ganz gewaltig ins Klo gegriffen hätte?

  16. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 14:59

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit hat dieser Thread aber nicht angefangen. Und der Guardian schreibt
    > "He cited a strict attendance policy Tesla implemented and backdated", dh.
    > er wird denen vermutlich ein Papier unter die Nase gehalten haben (ja,
    > *meine* Interpretation ;-)

    Eben, er hat ja gerade kein Papier unter die Nase gehalten.

    --
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  17. Re: Zu spät kommen

    Autor: Eheran 12.09.18 - 15:42

    >er hat ja gerade kein Papier unter die Nase gehalten.
    Aus dem Artikel:
    >eine Kopie seiner Mitarbeiterakte hat Vaughn dem Guardian vorgelegt.

  18. Re: Zu spät kommen

    Autor: SJ 12.09.18 - 15:51

    Und in der Mitarbeiterakte sind natürliche sämtliche unternehmensweiten Weisungen etc. enthalten... wohl eher nicht.

    --
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  19. Re: Zu spät kommen

    Autor: Eheran 12.09.18 - 16:00

    Dafür würde sogar schon ein Foto dieser Anweisung reichen...?
    Aber wie hier immer wieder ersichtilich wird hast du offensichtlich Insiderwissen und kannst daher einfach alles widerlegen.

  20. Re: Zu spät kommen

    Autor: gadthrawn 12.09.18 - 16:26

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Über einen Zeitraum von 1 1/2 Jahren kann die Leistung schon nachlassen,
    > auch wenn vorher gut war.

    Sah sein Vorgesetzter in den anderthalb Jahren anders und hat sich auch diesbezüglich geäußert.
    "The supervisor who conducted Vaughn’s last two performance reviews (July to December 2016 and January to June 2017), Tarus Starks, confirmed the review scores were lowered by upper management."

    Upper Management - also keine einfache Personalsache bei der automatisch wo durchgegangen wurde, sondern gezielt vom höheren Management aus eine Beurteilung geändert wurde...

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